Es läuft schlecht? Also volle Kraft voraus!

Eisberg voraus? Na dann Vollgas ins Verderben - Bild: Dreampainter / pixelio.de

Michael Hüther, seines Zeichens Chef des Deutschen Instituts der Wirtschaft in Köln (DIW) ist normaler Weise kein sehr staatsgläubiger Mann, wenngleich ein Freund durchdachter Ordnungspolitik. So zumindest konnte man es seinem Buch Die disziplinierte Freiheit entnehmen.

Nun aber hat er der SZ ein Interview gegeben, das man unter dem Titel Teilverstaatlichung: DIW-Chef Hüther will Banken Staatsgeld aufdrängen heute bei Spiegel Online nachlesen kann. Der Titel enthält schon die maßgebliche Forderung Hüthers, er will dass sich der Staat in alle „systemrelevanten Banken“ per Gesetz einkaufen darf, um sie zu schützen. Was der Wirtschaftswissenschaftler offensichtlich vollkommen ausblendet ist, dass schon 2008/2009 nicht nur Unternehmen, sondern auch die Banken sich gegenseitig keine Kredite mehr gaben und der Staat eingreifen musste…

Der Artikel zeigt, dass Dummheit manchmal grenzenlos ist. Nicht nur, dass einem Alkoholiker zu Therapiezwecken weiter vom Gleichen gegeben werden soll, sondern es muss auch noch mehr sein, damit er nun aufhört zu zittern.

Die Definition von Wahnsinn heißt in diesem Falle:

Es läuft schlecht, wir machen aber so weiter wie bisher, erhöhen allerdings die Dosis und wundern uns, dass nichts besser wird.

Das treibt natürlich jeden in den Wahnsinn. Wohl auch Herrn Hüther.

 

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