Die gut organisierten Wenigen…

Ausschnitt des Filmcovers von Inside Job

Heute möchte ich mit Hilfe des Oskar prämierten Dokumentarfilmes Inside Job (Trailer unten) den Hinweis machen, dass wenige sehr viel bewegen können, wenn sie sich im Kern einig sind. Ich habe bewusst zu Wikipedia verlinkt, damit jeder genau nachlesen kann, wie der Film schildert, warum Finanzkrise entstehen konnte.

Inside Job läßt keinen Zweifel daran, dass wenige, die ein großes finanzielles Interesse daran hatten, alles Notwendige getan haben, um viele um ihr Erspartes zu bringen. Sie haben Gesetze (Rahmenbedingungen) auf den Weg gebracht, die es ermöglichen und legitimieren, so viel wie irgendwie möglich Geld auf ihre persönlichen Konten zu schaffen, mit dem Bewusstsein, den Vielen das Geld  zu nehmen, das noch auf deren Konten liegt. Es ist die Wanderung des Geldes von den Vielen zu den Wenigen, die sich richtig und klug organisiert haben. Es handelt sich um den legitimierten  Raub am fleißigen, ehrlichen Steuerzahler, Rentner und Sparer.

Was es dazu braucht, sind wenige Menschen aus der Finanzindustrie, die bei Investmentbanken und Hedgefonds die entsprechende Plattform haben, hochrangige Zentralbank-Mitarbeiter bis hin zum Chef, Präsidenten der USA, Aufsichtsbehörden, Ratingagenturen und Wissenschaftler, die entsprechende Statements und Gutachten abfassen. Nicht zu vergessen, die Lobbyarbeiter, die sozusagen die Kommunikationswege öffnen, damit niemandem nachgesagt werden kann, er sei die Ursache der Krise und alle sagen können,  es war alles legal.

An dieser Stelle möchte ich Sie bitten, bei Wikipedia nachzulesen oder sich den Film anzuschauen (der Trailer ist unten), damit ihre Empörung steigt und zunächst wieder auf die  Kern- Absicht zurückkommen, warum ich diese Webseite eingerichtet habe:

  1. Vor der Krise hat es viele einzelne Mahner vor der sich aufbauenden Finanzblase  gegeben.
  2. Es hat Gegner der Finanzhaie gegeben, die sich aus vielen Gründen nicht durchsetzen konnten, ich denke der Hauptgrund heißt: Sie haben sich nicht zusammen getan und sich nicht organisiert.
  3. Der Film Inside Job kam 2010 in die Kinos, Anfang 2011 erhielt er die höchste Auszeichnung in der Filmbranche. Doch es scheint immer noch nicht möglich zu sein, organisiert und strukturiert etwas gegen den „legalisierten Raub“ zu unternehmen.
  4. Es hat sich trotz Finanz – und Wirtschaftskrise nichts geändert. Die meisten Verursacher sitzen noch auf den gleichen Stühlen. Sie haben sich nur einer anderen Anlage-Klasse angenommen –  der Staatsanleihen. Und wenn es auch nicht mehr so leicht scheint, an das Ersparte von den Vielen zu kommen, weil Vorsicht den Sparer warnt. Politiker und Journalisten sorgen dafür, dass Nebel aufsteigt, die Maßnahmen undurchsichtig werden und unsere Steuergelder zu falschen Zwecken eingesetzt werden. In der Folge läßt hohe Inflation die Preise für Waren steigen, mit dem Ergebnis, dass wir unsere Spareinlagen aufbrauchen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten – quasi der Raub durch die  Hintertür.
  5. Das als Beispiel genannte legitimierte Unrecht ist nicht die einzige Krise, die sich weiter aufbaut.

Tatsache ist, und an der kann heute niemand mehr vorbeisehen, dass alle Maßnahmen, die sich unsere Führungsmannschaft ausgedacht hat, für das Volk ins Leere gehen. Die Krise wird immer größer und Griechenland dient als mahnendes Beispiel, dass nur Symptome und nicht die wahren Ursachen geheilt werden. Gewinner sind wieder die Gleichen.

Das ist die Sicht der Dinge, die wir jeden Tag in den Zeitungen lesen. Der Blickwinkel, der aufzeigt, warum all diese Wirkungen erst möglich sind, diesen Blickwinkel, möchte ich auf meiner Webseite öffentlich machen. Die Wenigen, die sich die Taschen voll machen nutzen lediglich die Gunst der Stunde, dass die Vielen mit ihren Alltagsproblem zu beschäftigt sind, um den Nebel zu durchdringen, den die Wenigen produzieren. Diesen Schleier des Nebels möchte ich lüften. Ich möchte  Einsichten fördern, Empörung aufsteigen lassen und zum gemeinsamen organisierten Handeln anregen. Ich möchte nicht müde werden,  um – sinnbildlich – eine ähnliche  Katastrophe, wie die in Fukushima rechtzeitig zu verhindern. Katastrophen bauen sich nicht nur im Finanz- und Wirtschaftssektor auf, sondern auch beim Klima, bei der Armut in allen Bereichen und bei der Ausbeutung unserer Erde.

Alle diese Entwicklungen haben die gleiche Ursache und tragen die gleiche Handschrift: die unersättliche Gier von Wenigen, ihre Taschen ohne Skrupel zu füllen. Den Vielen möchte ich den Blick öffnen und das Selbstvertrauen fördern, das zu tun, was ihnen ihr Gewissen zwar zuflüstert. Das Gewissen spricht „es ist falsch und schlecht“, aber der Verstand suggeriert, viel mehr als Zuschauen können wir nicht, weil die Wenigen stärker sind.

Falsch! Sagen die Initiatoren von OekoHuman: Die gewissenlosen Wenigen sind nur stark, weil sie effektiv und effizient organisiert sind. All diese Katastrophen werden auch eine persönliche Dimension erreichen, wenn wir es einer gewissenlosen Minderheit weiter erlauben, das Ruder weiter in der Hand zu halten.

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