Reale Katastrophe in Griechenland verunglimpft!

Man kann eine Katastrophe auch lächerlich machen, trotzdem wird sie einem schaden - Bild. Martin Kraft / pixelio.de

Die Symptome einer Spaßgesellschaft sind von RTL & Co wohl übergeschwappt auf die ARD, deutlicher als die letzte Sendung Menschen bei Maischberger kann man das gar nicht machen. Frau Maischberger hatte zu einem ernsten Thema die üblich verdächtigen, sogenannten Experten geladen, um zum Thema Der letzte Sirtaki: Griechen bankrott, Deutsche zahlen trotzdem? auch einen Beitrag leisten zu können.

  1. Frau Maischberger war vollkommen unvorbereitet und hatte nichts zu sagen, wenn man davon absieht, dass sie laufend ihre Gäste unterbrach um die Zeit einzuhalten, die 8-Milliarden-Frage stellte um sie – wie sie selber eingestand – spaßig zu beantworten sowie zum Abschluss einen peinlichen Sirtaki ankündigte. Und das bei einem ernsten Thema wie der Finanz- und Wirtschaftskrise.
  2. Herr Cordalis, der mit seiner Musik vielen Spaß gemacht hat, wähnte sich in einer ernsten Sendung, wusste also, dass er nichts zu sagen und beizutragen hatte und hielt sich deshalb auch raus. Sehr klug.
  3. Carsten Schröder, den einzigen, der über die Mechanismen der Finanzkrise genauestens Bescheid weiß, lies keiner zu Wort kommen und landete trotzdem ganz unbemerkt vom Rest der ahnungsbefreiten Pseudoexperten den Treffer des Abends mit der Bemerkung: „Die eigentlichen Brandbeschleuniger sind die Kredithebel.“ Was wäre das doch für eine erhellende Sendung geworden, wenn die Moderation auf diesen kurzen Augenblick der Wahrheit eingegangen wäre. Es hätte der Beginn einer Katastrophenverhinderung werden können, wenn Frau Maischberger vorbereitet gewesen wäre.
  4. Doch so hatte man den vermeintlich Schuldigen Herrn Schröder schon vor der Sendung ausgemacht. Die Fragen, die Fragen, die ihm jeder stellte, brauchte er nicht zu beantworten, das übernahm der Fragende und der Rest beurteilen Sie selber.

Fazit:

Dieses sehr ernste Thema, wurde in der Talk Show behandelt, wie es in einem Katastrophen Film zusteht, á la

Diese Filme haben alle eins gemeinsam:

  1. Am Ende sagen die meisten: „Gott sei Dank nur ein Film“, und gehen zu Bett. Mit Griechenland im Besonderen, da es das Thema war, und mit den anderen Staaten in der Welt, die im gleichen Maße von den Auswirkungen schlechter politischer Führung betroffen sind, im Allgemeinen, sind wir gerade nicht in einem Film, sondern in der Realität. Empörend, dass viele im Moment noch ins Bett gehen, insbesondere die Politiker, als wenn es auch nur ein Film wäre.
  2. Es gibt eine Gemeinsamkeit, von Film und Realität, die zum Mitdenken geeignet ist: Oft werden die, die der Wahrheit nahe sind, in die „Ecke“ gestellt und oder mundtot gemacht. Die Methoden sind so vielfältig, dass ich diese nicht zu erwähnen brauche. Die „ahnungsbefreiten“ Wichtigtuer klauen der klugen Lösung die Zeit und die Katastrophe frohlockt. Im Film gibt es immer noch eine Wende und die wahren Experten kommen zum Einsatz, um das Schlimmste zu verhindern. Ich hoffe, dass diese Wende auch in der Realität rechtzeitig ankommt und die Hoffnung der Politiker nach Wachstum ohne Konzept rechtzeitig als Luftblase erkannt wird. Wir mit der OekoHumanen Bewegung werden nicht ruhen auf tragfähige Lösungen hinzuweisen.

Anwesend waren: Hans Eichel, SPD (Ex-Bundesfinanzminister), ihn trifft keine Schuld, auch wenn unter seiner Führung die Finanzmärkte entfesselt wurden; Anja Kohl (ARD-Börsenexpertin), und Rudolf Hickel (Wirtschaftsprofessor), ein Kommentar ist überflüssig, da auf Maischberger-Niveau, Wolfgang Bosbach, CDU (Bundestagsabgeordneter), der gewissenhafte, ohne Wissen um die tiefen Ursachen, Jorgo Chatzimarkakis, FDP (Europa-Abgeordneter), er versucht nachzudenken, ohne die anderen Denkrichtungen wie z.B. Querdenken zu kennen, Costa Cordalis (Schlagersänger), der Kluge sagt nichts, wenn er nichts zu sagen hat, Karsten Schröder (Hedgefonds-Manager), der Gewissenlose mit Wissen, der selber ein Risiko trägt und weiß, wie die Märkte funktionieren um Geld zumachen.

„Immer wieder versucht die Politik, den Finanzmarkt als Übeltäter darzustellen“, beklagt der Hedgefonds-Manager. Dabei fordere der Kapitalmarkt ja kein Land auf, sich zu überschulden. Auch Griechenland sei kein Opfer der Finanzinvestoren. „Die Verantwortung tragen allein die Politiker. Länder wie Griechenland sind über Jahrzehnte in eine bankrotte Situation hinein gewirtschaftet worden“, sagt Karsten Schröder.

Hier hat er Recht, was er allerdings verzerrt darstellt, ist, dass die Politik ihm Gesetzte auf dem Silbertablett serviert hat, mit deren Hilfe er für seine Kunden hilft, den Bürger auszurauben. Er würde zwar nicht gerettet, wenn er den Hebel zu groß wählt, aber bis dahin, wird verdient.

Das „Beste“ war jedoch: die Banken und die Menschen in den Banken und deren Helfershelfer blieben auch in dieser Sendung unbehelligt. Für den Bürger, der irgendwann die Rechnung bezahlen muss, eine schlechte Nachricht.

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