Zahlen, ganz große Zahlen…

Die EZB in Frankfurt am Main bei Nacht - Bild: Linda Karlsson / pixelio.de

Vor einigen Wochen habe ich hier über Deutschlands große Forderungen an die Europäische Zentralbank (EZB) berichtet, die durch Target 2, also den innereuropäischen Handel mit Waren entstanden sind. Das System funktioniert wie folgt:

Eine Firma z.B. in Griechenland kauft eine deutsche Maschine. Das Geld dafür überweist die griechische Staatsbank an die EZB, die dadurch entsprechende Schulden bei der Deutschen Bundesbank hat. Zahlen nun die Griechen nicht, fließt auch kein Geld an die EZB. Griechenland steht also dort in der Kreide. Gleichzeitig bleibt die Bundesbank auf den Forderungen sitzen, denn die Maschine wurde ja bereits geliefert und der entsprechende Betrag im Zweifelsfall an den deutschen Hersteller ausgezahlt. Komplett undurchsichtig wird der Kreislauf, wenn sich die griechische Firma zusätzlich noch einen Kredit bei einer deutschen Bank für die Anschaffung genommen hat.

Verzögerungen bei diesen Finanztransaktionen sind nicht unüblich, fällt jetzt aber ein Land gänzlich aus, dürfte das System ganz schön ins Schwanken kommen… Und so wie es aussieht, muss der (deutsche) Steuerzahler dann dafür aufkommen, dass andere mit ihrem Export sehr große Gewinne eingefahren haben.

Wieder einmal muss ich hier die saubere Arbeit von den Querschüssen loben, wo sich eine grafisch gut aufgearbeitete Übersicht dazu findet. Aber Vorsicht, die großen Unterschiede bei den Schulden- und Forderungsbalken in den Diagrammen können ganz schön verschrecken!

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