Bedrohte Vielfalt des Lebens

Biodiversität versteckt sich in den kleinsten Lebewesen - Bild: Peashooter / pixelio.de

Das Problem des rasanten Biodiversitätsverlustes wird immer noch unterschätzt, die Konsequenzen sind weitreichender und langfristiger als beim Klimawandel. Biodiversitätsverlust heißt, wir verlieren jeden Tag Vielfalt des LEBENS. So Volker Mosbrugger, Biologe, Chemiker und Generaldirektor des Senckenberg Museums in Frankfurt. Die Eckpunkte seines Beitrages im HR 2 Kultur (Sendung: Wissenswert, 21.03.2012) sind:

  • Der Faktor des Wandels der Arten ist um den Faktor 100 bis 1000 beschleunigt.
  • Der Mensch lebt nicht nur in der Natur, sondern vor allen von der Natur.
  • Ökosystem-Dienstleistungen wie zum Beispiel die Bestäubung sind kostenlos und beziffern sich jährlich auf ca. 30 Billionen Euro (30.000.000.000.000!), ein wie ich meine sehr großzügiges Geschenk von der Natur an die Menschen.
  • Diese Ökosystem Dienstleistungen sind zum größten Teil nicht nur für den Menschen überlebensnotwendig.
  • Zwei Faktoren die im Wesentlichen den Prozess des Biodiversitätsverlustes auslösen:
    • Landverbrauch bzw. -raub (Entwaldung), weltweit entspricht das jährlich etwa der Fläche Großbritanniens, diese Fläche wird dem Körper Erde zur Regeneration entzogen;
    • Der Klimawandel.
  • Der Fußabdruck des Plünderns wird 5 Millionen Jahre sichtbar sein.

Soviel zur wahren Definition von Nachhaltigkeit, Verantwortung und Gerechtigkeit über Generationen! Der Lösungsansatz kann freilich nur darin liegen, eine Vollkostenrechnung aufzustellen und den Klimawandel mit aller Kraft und Macht stoppen.

Unserem OekoHuman-Ansatz nach, können nur die Gewissenhaften und Wissenden dem Wahnsinn ein Ende setzen – dazu müssen sie sich jedoch organisieren und zusammenarbeiten. Dass es sich auch ökonomisch auszahlt, im Einklang mit der Natur zu arbeiten, verdeutlicht das gleichnamige Projekt der Welthungerhilfe.

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