In die Zukunft schauen mit Pero Mićić

Jörg Schallehn 24. April 2012 1

Die fünf Brillen des Zukunftsmanagements – Bild: aus einer Präsentation von Pero Micic

In die Zukunft zu schauen ist traditionell der Esoterik und hier den Gebieten Astrologie, I Ging, Kaffeesatz, Karten, Runen und Tarot vorbehalten, um nur einige zu nennen. Dr. Pero Mićić hat sich diesem Gebiet aus der wissenschaftlichen und unternehmerischen Richtung genähert und vor 20 Jahren die heutige FutureManagementGroup AG in Eltville gegründet. Mittlerweile gehört er weltweit zu den führenden Experten auf diesen Gebiet.

Das Herzstück seiner Arbeit, sind die fünf verschiedenen Blickwinkel bzw. Sichtweisen auf die Zukunft. Er blickt dabei durch fünf verschiedenfarbige Zukunftsbrillen: blau, grün, gelb, rot und violett. Dabei entsteht ein ganzheitliches Modell für alle zentralen Begriffe zur Zukunft, wie etwa Annahmen, Chancen, Überraschungen, Vision oder Ziele. Für Dr. Micic sind es auch fünf verschiedene Geisteshaltungen, die ich Ihnen im Folgenden kurz näher bringen möchte:

  • Blau steht für eine Annahmenanalyse, hier ist die Haltung: Wie werden sich Umfeld, Umwelt, Politik, Mensch, Gesellschaft und Recht verändern? Kaufmännisch gedacht, bedeutet dies die Frage danach, wie sich Kunde, Mandant, Technologie und dadurch der Markt verändern. So steht die blaue Brille für den kritischen, distanzierten und erfahrungsbasierten Blick auf zukünftig wahrscheinliche Zahlen und Fakten. Das zu Grunde liegende Lebensprinzip ist Ordnung.
  • Grün steht für die Chancenentwicklung, hier ist die Haltung Gestaltung. Die grüne Zukunftsbrille ist schöpferisch, kreativ, forschend und grenzenlos und zahlt auf das Lebensprinzip Anpassungsfähigkeit und Einzigartigkeit ein.
  • Gelb steht für Vision, also für das Sehen von Bildern einer erstrebten Zukunft, sowie für Vorstellungskraft und -vermögen. Beides und die entsprechende Haltung befähigen den Menschen erst, die Lebensprinzipien umzusetzen und es ist ein deutlicher Hinweis auf den freien Willen. Die Frage lautet: Wo stehe ich und mein Unternehmen in 5 oder 1o Jahren? Ein passendes Zitat:
  • „Visualisiere die Dinge, die du haben möchtest, sehe sie, fühle sie, glaube an sie. Erstelle dir einen geistigen Plan und fange an nach diesem zu bauen.“ von Robert Collier
  • Rot steht für Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Hier ist die Haltung: Sei auf Überraschungen und das Schlimmste vorbereitet und hoffe auf das Beste.
  • Violett steht für konkrete Ziele, Projekte und Aufgaben auf dem Weg zur Vision. Hier ist die Haltung realistisch und pragmatisch. Diese Haltung wird eingenommen, nach dem durch alle anderen Zukunftsbrillen geschaut wurde.

Durch die fünf Brillen des Zukunftsmanagements betrachten Sie die wahrscheinliche, mögliche, gewünschte, gefürchtete und die geplante Zukunft. Voraussetzung ist, dass Sie im Vorfeld Ihre Wissensbasis schaffen und das erarbeitete Zukunftsmanagementsystem anschließend auch in Gang halten“

so Pero Micic. Aus oekohumaner Perspektive kann man ergänzen: Jeder schafft sich ein erweitertes Bewusstsein, der schöpferisch, konstruktiv und mit der notwendigen Ernsthaftigkeit nacheinander durch die beschriebenen Zukunftsbrillen schaut. Wachstum hat als Voraussetzung wachsendes Bewusstsein, so unsere These.

Herrn Dr. Pero Mićić habe ich 2007 kennen und schätzen gelernt. Besonders achte ich an ihm, dass er sein Wirken mit Herz und Seele sowie großer Ernsthaftigkeit und tiefen Verantwortungsbewusstsein umsetzt. Er schöpft aus einem tiefen und ganzheitlichen Wissen, um seine Aufgabe zu erfüllen.

Ein Kommentar »

  1. Damir Agic 16. Mai 2012 at 17:58 - Reply

    Der Rohstoff Öl wird immer knapper und teurer werden. Die Automobil- und Chemie- Industrie wird große Probleme bekommen. Kleine Elektroautos könnte man mit Solarzelle und Windenergie tanken und damit fahren aber was ist mit der ganzen LKW Logistik und der Luftfahrt ? Zudem möchte jeder Chinese und jeder Inder auch ein Auto besitzen. Bei einem Sprit Preis von 2,5 € fängt die Katastrophe an bzw. für manche Geldbörsen hat sie schon heute angefangen. Steuern wir dem zweiten Mittelalter zu ? Was wollen wir mit den ganzen Massen- Arbeitslosen machen ? Wie soll das ganze Enden ?

    Es besteht nun die Möglichkeit, dass unsere INDUSTRIE GEMEINSCHAFT als Erste in der Weltgeschichte einen Öko- Ersatzstoff für das fossile Erdöl entwickelt hat. Qualitativ, quantitativ und wirtschaftlich wäre dies durch mehrere gute Schritte in der Zukunft möglich.

    Betrachtet man die Faktoren der Klimafreundlichkeit, Umweltfreundlichkeit, Politik und Nachhaltigkeit, könnte man das Ziel, einen Öko- Ersatzstoff zu produzieren, bereits in naher Zukunft erreichen.

    Die Verfügbarkeit spielt die entscheidende Rolle. Mit Blick auf die Zukunft, wird bei stetiger Verknappung des Rohöls unser Konzept als Lösung angesehen werden. Das Ergebnis wäre eine neue Energie- und Chemie- Architektur für den gesamten Planeten.

    Das „Peak- Oil- Problem“ was globale Hungersnöte, Chaos, Massenarbeitslosigkeit und Kriege begünstigt, verursacht durch die enorme Überbevölkerung und das Verschwinden der Rohstoffe, könnte gelöst werden.

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