Im Anfang war das Wort

Die Stimme als Ausdruck der Persönlichkeit - Bild: Enrico Kahnt / pixelio.de

Seit einigen Tagen finden Sie an prominenter Stelle auf unserer Startseite und im Menü den Hinweis auf die Stimme. Die Stimme, die jeder von uns jeden Tag hat, als Ausdruck unserer Persönlichkeit: fest, leise, laut, bestimmend, schüchtern, freudig, liebevoll, ärgerlich, singend und viele Beispiele mehr. Diese Stimme setzen alle jeden Tag mehr oder weniger auf verschiedene Art und Weise ein, auch durch Abgabe an andere mittels Stimmzettel wie Geld und Wahlschein oder erhebend bei Demonstrationen sowie oekohuman als den Ausdruck einer Lebenseinstellung.

„Ich kann ja sowieso nichts verändern“, diese Worte gehören einer Stimme, die von einer gefühlten Machtlosigkeit spricht. Wäre dieser Satz wahr, gäbe es kaum noch Veränderungen in dieser Welt. Nur ohne Ton, ohne Glauben, ohne Gewissheit, ohne Überzeugung, ohne Bildung, ohne Gefühle, ohne Geist, ohne Gedanken und ohne Stimmung hätten wir keine vernehmbare Stimme – wenn überhaupt, blieben Laute. Allerdings müssten wir unseren Körper als Stimme auch noch ausschalten.

Das Resümee: Wir alle haben eine Stimme. Tragen wir sie vor, denn deshalb haben wir dieses einzigartige Instrument.

Auch bei Wikipedia findet sich zur menschlichen Stimme Interessantes, hier ein kurzer Auszug:

Die menschliche Stimme (in der medizinischen Fachsprache lat. vōx oder grch. φωνή (phoné)) ist der durch die Stimmlippen eines Menschen erzeugte und in den Mund-, Rachen- und Nasenhöhlen modulierte Schall. Die Stimme wird vom Menschen zur Übermittlung von Informationen in Form von Sprache und anderen Lauten wie Schreien, Weinen, Lachen, Stöhnen etc. eingesetzt.

Beim Singen wird die menschliche Stimme wie ein Musikinstrument zur Erzeugung von Tönen, Klängen und Melodie, oft verbunden mit Sprache eingesetzt. Schallerzeugung ohne wesentliche Beteiligung der Stimmlippen wie z.B. Schnalzen mit der Zunge, Pfeifen mit den Lippen, Zähneklappern und Händeklatschen wird nicht als Stimme betrachtet, kann allerdings ebenfalls der Artikulation dienen.“

Doch die Stimme hat eben auch zahlreiche weitere Bedeutungen: In einer Wahl oder Abstimmung dient sie der Willensäußerung, Stimmhaftigkeit beschreibt die Eigenschaft von Lauten in der Phonetik, in der (westlichen) Musik ist die Stimme ein nach Regeln erzeugter Part (z.B. Hauptstimme, zweite Stimme), es gibt mehrere Stimmlagen (z.B. Sopran, Bariton) oder die (nicht solistische) Gesangsstimme in der Popmusik (Vocal) sowie das Synonym für Orgelregister (z.B. gemischte Stimme, Grundstimme) und bei Streichinstrumenten den Stimmstock.

Durch die oekohumane Brille betrachtet, weicht die Stimme erheblich von herkömmlichen Definitionen ab (im Anfang war das ordnende Wort und mit dem Glossar wollen wir einen Beitrag zu einer neuen Ordnung leisten). Für uns ist die Stimme das Ausdrucksmittel von Allem was ist und genauso einzigartig wie alles im Leben. Sie wird durch Schwingung erzeugt und ob sie hörbar oder zunächst unhörbar ist, hängt von den Sinnen Einzelner ab. Anders ausgedrückt: Manche hören „Flöhe husten“ wo andere nichts hören. Hören, horchen, fühlen und sehen, sind notwendige Empfangsinstrumente, um die Sendung der Stimme zu vernehmen.

Die Stimme ist also ein wahrhaft wichtiges Ausdrucksmittel des Menschen, der Natur, der Welt, des Kosmos und des Lebens. So passt Stimme eins zu eins zum Begriff OekoHuman, die Stimme ist sozusagen ein Derivat, eine Ableitung, von OekoHuman bzw. umgekehrt. Die Stimme ist somit nicht nur ein Ausdrucksmittel von OekoHuman, sondern vor allem ein Ausdrucksmittel unserer heutigen Gesellschaft. An der Stimme ist zu erkennen, wo die Menschheit steht und wohin die Menschheit will. Wer auf die Worte eines Menschen achtet, erfährt oft mehr über ihn, als durch seine Handlungen, die in der heutigen Zeit derart durch Gesetze und Vorschriften geknebelt sind, so dass die Wahrheit oft nicht das Tageslicht erblickt.

Stimme und Hören, Horchen und Fühlen bilden demzufolge Grundlage und zugleich Mittler zwischen Denken und Handeln und offenbaren den Standpunkt des Individuums. Schon der erste Ton zeigt an, wohin die Reise gehen kann, aber erst der letzte Ton offenbart, wo die Reise endet.

Der Grundton eines jeden Menschen lässt sich bestimmen und führt, wenn der Mensch diesen kennt und danach handelt, zur inneren Harmonisierung. Womit wir bei der inneren Stimme sind, dem In-sich-Hineinhören, dem Horchen. Hier entstehen Fragen, Fragen führen zur Informationen, Informationen verbunden mit Erfahrung führen zu neuem Wissen, Wissen führt zur Schöpfung und Schöpfung ist Leben. Zusammengefasst ist die Stimme der Dreh- und Angelpunkt der derzeitigen und zukünftigen Persönlichkeit.

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