Be- und nicht Verurteilen!

Es gilt nach den Ursachen zu suchen, nicht die Wirkungen zu bekämpfen - Bild: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de

„Etwas ist faul im Staate Dänemark.“ Angesprochen auf die Krisen dieses Jahrhunderts (von Kriegen, die aus anderen Gründen geführt werden, als den angegebenen, über Menschrechtsverletzungen, Umweltverschmutzungen und Naturkatastrophen bis hin zur weltweiten Schuldenkrise), würden wohl viele Bürger diesen Spruch aus dem Hamlet unterschreiben.

Doch meist wird gar nichts unternommen und wenn doch, dann Maßnahmen wie Euro-Rettungsschirme, die alles Mögliche, aber nicht das versprochene Ergebnis hervorbringen. Was also tun? In gefühlter Machtlosigkeit versinken oder selber Handeln? Ich bin für letzteres. Denn zumindest einige Fragen können wir uns immer stellen. Und wenn die Antworten nicht mit unserer inneren Stimme übereinstimmen, bleibt uns die Kontrollfrage: Wenn das nun alle tun würden, schadet das Ergebnis oder nutzt es? Nicht umsonst besagt die sogenannte Goldene Regel (nahezu) aller Religionen, dass man alles auf der Erde so behandeln soll, wie man selbst behandelt werden will! Eigentlich nur eine andere Formulierung für das immerwährende Ursache-Wirkung-Prinzip.

Überzeugt die Qualität der gefundenen Antworten nicht, so gilt es diesen Frageprozess fortzusetzen und zu wiederholen, bis das Ergebnis äußere bzw. aktuelle Situation mit der inneren Stimme in Einklang bringt. Tatsächlich habe ich in meinen jahrelangen Recherchen nur wenige Menschen gefunden, die eine vernünftige Antwort auf die derzeitige Situation haben, genaugenommen sind es drei Menschen:

Das erste Gesicht der Krisenursache (im Besonderen der Welt-Schuldenkrisen) formulierten die Gebrüder Rothschild bereits vor anderthalb Jahrhunderten (1863 in London): „Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, dass aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.“

Das andere Gesicht ergibt sich zwangsläufig daraus: Die Vielen, die das Genannte mit sich machen lassen, rühren sich immer erst, wenn es zu spät ist. Dann werden Wut und Zorn zum Mittel, denn die wenigsten können sich das eigene Versagen eingestehen und regeln stattdessen alles mit Gewalt. Dazu wiederum hat Gandhi sehr weise gesagt: „Was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten“, und angefügt: „Du musst selbst zu der Veränderung werden, die Du in der Welt sehen willst.“

Allerdings nicht wie die sogenannte Occupy Bewegung, die ihren falschen Ansatz schon im Namen trägt. Der Keim des Scheiterns liegt im Anfang, deshalb muss man nach den falsch gesetzten Ursachen forschen. Wie die Occupy Bewegung die Ergebnisse zu bekämpfen, macht wenig Sinn.[ref]Es lohnt sich mit David Graeber, einem der Occupy-Vordenker und Autor von 5.000 Jahre Schulden (Vgl. http://www.zeit.de/2012/21/L-Graeber/) auseinanderzusetzen. Schulden sind tatsächlich ein Problem, seit Religionen sie zum Machtmissbrauch nutzen. Besser sprechen wir von Verbindlichkeiten und die sind nicht das Problem, sondern förderlich. Die fehlende Haftung der Kreditnehmer führt zur Haftung des Bürgers. Den letzten beißen die Hunde.[/ref]

„Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh.“ Diese Worte schrieb bereits Henry Ford (1863-1947). Die Revolution wird heute bereits versucht. Doch immer noch haben die meisten nicht verstanden.

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