Neue Ideen zur Krisenbewältigung braucht das Land

Reichen-Anleihen und Zwangsbesteuerung? – Bild: Gerhard Frassa / pixelio.de

Eine Weisheit der Dakota-Indianer: Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab. Doch Manager versuchen oft andere Strategien, nach denen sie in dieser Situation handeln. (Mehr Zitate)

Endlich kommt Bewegung in die Diskussion, wie die Finanz – und Wirtschaftskrise zu bewältigen wäre. Ja, neue Ideen braucht das Land. Just in dem Augenblick, wo sich die Richter des Bundesverfassungsgerichts entschlossen haben, sich mehr Zeit zu nehmen, kommen neue Vorschläge in die Presselandschaft.

Wenn jemand Herrn Voßkuhle besser kennt, macht ihn bitte auf OekoHuman aufmerksam, ich würde ihm sehr gerne näher bringen, warum der ESM ein Mittel zur Enteignung des Bürgers ist und z.B. JP Morgan nun den besseren Weg geht, um weniger Staatshilfen in Anspruch nehmen zu müssen. Es ist noch nicht der Königsweg, aber ein Anfang, um klug zu werden und weise den eigenen Untergang zu stoppen.

Was aber heute medial den größten Rummel verursacht hat, ist der Vorschlag von Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaft (DIW) in Berlin. Endlich deutet jemand an, dass es sich lohnt darüber nachzudenken, die ins Boot zu holen, die am Systemfehler partizipiert haben, die jetzigen Reichen und Superreichen (siehe Spiegel Online sowie die DIW-Studie als PDF).

Ich denke jedoch, dass Europas Politiker gut beraten wären, die vorgeschlagene Anleihe nicht Zwangsanleihe zu nennen, sondern Solidaritätsanleihe. Das Finanzministerium scheint den Vorschlag des DIW gut zu finden und will diesen leichten Weg gehen. Die Bundesregierung hingegen hält eine Reichen-Anleihe für überflüssig und nochmals andere sehen darin sogar die große Gefahr, dass der Staat dann wieder nicht spart (siehe etwa Christian Rickens, ebenfalls im Spiegel). Wie so oft, plappern da oben alle wild durcheinander, jeder hat eine Meinung aber kaum einer hat Ahnung.

Ich kann nicht leugnen, dass ich wieder dieses gewisse Lächeln um meine Mundwinkeln spüre, allerdings bleibt ein wenig bitterer Nachgeschmack. Denn schon im Dezember letzten Jahres habe ich (fast) genau dieses Vorgehen als Weg aus der Krise vorgeschlagen. Vor allem aber denke ich, dass ein anderer Weg langfristig gar nicht möglich ist, da das Gesetz der Balance und des Ausgleichs (hermetische Prinzipien) gilt. Angesichts eines solchen Bergs an Verbindlichkeiten, gibt es keine Alternative!

Schließlich erlaube ich mir den Verantwortlichen beim DIW und überall eine gut gemeinte Anregung zu geben: Studieren Sie das Zahlenmaterial genau(er) und vergessen Sie nicht, die impliziten Schulden zu den jetzigen offiziell benannten, expliziten zu addieren.

2 Kommentare
  1. Barbara
    Barbara says:

    Das ist eine Frechheit die Leute, die jahrzehntelang gespart und gearbeitet haben zu enteignen. 250.000,- € Freibetrag – eine Familien-Eigentumswohnung ist unter 300.000,- nicht zu haben. Ein Reihenmittehaus kostet in München 500. – 600.000 Euro. Stattdessen sollte man aufhören die Erbkrankheit Hartzen zu finanzieren. Bei uns in der Grundschule gab es eine Türkin, deren 30-köpfige Großfamilie alle von Hartz-IV leben und keiner über einen Mini-Job hinauskommt ABER alle Männer Mercedes und BMW fahren. Mit unserem Haus werden wir diese Schmarotzer nicht finanzieren. Auch keine Deutschen, die damit angeben, dass sie seit 20 Jahren „gut von der Sozi leben“.

    Bibelzitat: „Im Schweiße Deines Angesichts sollst Du Dein Brot verdienen.“ Von der sozialen Hängematte war keine Rede.

    Antworten

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.