Deflation

Unter Deflation versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen allgemeinen, signifikanten und anhaltenden Rückgang des Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen. D.h. eine Deflation entwickelt die entgegengesetzten Kräfte, die von einer Inflation ausgehen. Kreditnehmer werden benachteiligt, da ihre über Kredite finanzierten Sachgüter an Wert verlieren, aber sie nach wie vor den in der Vergangenheit abgeschlossenen Kreditwert bedienen müssen. Hingegen profitieren Sparer von einer Deflation, da ihr Kapital nun – zinsbereinigt – eine höhere Kaufkraft hat als in der Zeit der Inflation. In der Folge kommt es vermehrt zu Insolvenzen von verschuldeten Unternehmen, mit negativen Auswirkungen auf deren Arbeitnehmer und Gläubiger. Die Kaufkraft steigt nicht nur für die Sparer, sondern für ALLE anderen Konsumenten auch. So nachzulesen bei Wikipedia.

Aus oekohumaner Sichtweise werden bei Wikipedia jedoch mehr die Wirkungen dargestellt, denn die Ursachen erläutert. Obendrein ist der Glaube tief verwurzelt, dass eine unkontrollierbare Deflation bzw. Inflation mit tragischen Folgen über Nacht entstanden ist. Dem ist aber nicht so. Darüber hinaus sind Deflation und Inflation Phänomene, die sich nicht auf die Ökonomie beschränken, sondern kommen auch in der Ökologie (Co2, Klima) und in der Ökumene vor. Die hier dargestellten Beispiele beziehen sich auf die Ökonomie.

Deflation und Inflation in der Ökonomie treten in zwei Eskalationstufen auf, zuerst in den Preisen für Waren und Dienstleitungen und in der zweiten Stufe im Geld. Die Hauptursache ist in der Regel zu hohe Quantität bei schwindender Qualität, bei den folgenden Einflußfaktoren:

Angebot und Nachfrage, Gegenwart und Zukunft, Sparen und Kredite, Kreditwürdigkeit und -fähigkeit, Eigentum, Besitz und Kapital, Glauben und Vertrauen, Vermögen und Leistung Investition, Einnahmen, Ausgaben und Kosten, Wachstum und Wettbewerb, Empirie und Evidenz, Politik und Lobby, Steuern und Controlling.

Die einseitige Beeinflussung der Einflußfaktoren bewirkt entweder Deflation oder Inflation. Grenzwerte bestimmen das qualitativ regulative Eingreifen der Zentralbank. Sollte eine oder mehrere der fünf Kräfte in der Politik durch Lobbyismus ausgehebelt werden, können die Folgen von Hyperinflation über Währungsreform bis hin zu einer Revolution reichen. In jedem Fall muss dadurch eine neue Balance hergestellt werden.

Kredite im Bereich Geldschöpfung, die über den Sparanteil hinausgehen, wirken im Zusammenspiel mit den oben genannten Einflußfaktoren inflationär. Zinszahlungen und Nachsparen bringt Deflation hervor und sorgt für den Ausgleich. Wenn diese Balance aus dem Ruder läuft und keiner qualitativ-regulativ eingreift – eine Wirkung, die den Markt bereinigt ist natürlich –, entsteht aus einer kleinen Blase mit der Zeit eine große Blase, die nicht mehr beherrschbar ist (aufgeblähte Inflation). Die zentrale Instanz, die den regulativen Auftrag hat, sind die Zentralbanken.

Grundsätzlich findet Deflation und Inflation nicht nur an einem bestimmten Tag und Jahr statt, sondern immerwährend in jeder Sekunde unseres Lebens.

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