Inflation

Inflation, lat. „das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen“, bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre einen andauernden, signifikanten Anstieg des Preisniveaus, durch den Anstieg der Geldmenge. Es verändert sich also das Verhältnis von Geldmenge zur Gütermenge – pro Gütereinheit existieren nun mehr Geldeinheiten.

Als Folge muss für die Güter nun mehr Geld gezahlt werden, das heißt sie werden teurer. Zu der natürlichen Preisbildung durch Angebot und Nachfrage, kommt eine unnatürliche dazu, die der Erhöhung der Geldmenge. Daher versteht man unter Inflation allgemein auch eine Geldentwertung und einen Kaufkraftverlust. Der Sparer wird benachteiligt und der Kreditnehmer bevorteilt.

Wie kommt diese Geldmengenerhöhung nun zustande: Die Antwort lautet, durch Kredit und zwar den Kredit, der durch Geldschöpfung (Kreditschöpfung) entsteht. Der Kredit, der den Vorgang Sparen durch Kredit eins zu eins ausgleicht, löst keine Inflation aus. D.h. das was auf der einen Seite gespart wird, wird auf der anderen Seite als Kredit herausgegeben.

Nun haben Banken mit Hilfe von Mathematikern und die mit Hilfe der Statistik herausgefunden, dass nicht alles, was gespart und für eine bestimmte Zeit angelegt wird, auch nach dieser Zeit verfügt wird. Das Ergebnis dieser Untersuchung ist: ca. 12-20% der Sparer verfügen nach einem festgelegten Zeitraum und 80–88% nicht. Damit kamen die Banken zu dem Schluss, dass sie ca. 8-12mal so viel Kredit herausgeben können, wie an Spareinlagen vorhanden ist. Unter Berücksichtigung von Kreditausfällen war ein neues Geschäftsmodell geboren, das des Geld- bzw. Kreditschöpfens. Die Inflation wurde gleich mit geboren.

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