Monismus

Der Begriff des Monismus wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts als griechisch-lateinisches Kunstwort (monos = „einzig“, „allein“) geprägt. Der Monismus ist die philosophische oder metaphysische Position des Alles in Einem und Einem in Allem (Heraklit). Diese Position wurde von einigen antiken Naturphilosophen vertreten, die jeweils glaubten, in einer Art Materie den Ursprung allen Lebens gefunden zu haben, z.B. Thales (Wasser), Anaximander – Apeiron (das Nicht-Eingrenzbare, Unfassbare, Unendlichkeit), Anaximenes (Luft), Heraklit (Feuer), Parmenides (Sein) oder Demokritos, der annahm, dass die gesamte Welt nur aus unbeständigen Zusammenballungen kleinster Teile – den Atomen – bestehe. Diese Auffassung wird in ähnlicher Weise vom Pantheismus und Panentheismus vertreten. Danach lassen sich alle Vorgänge und Phänomene der Welt auf ein einziges Grundprinzip zurückführen. Damit verbunden sind die Immanenz (UnbewusstSein) und die Transparenz (BewusstSein).

Bekannte Vertreter in Europa sind etwa Thomas Hobbes (1588–1679) und Julien Offray de La Mettrie (1707–1751), die allen geistigen Vorgängen die Interaktion materieller Komponenten zugrunde legten; Baruch de Spinoza (1632–1677) der zuweilen dem idealistischen Monismus zugeordnet wird, da es nach seiner Ansicht nur eine Substanz gebe (Gott). In der indischen Philosophie sind Advaita-Vedānta, wie sie von Shankara ausgelegt wurde, Atman und Brahman eine Einheit. Und Vishishtādvaita-Vedānta postuliert Gott als einzige Existenz.

In der Religion stehen monistische Lehren oft dem Monotheismus nahe, der eine Gegenwart (Immanenz) des Göttlichen in allen Erscheinungen der Welt sieht. Ein bekannter Vertreter dieser Ansicht war Echnaton.

Für OekoHuman entspricht damit der Monismus der Annahme: Alles ist Eins und somit eine Ganzheit. Daraus leitet sich die Verbundenheit ab oder, wie die Physik sagt, eine „kommunizierende Röhre“, die in Form einer Matrix multidimensional wirkt. Darüber hinaus besagt die Annahme, dass Alles in Allem enthalten ist, dass es auch gleich wertvoll ist.

Aus oekohumaner Perspektive ergeben sich als Konsequenz dieser drei Annahmen die universellen Gesetze. Diese offenbaren sich in den hermetischen Prinzipien – und den Lebensprinzipien. Für OekoHuman sind die in der äußeren Welt erlebte Dualität und im spirituellen Bereich die Trinität wiederum die Voraussetzungen, um Immanenz (UnbewusstSein) in Transparenz (BewusstSein) zu wandeln. Damit sich dieser Prozess von Immanenz zur Transparenz überhaupt verwirklichen läßt, braucht der Mensch den freien Willen (Pico della Mirandola), er bedarf also wirklicher Wahlmöglichkeiten. Diese helfen dem Menschen, sich an die universellen Gesetze zu erinnern.

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