Geld ist ein Recht und keine Ware

G.E.L.D
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Im Jahr 1543 stellte Nikolaus Kopernikus die Welt nahezu wörtlich, auf den Kopf:

Seine Beobachtungen des Planetensystems hatten ergeben, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums sein konnte. Gegen den Widerstand der Kirche wandelte sich in der Folge das geozentrische Weltbild in ein heliozentrisches. Vor Kopernikus sprachen sich bereits Aristarchos von Samos (3./2. Jahrhundert v. Chr.) und auch der deutsche Universalgelehrte und Kardinal Nikolaus von Kues (1401-1464) für ein heliozentrisches Weltbild aus.

Beide erhielten allerdings wegen des herrschenden Zeit-Geistes und der Welt-Anschauung, nicht die ihnen gebührende Anerkennung. Auf diese Weise wurde die Menschheit noch ca. 1.800 Jahre in einem „Denk-Gefängnis“ gehalten.

Seit N. Kopernikus Entdeckung, spricht die Menschheit von einer kopernikanischen Wende, wenn ein grundlegender Paradigmenwechsel in einem Wissens-Gebiet, die Führung der Menschheit dazu bringt, einen neuen Zeit-Geist populär zu kommunizieren. Dies führt zu einer kollektiv neuen Weltanschauung.

Beispiele dafür sind etwa Immanuel Kants Metaphysik, die er in der Kritik der reinen Vernunft (1781/ 1787) begründet hat oder Einsteins Relativitäts-Theorie oder die Entdeckungen der Quantenphysik, die unser Verständnis von Zeit, Raum und Materie völlig umgekrempelt haben oder die Chaos-Theorie mit dem „Schmetterlingseffekt“ nach Edward N. Lorenz oder zuvor die Heisenbergsche Unschärferelation.

Zu einer solchen „kopernikanischen Wende“ möchte ich Sie heute in Bezug auf unser Verständnis von GELD und Wirtschaft einladen.

Für OekoHuman drückt der Begriff „kopernikanischen Wende“ vor ALLEM eins aus:
Die sogenannte Wende, bringt die Wahrheit ans Licht, die schon seit Anbeginn des Universums anwesend war, doch wurde die Anwesenheit übersehen und manchmal sogar, aus Gründen der Manipulation zum Eigennutz Weniger, unter den Teppich gekehrt.

Um einer solchen Behauptung Substanz zu verleihen beginne ich bei „Adam und Eva“, denn:

Im Anfang war das Wort:

1. Synonyme für Wirtschaften sind demnach:
„abmessen, bemessen, berechnen, budgetieren, disponieren, dosieren, einplanen, einteilen, haushalten, maßhalten, planen, rationieren, rechnen, sparen, kontingentieren und von OekoHuman ergänzt: ausbalancieren i.S. von Bilanz in Balance – Soll und Haben bzw. Aktiva und Passiva sind gleich.
All diese Begriffe helfen Wirtschaften besser und genauer zu verstehen, doch konzentrieren möchte sich OekoHuman in diesem Artikel auf haushalten, Bilanz und ausbalancieren.

2. Den Dreh- und Angelpunkt für unser heutiges Wirtschafts-Leben finden wir im Geld.
GELD, abgeleitet vom indogermanischen ghel (Gold) und dem althochdeutschen gelt (Vergeltung, Vergütung, Einkommen oder Wert) ist ein Begriff für ein Wertäquivalent.

3. Im Englischen wird Geld Money genannt:
Money stammt von Moneta (lat. Mahnerin), und Moneta wiederum von monere (erinnern, warnen oder anweisen).
Moneta ist auch der Beiname der römischen Staatsgöttin Juno (abgeleitet von Uni, also das Eine, einzigartig, Einheit, Union, United). Im oder neben dem Tempel auf dem römischen Kapitol befand sich eine Münzstätte, von der sich der Begriff Moneten ableitet.

4. Unter Wert versteht OekoHuman immer Qualität im Sinne: „mein Wort gilt“.
Der Wert ist wiederum vom Preis, der die Quantität zum Ausdruck bringt, klar und eindeutig zu unterscheiden. Wert und Preis ergänzen einander und beides zusammen bewirkt den Kauf, wenn etwas angeboten wird, dass der Käufer braucht bzw. haben möchte.
Dabei ist der Preis in den meisten Fällen, das letzte Kaufkriterium in der Entscheidungs-Kette, da es hier um die Frage geht: Kann ich es mir leisten i.S. von haushalten – also ist meine persönliche Haushalts-Bilanz nach dem Kauf noch ausbalanciert.

Fazit von 1. bis 4.

Im OekoHuman-Sinn, geht es um Rechte, die jeder Mensch hat, bevor er eine Kauf- oder Verkauf-Entscheidung trifft:
1. brauche ich das Produkt oder die Dienstleistung für meinen persönlichen und / oder familiären Bedarf
2. kann ich mir das Produkt oder die Dienstleistung leisten im Kontext
3. Ist das Produkt oder die Dienstleistung seinen Preis – Wert
4. Kann ich den zugesagten Worten über den Wert trauen – also kann ich Vertrauen

Aus diesen und einigen zusätzlichen Gründen, wie zum Beispiel die Menschenrechte, wird Geld zu einem Rechte-Bündel und nicht – wie es üblicher Weise gesehen wird – zu einer Ware. Stellen Sie sich einmal vor, was passiert, wenn diese Erkenntnis und Einsicht sich verbreitet, wie sich die Weltanschauung über GELD fundamental verändert und Geld-Drucken rechtlich-logischethisch, nicht mehr möglich ist.

Denn z.B. gedruckte Menschenrechte und Werte, sind keinen Pfifferling wert, wenn diesen Worten, nicht die entsprechende Tat folgt. Denn erst durch die entsprechenden Leistungen – TUN – werden Rechte auf Werte – Qualität, in der Welt etabliert.
Das Motto dazu lautet: Gedacht – Gesagt – Glauben – Getan – Gewohnt-Gut umgesetzt

OekoHumans Kernthese stützt sich deshalb auf die Annahme, dass Geld erst entsteht, wenn eine Leistung erbracht wird, für die es eine Nachfrage gibt. Diese Nachfrage dokumentiert sich immer in einem Vertrag.
Ob dies per Handschlag (in anderen Kulturkreisen gibt es sicherlich ein ähnliches Signal) geschieht oder durch einen schriftlichen Vertrag ist dabei sekundär. Primär ist, dass sich die Beteiligten und Betroffenen an die Absprache und / oder an die Vereinbarung, im Kontext von Redlichkeit, Glauben und Vertrauen, auch erinnern = monere = Money = GELD.

Die Staatsgarantie als „Herausgeber von Geld“, ist eine Bürgschaft, diese hat die Funktion des „Handschlags“ übernommen und bildet als Staatsgarantie einen Werte-Garantie-Vertrag ab. Die mit der Verpflichtung einhergeht die Qualität durch entsprechende Gesetze sicherzustellen.

In der heutigen Zeit ist es nun unübersehbar, Geld wird zur Ware, es kann beliebig ohne Haftung/Gegenwert hergestellt werden und das „gegebene Wort“ wird inflationiert, weil das entsprechende TUN fehlt.

In genau dieser Kern-Tatsache liegen die Ursachen aller Krisen und damit auch die Ursache unserer heutigen Wirtschafts- und Finanzkrise.

Zitate zum Ende dieses Artikels, die hilfreich für OekoHuman waren sich dem Thema GELD von einer anderen Seite zu nähern:

1. „Es wäre manches besser in der Welt, wenn alle gebildeten Menschen wüßten, was „Geld“ ist. Denn nicht nur wirtschaftliche Krisen, Kreditnot, Teuerung, sondern auch soziale Übel, wie Klassengegensätze und Massenverelendung, haben ihre wichtigsten Wurzeln nur allzuoft in der allgemeinen Unkenntnis vom Gelde. Die Wirtschaftswissenschaft hat manche geistvolle Definition des Geldes und manche konsequent durchgeführte Systematik geliefert. Aber da sie sich stets an die äußere Erscheinungsform, an das Geldzeichen klammerte und das Wesen des Geldes und seinen Rechtsinhalt, übersah, so redeten die verschiedenen Theorien aneinander vorbei“ – Argentarius – Vom Gelde

2. „Der Zustand des Geldwesens eines Volkes ist ein Symptom aller seiner Zustände“ – Joseph Schumpeter

3. Es ist schwierig, jemandem etwas verständlich zu machen, wenn sein Einkommen davon abhängt, es nicht zu verstehen – Upton Sinclair

4. „Geld verdirbt nicht den Charakter, sondern offenbart den Charakter“ – Jörg Adam Leo Schallehn

OekoHuman-Glossar indem Sie auch Erklärungen finden, für Begriffe wie Inflation, Deflation, Verbindlichkeiten und Schulden.

weitere Artikel zur Ökonomie

Fortsetzung über GELD folgt.

Das oekohumane Commitment

Bild: Petra Dirscherl / pixelio.de

Die größte Furcht und Angst von uns Menschen ist nicht, unzulänglich zu sein. Unsere größte Furcht und Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein. Unser strahlendes Licht, nicht unsere Dunkelheit, lässt uns fürchten und wir ängstigen uns am meisten vor diesem Licht. Wir fragen uns nicht: Wer bin ich wirklich und wer möchte ich sein und wie rufe ich in mir das Edelste und Höchste hervor, um es für jedermann sichtbar zu machen? Wir fragen uns: Wer bin ich denn, dass ich so brillant sein soll? Der Glaube an etwas versetzt jeden Berg, auch den falschen.

Du bist ein Kind Gottes. Es dient der Welt und Dir nicht, wenn Du Dich klein machst. Sich klein zu machen, nur damit andere sich um Dich herum nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes. Wir werden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Gott ist nicht nur in einigen von uns, Gott ist in jedem uns. Um unser Licht erstrahlen lassen und auf unserem Platz zu stehen, geben wir damit bewusst allen anderen die Gelegenheit, es uns gleich zu tun. Wenn wir an uns und damit an das Göttliche in uns glauben, befreien wir uns von Furcht und Angst und unsere Gegenwart befreit automatisch die anderen. Dieser Glauben und dieses Wissen versetzt die richtigen Berge.

Um diesen Glauben in sich entstehen zu lassen, habe ich den OekoHuman gegründet. Als Hingabe und Bereitschaft an mich selbst, diesem Schöpfungsimpuls zu folgen und mein Licht immer sichtbarer erstrahlen zu lassen, um bei anderen den Impuls zu setzen, es mir gleich zu tun, mit dem Ziel die Menschen der Welt damit „anzustecken“. (inspiriert von Marianne Williamson)

Und weil es so gut passt, hier noch ein Text von Charlie Chaplin:

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.

Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.

Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.

Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.

Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,

aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.

 

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.

Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.

 

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

Als ich mich zu lieben begann, habe ich die Verbundenheit mit Allem gefunden und gesehen, dass Sünde, Schuld und Sühne eine Illusion ist. Es gibt nur den konstruktiven Umgang mit Fehlern, sie sind Wegweiser auf dem Weg, mich zu erinnern Wer ich bin. Das ist auch Leben.

Das Hummel-Paradoxon

Der Unterschied zwischen Menschen und Tier – in diesem Fall die Hummel – ist u.a. anderem, dass die Hummel ihre Einzigartigkeit kennt und ihren Platz gefunden hat. Der Mensch sucht die Einzigartigkeit und seinen Platz noch. So glaubt der Mensch und die Hummel weiß.

Ein weiterer fundamentaler Unterschied ist: der Mensch hat einen sogenannten freien Willen. Der freie Wille braucht den Glauben, den ersten Schritt zum bewussten Wissen. Dazwischen liegen Erfahrungen dazu, was nicht funktioniert. Man könnte dies den Edison-Effekt nennen, denn der Erfinder brauchte Tausende von Versuchen und Erkenntnissen, wie die Glühbirne schnell verglüht, bis schließlich ein Versuch die Glühbirne lange erglühen ließ. Dies ist ein Weg zur Wahrheit, den jeder Mensch gehen kann. Bis dahin braucht er einen starken Glauben, wie z.B. Edison und andere Berühmtheiten.

Die OekoHuman-Initiative möchte Menschen und Organisationen begleiten, Trennung, Furcht, Angst und Mangel zu transformieren in ein „Sei-Dir-selbst-der-Nächste“ bei gleichzeitigem Bewusstsein der Verbundenheit mit allem und allen. Mit Respekt und Fairness machen wir uns auf den Weg zum Wohlstand für alle und alles, also für Mensch, Natur, Erde und damit für den Kosmos.

Dazu passt sehr gut ein Ausspruch der amerikanischen Menschenrechtsaktivistin Marianne Williamson (der fälschlicher Weise oft Nelson Mandela zugeschrieben wird):

Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein. Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein. Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, ängstigt uns am meisten. Wir fragen uns: Wer bin ich denn, daß ich so brillant sein soll? Aber wer bist du, es nicht zu sein? Du bist ein Kind Gottes. Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst. Sich klein zu machen, nur damit sich andere um dich herum nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes. Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.

Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen. Und wenn wir unser Licht scheinen lassen, geben wir damit unbewußt anderen die Erlaubnis, es auch zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen.“

Zurück zur Hummel: Falsch an der ursprünglichen Annahme war, dass Hummelflügel nicht steif sind, wie etwa Flugzeugtragflächen. Deswegen kann sie also dich fliegen. Das Fazit für uns: Annahmen kommen aus dem Glauben, Versuch und Irrtum weisen uns den Weg zum Wissen über die Wahrheit. Dazwischen geht es um die Kraft, an sich zu glauben und um die Stärke, es immer wieder zu versuchen bis die Erkenntnis Freude und Dankbarkeit im Menschen hervorruft.

Dazu möchte OekoHuman einen Beitrag leisten.

Wie das ganz konkret gehen kann, habe ich hier in zahlreichen Artikel etwa über die Natur des Geldes, unsere Chance aus der Krise zu kommen, einen gesunden Kapitelismus oder heute in einem Gastartikel im Magazin Citizen Times beschrieben. Das Entscheidende ist: Alles fängt bei uns selbst an!

Oekohumane Einblicke 2012

Nun ist er doch noch gekommen, der Sommer. Und während die Sonne vom Himmel brennt, habe ich weiter an den oekohumanen Grundlagen gearbeitet und für den Downloadbereich ein kleines Papier erstellt, das ich Einblicke 2012 nenne. Weiterlesen

Ganzheit und Verbundenheit

Die Wirkzusammenhänge sind im Text durch die fett markierten Worte dargestellt

Das Ganze ist mehr, als die Summe seiner Teile“
Aristoteles

Dass alles mit allem verbunden ist und in seiner Ganzheit zugleich mehr, als die Summe seiner Teile, ist der Welt so immanent, dass wir es meist nicht wahrnehmen. Die Folge: Wir handeln gegen diese kosmischen Gesetze und schaden dadurch uns und anderen. Die Aufgabe des OekoHuman besteht unter anderem darin, Transparenz in die jeweiligen Wirkzusammenhänge zu bringen, um zu sinnvollerem Handeln zu führen. Dafür greift dieser Artikel drei der zentralen Funktionen und Positionen in unserer Gesellschaft auf und versucht in aller Kürze die Wirkungen des Systems der letzten 2.600 Jahre aufzeigen, das zwar im oben genannten enthalten ist, allerdings immer wieder scheitert, da es die eigentliche Ordnung des Kosmos nicht anerkennt.

Die Schaltstellen der Macht

Die „Wenigen“, im Wesentlichen Geistliche, Politiker und Unternehmer sowie in ihrem Schlepptau auch Wissenschaftler und das Militär, sind von jeher „wichtige“ Motoren unserer Gesellschaften. Sie waren diejenigen, die sich der Kraft und Stärke ihrer Stimme bewusst sind und waren. Diese Stimme ermöglicht es diesen Persönlichkeiten, die Stimmen des Volkes zu „gewinnen“, dabei spielt es für unsere jetzige Betrachtung keine Rolle, ob durch Androhung von Gewalt, Unterwerfung oder „Wahl“ (Demokratie). Einige dieser Persönlichkeiten verstanden es, Eigennutz und Gemeinnutz in Einklang zu bringen, weil sie spürten oder wussten, wie alles mit allem zusammenhängt. Diese wurden vom Volk „geliebt“. Doch die meisten von ihnen dachten nur an sich selbst und ihres Gleichen und präferierten aus eigener Angst heraus ein System der Trennung und Angst, das sich im Wesentlichen aus Sünde, Schuld und Sühne zusammensetzt.

Schon ein kurzer historischer Rückblick in die Zeitspannen 1848 bis 1917, 1918 bis 1933, 1933 bis 1945 und 1948 bis heute zeigt auf, dass in einem relativ kurzen Zeitraum die unterschiedlichsten „Führungssysteme“ zusammengebrochen sind, nicht nur in Deutschland. Von der Monarchie, über das Kaiserreich, die ersten Versuche einer demokratischen Staatsform, Weimarer Republik, über eine Diktatur bis hin zur heutigen Form der Demokratie.

Die Unternehmer

Beispielhaft möchte ich die Gruppe der Unternehmer (Banker, Dienstleister, Produzenten) herausgreifen, weil ich diesen Bereich unseres Systems (Wirtschaft) am besten beurteilen kann. Zu den Unternehmern gehören heutzutage auch die Manager der multinationalen Konzerne, die über ihre Macht die Geschicke der Welt wesentlich mit beeinflussen. Meinen geschichtlichen Anker setze ich in der Weimarer Republik. Gesellschaftlich gesehen haben sich die Unternehmer während der Weimarer Republik, spätestens jedoch nach dem Dritten Reich, aus der aktiven Politik zurückgezogen, aus Angst die „Schuldigen“ zu sein. Sie haben das Feld der Öffentlichkeit geräumt und überließen die politische Arena scheinbar den Lehrern, Rechtsanwälten und Intelektuellen, die heute den Großteil der Bundestagsabgeordneten ausmachen. Stattdessen „beschränkten“ sich die Unternehmer und Manager in der ganzen Welt auf die Lobbyarbeit in „Hinterzimmern“. Mittlerweile hat der sogenannte Mittelstand seinen Platz im Spiel der Macht an die Multis abgeben und begnügt sich mit der Rolle des „Heulens mit den Wölfen“.

Organisierte Treffen der Akteure

An dieser Stelle kehre ich zurück zu den Schaltstellen der Macht, die im Kern, nicht nur in dem oben genannten Zeitraum, sondern seit Tausenden von Jahren mit wechselnden Konstellationen und Akteuren (Kirche, Politik, Unternehmer) mehr oder weniger die Geschicke der Welt in diktatorischer Weise lenken, ohne heutzutage selbst noch die Bühne zu betreten – die Kirche scheint aus dem Spiel zu sein, wobei die Rolle des Vatikans noch verschleiert ist und wird.

Bekanntestes und zugleich mysteriösestes Beispiel im Europa unserer Tage ist wohl der sogenannte Bilderberg Club, vergleichbar dem US-amerikanischen Council of Foreign Relations. Auf beiden Veranstaltungen treffen sich Unternehmer, Militärs, Politiker, Medienvertreter und Wissenschaftler im Geheimen, um Impulse, Reize und Reaktionen auf das Weltgeschehen abzustimmen, die dann von den Teilnehmern mittels organisierter Lobbyarbeit an die Politiker herangetragen werden sollen. Letztere wiederum sind oder stellen sich zumindest „ahnungsbefreit“ und folgen den Anweisungen.

Die scheinbare Beruhigung des Volkes

Das Volk wird währenddessen mit Brot und Spielen und der Illusion der Teilhabe bei Laune und „dumm“ gehalten. Die effektivsten Mittel der Ausbeutung: Geldsystem, mit Verbindlichkeiten ohne Haftung der „Wenigen“ sowie Steuern. Die Steuereinnahmen werden zum größten Teil nicht für die Bedürfnisse der Gemeinschaft verwendet, sondern über „Subventionen“ und Zinsen an die „Wenigen“ weitergeleitet. Da nun jeder Cent oder Pfennig nur einmal ausgegeben werden kann, „versteppen“ die Kernaufgaben des Staates, mit getragen durch „dumme“ Politiker. Dumm ist der, der Dummes tut.

Resultat

Das Prinzip der Ganzheit und Verbundenheit wird dadurch grundsätzlich immer wieder ausgehöhlt. Das natürliche Prinzip von Ursache und Wirkung zeigt in der Folge wiederholt die unbefriedigenden Ergebnisse der letzten 2.600 Jahre. Das Grundmuster: „Wenige“ versuchen durch Macht ohne Ethik die „Vielen“, durch tatsächliche oder psychologische Gewalt zu unterwerfen und/oder zu enteignen. Eine Unterwerfung und Enteignung findet immer statt, wenn das Recht des Menschen an sich selbst verletzt wird. Ausschließlich aus diesem Grund führt die Vorgehensweise der „Wenigen“ seit 2.600 Jahren immer wieder zu eigentlich unerwünschten Neuanfängen (Revolution, Krieg und Zerstörung). Es lohnt sich also, dieses Grundmuster etwas genauer zu untersuchen:

Das Grundmuster und seine Wurzel

Trennung, übersteigerte Angst, Ignoranz, Verschlossenheit und Quantität sind die Formen, in denen sich das Grundmuster meiner Meinung nach ausdrückt. Die Wurzel liegt im Verständnis von Sünde, Schuld und Sühne. Auslösendes Ereignis ist die biblische Geschichte von der Verbannung aus dem Paradies. Die Auswirkungen sind die sieben Wurzelsünden bei den Aktiven und bei den Passiven Ohnmachtsgefühle, Mangel, Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit und Verunsicherung.

Unter den Passiven gibt es dann diejenigen, die sich für „erwacht“ halten und die die „Tugenden“ als Gegenmittel durchsetzen wollen – immer mit Kampf und Gewalt. Die Ergebnisse sind allerdings immer die gleichen, wie uns die Geschichte lehrt. Oder wie Gandhi es ausgedrückt: mit Gewalt Erobertes, wird immer auch mit Gewalt verteidigt werden müssen.

Der oekohumane Weg und Lösungsansatz

Dem Lösungsansatz der Sichtweise des OekoHuman liegt die Annahme des Monismus zugrunde, dass alles miteinander verbunden und eins ist. Den freien Willen des Menschen tangiert dies nicht, er ist wie es in der Bibel steht, gottgleich geschaffen: „Mensch, mache dir die Welt Untertan und herrsche weise“ (letzteres fehlt in den meisten Übersetzungen). Der freie Wille ist notwendig, damit der Mensch Erfahrungen (Leben) machen kann und um sich zu erinnern „wer und was er ist“. Fehler, die der Mensch dabei begeht, sind Sünden im Sinne von „Ziel verfehlt“, sind Hinweise auf die Nichtbefolgung kosmischer Gesetzmäßigkeiten (Ordnung).

Aus dem aristotelischen Diktum „das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“, lässt sich für mich ableiten: Verbundenheit, Mitgefühl (Liebe), Fülle, Fairness, Transparenz, Qualität (Geist) sind die eigentliche und natürliche Grundlage des Systems Kosmos. Fehler des Menschen werden zu Orientierungshilfen auf dem Weg zum Ziel einer Ganzheit. Die „Wenigen“ verbinden ihre wachere Persönlichkeit (Stimme) mit Ethik und führen das Volk entsprechend. Das Ergebnis einer derart gelebten Sichtweise ist ein ständiger Schöpfungs- und Bewusstseinsprozess für alle, mit dem Anspruch die kosmischen Spielregeln einzuhalten bzw. zu entdecken (Erkenntnisprozess). Diese Vorgehensweise (Ursache), hätte die Wirkung des Wohlstandes für alle und alles, auch für alle nachfolgenden Generationen (Nachhaltigkeit).

[one_half last=“no“]Weiter wie bisher

Wie wir gesehen haben, sind Kirchenväter, Politiker und Unternehmer zu allen Zeiten die Bewussteren und Aktiven gewesen, allerdings mit einem nicht dienlichen Grundmuster der Trennung und der übersteigerten Angst, das durch Habgier, Machtgier und Geltungssucht verstärkt wurde und sogar über kurz oder lang in die Dekadenz führte. Etwa zur gleichen Zeit, kristallisierte sich dann aus dem Lager der Unterdrückten eine Gruppe von Bewussten heraus, die ihre Stärke und Kraft dazu nutzten, Stimmen zu sammeln, von denen, die die Nase voll hatten und denen die Hunger litten.

Beispiele finden sich von der Renaissance über die Französische Revolution bis zur sogenannten Arabellion. Das Grundmuster Trennung hat sich bis heute nicht geändert, somit stehen wir alle heute wieder vor dem gleichen Ergebnis: viele Krisen, allerdings sind die Auswirkungen viel umfangreicher, da die Ausbeutung nun auch die Erde erfasst hat und die Gefahr besteht, dass ein neuer Revolutionär (für uns) die Bühne betritt, für die Erde mit Kraft, Stärke und Stimme der Natur. [/one_half]

[one_half last=“yes“]Den Kreislauf unterbrechen

Oder aber wir errichten ein neues System, das auf dem Prinzip der Verbundenheit und Mitgefühl, bei gleichzeitiger fairer Entschlossenheit aufgebaut ist, in dem von Natur aus alles in allem enthalten ist, mit der Folge, dass Tugenden und Sünden (Sünde in der Wurzelbedeutung: Ziel verfehlt), sich untereinander ergänzen und der Schöpfungsimpuls den Reiz auslöst, sich weiter zu entwickeln, mit dem Ergebnis des Wohlstands für alle und alles, auch in den nachfolgenden Generationen. Der Schlüssel ist das Gewissen und die Vernunft, unseren Kindern etwas zu hinterlassen, auf dem die Kinder aufbauen können.

Auch dieses Ergebnis ist nach dem Prinzip von Ursache und Wirkung, Analogie, Resonanz, Balance und Ausgleich zu betrachten. Für die OekoHuman Initiative führt dieses Grundmodell der Verbundenheit zu einem Prozess der Einsicht, Erkenntnis und des sogenannten gesunden Menschenverstandes oder Gewissens. OekoHuman steht für eine Kultur der Verbundenheit, in der Angst zur Achtsamkeit führt, denn die Sorge ist die Mutter der Angst, in der unterschieden wird, statt getrennt, in der Fehler notwendige Orientierungshilfen sind und „Commitment“ der Anspruch an sich selbst ist, sich in der heute bestmöglichen Art und Weise zum Ausdruck zu bringen.[/one_half]

Wer dem Ganzen nicht traut, braucht lediglich eine einzige Frage zu beantworten: Wenn jeder nach dem OekoHumanen Gedanken denkt und handelt, nutzt dieses Modell Mensch, Gesellschaft und Natur oder schadet es genauso wie das Modell der Trennung und der übersteigerten Angst?