Sprich bärenstark in die Augen!

Und wie löst Ihr Konflikte? - Bild: Gewaltfrei Lernen

Gewaltfrei Lernen heißt das Konzept, mit dem ich seit vielen Jahren mit Kindern und Jugendlichen arbeite. Es ist ein bewegungsreiches Trainingskonzept zur Förderung des sozialen Lernens, von Teamwork und Konfliktfähigkeit von Vorschülern, Schülern und Berufsschülern im Alter zwischen drei und 20 Jahren. Es vereint die sinnvollsten Strategien zur Prävention und Intervention von Ausgrenzung, Mobbing und körperlichen Schikanen.

Kurz vor den Sommerferien haben wir nun an die Schüler einen Brief geschickt, mit der Bitte, ihre Erfahrungen nach dem Gewaltfrei Lernen Training mit uns und allen zu teilen. Das dient natürlich unserem Team als Rückmeldung, vor allem aber wollen wir mit diesen echten best-practise-Beispielen der Kinder und Jugendlichen die Begeisterung für ein faires Miteinander verbreiten. Natürlich gibt es hier auch bald die Antworten der Schüler!

Liebe Gewaltfrei Lernen Schüler und Schülerinnen,

wir hoffen, es geht Euch prima! Uns geht es im Frühsommer immer gut! Bitte denke in den letzten Schulwochen und im Urlaub an unsere Tipps, wie du mehr Freunde finden kannst:

  • Sei fair und freundlich, spreche andere Kinder mutig zum Spielen an!
  • Und helfe manchmal einem anderen Jungen oder Mädchen.

Das werden dann mehrere Schüler sehen!

Was machst du, wenn du mal Ärger mit Schülern hast? Sprich bärenstark in die Augen! Erinnerst Du Dich? Ich spreche, wie ich mit dem „bohrendem Blick“ in die Augen, wenn ich mir was wünsche oder extra sage, was mich ärgert! Sprich auch du bei Ärger so zu Kindern!

Bei kleinem Ärger denkst Du bitte an meine Stoppregel in 3 Schritten. Wie ging die noch mal? Wer weiß es? Nur wenn dich einer schlägt oder gefährlich kämpfen will, dann geh direkt zur Aufsicht!

Bist du manchmal wütend?

  • Dann dreh dich entweder um, hole dreimal Luft und mach etwas Wind im Bauch!
  • Oder geh zur Aufsicht, bevor du platzt oder schlägst.
  • Du weißt ja… Wer zurück schlägt, wird danach immer mehr geschlagen!

Würdest du mir zurück schreiben???  Bitte schreibe uns eine Geschichte! Wähle doch zwischen 1 und 2 aus:

  1. „Der Streit ging gut aus!

Erinnerst Du Dich an einen Streit oder Ärger unter euch Kindern, der dann gut ausgegangen ist, weil mindestens einer von beiden bärenstark reagiert  hat? Vielleicht  hat ein Schüler etwas gemacht, das wir bei Gewaltfrei Lernen geübt haben? Oder den Ärger später wieder gut gemacht? Oder erinnerst du dich an einen Ärger, in dem ein Schüler toll geholfen hat? Dann schreibe zum Titel: „Der Streit ging gut aus!

  1. „Schüler machen Schule!“

Wie würdest du eure Schule verändern, wenn du es entscheiden könntest? Was könnten bei dir die Schüler mit bestimmen? Was dürften Sie alleine regeln? Bleiben muss nur, dass wir wie alle Schüler in Deutschland in den bisherigen Fächern lernen müssen – lernen dürfen. Schön, das wir 10 Jahre lernen dürfen! Denke daran, dass es in armen Ländern Kinder gibt, die – jung wie du – arbeiten müssen, weil ihre Familien mehr Geld brauchen und ihren Kindern die Schule leider verbieten. Diese Kinder dürfen oft nicht lange genug lernen, um später einen tollen Beruf zu haben. Wir ja!

Also, die Zeiten fürs Lernen müssen in Deiner Geschichte über eine noch schönere Schule so bleiben. Aber wie willst du am besten lernen? Und was würdest du in den Pausen ändern. Was alles dürften Schüler bestimmten? Dann schreibe zum Titel: „Schüler machen Schule!“

Wir freuen uns auf eure Erzählungen! Alle Ideen sind für uns wertvoll! Unsere www-Idee für Euch:

Dürfen wir bitte besonders schöne Geschichten auf unserer Homepage www.gewaltfreilernen.de in der Rubrik: „Kinder, Kinder“ anderen Schülern und Lehrern zeigen? Ihr könntet sie auch auf eurer Schulhomepage neben unserem Logo veröffentlichen!

Liebe Grüße von euren Gewaltfrei Lernen Trainern

COURAGE – Vielfalt ist wertvoll!

Integration und Inklusion bei Courage - Bild: gewaltfrei Lernen

In unserem gewaltfrei Lernen-Schulkonzept und im alltäglichen Zusammenleben und gemeinsamen Lernen leben die Kinder, Lehrer und Nachmittagsbetreuungen die Inklusion und Integration, bestärken die Partizipation aller, die Kommunikation, einen fehlerfreundlichen Umgang und wechselseitigen Respekt.

Courage – das gewaltfrei Lernen-Programm zur Förderung von Integration und Inklusion – unterstützt bundesweit Lehrer und Erzieher in ihren Kompetenzen in Bezug auf den Umgang mit Gruppen. Und: Es fördert die Entwicklung der Schulen hin zu einer „Bewegten Schule“, welche alle Kinder integriert und im Fachunterricht wie im Bewegungsangebot die Stärken der Einzelnen betont.

Courage ist ein erlebnisreiches Programm mit Partneraufgaben, Gruppenspielen, Kommunikationsübungen und individuellen Verhaltensvereinbarungen für Schülergruppen der Klassen 1 bis 7. Gewaltfrei Lernen macht – am liebsten spielerisch – Kinder und Jugendliche wortstark und handlungsfähig und verbessert so Teamwork, gegenseitiges Helfen und das Lösen von Konflikten!

Unsere zwanzig erfahrenen gewaltfrei Lernen-Pädagogen sind Diplomsportpädagogen, Sonderpädagogen und Erzieherinnen. Sie wurden und werden von Sibylle Wanders vielseitig weitergebildet und in allen auftretenden Fragen der Schulkooperationen in ihrem Wirken beraten.

Das Courage-Programm ist angelehnt an das ALL FOR ONE-Konzept gegen Ausgrenzung. Es umfasst neben den wichtigen Praxisbausteinen zur Teamförderung, Kommunikationserweiterung und Konfliktbewältigung auch Ideen zur positiven und vielseitigen Gestaltung des Unterrichts und zum Mitwirkungsrecht der Schülerinnen und Schüler.

Die Bausteine einer jeden Fortbildung und eines jeden Klassen- oder Gruppentrainings werden nach einem Vorgespräch und einer vertrauensvollen Beratung gemeinsam mit Schulleitung und Kollegium ausgewählt.

Soziale Bildung in Bewegung

Logo des Fördervereins Gewaltfrei Lernen

Kleine Gewalt unter Kindern, wie körperliche Bedrängnis, Schlagen, Beleidigungen und Ausgrenzung sind heute in jeder Schule eine wachsende Herausforderung für die Schüler und Eltern, wie für alle Mitarbeiter. Bewegungsmangel, Vernachlässigung, zu geringe Förderung oder auch zu hohe Anforderungen gegenüber den Heranwachsenden, a-soziale Entwicklungen in den Medien und Erziehungsunsicherheiten bei den Eltern sind einige Gründe.

Die aktuelle Folge: Jede Schule braucht heute ein langfristiges Präventionskonzept, das aktiv auf allen schulischen Ebenen wirkt und ein positives Klima sowie gute Lernstrukturen schafft – für die Einzelnen, die Klasse, für die Schulgemeinschaft. Ein praktisches Unterrichtskonzept und Absprachen im Kollegium bezüglich der Intervention im eintretenden Fall unterstützen Schüler im sozialen Lernen und erleichtern den erziehenden Lehrern und Betreuern den Alltag.

Das von mir entwickelte Konzept Gewaltfrei Lernen ist ein bewegungsreiches Trainingskonzept zur Förderung des sozialen Lernens, von Teamwork und Konfliktfähigkeit von Vorschülern, Schülern und Berufsschülern im Alter zwischen drei und 20 Jahren. Es vereint die sinnvollsten Strategien zur Prävention und Intervention von Ausgrenzung, Mobbing und körperlichen Schikanen.

Gewaltfrei Lernen Konzept - klicken um zu Vergrößern

Gewaltfrei Lernen verbessert nachhaltig das soziale Klima in Kitas, Schulen und Ausbildungsstätten und schafft so die Grundvoraussetzung für erfolgreiche Bildung. Die altersgerechten und themenspezifischen Gewaltfrei Lernen-Schulungsprogramme fördern sowohl den einzelnen Jugendlichen als auch die Gemeinschaft.

Auf ganzheitliche Art erleben die Schüler und deren Erziehende fröhliche Partneraufgaben zur Förderung von kooperierendem Lernen, ein bewegungsreiches Reaktionstraining und hilfreiche Strategien für eine sinnvolle Konfliktbewältigung. Um die erlangten Handlungskompetenzen zu festigen, befähigen wir Lehrkräfte und Erzieher, die neuen Übungen und Strategien im Schulteam fortzuführen. Eltern erfahren wertvolle Tipps und Erziehungshilfen, um ihre Kinder in der Bewältigung von Konflikten zu unterstützen. Schulen und ihre regionalen Förderer und Kooperationspartner können sich für eine breit aufgestellte Einführung der Konfliktschulung entscheiden oder mit Programmen wie ALL FOR ONE – Mobbingfreie Schulklasse! oder COURAGE– Vielfalt ist wertvoll! individuelle Themenschwerpunkte setzen.

Ernährung als Vorsorge

Der aktuelle Wettbewerb des Umweltzentrum Licherode (Klicken, um auf Webseite zu gelangen)

Im Was will diese Seite, haben wir sechs für uns wesentliche Punkte aufgeführt, zwei dieser Punkte sind für den heutigen Beitrag von wesentlicher Bedeutung

  • Menschen verbinden, Herzen bewegen und das Denken selbstständiger machen.
  • Das Wahre des bisher Gedachten aus Wissenschaft und Praxis, um die Erkenntnise und Errungenschaften von heute erweitern und in einem neuen Kristallisationspunkt zusammenführen

Das Umweltzentrum Licherode habe ich im Rahmen meines Versuchs, Kindern gesunde Ernährung in die Schule zu bringen kennengelernt. Der Leiter Klaus Adamaschek gehört zu den Menschen, die meine volle Bewunderung haben. Er und seine Weggefährten haben vor mehr als 20 Jahren darüber nachgedacht, wie Kindern pädagogisch wirkungsvoll gesunde Ernährung näher gebracht werden kann. Und bereits vor ca. 16 Jahren hat das Team um Klaus Adamaschek diese Gedanken in die Tat umgesetzt und bis heute fast 50.000 Kinder und 15.000 Lehrkräfte in diesem Sinne gebildet (weiter unten finden Sie eine ausführliche Beschreibung).

Ein Beitrag ganz im Sinne der oekohumanen Bewegung und von unschätzbaren Wert für unsere zukünftige Gesellschaft. Empörend, dass diese Initiative politisch nicht die Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung findet, die der Initiative gebührt. Unser heutiges Gesundheitssystem verschlingt Milliarden an Reparaturkosten, die Krankenkassen und der Bürger ausgeben, um den Körper wiederherzustellen. Die Politiker könnten mit gutem Beispiel vorangehen und unser aller Anliegen Gesundheit durch gezielte Aufklärung kostengünstiger zu gestalten. Auch wenn die Pharma-Lobby nicht daran interessiert ist.

Es gibt einen Lichtblick, der noch größere Beachtung verdient. Das Umweltbildungszentrum Licherode wurde von der UNESCO bereits viermal als offizielles Projekt der UN-Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.

Meine Empörung, die hoffentlich viele mit mir teilen, hat mich zu dem Gedanken geführt, einen weiteren Antrag bei Merkels Dialog über Deutschland in unserem Namen einzubringen. Kinder sind unsere Zukunft, sie haben ein Recht auf gute Ernährung. Mit den Ganztagsschulen übernimmt jedes Land die Verantwortung für gute Nahrung. Gute Ernährung darf nicht am Geldbeutel scheitern.

Nutzen Sie Ihre Stimme, um mit uns in der Politik Spuren zu hinterlassen.

Ein Experiment mit dem Solarkocher - Bild: Umweltzentrum Licherode

Das Ökologische Schullandheim und Tagungshaus Licherode, gelegen im 170-Seelen-Dorf Alheim-Licherode in Nordhessen, ist ein bundesweit tätiges Umweltbildungszentrum, an dem alljährlich ca. 3.000 Kinder und rund 1.000 Erwachsene Umweltbildungswochen und Seminare zu Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung verbringen, seit Betriebsbeginn im Jahr 1995 wurden somit fast 50.000 Kinder und 15.000 Lehrkräfte erreicht. Das Zentrum Licherode wurde von der UNESCO bereits viermal als offizielles Projekt der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Das Gebäude des Schullandheims ist eine über 240 Jahre alte denkmalgeschützte Hof-reite, die 1994 bauökologisch, energiesparend und behindertengerecht restauriert wurde und heute 60 Betten, Tagungsräume, Werkstätten etc. beherbergt. Ergänzt wird das Angebot durch einen bauökologisch konsequenten Tagungspavillon. Umgeben ist der Pavillon von „Unserland“, einer ökologischen Lern- und Erlebnislandschaft für Kinder, die als Experimentierfeld und Ideenpool für naturnahe und kindgerechte Flächengestaltung dient.

Die Küche des Schullandheims verwirklicht ein regional-biologisches Verpflegungs-konzept und bezieht die Lebensmittel für die Verpflegung der Gästegruppen so weit wie möglich direkt bei Öko-Erzeugern der Region.

‚Den Wald mit allen Sinnen erleben’ steht in Licherode ebenso auf dem außerschulischen Lehrplan wie Buttermachen, Solarbasteln, Teicherkundung oder Biolandbau. Lernort ist nicht das Klassenzimmer, sondern es sind Erlebnisorte wie Feuchtbiotope, Waldareale, Werkstätten und Bauernhöfe. Über 100 meist ehrenamtlich Tätige wie z. B. Revierförster, Landwirte, Handwerker, Künstler und Naturschützer unterstützen die Umweltpädagogen bei ihrer Arbeit. Die Expertise von der regionalen Partner wird somit ganz gezielt in die außerschulische Bildungsarbeit eingebunden.

Über bundesweit bedeutsame Forschungs- und Pilotprojekte leistet Licherode einen Beitrag zur Konkretisierung des Begriffs „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. So werden in Licherode u. a. Senioren zu Umwelttrainern für Kinder und Jugendliche ausgebildet und Konzepte für eine gesunde und regionale Schulverpflegung entwickelt und erprobt. Ein neuer Schwerpunkt ist die Erarbeitung von Nachhaltigkeitskonzepten für Kindertagesstätten. Mit der Unterstützung von Solarunternehmen organisiert Licherode Solarwettbewerbe an Schulen und führt „Solarwochen“ für Kinder aus ganz Deutschland durch.

Im Jahr 2011 hat Licherode das „KinderHandBuch“ als Nachhaltigkeitsfibel für Kinder herausgegeben. Anhand sieben konkreter Beispielthemen können Kinder erfahren, wie sie selber tun können, um unsere Welt ein wenig besser zu machen. Und über das soziale Sponsoring-Projekt „Stadtfüchse“ hilft Licherode dabei, regionale Sponsoren zu finden, um Umweltbildungswochen auch für Schulen in sozialen Brennpunkten bezahlbar zu machen.

Getragen wird das Umweltbildungszentrum Licherode von einem gemeinnützigen Trägerverein, der das Projekt weitgehend aus eigener Kraft finanziert und eng mit dem Hessischen Kultusministerium zusammenarbeitet. Licherode ist heute bundesweit Vorbild für Umweltbildungseinrichtungen und berät auch vergleichbare Einrichtungen in anderen Bundesländern.