Kampf ist Krampf und stärkt nur den Gegner

Gerne betone ich die Kraft der eigenen Stimme, dass wir sie für eine wirklich umfassende Nachhaltigkeit einsetzen können, um diese Welt in einem lebenswerten Zustand für unsere Kinder und Kindeskinder zu erhalten. Das Ziel des OekoHuman ist darüber hinaus der Wohlstand für Alle und Alles. Ein praktisches Beispiel dafür habe ich nun in dem wunderbaren Film Geheimnis der Heilung gefunden.

Dieser Film zeigt auf, wie das Naturgesetz der Verbundenheit im Alltag anzuwenden ist. Er zeigt auch, dass wer dieses Gesetz nicht versteht, erst einmal etwas anderes erntet, als er wollte. Man erntet eben, was man sät. Um es mit dem weisen Gandhi zu sagen: „Wer mit Gewalt erobert, wird mit Gewalt verteidigen müssen.“

Als praktische Anwendung zur Reaktion auf alle Krisen unserer Zeit, lässt sich Folgendes ableiten:

  1. Anders handeln, denn jedem ist bewusst, dass das Gleiche wie eh und je nicht funktioniert;
  2. auf die Wurzeln und die Saat schauen;
  3. nicht gegen sein oder kämpfen, wie etwa die Griechen, die Occupy-Bewegung, die Spanier, Italiener oder Menschen in den arabischen Ländern etc.;
  4. stattdessen den Wenigen dafür danken, dass sie allen zeigen, wie Egoismus und Angst langfristig scheitern;
  5. klug die gleichen Mechanismen wie sie, die Wenigen nutzen, denn sie haben die gangbaren Möglichkeiten (Naturgesetze) durchschaut und mit Herzblut angewendet, wenngleich mit falscher Motivation, diese ersetzen wird mit Heilung, Verbundenheit, Gesundheit und Nachhaltigkeit, für uns selbst und als gutes Beispiel für alle Kinder dieser Welt zu allen Zeiten.

The Iran Job

Kampagnenmotiv des Films The Iran Job

Im Februar traf ich während der Berlinale den Regisseur Till Schauder. Er berichtete mir von seinem aktuellen Filmprojekt, The Iran Job. Zu unserer Freude entdeckten wir starke Berührungspunkte zwischen seinem Film und den Anliegen der oekohumanen Welt. Denn auch der Film soll veraltete Denkmuster aufbrechen.

The Iran Job handelt vom US-Basketballer Kevin Sheppard, den es in der Saison 2008/09 ausgerechnet in den Iran verschlägt. Dort spielt er als Pointguard für den Club A.S. Shiraz und wird schnell zum unumstrittenen Star und Publikumsliebling. Durch den engen Kontakt mit seinen iranischen Mannschaftskameraden und Fans wird Kevin auch zum inoffiziellem Botschafter in Sachen gewaltfreie Diplomatie und Völkerverständigung.

Gleichzeitig freundet er sich mit drei Iranischen Frauen an, die ihm einzigartigen Einblicke in die Kultur des Landes bieten und ihn mit den anhaltenden Frauen- und Menschenrechtsverletzungen im Iran vertraut machen. Das Saisonfinale koinzidiert mit der umstrittenen Wiederwahl von Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad.

Regisseur Till Schauder verfolgte Kevins Schritte auf dem ungewöhnlichen Terrain, bis er aufgrund der politischen Unruhen das Land verlassen musste. Kevin Sheppard blieb und beendete die Saison. Der Film befindet sich zurzeit in der Post-Produktion und soll dieses Jahr veröffentlicht werden. Zur Jahreswende schaltete das Team um The Iran Job eine der erfolgreichsten crowdfunding Kampgangen aller Zeiten auf der online Platform kickstarter. Die Kampagne fand ein weltweites Presseecho und ermöglichte dem Filmteam, die Endfinanzierung ein gutes Stück weiterzubringen. Nun werden weitere Gelder gesammelt, um einen erfolgreichen Vertrieb des Film zu ermöglichen.

Auf www.theiranjob.com können Sie den Trailer sehen und das Projekt durch eine Spende unterstützen. Außerdem interessant: Im CNN-Interview spricht der Protagonist Kevin Sheppard über seine Erlebnisse im Iran und seine Hoffnungen für den Film:

Die gut organisierten Wenigen…

Ausschnitt des Filmcovers von Inside Job

Heute möchte ich mit Hilfe des Oskar prämierten Dokumentarfilmes Inside Job (Trailer unten) den Hinweis machen, dass wenige sehr viel bewegen können, wenn sie sich im Kern einig sind. Ich habe bewusst zu Wikipedia verlinkt, damit jeder genau nachlesen kann, wie der Film schildert, warum Finanzkrise entstehen konnte.

Inside Job läßt keinen Zweifel daran, dass wenige, die ein großes finanzielles Interesse daran hatten, alles Notwendige getan haben, um viele um ihr Erspartes zu bringen. Sie haben Gesetze (Rahmenbedingungen) auf den Weg gebracht, die es ermöglichen und legitimieren, so viel wie irgendwie möglich Geld auf ihre persönlichen Konten zu schaffen, mit dem Bewusstsein, den Vielen das Geld  zu nehmen, das noch auf deren Konten liegt. Es ist die Wanderung des Geldes von den Vielen zu den Wenigen, die sich richtig und klug organisiert haben. Es handelt sich um den legitimierten  Raub am fleißigen, ehrlichen Steuerzahler, Rentner und Sparer.

Was es dazu braucht, sind wenige Menschen aus der Finanzindustrie, die bei Investmentbanken und Hedgefonds die entsprechende Plattform haben, hochrangige Zentralbank-Mitarbeiter bis hin zum Chef, Präsidenten der USA, Aufsichtsbehörden, Ratingagenturen und Wissenschaftler, die entsprechende Statements und Gutachten abfassen. Nicht zu vergessen, die Lobbyarbeiter, die sozusagen die Kommunikationswege öffnen, damit niemandem nachgesagt werden kann, er sei die Ursache der Krise und alle sagen können,  es war alles legal.

An dieser Stelle möchte ich Sie bitten, bei Wikipedia nachzulesen oder sich den Film anzuschauen (der Trailer ist unten), damit ihre Empörung steigt und zunächst wieder auf die  Kern- Absicht zurückkommen, warum ich diese Webseite eingerichtet habe:

  1. Vor der Krise hat es viele einzelne Mahner vor der sich aufbauenden Finanzblase  gegeben.
  2. Es hat Gegner der Finanzhaie gegeben, die sich aus vielen Gründen nicht durchsetzen konnten, ich denke der Hauptgrund heißt: Sie haben sich nicht zusammen getan und sich nicht organisiert.
  3. Der Film Inside Job kam 2010 in die Kinos, Anfang 2011 erhielt er die höchste Auszeichnung in der Filmbranche. Doch es scheint immer noch nicht möglich zu sein, organisiert und strukturiert etwas gegen den „legalisierten Raub“ zu unternehmen.
  4. Es hat sich trotz Finanz – und Wirtschaftskrise nichts geändert. Die meisten Verursacher sitzen noch auf den gleichen Stühlen. Sie haben sich nur einer anderen Anlage-Klasse angenommen –  der Staatsanleihen. Und wenn es auch nicht mehr so leicht scheint, an das Ersparte von den Vielen zu kommen, weil Vorsicht den Sparer warnt. Politiker und Journalisten sorgen dafür, dass Nebel aufsteigt, die Maßnahmen undurchsichtig werden und unsere Steuergelder zu falschen Zwecken eingesetzt werden. In der Folge läßt hohe Inflation die Preise für Waren steigen, mit dem Ergebnis, dass wir unsere Spareinlagen aufbrauchen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten – quasi der Raub durch die  Hintertür.
  5. Das als Beispiel genannte legitimierte Unrecht ist nicht die einzige Krise, die sich weiter aufbaut.

Tatsache ist, und an der kann heute niemand mehr vorbeisehen, dass alle Maßnahmen, die sich unsere Führungsmannschaft ausgedacht hat, für das Volk ins Leere gehen. Die Krise wird immer größer und Griechenland dient als mahnendes Beispiel, dass nur Symptome und nicht die wahren Ursachen geheilt werden. Gewinner sind wieder die Gleichen.

Das ist die Sicht der Dinge, die wir jeden Tag in den Zeitungen lesen. Der Blickwinkel, der aufzeigt, warum all diese Wirkungen erst möglich sind, diesen Blickwinkel, möchte ich auf meiner Webseite öffentlich machen. Die Wenigen, die sich die Taschen voll machen nutzen lediglich die Gunst der Stunde, dass die Vielen mit ihren Alltagsproblem zu beschäftigt sind, um den Nebel zu durchdringen, den die Wenigen produzieren. Diesen Schleier des Nebels möchte ich lüften. Ich möchte  Einsichten fördern, Empörung aufsteigen lassen und zum gemeinsamen organisierten Handeln anregen. Ich möchte nicht müde werden,  um – sinnbildlich – eine ähnliche  Katastrophe, wie die in Fukushima rechtzeitig zu verhindern. Katastrophen bauen sich nicht nur im Finanz- und Wirtschaftssektor auf, sondern auch beim Klima, bei der Armut in allen Bereichen und bei der Ausbeutung unserer Erde.

Alle diese Entwicklungen haben die gleiche Ursache und tragen die gleiche Handschrift: die unersättliche Gier von Wenigen, ihre Taschen ohne Skrupel zu füllen. Den Vielen möchte ich den Blick öffnen und das Selbstvertrauen fördern, das zu tun, was ihnen ihr Gewissen zwar zuflüstert. Das Gewissen spricht „es ist falsch und schlecht“, aber der Verstand suggeriert, viel mehr als Zuschauen können wir nicht, weil die Wenigen stärker sind.

Falsch! Sagen die Initiatoren von OekoHuman: Die gewissenlosen Wenigen sind nur stark, weil sie effektiv und effizient organisiert sind. All diese Katastrophen werden auch eine persönliche Dimension erreichen, wenn wir es einer gewissenlosen Minderheit weiter erlauben, das Ruder weiter in der Hand zu halten.

Zusammen sind wir stark!

Sänger Xavier Naidoo - Bild: aus dem Musikvideo (s.u.)

Was wir alleine nicht schaffen
Das schaffen wir dann zusammen
Dazu brauchen wir keinerlei Waffen
Unsere Waffe nennt sich unser Verstand
Und was wir alleine nicht schaffen
Das schaffen wir dann zusammen
Nur wir müssen geduldig sein
Dann dauert es nicht mehr lang

Xavier Naidoo hat in seinem Lied Was wir alleine nicht schaffen auf den Punkt gebracht, was gewissermaßen auch Thema der Webseite OekoHuman ist: Wenn wir etwas verändern wollen, dann können wir passiv zusammenhalten oder aktiv zusammenarbeiten, das wiederum eine andere Art des Zusammenhalts ergibt. Denn um etwas in der Welt innen und außen zu ändern, bedarf es einer kritischen Masse an Aktiven, die dann plötzlich ins öffentliche Gewicht fällt. Ein gutes Beispiel finden sie in der Organisation Avaaz, die schon vieles mit ihrer Stimme bewirkt hat.

Ein anderes Beispiel finden wir in der Tatsache, dass es nur wenige Wochen dauerte, um den Atomausstieg nach der Katastrophe von Fukushima zu beschließen. Wenn ich in die Welt sehe, dann drängt sich mir der Verdacht auf, dass es erst eine Katastrophe vom Ausmaß Fukushimas braucht, um so zu reagieren, wie es unser Gewissen uns schon viele Male vorher geraten hat. Heute hat mich die Nachricht überrascht, dass die oberste Atomkommission  der USA ein neues Atomkraftwerk genehmigt hat (Link folgt).

Das bringt mich zu der Beantwortung der oft gestellten Frage: „Herr Schallehn was wollen Sie mit diesem Blog erreichen?“

Meine Antwort hat sich in dem was ich fühle und denke nicht geändert. Die Worte die ich einsetze, werden jeden Tag präziser. Diese Webseite ist für mich eine Plattform, die ich dazu nutze, die für mich wesentlichen Hinweise aus den unzähligen Information herauszufiltern, im Sinne von OekoHuman zu bewerten und zu kommentieren. Diese Hinweise möchte ich Allen als Information zugänglich machen. Durch meine Bewertung und Kommentierung möchte ich Reize hervorrufen, die dazu anregen Fragen zustellen. Frei nach Hans Rosenthal: „Wer fragt, gewinnt“, hoffe ich, dass ich einen Beitrag dazu leisten kann, dass sich viele mit den Ursachen von Krisen beschäftigen. Die von uns gewünschten Reaktionen, können sie nachlesen – Ihre STIMME zählt.

Kann Grundeinkommen bedingungslos sein?

Plakat des Films: Ziemlich beste Freunde (Ausschnitt)

Meiner Meinung nach gibt es in der relativen Welt nichts, das bedingungslos ist. Mit einer Ausnahme: der Liebe.

Grundeinkommen kann nicht losgekoppelt sein von einer Leistung. Deswegen muss zunächst die Leistung genauer definiert werden. Es ist eben auch eine Leistung, wenn der Mensch sozial tätig ist, z.B. einer alten Frau die Tasche trägt oder sie an einer Ampel über die Straße begleitet.

Seit Anfang Januar 2012 läuft in Deutschland der Film Ziemlich beste Freunde, der in Frankreich mind. 12 Millionen Menschen in die Kinos gelockt hat. Auch hierzulande steht er auf Nr. 1. Der Film handelt von einem sehr wohlhabenden Menschen Philippe im Rollstuhl, der einen neuen Betreuer sucht. Mit dem jungen und arbeitslosen Franzosen Driss aus einem Pariser Problemviertel findet Philippe jemanden, der zwar über Charme verfügt, aber mit Philippe, als bis zum Hals Querschnitt gelähmten sehr brüsk umgeht. Für Driss ist Philippe jemand, dem er Arme und Beine „ersetzt“, aber nicht seinen Kopf, Selbstachtung und sein Selbstwertgefühl.

Der Film zeigt im Verlauf einen Schöpfungsprozess auf, in dem jeder dem anderen etwas zu geben hat, das über unser heutiges Verständnis von Geld und Leistung hinaus geht. Mit einem neuen Verständnis von Leistung im Sinne des Films, eröffnen wir uns einen neuen Horizont.

Unter diesem Blickwinkel erfährt Grundeinkommen eine andere Bedeutung. Das Beste an dem Film ist, das er auf einer wahren Begebenheit beruht. Im Zeit Magazin hat Stefan Klein den Film zum Anlass genommen den Wert der Freundschaft näher zu beleuchten.