Gesunde/Kranke Signale der System-Körper-Sprache?!

Die verschiedenen „Fieber-Thermometer“, die Notwendigkeit zu testen:

MUT TUT GUT und das

Immunsystem erhält die GESUNDHEIT

mit und durch KAIZEN in Verbindung mit,

Holismus – Heimat – Home – Horizont – InnovationEvolution.

 


Wiki-Einträge:

1. System-Körper-Sprache.

2. System-Körper-Sprache – Meteorologie – Source-Code.

3. System-System-Konzept nach Gurdjieff-Theorien und -Praxis.

4. Systemische Paradigmen der psychologischen Menschenkenntnis.

5. Gefühl-, Denk-, Handel-, Verstehen- und TUN-Gefängnis.

6. Gefahr und ihr Einfluß auf die Evolution.

Mehr Artikel dazu:

Ein Schatten ist die unbeleuchtete Fläche eines Gegenstands („Schattenseite“: Eigenschatten, Körperschatten), die mittels einer Lichtquelle erzeugte Projektion eines Gegenstands auf weiteren Gegenständen („einen Schatten werfen“: Schlagschatten, Schattenriss) oder allgemeiner der gesamte unbeleuchtete Raum hinter einem beleuchteten Körper („im Schatten“) – dieser Raum erstreckt sich in den Grenzen der abgeschatteten Seite bis zum Schattenwurf. Man unterscheidet je nach Anzahl und Ausdehnung der Lichtquellen und diversen optischen Effekten mehrere Arten von Schatten (Kernschatten, Halbschatten, Mischschatten). Der Rand des unbeleuchteten Schattens heißt Schattengrenze oder Hell-Dunkel-Grenze, in Astronomie und Meteorologie auch Terminator oder Tag-Nacht-Grenze.


Psycho-Logisch!

Wo Schatten ist, wird auch Licht sein, welches es gilt in SICH zu entdecken.
Dazu braucht es wahrscheinlich einen NEUEN MYTHOS!

Schattenanteile des Menschen nach C. G. Jung im Verhältnis zu Persona und Ich-Bewusstsein.

Der Schatten ist in der Analytischen Psychologie nach Carl Gustav Jung einer der wichtigsten Persönlichkeitsanteile und zugleich, in seinem Über-Persönlichen Aspekt, ein Archetyp des kollektiven Unbewussten. Der psychologische Begriff des Schattens hat sowohl eine individuelle als auch eine kollektive Bedeutung. – Zu ‚Schatten‘ im Sinne von ‚Seele‘ (auch von Toten) oder als realer ‚Doppelgänger-Geist‘ o. Ä. Partkdolg-Pflicht (Duty) – Schatten-Arbeit oder einen neuen Mythos braucht die Welt!


Update 14. März 2022:
Ärztin – Sâra Aytaç – Unfallchirurgin im Klinikum Idar-Oberstein aus dem Hunsrück warnt vor Kollaps in Krankenhäusern!

Sâra Aytaç war als Honorarärztin in verschiedensten Krankenhäusern tätig. In einem Buch beschreibt sie, was sie erlebt hat: mangelnde Hygiene, unfähiges Personal, unnötige OPs.

„Ausgeblutet – im Schockraum unseres maroden Gesundheitssystems“ – das ist der Titel, und das ist der Zustand, in dem Sâra Aytaç das Krankenhaussystem und sein Personal sieht. Da sei schon eine große Frustration bei den Mitarbeitern.

Ich kenne keinen Kollegen, der aktuell zufrieden mit seiner Arbeit sein kann.

Seit zwei Jahren arbeitet Sâra Aytaç als Unfallchirurgin im Klinikum in Idar-Oberstein. Davor hat sie als Springerin deutschlandweit in Krankenhäusern ausgeholfen. Als sogenannte Honorarärztin hat sie in jener Zeit Szenen erlebt, die einem Gesundheitssystem, das zu den Weltbesten zählen will, so gar nicht entsprechen.

Der Anspruch ist Champions League. Was tatsächlich abgebildet werden kann, ist Kreisliga.

Ärztin aus dem Hunsrück warnt vor Kollaps in Krankenhäusern
Ärztin aus dem Hunsrück warnt vor Kollaps in Krankenhäusern.

Insektenfallen in OP-Nähe und verschmutzte Instrumente.

In ihrem Buch schildert Sâra Aytaç Mängel bei der Hygiene – manche unschön, andere lebensgefährlich: etwa Insektenfallen auf dem Weg zum OP. Sie schreibt, wie sie einmal bei laufender Operation ein Instrument gereicht bekommt, in dem noch Knochenreste des vorangegangenen Eingriffs stecken. Als ausweglos habe sie die Situation erlebt. Mit dem Gewissen auf Dauer nicht zu vereinbaren – Das Kernproblem: zu wenig Personal für zu viele Patienten. 
Sâra Aytaç erlebt Chirurgen in Dauerdiensten und Assistenten, denen im OP-Saal die Augen zufallen, weil es bei krankheitsbedingten Ausfällen keinen Puffer mehr gibt. Eigentlich würden Mitarbeiter nach einem langen Dienst oder wenn ein vorgegebenes Maß an Stunden überschritten worden ist, am nächsten Tag frei bekommen.

Das können Sie aber nicht machen, wenn Sie der letzte Mohikaner sind. Dann kommen Sie selbstverständlich auch am nächsten Tag.

Ärzte klagen an
 

Drastische Sprache, schreiende Wahrheit.

Im Buch wählt die Unfallchirurgin noch drastischere Worte und schildert – oft mit einem Wortwitz, bei dem das Lachen im Halse stecken bleiben kann – erschreckende Szenen. Etwa, wenn eine Aushilfsschwester dem Patienten mit dem Röntgengerät „die Eier verstrahlt“, weil sie die Anweisung falsch verstanden hat und offenbar nicht weiß, dass das Körperverletzung ist. Alle Schilderungen, schreibt Sâra Aytaç, beruhten „auf der nackten, zum Himmel ‚Scheiße!‘ schreienden Wahrheit.“

„Unfallchirurgie ist Handwerk – und das ist die Sprache, die dazu passt, wenn Menschen von Lkws überrollt werden oder die Knochen ins Sonnenlicht gucken.

Seit zwei Jahren arbeitet Sâra Aytaç im Klinikum in Idar-Oberstein. Mit gutem Gewissen sagt sie. Auch hier schwimme man nicht im Personal, aber man helfe sich gegenseitig. „Es hat viel mit Organisation zu tun. Wir bekommen es hier gut hin. Aber in anderen Häusern läuft es nicht“, sagt sie.

Kliniken finden hierzulande kaum Ärzte.

Die Klinikleitung in Idar-Oberstein schätzt Aytaç und ihre Arbeit. Sie hat der Unfallchirurgin in der Klinik ein Forum geboten, ihr Buch vorzustellen. Denn auch sie hält es für dringend, im Gesundheitswesen etwas zu verändern. Vor allem Personal zu gewinnen, sei eine riesige Herausforderung. In Deutschland bekämen sie faktisch keine Ärzte mehr, sagt Ulrich Frey, der ärztliche Direktor. Viele Krankenhäuser seien deshalb auf Ärzte aus dem Ausland angewiesen. Die hätten allerdings häufig nicht die akademische Ausbildung, wie sie in Deutschland gefordert wird. Hinzu kommen Sprachprobleme, sagt Frey. Oft würden die Krankenhäuser die Sprachausbildung übernehmen müssen.

Dann bringen wir ihnen das Fachliche bei, also eigentlich Aufgabe von Universitäten. Dabei wäre unsere Aufgabe, die Daseinsfürsorge im Hier und Jetzt zu leisten.

Für „schwer verständlich“ hält es Ulrich Frey, dass die Plätze fürs Medizinstudium in Deutschland begrenzt seien, an den Krankenhäusern aber ein Riesenmangel bestehe. Auch Sâra Aytaç nennt es eine der wichtigsten Stellschrauben, sich vom Numerus clausus zu trennen: „Drei Telefonbücher in zwei Tagen auswendig lernen, macht nicht unbedingt den besten Arzt unter diesen Arbeitsbedingungen.“

Kliniken schließen, um Personalmangel auszugleichen.

Vor allem aber findet Sâra Aytaç, dass es zu viele Krankenhäuser und Krankenhausbetten gibt. Wären es weniger, könnte man das knappe Personal besser einsetzen. Der Krankenhausträger in Idar-Oberstein hat daher eine zwanzig Kilometer entfernte geriatrische Fachklinik ins Haupthaus integriert. Doch in ländlichen Regionen sind solche Schritte oft nicht populär. „Das hat in der lokalen Bevölkerung und in der Kommunalpolitik einen heftigen Aufschrei nach sich gezogen“, sagt der ärztliche Direktor Ulrich Frey. Die Schließung von Häusern hält man in der Klinikleitung für eine Abwägungsfrage. Kleine Häuser auf dem Land müssten schließlich auch Grund- und Regelversorgung leisten. Sâra Aytaç sieht einen möglichen Weg darin, manche in ambulante Therapiezentren umzubauen. Für weite Wege zur großen Klinik im Notfall könne der Rettungsdienst zusätzliche Hubschrauber bekommen.

Sâra Aytaç im „Schockraum“: So nennt sich die Schnittstelle in der Notaufnahme, in die ein schwerverletzter Patient als erstes kommt. „Da verdichtet sich alles, da kommt es auf jeden Handgriff an, und deswegen habe ich das als Untertitel des Buches gewählt“, sagt die Unfallchirurgin und Buchautorin.

Patienten mit falscher Anspruchshaltung.

Aber auch die Anspruchshaltung der Patientinnen und Patienten hält Sâra Aytaç für ein Problem. Wer morgens um drei in die Notaufnahme komme, um von den Ärzten dort noch eine Drittmeinung einzuholen, müsse sich fragen, ob das nötig sei. Sie fordert mehr Selbstverantwortung bei den Menschen. Und sie hofft, dass ihr Buch auch Angst macht:

„Ich möchte, dass es ein Unwohlsein gibt bei jedem, der dieses Buch liest. Ich möchte, dass von der Bevölkerung viel mehr Druck gemacht wird, dieses Gesundheitssystem umzustrukturieren.“ Wenn sich nichts ändere, würden immer mehr Leute das System verlassen und das Personal noch knapper. Sâra Aytaç warnt:

Die Steigerung von ausgeblutet ist ausgestorben„.


Log4J Sicherheitslücke – einfach erklärt:


Das Beitragsbild: Der Klimawandel ist kaum noch aufzuhalten. Geoengineering könnte eine Notlösung sein –(Foto: Klawe Rzeczy, Shutterstock, Getty [M]) – Quelle Handelsblatt.

Forscher manipulieren aus Angst vor der Klimakrise das Wetter – und bekommen enorme Kritik.

Mit Geoengineering beeinflussen Wissenschaftler das Wetter. Die Technik ist umstritten, trotzdem wird weitergeforscht. Auch Bill Gates investiert in die Technologie. Regen ist ein seltener Anblick in Abu Dhabi und Dubai. Jetzt will ein Forscherteam um Keri Nicoll, Associate Professor für Meteorologie an der Universität Reading, dort das Wetter manipulieren, indem sie Drohnen in die Wolken steuern und ihnen Elektroschocks versetzen.So wollen sie die elektrischen Ladungen in der Wolke aus dem Gleichgewicht bringen und dadurch die Wassertröpfchen in der Wolke zu größeren Regentropfen vereinen, die dann abregnen. Regen in der Wüste muss also keine Fantasie von durstigen Reisenden bleiben, wenn es nach Nicoll geht.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) finanzieren das Projekt der britischen Wissenschaftler mit 1,5 Millionen Dollar. Die klimatischen Voraussetzungen in dem Wüstenstaat sind nicht schlecht. Wolken gibt es oft genug, nur regnen sie sich nicht ab. Die VAE haben seit Jahren mit einem sinkenden Grundwasserspiegel und steigenden Temperaturen zu kämpfen, im vergangenen Sommer wurden wieder über 50 Grad Celsius gemessen. In der Wüste ist die Wasserversorgung schwierig, Landwirtschaft fast unmöglich.

Technologien sind höchst umstritten.

Das Vorhaben von Nicoll begeistert Amy Webb, Zukunftsforscherin und Gründerin des Future Now Institute in New York. „Einige bezeichnen das als Geoengineering, was erschreckend ist, denn eigentlich sollten wir die Zukunft nicht kontrollieren können“, sagt die Futuristin. „Andererseits beschleunigen wir damit das, was die Natur normalerweise von selbst tut, aber im Moment nicht kann.“ Das Projekt in den Arabischen Emiraten soll das lokale Wetter beeinflussen. Andere Projekte zielen noch höher: Beim Geoengineering soll großflächig und längerfristig das gesamte Erdklima manipuliert werden.

Die Kritik daran ist groß. Viele Wissenschaftler warnen vor unabsehbaren Folgen des Eingriffs in die Natur. Auch könnte es den Umbau zu einer grünen Wirtschaft behindern: Statt die Ursachen des Klimawandels zu bekämpfen, würde man sich auf ein gewagtes Experiment einlassen, um ihnen entgegenzuwirken. Raymond Pierrehumbert, Geophysiker an der Universität Oxford, spricht von einem „Damoklesschwert über der Menschheit“: Greife man zu solchen Manipulationsversuchen, um die Erde bewohnbar zu halten, lasse man sich auf eine „Todesspirale“ ein.

Trotzdem mehren sich die Projekte. Erst vor wenigen Monaten versuchten sich Harvard-Wissenschaftler in Schweden. Sie wollen mit einem Ballon Kalziumkarbonat in der Stratosphäre verteilen. Die Partikel sollen Sonnenlicht reflektieren und so die weitere Erhitzung des Planeten verhindern. Das Projekt finanzierte unter anderem Bill Gates – obwohl der selbst wenig von Geoengineering hält. Gefragt, warum er sich trotzdem engagiert, argumentiert der Microsoft-Gründer gegenüber dem Handelsblatt mit der Dringlichkeit der Situation. Durch den Klimawandel könne es zu positiven Feedback-Effekten kommen: das Abschmelzen des Permafrostbodens, die Abschwächung der Meereszirkulation oder der Kollaps von Gletschern. „Wenn dem so ist, dann wird die ganze Welt nach Mitteln zur Kühlung suchen“, sagte Gates.

„Wir brauchen eine Konstellation von Ansätzen“.

In der Tat: Die Bedrohung durch den Klimawandel ist groß. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD, schätzt, dass bis 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Regionen mit limitiertem Zugang zu Frischwasser leben werden. Das ist auch in Industrieländern wie den USA ein Problem, wo Dürren und andere wetterbedingte Katastrophen in den kommenden Jahrzehnten häufiger auftreten werden. In Wüstenstädten wie Abu Dhabi oder Dubai aber war Wasser noch nie leicht zu bekommen, der Klimawandel verschärft die Lage nun weiter. „Wasserknappheit ist eines der größten Probleme der Menschheit“, sagt Meteorologin Nicoll. „In den Teilen der Welt, die wirklich um Wasser kämpfen, sind Projekte zur Verbesserung der Niederschläge essenziell.“

Und es wird immer heißer: Das Ziel, die globale Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf 1,5 Grad Celsius zu beschränken, wird nur schwer zu erreichen sein. „Jeder sollte seine Gewohnheiten ändern. Aber das wird nicht einheitlich oder über Nacht geschehen“, sagt Futuristin Webb. „Wir brauchen also eine Konstellation von Ansätzen und müssen viel offener für potenzielle Lösungen sein. Auch die, die Technologie beinhalten.“

Viele Länder manipulieren das Wetter seit 75 Jahren.

Stand jetzt wird zwar viel geforscht und getestet, doch bislang wird Geoengineering faktisch nicht eingesetzt. In der Praxis wird nur die Wettermodifikation versucht, sagt Gernot Wagner, Klimaökonom an der New York University und Mitgründer des Forschungsprogramms Solar Geoengineering in Harvard: „Es gibt Forschungsprojekte, theoretische Klimamodelle, Empfehlungen – die groß angelegte Praxis für Geoengineering auf großem Raum gibt es aber bislang nicht.“ Eine bereits verbreitete Form der Wettermodifikation ist das sogenannte Cloud-Seeding. Die „Wolken-Bekeimung“ wird in mindestens acht Bundesstaaten der USA und weltweit in etwa 50 Ländern eingesetzt. Das Verfahren ist schon 75 Jahre alt. Dabei werden Wolken mit Silberjodid oder anderen Chemikalien beschossen. Die Hoffnung: das sich an den Silberjodid-Partikeln Wasser bindet. Die Wolken produzieren dann im Optimalfall mehr Regen oder Schnee.

Wolken-Bekeimung ist unsicher und wenig effektiv.

Andrea Flossmann hat Cloud-Seeding erforscht. Sie ist Professorin an der Universität Clermont-Auvergne in Clermont-Ferrand im Zentrum Frankreichs und Vorsitzende des Expertenteams für Wetterveränderung der Weltorganisation für Meteorologie, WMO. Bei ihren Untersuchungen zeigte sich, dass Cloud-Seeding maximal 15 Prozent mehr Wasser aus den Wolken hervorbringt. Es müsste entsprechend in riesigem Umfang eingesetzt werden, um eine Lösung für Wasserprobleme zu sein. Und wirklich verlässlich ist das Verfahren auch nicht: „Eine Seeding-Strategie, die in einer Region funktioniert, klappt möglicherweise am selben Ort nicht, wenn sich die Bedingungen ändern“, sagt sie. „Außerdem kann die so entstandene Gewitterenergie der Energie einer kleinen Atombombe entsprechen.“ Um die in einer Wolke ablaufenden chemischen Prozesse zielgerichtet zu verändern, sei chirurgische Präzision nötig.

Ein gern beschriebenes Experiment mit Cloud-Seeding sind die Olympischen Spiele in Peking 2008. Die chinesische Regierung hatte damals Tage vor der Eröffnungszeremonie über tausend Raketen in den Himmel geschossen. Es regnete daraufhin stark, am Veranstaltungstag selbst schien die Sonne. Ob das aber wirklich mit dem Experiment der Chinesen zu tun hatte, ist umstritten. „Als es dort zwei Wochen nicht geregnet hatte, haben einige behauptet, dass das chinesische Militär es weiter westlich habe regnen lassen“, sagt Klimaökonom Wagner. „Das lässt sich aber kaum belegen. Die Meldungen gehen stark auseinander.“

Greta Thunberg protestiert.

Wie sehr Geoengineering die Geister scheidet, zeigt das Harvard-Projekt in Schweden. Der Leiter ist ein Deutscher: Frank Keutsch. Der Professor für Atmosphären-Forschung und Chemie plante, mit einem Ballon in 20 Kilometer Höhe Kalkpulver auszustreuen. Es sollte ein zwei Kilometer langer und viele Hundert Meter breiter Streifen entstehen, der die Sonnenstrahlen reflektiert, um so die Erdoberfläche zu kühlen. Die „Stratospheric Aerosol Injection“ fand aber nie statt. Zu groß war der Widerstand. Von Greenpeace bis zur Heinrich-Böll-Stiftung protestierten viele. „Ein kleiner Rat an die Menschheit: Wenn man in einem Loch sitzt, hört auf zu schaufeln“, sagte die schwedische Aktivistin Greta Thunberg zu dem Projekt. „Eine Krise, die aus einem Mangel an Respekt vor der Natur geschaffen wurde, lösen wir höchstwahrscheinlich nicht, indem wir diesen Mangel an Respekt auf die nächste Stufe treiben“, schrieb sie bei Twitter.

Überraschenderweise steht auch Forschungsleiter Keutsch Geoengineering skeptisch gegenüber. Nach seiner Aussage gibt es keine „magische Substanz“. Wer „eine Million Tonnen einer Substanz in die Atmosphäre einbringt“, muss mit Nebenwirkungen rechnen. Er könne nicht verstehen, wie man von der Methode überzeugt sein könne, sagte er vor einigen Monaten der Süddeutschen Zeitung. Das Projekt sei dafür da, mehr über die Risiken zu erfahren. „Es könnten ja eines Tages politische Entscheidungsträger sagen: Wir müssen jetzt über solch eine Manipulation des Klimas nachdenken.“ Dann könne man die Fakten liefern und Risiken besser einschätzen. „Damit die Politiker abwägen können. Entscheidungen sollten nie aus Ignoranz getroffen werden.“ Das fasst die Lage gut zusammen: Geoengineering ist das ungeliebte Kind der Forschung und des Umweltschutzes. Aber es könnte eines Tages Wirklichkeit werden und sollte möglichst vorher erforscht werden.

Nur als letztes Mittel.

„Geoengineering ist keine Lösung für unsere Klimaprobleme“, sagt auch Experte Wagner. Er schlägt stattdessen vier Maßnahmen vor, um der Klimakrise zu begegnen. Vor allem müsse der CO₂-Ausstoß deutlich reduziert und bereits vorhandenes CO₂ aus der Atmosphäre geholt werden. Außerdem fordert er eine Anpassung an die vorherrschenden Bedingungen: „Wenn ich heute planen würde, wo die nächste Stadt gebaut werden sollte, wäre es nicht in der Wüste. Dort ist das Leben energieintensiv.“ Städte wie Abu Dhabi und Dubai sollte man heute nicht mehr bauen. Erst als vierte Option kommt für Wagner Geoengineering infrage. Ein Eingriff in das Klima, der hoffentlich nicht vorgenommen werden müsse, aber zumindest als Möglichkeit bedacht werden „sollte“, er verbessert sich: „müsste“.

Auch andere Klima-Experten sind vorsichtig. Das ergab eine Studie der Uni Kassel, die 2019 im Fachmagazin Nature Climate Change erschien. Dafür wurden über 700 Klima-Experten der Klimarahmenkonvention und des Weltklimarats befragt. Viele sähen Geoengineering demnach als massiven Umwelteingriff mit unsicheren Nebenwirkungen. Anders war es allerdings bei Klima-Experten aus Ländern, die in der Zukunft wohl besonders stark unter dem Klimawandel leiden werden. Die selbst betroffenen Experten waren meist offener für Geoengineering.

Zwischen Wahrheit und Mythos.

In den Arabischen Emiraten ist man entsprechend bereit, Experimente zu wagen. Das britische Projekt mit einer Elektroschock-Drohne, die Regen bringen soll, wurde 2017 vorgestellt und ist noch in der Testphase. Die Drohne hat einen Durchmesser von zwei Metern, beladen mit Messgeräten für Temperatur, Ladung und Feuchtigkeit. Vom Boden aus steuern sie die Drohne dann in tief hängende Wolken, wo sie ihre elektrische Ladung freisetzen. Im vergangenen Sommer regnete es dann tatsächlich in Dubai. So sehr, dass Autos nur langsam durch die Straßen fahren konnten. Zu sehen ist das in einem Video des örtlichen Wetterdienstes National Center for Meteorology der VAE auf Instagram.

Die Menschen reagierten besorgt auf das Video: „Wenn ihr versucht, die Natur zu verändern, wird die Natur die Erde verändern“, schreibt da einer. Ein anderer: „Ihr werdet den Nachbarländern Dürreperioden bescheren. Spielt nicht Gott!“ Der Regen sei künstlich erzeugt worden. Das ist durchaus denkbar: Die Arabischen Emirate arbeiten bereits seit Jahren mit Cloud-Seeding. Da zu dieser Zeit einige Medien über das Drohnen-Projekt berichteten, kam es aber auch zu Fehlschlüssen: Mehrere große deutsche und britische Medien berichteten, dass die Drohnen den Regen gebracht hätten. Diese Medienberichte stimmen schlicht nicht, sagt Keri Nicoll. Denn bislang sind die Drohnen nur nahe der Erdoberfläche getestet worden und nicht in die Wolken geflogen. Das müssen sie aber, um den Regen auszulösen.

Das zeigt ein weiteres Problem in der komplexen Debatte um die Erforschung von Geoengineering: Falschnachrichten. Oft sind Technologien noch gar nicht einsatzbereit, sollen aber schon für extreme Wetterereignisse verantwortlich sein, sagt Klimaökonom Wagner. „Viele der angeblich künstlich erzeugten Wetterereignisse entstammen Verschwörungstheorien.“


  Das Bundesverfassungsgericht um Stephan Harbarth hat sich reichlich Zeit gelassen mit seiner Entscheidung über die Corona-Maßnahmen – (Foto: Uli Deck/picture alliance/dpa).

Richter ohne Mumm.

Oder: CORONA DECKT AUF: Die Wahrheit und die Vernunft ist ein immerwährendes pfadloses Land.
Helden gesucht: Die ihre eigenen Wege suchen, um authentisch, sich treu zu bleiben, um System-Pfade der Wahrheit und Vernunft zu legen. Immerwährend, weil das Leben ein ewiger Schöpfungsprozeß ist!

Karlsruhe traut sich nicht, die Corona-Maßnahmen einzeln zu prüfen und der Politik klare Vorgaben zu machen. Es stiehlt sich aus der Verantwortung. Über die kleine Abdankung eines großen Gerichts – Kolumne von Heribert PrantlSZ.

Die alten Sprichwörter stimmen nicht mehr: Was lange währt, wird nicht endlich gut. Das Bundesverfassungsgericht hat lange zwanzig Monate geschwiegen; es hat geschwiegen zu den Lockdowns, zu den Freiheitsbeschränkungen, zu den Ausgangssperren und Schulschließungen; es hat Eilentscheidungen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen abgelehnt, es hat das Land vertröstet und die gründliche Prüfung der Dinge in Hauptsacheverfahren versprochen. Das Gericht hat nun in der Hauptsache entschieden, aber keine Leitlinien formuliert für ein Handeln des Staats. Es hat stattdessen der Politik hauptsächlich einen langen Freibrief geschrieben. Es ist dies die kleine Abdankung eines großen Gerichts. Die Corona-Beschlüsse widersprechen der Rolle des Gerichts als Hüter der Verfassung. Ein Hüter hütet, er schaut nicht einfach nur zu. Gewiss: Es war nicht zu erwarten, dass das Gericht „Nein“ sagt zu den Anti-Corona-Maßnahmen. Ein „Nicht so“ wäre denkbar und wünschenswert gewesen, ein „Ja, aber“ auch. Aber ein hochgestimmtes „Ja, Ja, Ja“ samt Ausrollen des roten Teppichs für die Politik: Das passt nicht zu Karlsruhe, nicht zu seiner guten Tradition.

Die Richter stellen das Grundgesetz unter einen Pandemie-Vorbehalt.

Eine Grundsatzentscheidung war erwartet worden. Das Gericht hat das Wort ganz neu und ganz eigenwillig definiert: Grundsätzlich darf der Staat, sagt Karlsruhe, in hochgefährlichen Zeiten sehr, sehr viel – fast alles. So ein Grundsatz findet sich aber nicht im Grundgesetz. Es steht dort auch nicht, dass in dem Moment, wenn es um Gesundheit und Leben geht, alle Maßnahmen, die diesem Ziel dienen sollen, automatisch in Ordnung sind. Das Verfassungsgericht hat das Grundgesetz unter einen Pandemie-Vorbehalt gestellt; und es zieht sich selbst mit dem Hinweis auf die Ermessensspielräume der Politik aus der Affäre.

Vor einem halben Jahr noch, als es um das Klima ging, hat das Gericht der Politik klare Vorgaben für die Zukunft gemacht – im Interesse der Kinder und künftiger Generationen. Wenn es um die Gegenwart und die blockierte Zukunft der Kinder wegen geschlossener Schulen geht, scheut das Gericht solche Vorgaben. Das Gericht mag sich die Finger nicht verbrennen mit einer peniblen Prüfung einzelner Maßnahmen; es betrachtet diese daher als Teil eines „Gesamtkonzepts“ zum Gesundheits- und Lebensschutz, das es dann pauschal für „vertretbar“ hält. Das fiktive staatliche Konzept hieß und heißt: möglichst viele Maßnahmen kumulativ, weil man nicht wusste und nicht weiß, was nun viel nutzt, was wenig und was gar nicht. Und Karlsruhe verhielt sich bei der Prüfung wie ein TÜV-Sachverständiger, der bei der Kfz-Hauptuntersuchung darauf verzichtet, Lenkung, Bremsen und Fahrwerk unter die Lupe zu nehmen – zugunsten des mobilen Gesamteindrucks des Autos.

Das Gericht ist schon einmal so verfahren.

Es gibt ein Urteil, bei dem das Verfassungsgericht schon einmal von einem Gesamtkonzept fabuliert hat: Das war vor 25 Jahren im Asylurteil. Damals hat es die massiven Einschränkungen des alten Asylgrundrechts wegen des damit intendierten Gesamtkonzepts gebilligt, ohne die neuen Maßnahmen (das Konzept der sicheren Herkunftsstaaten und der sicheren Drittstaaten, das Flughafenverfahren) am Maßstab der Grundrechte zu prüfen. Das Gericht berief sich auf das Gesamtkonzept des Gesetzgebers, das auf „eine europäische Gesamtregelung der Schutzgewährung für „Geflüchtete“ hinauslaufe. Diese Gesamtregelung gibt es bis heute nicht – und das Asylurteil gehört zu den schandbaren Karlsruher Entscheidungen – weiterlesen SZ.


„Fieber-Thermometer“: Geld-Flut und Inflation

Angst vor Inflation: Weltweit planen Notenbanken das Ende von Geldflut und Niedrigzins – nur die EZB nicht.
Tapering“ wird das Zauberwort des Sommers.

Ist der Begriff Tapering tatsächlich angebracht für eine historische Geld-Flut?

Die Zentralbanken Bilanzen:

Der Welt-BIP (Brutto-Inlandsprodukt) = Brutto-Umsatz,  wird zu ca. 31% von den vier dominierenden Zentralbanken finanziert. Rückzahlung??

Die US-Notenbank könnte kommende Woche einen Richtungswechsel einläuten. Vor allem für Schwellenländer wird das schwierig.

Und so sind auch in diesem Jahr die Erwartungen hoch, wenn sich die führenden Notenbanker in der kommenden Woche von Donnerstag bis Samstag treffen. Anders als in den Vorjahren wird kein führender Vertreter der EZB teilnehmen. Der Kreis beschränkt sich auf US-Vertreter. Von ihnen erhoffen sich Investoren Signale zum Ausstieg der Fed aus der lockeren Geldpolitik. Das entscheidende Wort lautet Tapering – was für ein Herunterfahren der Anleihekäufe steht. Viele Länder haben in diesem Jahr bereits einen Richtungswechsel in der Geldpolitik vollzogen. Die kanadische Notenbank begann im April damit, ihre Anleihekäufe zu reduzieren. Australien will im September folgen. Andere Länder wie Brasilien, Russland, Mexiko, Tschechien oder Ungarn sind sogar noch weiter: Dort haben die Notenbanken bereits die Zinsen angehoben. Damit sind sie der Fed und der EZB zwei Schritte voraus. Vor allem die Fed könnte aber bald ebenfalls ihren Kurs anpassen.


„Fieber-Thermometer“: Gold

Handelsblatt– Mario Draghi – Der EZB-Präsident fordert einen stärkeren Einsatz der Fiskalpolitik – (Foto: Bloomberg)

Mario Draghi schlägt noch einmal zu – EZB zementiert Minus-Zins

Umstrittene Anleihekäufe, höhere Strafzinsen: Der EZB-Präsident verkündet kurz vor seinem Abschied ein historisches Paket – und legt damit auch seine Nachfolgerin Lagarde auf niedrige Zinsen fest.
Lesen Sie dazu: Das Europäische Zentralbanksystem
Was steckt hinter dem Euro? – katastrophale Konstruktionsfehler – Abschaffung der Sicherungen gegen Währungs- und Bankenkrisen – erschienen im Feb. 1999, als der EURO als Buchgeld beschlossen wurde.

Vor der Entscheidung nach der Entscheidung

das genauere „FIEBER-THERMOMETER“ – CDS

Die meisten glauben bzw. gehen davon aus, dass die EZB alleine bestimmt, wann die Zinsen steigen oder fallen. Doch dies ist ein fataler Irrtum – die Bonität des Emittenten (Staaten und Unternehmen) bestimmt den Zins – Türkei. Im Falle von Griechenland (Teil 1-3) zeigte dieses „Fieberthermometer“ die Katastrophe einige Monate vorher an.

Hinweis Artikel: „Grünes Geld“ – eine Buchempfehlung – Mitglieder erhalten das Buch ohne Berechnung


„FIEBER-THERMOMETER“: BILDUNG

„Wer in höhere Bildung investiert, trifft die richtige Wahl“

Beim Ausbau der höheren Bildung sei Deutschland auf einem guten Weg, sagte OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher im DLF. Es gebe heute mehr Studierende sowie Menschen in höherwertigen beruflichen Ausbildungen als noch vor zehn Jahren. Etwas schlechter sehe es aber bei den MINT-Fächern aus.

Andreas Schleicher im Gespräch mit Regina Brinkmann

ALTERNATIVE? – 100 Jahre Waldorf

1. Beispiel Waldorf Schule:
 „In Mathe und Physik hatte ich unglaublich viel nachzuholen“
 Veröffentlicht am 05.09.2019 | von Susanne Gaschke in der Welt

Chemieunterricht an einer Waldorfschule: Manche ehemaligen Schüler beklagen das dortige Niveau der Naturwissenschaften (Quelle: picture-alliance/ dpa)

Engagierte Eltern, echte Klassengemeinschaften und Bio-Essen: 
100 Jahre nach Gründung der ersten Waldorfschule ist diese Form der Pädagogik beliebt wie nie. Und das weltweit. Da geht der kritische Umgang mit dem esoterischen Überbau fast unter.
Für die heute elfjährige Ruth war der Schulwechsel ein Segen. Drei Jahre lang besuchte sie eine staatliche Grundschule – und war eine unglückliche Schülerin. Dann meldeten ihre Eltern sie auf einer Waldorfschule in Berlin an, und von einem Tag auf den anderen wurde alles leicht.

„Plötzlich fühlt sie sich wie ein Fisch im Wasser, und auf einmal klappt es mit dem Lernen“, 
sagt Ruths Mutter Hannah Grethlein, die in leitender Funktion bei einem großen Bildungsträger arbeitet. Der ganzheitliche Ansatz der Waldorfschule, die Bewegung, der musische und künstlerische Unterricht täten ihrer Tochter gut, die Lehrer sähen jedes einzelne Kind in seiner spezifischen Lage, die Schüler gingen bemerkenswert freundlich miteinander um, die meisten Mit-Eltern seien interessiert und engagiert, das Essen habe Bio-Qualität.

dazu passt der Film:
der kritische Blick – Erziehung als religiöser Kult

Rudolf Steiner gilt als Begründer der Anthroposophie – einer Weltanschauung, nach der es nicht 
nur eine materielle, sondern auch eine geistige, übersinnliche Welt gibt. Das ist auch die Grundlage der Waldorfschule, die Steiner vor einhundert Jahren eröffnete.

2. Beispiel der Engpass:
Steigende Grundschülerzahlen – „Wir stehen vor massiven Herausforderungen“

Die Grundschulen brauchen in den nächsten Jahren Tausende Lehrer zusätzlich. Darauf hätten die Bundesländer auch schon reagiert, sagte KMK-Generalsekretär Udo Michallik im DLF. 
Der Bildungsforscher Hans Brügelmann befürchtet aber, dass es massive Auswirkungen auf das Lernangebot für die Kinder geben könnte.

Thekla Jahn:
Die Schülerzahlen steigen – und die Lehrer fehlen. So wie einstmals die Lehrerschwemme Dauerthema war, ist es jetzt der Lehrermangel. In allen Bundesländern fehlt bereits heute Personal, und es sieht nicht besser aus, wenn man ins kommende Jahrzehnt blickt. Die jüngste Studie der Bertelsmann Stiftung wirkt mit ihrem Ergebnis wie das täglich grüßende Murmeltier, nur dass es sich diesmal noch ein bisschen schlimmer darstellt als wir alle es ja ohnehin schon wussten.

Die Zahl der Grundschüler wird in den kommenden weiter stark steigen – und Lehrer fehlen (Quelle: picture alliance / dpa / Marcel Kusch)
Hans Brügelmann und Udo Michallik im Gespräch mit Thekla Jahn.

„FIEBER-THERMOMETER“: PROPAGANDA

Die Kunst der Manipulation.

 

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