Aufmerksamkeit ist die Zuweisung von (beschränkten) Bewusstseins­ressourcen auf Bewusstseinsinhalte. Das können z. B. Wahrnehmungen der Umwelt oder des eigenen Verhaltens und Handelns sein, aber auch Gedanken und Gefühle. Als Maß für die Intensität und Dauer der Aufmerksamkeit gilt die Konzentration. Aufmerksamkeit, die auf das Eintreffen bestimmter Ereignisse gerichtet ist, bezeichnet man als Vigilanz.

1. Aufmerksamkeit ist die Fähigkeit, mit wachem Geist etwas wahrzunehmen. Aufmerksamkeit heißt Wachheit, Offenheit, die Fähigkeit im Hier und Jetzt zu sein. Ein spiritueller Aspirant sowie ein Yoga Schüler entwickelt die Fähigkeit der Aufmerksamkeit. In den Yoga Übungen wie Asanas, Pranayama und Meditation bemüht sich der Aspirant um größtmögliche Aufmerksamkeit.Saraswati, Göttin der Weisheit, Kreativität und Künste. Aufmerksamkeit aus Yoga-Sicht.

2. Aufmerksamkeit ist die Fähigkeit, sein Bewusstsein in eine bestimmte Richtung zu bringen. Der Mensch hat bis zu einem gewissen Grade die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit zu lenken. Manches drängt sich in den Vordergrund, ohne dass man es ändern kann. Aber meistens kann der Mensch bestimmten, seine Aufmerksamkeit auf das zu richten was er will. Solange man keine bewusste Entscheidung trifft, geschieht die Aufmerksamkeitssteuerung nach dem Prinzip des stärksten äußeren oder inneren Reizes. Durch Yoga und Meditation kann man lernen, seine Aufmerksamkeit immer besser zu steuern.

Wachsamkeit, Bewusstheit und Achtsamkeit sind bedeutungsverwandt mit Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit ist eine Funktion des Bewusstseins selbst. Gesteigerte Aufmerksamkeit führt irgendwann zum reinen Bewusstsein. Samadhi, die Erleuchtung, ist ein Zustand vollkommenener ungerichteter Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit an sich, unbeschränkt von irgendeinem Objekt bzw. Geistesinhalt.

wird fortgesetzt.