Zentrifugal-Kraft | OekoHuman

Die Zentrifugalkraft (von lateinisch centrum, Mitte und fugere, fliehen), auch Fliehkraft, ist eine Trägheitskraft, die bei Dreh- und Kreisbewegungen auftritt und radial von der Rotationsachse nach außen gerichtet ist. Sie wird durch die Trägheit des Körpers verursacht. Die Auswirkungen der Zentrifugalkraft sind im Alltag vielfach erlebbar, beispielsweise wenn beim Kettenkarussell die Sitze nach außen gedrängt werden, in der Salatschleuder das Wasser nach außen geschleudert wird oder sich ein Zweiradfahrer „in die Kurve legen“ muss. In der klassischen Mechanik hat die Zentrifugalkraft — bei gleicher Stärke und Richtung — eine von zwei Bedeutungen:

  • Die Zentrifugalkraft ist der Trägheitswiderstand, den der Körper nach dem Trägheitsprinzip der Änderung der Richtung seiner Bewegung entgegensetzt, wenn er einer gekrümmten Bahn folgt. Die Zentrifugalkraft ist stets entgegengesetzt gleich zu der Zentripetalkraft, die diese Änderung der Bewegungsrichtung verursacht. Bleibt der Betrag der Geschwindigkeit konstant, ist die Zentrifugalkraft die d’Alembertsche Trägheitskraft und steht mit der Zentripetalkraft im dynamischen Gleichgewicht.
  • Die Zentrifugalkraft ist eine Kraft, die immer dann berücksichtigt werden muss, wenn man die Bewegung eines Körpers bezüglich eines rotierenden Bezugssystems beschreibt.[3] Diese Trägheitskraft tritt auch bei Abwesenheit einer Zentripetalkraft auf, jedoch nie in einem Inertialsystem.

Die Zentrifugalkraft ist eine Scheinkraft und genügt daher nicht dem Prinzip von Actio und Reactio.

Die Zentrifugalbeschleunigung ist die auf die Masse bezogene Zentrifugalkraft.

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1) Kraft als Ursache einer Wirkung; sowohl in geistiger, wie V. animae, Seelenkraft, u. abstrakter Bedeutung, wie V. probandi, Beweiskraft; als auch in materieller Bedeutung; wie V. absorbens, die Einsaugungskraft V. actīva, die wirkende Kraft, diejenige, welche z.B. in den Schlagadern auf das in diesen enthaltene Blut wirkt; dagegen V. passīva, die leidende Kraft, vermöge deren sich ein Theil ausdehnen läßt. V. attractiva, Anziehungskraft; auch die anziehende Kraft des Concurses, s.d. 1) D). V. aucta, so v.w. Sthenie; dagegen V. imminuta, so v.w. Asthenie. V. compulsiva, antreibende Kraft. V. contractilis, die Zusammenziehungskraft, Contractilität. V. elastica, die Elasticität, Schnellkraft. V. expulsiva, austreibende Kraft. V. fermentativa, die Gährungskraft, so wie die, durch welche die Menschen Säfte mittelst einer inneren Bewegung ihrer Beschaffenheit, in eine andere übergehen. V. gravitatis, die Schwerkraft. V. inertiae, 1) die Kraft, wodurch ein Körper einem andern widersteht, welcher denselben Raum einnehmen will, in welchem er sich befindet; 2) das Beharrungsvermögen, s. Trägheit 1). V. irritabilitatis, die Irritabilität. V. mortua, todte Kraft, die den meisten thierischen Fasern gemeine, nach dem Tode des Thieres noch fortdauernde od. zunehmende Kraft der Muskelfaser, welche, wenn sie gedehnt wird, sich von selbst wieder zurückzieht. V. motrix, die bewegende Kraft. V. repulsionis, die Abstoßungskraft. V. sensitiva, das Empfindungsvermögen; 2) jeder äußere, das entgegenstehende Maß von Kraft überwältigende Einfluß, Gewalt. Deshalb ist sowohl darunter der Wer der menschlichen Berechnung der Ereignisse stehende Zufall, Casus, V. major, zu verstehen, als jede äußerliche Gewalt, wie die in der Anschwemmung von Land (Avulsio) sich zeigende Kraft eines Stromes (V. fluminis). V. justa, wenn der sie Ausübende dazu berechtigt ist, im Gegentheil V. injusta, welche entweder mit bewaffneter Hand, V. publica, od. auf andere Weise, V. privata, geschehen kann. Im römischen Proceß heißt die Gewalt mittelst Waffen V. armata, die andere aber V. quotidiana, u. die als Einleitung bei der Vindication vorkommende Anwendung einer zum Schein verübten Gewalt heißt V. civilis (V. festucaria, V. ex. conventu). Über das an einer Person durch Gewalt verübte Verbrechen, s. Crimen vis; 3) die Nötigung zu einer Handlung, s. Zwang.

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