Sonntag-Intermezzo am 14. Nov. 2021. | OekoHuman

„Die einzige Pflicht, die wir der Geschichte gegenüber haben, ist, sie umzuschreiben“ – Oscar Wilde (1854 – 1900).
Für OekoHuman bedeuten diese Worte: es geht in erster Linie darum, in sich Selbst, seine individuelle Bestimmung zu finden! Diese hat in den meisten Fällen nichts mit der Bestimmung zu tun, den eure Eltern oder eurer nahes Umfeld, auch wenn dieses wechselt, in euch sieht.
Eltern und Umfeld sind eure Spiegel. Diese Spiegel rufen entweder Widerstände hervor oder Zustimmung.
Wenn es Widerstände sind, gilt es, diese so lange, zuerst im Groben, später im Feinen, solange zu verändern, daß sich eine innere Zustimmung ergibt.
So interpretiert OeHu die Worte von Oskar Wilde als Aufforderung, sein „Drehbuch zur Meisterschaft im Leben“, selbst zu schreiben.

Ein Leser interpretiert die Rede von Rev. Moon vom August 1988, im Kontext von Oscar Wilde.
„… Wenn ihr versucht, Liebe zu finden, seid ihr auf dem falschen Pfad. Liebe kann man nicht „finden“. Es widerspricht dem Gesetz der  Schöpfung, nach Liebe zu suchen. Ihr müsst euch zuerst selbst investieren. Habt ihr das getan? Habt ihr mit eurer Liebe euren Ehepartner erfüllt? Die Liebe ist dazu bestimmt zu euch zurückzukehren, in dem Maße ihr für andere lebt. Wenn das geschieht, beginnt die Liebe zurückzukommen. …“.

Die Hürde, die der Schöpfer dem Universum und dem Menschen mit auf den Weg gegeben hat, lesen Sie in diesem Cartoon.Das Gespräch zwischen dem Schöpfer und seinen „Umsetzern“ und „Botschaftern“ (Engel) über die „Arbeitsspeicher-Grundausstattung“ des Universums und der  Menschen.
Ist Gottesplan, der Auftrag an den Menschen: laßt euch von der Natur und dem Universum inspirieren und programmiert euch selbst zur Marke und zum Original, um ebenso zu schöpfen, wie ICH?!

Doch bedenkt ….

Guten Morgen am Sonntag, liebe Leserinnen und Leser,

in den letzten zwei Wochen, haben wir uns insbesondere mit dem Corona-Virus, den Zahlen, den verfügbaren Informationen und den daraus abzuleitenden verschiedenen Sichtweisen auseinandergesetzt. Für OeHu ist die Prognose vom 1. April 2021, die bei Markus Lanz von der Virologin Prof. Melanie Brinkmann aufgezeigt worden ist, wegweisend für die OekoHuman-Sicht aus den acht verschiedenen Farb-Blickwinkeln. Unsere Überzeugung untermalen wir jeweils mit „Orange“.

Bis zum Donnerstag-Nachmittag wollte ich lediglich die Prognose aus der Sendung vom 1. April 2021 mit den bis heute umgesetzten Maßnahmen vergleichen.
Die folgende Aussage von Prof. Dr. Andrew John Ullmann: „…wir legen keinen Wert darauf Immunität durch eine Infektion zu erreichen, sondern durch impfen“, emfand ich als eine besonders klare Aussage, die ich bisher von keinem Politiker so klar gehört habe. Diesen Satz sprach Prof. Dr. Andrew John Ullmann im Gespräch mit dem DLF, als ich im Auto saß.

So wollte mir das komplette Gespräch nochmal in Ruhe zu Hause anhören, doch der Beitrag war in der Mediathek des DLF nicht mehr zu finden. Ich habe das Gespräch am nächsten Tag bei Phoenix gefunden, doch dieser oben zitierte Satz war in diesem Gespräch, das im Übrigen 1 zu 1 dem Gespräch im DLF entspricht, nicht zu finden.

Meine Frage: „Welcher Grund, liegt hinter diesem Grund“. So habe ich mir vorgenommen „etwas tiefer zu schürfen“.

Deutschland und die vierte Welle: Mit voller Wucht?! Dazu die SZ am Sonntag.

Im Kontext dieses Cartoons, habe ich mir die Frage gestellt: Wo liegt im Kern der Unterschied zwischen einigen renommierten Professoren, wie z.B. dem Medizin-Professor Dr. John P. A. Ioannidis von der Stanford Universität, auf der einen Seite. Und die Strategie der Bundesregierung, die durch z.B. Prof. Dr. Christian Drosten, dem RKI und der STIKO vom RKI beeinflußt wird, auf der anderen Seite.

Doch warum weichen Bund und Länder sehr oft von den Empfehlungen und Warnungen ihrer offiziellen Berater ab, so zumindest mein Eindruck.
Wenn dem so wäre, war meine Frage – Warum – Was ist der Grund hinter dem Grund?

Mein Resultate:
1. Die Bundesregierung, die eine Seite der Medaille, hat das Gesundheitssystem im Fokus. Die Regierungen des Bundes und der Länder wollen auf jeden Fall einen Gau wie in New York, GB., Italien, Spanien, Brasilien und anderen Ländern vermeiden.
Keine Intensivbetten führen zwangsläufig zu „systembedingten” Toten, die schlecht für das Image sind – in Großbritanien wird darauf weniger wert gelegt.

2. Konsequent dieses Ziel verfolgt, hätten es meiner Sicht, ein Masterplan mit diesen drei Eckpunkten erfolgen müssen:
a) Unter allen Umständen vermeiden, daß gediente Pflegekräfte das Handtuch werfen.
b) Das dürfte nur gelingen, wenn alle Pflegekräfte entsprechend unterstützt werden durch entsprechende Hilfskräfte.
c) Dies ist nur möglich, wenn die Attraktivität des Arbeitsplatzes auf verschiedene Weise erhöht wird  – sicherlich spielt Vergütung eine entscheidende Rolle.

Doch die „Hände wurden wohl in den Schoß” geleget – etwas anders in Israel – siehe dritter Kommentar weiter unten.

Dazu ein erster Kommentar von Kassian Stroh in der SZ vom 16. Nov. 2021.

Erinnern Sie sich an „Flatten the curve“? Dieser Appell war im März 2020 in vieler Munde. Flacht die Kurve ab! Mit strengen Regeln, mit raschen Betriebs-, Schul- und Kitaschließungen sollte damals die rasante Ausbreitung des Coronavirus gebremst werden. Das gelang binnen weniger Wochen. Aus Norditalien zeigten Bilder heillos überforderte Kliniken und Militärlastwagen, die Särge abtransportierten. Dieser Schock wirkte, das wollte niemand in Deutschland.
Im Großraum München, wo ich wohne, ist solch eine Situation nicht mehr undenkbar. Schon jetzt werden Patienten von hier in andere Bundesländer verlegt, weil es keine freien Betten mehr gibt, werden Covid-19-Patienten im Krankenwagen bis nach Meran gefahren, begleitet von einem Feuerwehrauto mit Ersatz-Sauerstoffflaschen, damit ihnen im Wortsinne die Luft nicht ausgeht. Es ist beängstigend. Und was soll erst in drei, vier Wochen sein, wenn von den vielen jetzt Infizierten die schlimmsten Fälle ins Krankenhaus müssen?  Christina Kunkel und Werner Bartens haben die Situation zusammengefasst – SZ-Plus.

Die mutmaßlich künftige Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP hat begonnen, ihre Lockerungspläne nachzubessern, damit Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen möglich bleiben. Aber das Dumme an der deutschen Gesundheitspolitik ist: Viele sind ein bisschen zuständig, verantwortlich ist keiner. Da gibt es ja nicht nur den Bund, sondern auch die Kommunen, die diversen Akteure des Gesundheitssystems, die ärztliche Selbstverwaltung und nicht zuletzt die für den Infektionsschutz formal zuständigen Länder. Und dort regieren Ministerpräsidenten wie Markus Söder (CSU). Vor einem Jahr gab er noch den harten Hund. Jetzt beklagt er wortreich, die Ampel-Parteien in Berlin ließen ihn nicht mehr durchsetzen, was nötig sei, obwohl er dieselben Möglichkeiten dazu hat wie 2020. Und Söder muss jetzt erklären, warum in Teilen Bayerns Menschen, die ins Krankenhaus müssten, abgewiesen werden.
Bleiben Sie gesund – seit Langem war dieser Wunsch nicht mehr so dringlich wie heute, nicht nur, was eine Corona-Infektion betrifft. „Flatten the curve“ – auch das sollten wir uns wieder in Erinnerung rufen. Kommen Sie gut durch den Tag!

Und ein zweiter Kommentar von Svenja FlaßpöhlerinHart aber fair“ – am 15.11.2021 – sie herrscht Plasberg an: „Sie haben ein völlig anderes Demokratieverständnis“. Plasberg spreche von Bürgern, wie von Kindern, auf die man Druck ausüben müsse. Das findet die Philosophin nicht angemessen – „Die Ungeimpften, das ist keine dumme Gruppe, die man in einen Topf werfen kann“ – der Bericht in der Welt dazu und auch Im SZ.

Eindeutig und klar ihr Statement:

  • „Die Ungeimpften, das ist keine dumme Gruppe, die man in einen Topf werfen kann. Man darf diese Menschen nicht kriminalisieren“.
  • „Wie wollen sie denn auf unserer Datenbasis eine Impfpflicht durchsetzen?“
  • Sie wirft Deutschland eine Top-Down Politik vor, die die Leute vertreibe. Das selbstständige Verhalten würde dabei Stück für Stück abtrainiert werden.
  • Politisches Versagen – Impfzentren geschlossen – Tests kostenpflichtig – Pflegesektor wurde nicht so umorganisiert bzw. umgebaut mit den Folgen:
    Kündigungen, 4000 Betten weniger etc. – siehe weiter unten.
  • Die Verantwortung für diesen Versagen wird nun auf die Ungeimpften übertragen!
  • Es gibt differenzierte Motive sich nicht impfen zu lassen.
OekoHuman ist klar und eindeutig auf der Seite von Svenja Flaßpöhler! In Punkten 3 bis 6 stimmen wir mit dem Epidemiologe Salman Zarka überein.
Anmerkung von mir: Jens Span ist Bankkaufmann.

Der ditte Kommentar: Wie Israel seine vierte Welle gebrochen hat!

Im ganzen Land gab es weniger als 1000 Neuinfektionen. Wenige Wochen später hatten sich die Fälle verzehnfacht, und Israel hatte eine der höchsten Inzidenzen weltweit. Trotzdem vermied das Land einen neuen Lockdown – und senkte die Zahl der Infizierten rapide. Im Interview erzählt Zarka, wie das gelang.

Ein Auszug aus dem Spiegel-Artikel, in acht Punkten.
1. Die Impfung schützt vor einem schweren Verlauf, aber sie bietet keinen hundertprozentigen Schutz. Also mussten wir uns anpassen.
2. Es gab auch bei uns viele Meinungen darüber: Was wird passieren, wenn wir das tun? Aber ich glaube, dass wir die letzte Welle dank der vier Millionen Israelis gebrochen haben, die unsere Strategie akzeptierten und sich für eine dritte Impfung entschieden.
3. Wir haben den sogenannten Grünen Pass wieder eingeführt, ein Impfzertifikat, das man an belebten Orten vorzeigen muss, wie im Restaurant oder im Kino. Wer ein negatives Testergebnis hat, kann einen temporären Grünen Pass bekommen, bei einigen Massenveranstaltungen haben wir entschieden, Ungeimpfte nicht hineinzulassen. Und die Menschen müssen wieder eine Maske tragen und Abstand voneinander halten.
4. Als die vierte Welle begann, gab es Stimmen, die forderten, dass Ungeimpfte ihre Behandlung selbst bezahlen sollen. Aber wir waren uns einig, dass das nicht ethisch wäre. Jeder, der erkrankt ist, muss behandelt werden. Außerdem besteht die Gefahr, dass man einen Boomerang-Effekt hat, wenn man Ungeimpfte zu sehr unter Druck setzt. Dann entschließen sie sich erst recht, sich nicht impfen zu lassen.
5. Wir entscheiden nach professionellen Kriterien, und aus virologischer Sicht kann ein PCR- oder Antigen-Test alle 24 Stunden vertretbar sein. Wer zum Beispiel mit älteren oder kranken Menschen arbeitet, muss geimpft sein oder sich regelmäßig testen lassen, um sicherzugehen, dass er oder sie nicht ansteckend ist. So wird das Risiko abgewogen gegen das Recht des Einzelnen. Man muss versuchen, eine Balance aus beidem zu finden.
6. SPIEGEL: Das heißt, Sie lehnen eine Impfpflicht ab?
Zarka: Wenn es die Tests nicht gäbe, müssten wir darüber nachdenken. Aber wir haben andere Möglichkeiten. Noch können wir abwarten und zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen abwägen.
7. Wir haben in Israel gesehen, dass die Impfung nach fünf Monaten nicht mehr wirksam war: Leute, die geimpft waren, wurden wieder schwer krank. Dasselbe sehen Sie in Ihrem Land. Ich nenne es deshalb nicht die dritte Impfung – sondern wieder die erste. Wenn man sie nicht anbietet, sind die Menschen ungeschützt. Und ich bin ehrlich: Ich weiß auch nicht, ob es die letzte Impfung sein wird. Vielleicht braucht man einen Booster, vielleicht zwei – Ehrlichkeit hilft!
8.
SPIEGEL: Wie bereitet Israel sich auf diesen Winter vor?
Zarka: Wir haben verstanden, dass das Virus nicht verschwinden wird. Nach der dritten Welle wurden zum Beispiel viele Menschen, die Coronatests durchgeführt haben, entlassen – nun bleiben mehr von ihnen im System. Wir brauchen die Manpower, um mindestens 500 schwer Erkrankte behandeln zu können. Und die Israelis müssen weiterhin in Innenräumen Masken tragen, und an vielen Orten den Grünen Pass vorzeigen.

Soweit unsere 8 Punkte, hier der Link zum vollständigen Artikel.

3. Resultat: Die Wähler wollten Freiheit, diese wurde ihnen vor und nach den Wahlen gegeben – Beispiel Glücksatlas.

Ist es möglich, daß sich Bund und Länder u.a. auch daran orientieren?
Umfrage: Deutschland ist sehr unglücklich –  10.11.2021.

Vor zwei Jahren waren die Deutschen so glücklich wie nie zuvor.  Heute ist es umgekehrt – das geht aus dem „Atlas of Happiness 2021“ hervor.

Die Neuauflage des Glücksatlas porträtiert Deutschland als reizbares Land mit einer Lebenszufriedenheit auf Rekordtief.  Das Glücksniveau im Jahr 2021 liegt mit 6,58 Punkten auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Studie, die 1984 begann.  Der bisherige Tiefstwert wurde 2004 (6,65 Punkte) in der Zeit hoher Arbeitslosigkeit erreicht. Noch im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, hat Deutschland seine Lebenszufriedenheit mit durchschnittlich 7,14 Punkten bewertet.  Das war damals ein Rekordniveau. Die Umfrage wurde von der Deutschen Post in Auftrag gegeben und vom Meinungsforschungsinstitut Allensbach mit über 8.400 Befragten durchgeführt. Die Befragung wurde im Zeitraum Januar bis Juni 2021 durchgeführt, während des Lockdowns und der Phase der Lockerung der Beschränkungen und der Erhöhung der Impfzahlen.

Glück und das Coronavirus:

Das Glück der Deutschen und die Pandemie hängen laut Recherchen eng zusammen.  „Je höher die Infektionsraten und je rigorosere Maßnahmen ergriffen werden, desto geringer ist die Zufriedenheit“, heißt es in dem Bericht.  Doch angesichts dieser Kürzungen erscheint der gefühlte Glücksverlust im Jahr 2021 sogar „relativ mild“.  „Die größte Unzufriedenheit wurde durch zu starke Einschränkungen verursacht, den größten Zuwachs an Zufriedenheit und Vertrauen gab es mit der Impfung“, sagt Bernd Raffelhueschen von der Universität Freiburg, leitender Forscher.

Freizeit, Familie, Kinder:

Besonders stark sank die Zufriedenheit mit der Freizeitgestaltung. Er fiel auf 5,0 Punkte, während er vor der Pandemie noch 7,21 Punkte betrug. Auch die Zufriedenheit mit dem Familienleben sank um minus 0,8 Punkte.  Die wiederholte Schließung von Schulen und Gemeindezentren in der Pandemie war den Autoren zufolge eine große Belastung für Familien. „In normalen Zeiten sind Kinder die Quelle des Glücks“, aber in Zeiten des Coronavirus kosten Kinder in der Grundschule ihre Eltern durchschnittlich 0,21 Punkte auf der Zufriedenheitsskala“, stellte die Studie fest.

Auch nach Berufsgruppen und Geschlecht gab es Unterschiede.  Am glücklichsten blieben die Beamten während der Pandemie (7,02 Punkte).
Frauen (6,56) waren unzufriedener mit dem Leben als Männer (6,72).

Im Osten wie im Westen:

Auffällig ist, dass sich die neuen und alten Bundesländer in Sachen Glück gleichgestellt haben. Laut Atlas of Happiness lag die Lebenszufriedenheit im Westen bei 6,61 Punkten und im Osten bei 6,51 Punkten.  Während dies für die Westdeutschen ein Rekordtief ist, bedeutet dies für die Deutschen in den neuen Bundesländern nur eine Rückkehr auf das Niveau von 2008. In den 1990er Jahren waren sie mit den schwierigen Folgen der Wiedervereinigung manchmal unzufriedener.

Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt:

Die glücklichsten Deutschen leben laut Atlas in Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt (beide 6,78 Punkte). Schleswig-Holstein gilt traditionell als Zufluchtsort für Glückspilze und lag bereits an der Spitze, während Sachsen-Anhalt ganz oben auf der Liste steht. Vor der Pandemie lag es noch auf dem 13. Platz. Allerdings sei nicht davon auszugehen, dass die Menschen in Sachsen-Anhalt durch die Pandemie glücklicher geworden seien, so die Autoren der Studie.  Vielmehr war der Rückgang des „Glücksniveaus“ nur geringer als anderswo. Am Ende der Liste steht Berlin.

Impfungen haben sich stark verändert:

Besonderes Augenmerk legt die Umfrage auf die Impfung gegen das Coronavirus. Viele Deutsche ziehen daraus mehr als nur Hoffnung. Fast 70 Prozent sind optimistisch und glauben, dass die Pandemie überwunden werden kann, wenn die Mehrheit der Bevölkerung geimpft ist. Der Impfstoff wird auch als „Spielregel“-Impfstoff bezeichnet. Er bewirkt „eine signifikante Steigerung des Glücks“ bei den Geimpften und erhöht die Lebenszufriedenheit um durchschnittlich 0,52 Punkte. Außerdem reduziert er den empfundenen Stress einer Coronavirus-Krise. Umgekehrt gilt für diejenigen, die sich nicht impfen lassen möchten, das Gegenteil.  „Sie sind um 0,62 Punkte unglücklicher in ihrem Leben als die Durchschnittsgesellschaft“ – erklärten die Autoren des „Atlas des Glücks.“


4. Impfen statt durch Infektion genesen – um 1., auf jeden Fall zu vermeiden – mehr erfahren im Artikel.

Mir fehlen zwar genaue Daten und Fakten, sowie dem RKI wohl auch, doch die Fragen könnten gestellt werden, damit die Daten- und Fakten-Lage zu einer besseren Kommunikation führen. Voraussetzung dafür ist auch eine bessere Koordination der politischen Kommunikation. Klar, daß es in den verschiedenen Bundesländern, verschiedene Sachzwänge gibt. Doch warum schaffen es z.B. die Helios-Kliniken https://www.helios-gesundheit.de/qualitaet/auslastung/ bessere Daten zu liefern und andere nicht?

Die vierte Corona-Welle hat Deutschland mit voller Wucht getroffen. Die Corona-Fallzahlen brechen nahezu täglich neue Rekorde. Doch das liege nicht nur an den Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, stellt der Berliner Virologe Christian Drosten klar. Er hält es für falsch, wenn derzeit von einer „Pandemie der Ungeimpften“ gesprochen wird. „Wir haben eine Pandemie, zu der alle beitragen – auch die Geimpften, wenn auch etwas weniger“, sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité gegenüber der Zeitung Die Zeit.

Corona: Drosten über sinkenden Verbreitungsschutz der Impfung: Doch woran liegt das? „Die Delta-Variante hat leider die Eigenschaft, sich trotz der Impfung zu verbreiten“, sagt Drosten. Schon nach zwei, drei Monaten beginne der Verbreitungsschutz der Impfung zu sinken. „Und wir haben ganz viele Menschen gerade in den relevanten Altersgruppen, die schon im Mai oder im Juni geimpft worden sind. Die verlieren jetzt allmählich ihren Verbreitungsschutz, und sie werden immer mehr.“

5. Professoren, wie Dr. John P. A. Ioannidis, haben wohl eher die Immunität durch Infektion im Sinn, da die Genesenen für sich einen besseren Immunschutz erzeugen – – weiterlesen im Artikel und ergänzend dazu der Artikel in der Welt: „John Ioannidis-Wissenschaft ist zu einer Waffe geworden”.

6. Gleichgültig, ob geimpft – genesen – getestet, alle drei können wieder das Virus übertragen. Die Getesteten – ohne Impfung – mit Vorerkrankung gehören zur höchsten Risiko-Gruppe.
Asplenie ist z.B. besonders vulnerabel gegenüber Infektionserregern.
Manche der Infektionen sind impfpräventabel. So gehören Impfungen zu den efektivsten Maßnahmen zur Vermeidung bestimmter viraler und bakterieller Infektionskrankheiten. Neben dem Individualschutz ist der Gemeinschafsschutz ein zentrales Element vieler Impfungen: Ab einer bestimmten Durchimpfungsquote in der Gesamtbevölkerung kann ein von Mensch zu Mensch übertragbarer Erreger nicht mehr in einer Population zirkulieren und im besten Fall eliminiert werden.

Von diesem Gemeinschafsschutz proftieren insbesondere Personen, die über keinen oder nur einen unvollständigen Impfschutz verfügen oder deren Impfschutz durch Immundefzienz oder Immunsuppression (z.B. iatrogen) eingeschränkt ist. Dies betrifft Personen, bei denen sowohl der bestehende Impfschutz als auch die Impfefektivität neu durchgeführter Impfungen durch die zugrundeliegende Erkrankung und/oder Terapie
eingeschränkt sein können. Dies gilt nicht nur für PatientInnen mit onkologischen Erkrankungen unter entsprechender Terapie, sondern besteht teilweise auch noch nach abgeschlossener Behandlung, sowie bei PatientInnen mit hämatologischen Erkrankungen und begleitender funktioneller Asplenie, bei Personen mit anatomischer Asplenie und nach Stammzell- oder Organtransplantation. Letztere Personengruppe ist aufgrund der kontinuierlichen immunsuppressiven Terapie dauerhaf als immunsupprimiert anzusehen – mehr dazu.

7. Wie könnte nun der Weg der „Goldenen Mitte“ organisiert werden?
a) Für mich wäre ein erster wesentlicher Schritt klar zu trennen zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem nachhaltigen Wohl aller Bürger.
b) Nachweislich ist die heutige Lage darauf zurückzuführen, wie auch zu Beginn der Pandemei, das ungeimpfte mit Vorerkrankungen ins Krankenhaus und ggf. auf die Intensivstation müssen. Wieviel Verstorbene zu dieser Gruppe gehören, konnte ich nicht recherchieren, doch meine wenigen Informationen weisen ebenfalls auf Vorerkrankungen, gleichgültig welchen Aters darauf hin.
c) Verhältnis von aktiv Infizierten und denjenigen, die auf die Intensivstation müssen – 0,693%.

4,99 Mio. gesamt        424.400               4,47 Mio.               97.617.
Infizierte gesamt    aktiv infiziert    wieder gesund        gestorben – Aktuelle Zahlen – SZ und im SPIEGEL.

Für mich sprechen die Zahlen für sich.

d) Für mich ist eindeutig „Ungeimpfte” mit Vorerkrankungen sind die maßgebliche Risikogruppe. Alle anderen „Ungeimpften” erkranken auch, doch sind diese in Qurantäne zu Hause. So ist mein Wunsch, klarer und differenzierte zu unterscheiden – wer muß ins Krankenhaus und wer davon muß auf die Intensiv-Station verlegt werden.
e) Genesene sind Genesene, gleichgültig, ob die Genesenen registriert sind oder nicht. Genesene haben spezifische Antikörper, die nur nach einer Corona-Infektion entstehen.
f) Die Antikörper lassen mit der Zeit nach, doch das Immun-Gedächtnis wird automatisch wieder die Antikörper „hochfahren”, wenn eine neue Infektion den Körper erreicht.
g) Traue keiner Statistik, die du nicht selbst beeinflußt hast!

Demnach sind Kinder bis 13 Jahre mit ca. 11 Mio. in dieser Statistik vertreten. Dieser Zahl stehen ca. 15 Mio. Ungeimpfte gegenüber. 5 Mio. Menschen waren infiziert. 4,77 Mio. sind Genesen und ca. 100` verstorben. Wieviel Impfgegner bleiben übrig, wenn ich alles zusammenrechne?
Ist dann die Pandemie der Ungeimpften durch die Kinder bis 12 Jahre verursacht?

Ein Artikel aus der NZZ, als Zusammenfassung einer lückenhaften Information-Politik:

Genesen statt geimpft: Was wir zum natürlichen Corona-Schutz unseres Körpers wissen – und wie Regierungen dieses Wissen berücksichtigen.

Nicht nur Impfungen, auch natürliche Infektionen mit Sars-CoV-2 schützen nach der Gesundung vor einer neuerlichen Infektion mit dem Virus. Doch Genesene sind nur auf Zeit vom Druck der Corona-Massnahmen befreit. Dabei deutet vieles darauf hin, dass gerade sie den besten Schutz geniessen. Nach einer Infektion mit dem Corona-Virus dürfen Sie sich nur ein halbes Jahr lang auf ihr Immunsystem verlassen: So lautet die derzeit gültige, offizielle Annahme der Gesundheitsbehörden vieler Länder. Mit gravierenden Folgen für Hunderttausende von Betroffenen allein in der Schweiz. Schliesslich bestimmt diese Annahme auch die Regeln für den Umgang mit Genesenen.
Von einer Gleichbehandlung mit Geimpften kann dabei keine Rede sein: Die Schweiz, aber auch beispielsweise Deutschland, stellen Genesene schlechter als Geimpfte. So nimmt man aktuell für die Impfung einen Infektionsschutz für die Dauer von mindestens acht bis zwölf Monaten an. Genesenen empfiehlt man hingegen, sich bereits nach etwa sechs Monaten ebenfalls impfen zu lassen. Bei einer einfachen Empfehlung bleibt es dabei nicht. Wer dieser nämlich nicht folgt, verliert seinen Sonderstatus. Mit anderen Worten: Genesene Impfverweigerer fallen nach einem halben Jahr automatisch zurück in die Masse der Ungeimpften (mehr dazu unten).
Umso bemerkenswerter ist es, dass das bisherige Bild vom natürlichen Corona-Schutz unseres Körpers nun bröckelt – und sich womöglich ins Gegenteil verkehrt. Die Corona-Taskforce des Bundes geht jetzt jedenfalls davon aus, dass Genesene länger gegen Corona immun sind als bisher angenommen. Sie stützt sich dabei in einem neuen wissenschaftlichen Update auf eine Studie aus Israel. Derzufolge ist das Risiko für eine Durchbruchsinfektion bei Genesenen ohne Impfung nur halb so gross wie bei Personen, die vor sechs Monaten zum zweiten Male mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech geimpft wurden (andere Impfstoffe wurden nicht untersucht).
Konkret untersuchten die israelischen Forscher jüngere Personen unter 65 Jahren ohne Hinweise für eine Immunschwäche. Eine überstandene Sars-Cov-2-Infektion gebe diesen nicht nur einen langanhaltenden, signifikanten Schutz gegen eine Infektion mit Wildtyp Alpha oder Delta, so die Forscher. Sie wiesen demnach auch ein geringeres Risiko für eine symptomatische Infektion oder eine Hospitalisation auf als Geimpfte.

Genesene nach 18 Monaten bis zu siebenfach besser geschützt als Geimpfte nach 6 Monaten.

Frühere Studien aus Israel deuteten bereits auf eine deutlich verminderte Schutzwirkung des Pfizer/Biontech-Impfstoffes einige Monate nach der Impfung hin. Die neuen Daten widerlegen dies nicht. Vielmehr zeichnet sich ab, dass auch und gerade auf längere Sicht eine überstandene Infektion deutlich besseren Schutz im Vergleich zur Impfung bietet: So seien Genesene, deren Infektion bis zu 18 Monate zurückliegt, noch immer sechs- bis siebenfach besser gegen die Delta-Variante geschützt als Menschen, die sechs Monate zuvor mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech geimpft wurden.
So eindeutig die Tendenzen zu sein scheinen, so bleibt doch festzuhalten, dass die neue Studie aus Israel fast ausschliesslich Daten zu Impfdurchbrüchen und Reinfektionen mit der Delta-Variante berücksichtigt. Diese dominierte in Israel ab Juni; so wie dies nun auch in der Schweiz der Fall ist. Zudem wurde die Studie noch nicht von anderen Wissenschaftern begutachtet. Sie sei deshalb nicht als Leitfaden für ärztliche Entscheidungen im klinischen Alltag geeignet, wie die beteiligten Wissenschafterinnen und Wissenschafter selbst festhalten.
Eine ebenfalls erst vor kurzem veröffentlichte britische Studie kommt darüber hinaus zum Ergebnis, dass der Immunschutz bei Geimpften und Genesenen nach sieben Monaten ähnlich hoch sei. Eine dänische Studie wiederum hatte bei Genesenen nach sechs Monaten einen Schutz vor einer Reinfektion von lediglich 47.1 Prozent bei über 65-Jährigen und 80.5 Prozent bei Jüngeren ergeben. Da diese Studie bereits etwas älter ist, wurde dabei allerdings weder die Delta-Variante untersucht, noch konnte ein Vergleich zu Geimpften gezogen werden.
So bleibt unklar, wie sich die abweichenden Ergebnisse erklären lassen, zumal auch die britische Studie noch nicht begutachtet wurde. Dennoch lautet das Fazit der Corona-Taskforce, eine früher durchgemachte Sars-CoV-2 Infektion vermittele einen «lang anhaltenden, signifikanten Schutz gegen eine Infektion mit Wildtyp, Alpha oder Delta». Dies zumindest bei Personen unter 65 Jahren, bei denen keine Hinweise auf eine Immunschwäche vorliegen.

Risiken bei natürlicher Infektion deutlich höher als bei Impfung.

Fest steht gleichzeitig, und so sehen es auch die israelischen Experten, dass eine Impfung grundsätzlich einer natürlichen Infektion vorzuziehen ist und bleibt. Dies wegen der Risiken, die mit einer Erkrankung einhergehen und um ein Vielfaches höher sind als bei einer Impfung. So hat die natürliche Infektion ein sehr viel höheres Todesrisiko, insbesondere für ältere Menschen oder solche mit Vorerkrankungen. Auch Fälle von «Long Covid», also Langzeitschäden nach einer Infektion, sind bis anhin nur nach einer Infektion aufgetreten, jedoch nicht nach einer Impfung.

Umgang mit Genesenen in der Schweiz und Deutschland.

Für das Gesundheitssystem spielen mögliche Langzeitfolgen von Corona derzeit nur eine untergeordnete Rolle. Im Vordergrund stehen die akute Versorgung Schwerkranker und die Vermeidung von Ansteckungen. Hinzu kommt, dass verlässliche Erkenntnisse insbesondere zu den langfristigen Folgen einer Corona-Erkrankung bislang kaum verfügbar sind. Die meisten Staaten berücksichtigen somit zwar den natürlichen Immunschutz Genesener in ihrer Corona-Politik. Doch dies bislang nicht sehr differenziert. So geniessen Genesene meist einfach denselben Status wie (doppelt) Geimpfte. Dabei beschränkt sich die Laufzeit für diesen Sonderstatus häufig auf lediglich etwa ein halbes Jahr. Nur wer sich nach der Erkrankung zusätzlich einmal impfen lässt, verlängert seinen Freifahrtsschein.

Achtung: Wer die durchgemachte Erkrankung nicht nachweisen kann, weil er oder sie keinen Covid-19-Test gemacht hat, erhält kein Zertifikat für Genesene.

Ähnlich verfährt Deutschland. Als genesen gilt hier, wer ein positives PCR-Testergebnis vorweisen kann, das mindestens 28 Tage aber höchstens 6 Monate zurückliegt. Personen, die nachweislich an Covid-19 erkrankt waren und zudem nachweislich eine Impfdosis erhalten haben, gelten als vollständig Geimpfte. Anders als bei Letzteren muss die Impfung jedoch nicht 14 Tage zurückliegen, sondern ist umgehend gültig – den gesamten Artikel lesen.

Mehr intelligente Toleranz, verbunden mit Kern-Informationen für ALLE. So könnte auch Glück, durch klare und differenzierte Berichterstattung, entstehen, zum Wohle aller. Nun kann ich mich irren, doch hier wünsche mir klare Daten und Fakten, damit ich meinen Irrtum einsehen kann!

Ihnen einen schönen Sonntag, bis in 14 Tagen. In der Zwischen-Zeit wünschen wir Ihnen gute Gedanken, mit Mut und Weisheit zur genauen, richtigen und guten Lücke für Sie und ihre Familie.

Ihr

Jörg Adam Leo Schallehn

Vorstand

 

 

 

 

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