Spektrum der Neuro-Diversität.

Grundsätzlich werden alle Geschöpfe als Original (SELBST) geboren, wie die DNA belegt, und darüber hinaus beim Menschen, sind es die Fingerabdrücke und die Iris.
Wenn dem so ist, ist Autismus eine Störung des SELBST und das feine innere „Immun-System” wehrt sich. Das kollektive Immunsystem des AUßEN reagiert und diagnostiziert „Krankheit”. Somit stellt sich die Frage nach Toleranz und wie es zur Versöhnung beider Ansichten kommen kann – OeHu = Marken-Bildung.

Die derzeitige Sicht-Weise!

Autismus (von altgriechisch αὐτός autós „selbst“) ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung. Diese tritt in der Regel vor dem dritten Lebensjahr auf und zeigt sich in mindestens einem der folgenden drei Bereiche:

  • Probleme beim wechselseitigen sozialen Umgang und Austausch (etwa beim Verständnis und Aufbau von Beziehungen)
  • Auffälligkeiten bei der sprachlichen und nonverbalen Kommunikation (etwa bei Blickkontakt und Körpersprache)
  • eingeschränkte Interessen mit sich wiederholenden, stereotyp ablaufenden Verhaltensweisen

Betroffene Individuen werden als Autisten oder als autistisch bezeichnet. Aufgrund ihrer Einschränkungen benötigen viele autistische Menschen – manchmal lebenslang – Hilfe und Unterstützung. Autismus ist unabhängig von der Intelligenzentwicklung, jedoch gehört Intelligenzminderung zu den häufigen zusätzlichen Einschränkungen. Trotz umfangreicher Forschungsanstrengungen gibt es derzeit keine allgemein anerkannte Erklärung der Ursachen autistischer Störungen.

Im deutschsprachigen Bereich wird im derzeit gültigen Klassifikationssystem ICD-10-GM zwischen verschiedenen Autismusformen unterschieden (etwa frühkindlicheratypischer Autismus. Das  Kanner-Syndrom beispielsweise wurde zu einem festen Begriff in der Literatur sowie das Asperger-Syndrom). Das DSM-5 und die ICD-11 (WHO-Fassung gültig seit Januar 2022) hingegen enthalten keine Subtypen mehr und sprechen nur noch von einer allgemeinen Autismus-Spektrum-Störung (ASS; englisch autism spectrum disorder, kurz ASD). Grund für diese Änderung war die zunehmende Erkenntnis in der Wissenschaft, dass eine klare Abgrenzung von Subtypen (noch) nicht möglich ist – und man stattdessen von einem fließenden Übergang zwischen milden und stärkeren Autismusformen ausgehen sollte.

Der Schweizer Psychiater Eugen Bleuler prägte den Begriff Autismus um 1911 im Rahmen seiner Forschungen zur Schizophrenie. Er bezog ihn ursprünglich zunächst nur auf diese Erkrankung und wollte damit eines ihrer Grundsymptome beschreiben – die Zurückgezogenheit in eine innere Gedankenwelt. Bleuler verstand unter Autismus „die Loslösung von der Wirklichkeit zusammen mit dem relativen oder absoluten Überwiegen des Binnenlebens.“ (Originalzitat)

Sigmund Freud übernahm die Begriffe „Autismus“ und „autistisch“ von Bleuler und setzte sie annähernd mit „Narzissmus“ bzw. „narzisstisch“ gleich  – als Gegensatz zu „sozial“. Die Begriffsbedeutung wandelte sich mit der Zeit von „dem Leben in einer eigenen Gedanken- und Vorstellungswelt“ hin zu „Selbstbezogenheit“ in einem allgemeinen Sinne.

Diagnose-Entstehung.

Hans Asperger und Leo Kanner nahmen den Autismus-Begriff dann auf (siehe historische Literatur), möglicherweise unabhängig voneinander. Sie sahen in ihm aber nicht mehr nur ein einzelnes Symptom (wie Bleuler), sondern versuchten damit gleich ein ganzes Störungsbild eigener Art zu erfassen. Sie unterschieden dabei Menschen mit Schizophrenie, die sich aktiv in ihr Inneres zurückziehen, von jenen, die von Geburt an in einem Zustand der inneren Zurückgezogenheit leben. Letzteres definierte nunmehr den Begriff „Autismus“.

Kanner fasste den Begriff „Autismus“ eng, was im Wesentlichen dem heute sogenannten frühkindlichen Autismus entsprach (daher: Kanner-Syndrom). Seine Sichtweise erreichte internationale Anerkennung und wurde zur Grundlage der weiteren Autismusforschung. Die Veröffentlichungen Aspergers hingegen beschrieben „Autismus“ etwas anders und wurden zunächst international kaum wahrgenommen. Dies lag zum einen an der zeitlichen Überlagerung mit dem Zweiten Weltkrieg und zum anderen daran, dass Asperger auf Deutsch publizierte und man seine Texte jahrzehntelang nicht ins Englische übersetzte. Hans Asperger selbst nannte das von ihm beschriebene Syndrom „Autistische Psychopathie“. Die englische Psychiaterin Lorna Wing (siehe historische Literatur) führte seine Arbeit in den 1980er Jahren fort und verwendete erstmals die Bezeichnung Asperger-Syndrom. Internationale Bekanntheit erlangten die Arbeiten Aspergers aber erst ab 1990.

Der andere Blick von Jim Sinclair, den OeHu teilt.

„Autisten sollen im Wachsen und Entwickeln auf dem Weg zu kompetenteren autistischen Menschen unterstützt werden, anstatt sie zu nicht autistischen Personen machen zu wollen“.

Autisten sind holistische Wesen, die die feinere universelle Energie fühlen, spüren und empfinden. Sie sind SUCHER der Detail-Logik, die hinter diesen Gefühlen verborgen ist. Autisten streben danach, ihren Finger-Abdruck zu leben, ihre Einzigartigkeit und Einmaligkeit , das nicht in das Korsett des sogenannten Normalen paßt – OeHu.

Besondere Persönlichkeit.

Dieser Satz hat mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt. Er hat meine Auffassung von Menschen aus dem autistischen Spektrum nachhaltig verändert. Autistische Menschen möchten durchaus lernen, sich in der nicht-autistischen Welt zurechtzufinden. Dafür benötigen sie allerdings ein geeignetes Instrument, welches ihnen Orientierung bietet. Individuelle Hilfestellung ist hierbei unerlässlich. Durch abgestimmte Förderungen, sowie langfristiger Begleitung betroffener Familien lässt sich die Zukunft aller Beteiligten zufrieden gestalten.

Autismus ist nichts Bedauerliches oder Schlimmes; vielmehr ist es die Verachtung durch die Gesellschaft, sowie das fehlende Wissen der Mitmenschen über ASS, das Autisten den Alltag stark erschweren kann. ASS umfassen die ganze Person. Es ist eine besondere Weise zu denken, zu handeln und zu leben und von dieser authentischen Lebensweise können Nicht-Autisten eine Menge lernen. Ehrlichkeit, Direktheit, ausgezeichnetes Erinnerungsvermögen oder Detailbetrachtung sind nur wenige der zahlreichen Stärken, die ein Autist intuitiv beherrschen kann, ein Nicht-Autist aber nicht.

In unserer westlichen Welt wenden die Menschen oftmals viel Zeit dafür auf, sich auf bestimmte Weise zu verhalten, um einer vermeintlichen Ideal-Vorstellung zu entsprechen. Sie setzen situativ Masken auf, um ihre Rollen je nach Kontext  perfekt zu erfüllen. Damit erhoffen sie sich, von anderen gemocht, gebraucht oder bewundert zu werden – alles zwischenmenschliche Bedürfnisse. Dafür sind sie manchmal auch bereit, zu lügen oder gar Freunde zu hintergehen – in der Hoffnung, sich in der sozialen Hierarchie oder vor sich selbst besser zu positionieren als andere.

Viele sozialen, ungeschriebenen Konventionen, wie man sich in der Gesellschaft und im täglichen Miteinander verhalten soll, erschließen sich NTs (= neurotypische Nicht-Autisten) durch wiederholte Erfahrungen automatisch. Sie beobachten von Klein auf, wie man sich in der Öffentlichkeit benehmen soll, wann es angebracht ist zu lächeln oder eben nicht oder warum gewisse Gesprächsthemen nicht mit Jedermann diskutiert werden sollen. Dadurch funktioniert das gesellschaftliche Zusammenleben und es hilft den Menschen, ihre scheinbar perfekte Welt aufrecht zu erhalten, nicht anzuecken und ihren täglichen Kampf, um Anerkennung weiterzuführen. Doch was, wenn es nicht gelingt, diese ungeschriebenen Regeln intuitiv zu erfassen? Was, wenn keine Masken zur Verfügung stehen oder ein Mensch diese nicht anziehen möchte, weil er lieber zu jeder Zeit sich selbst sein will? Wenn zwischenmenschliche Beziehungen zwar bedeutsam, aber nicht alles beherrschend sind? Dann befinden wir uns im autistischen Spektrum. Gelingt es den Mitmenschen, Autismus als besondere Form der menschlichen Persönlichkeit anzuerkennen und gegenseitig die Eigenschaften des anderen zu tolerieren, kann eine Annäherung beider Seiten erfolgen, wodurch sich beide bereichern und voneinander lernen können.

Berühmte Persönlichkeiten.

Einige bedeutsame Persönlichkeiten der Vergangenheit, wie auch gegenwärtige Berühmtheiten zeigen Auffälligkeiten, die auf eine Autismusspektrumstörung schließen lassen. So sind sich Fachleute einig, dass der weltbekannte Physiker Albert Einstein vermutlich an Asperger Syndrom litt. In Gesprächen konnte sich Einstein nur unzureichend verständlich ausdrücken. Vorlesungen, die Einstein gehalten hatte, seien Berichten zufolge sehr wirr oder sogar unsinnig gewesen. Auch der extzentrische Physiker Isaac Newton war nach Meinung von Wissenschaftlern ein Mensch mit autistischen Zügen. Newton interagierte kaum mit seinen Mitmenschen, hielt angeblich Vorträge in leeren Sälen und sei mit seinen wenigen Freunden forsch umgegangen. Der dritte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Thomas Jefferson, war angeblich ebenfalls ein Mann mit Autismus. Überdurchschnittlich viele Personen in Technologieunternehmen zeigen autistische Auffälligkeiten, insbesondere in den Bereichen Mathematik, Wissenschaft und IT. Der Microsoft-Gründer Bill Gates und sogar der erfolgreiche Regisseur und Filmproduzent Steven Spielberg könnten mit gewissen Persönlichkeitsmerkmalen im Bereich des autistischen Spektrums angesiedelt werden.

Bekannte Asperger Persönlichkeiten:

Axel Brauns → Peter Schmidt → Nicole Schuster → John Elder Robinson → Luke Jackson → Jerry Newport → Daantjie Badenhorst → Raymond Thompson → Liane Holliday Willey → Caiseal Mór → Hikari Ōe → Dylan Scott Pierce → Jason McElwain → Tito Mukhopadhyay → Matt Savage → Birger Sellin → Henriett Seth-F. → Mark Boerebach → Owen Walker → Peter Tork → Lewis Schofield → Christine Preißmann → Heike Frank → Noel Petok → Carl Söderholm →  Sabine Kiefner → Ari Ne’eman → Michelle Dawson → Jim Sinclair → Joshua Muggleton → Amanda Baggs → Jaylen Arnold.

Listen mit Menschen, über die spekuliert wird, dass sie Autisten sind oder gewesen sein könnten, gibt es viele. Namen wie:

Bill Gates → Ludwig Wittgenstein →  Sokrates → Andy Warhol → Glenn Gould → Isaac Newton → Immanuel Kant →
Vincent van Gogh → H.C. Andersen → Antoni Gaudí → Erik Satie → Béla Bartók → Samuel Beckett →
Syd Barrett [Pink Floyd] → Marie Curie → Paul Dirac [Physiker]  Alfred Kinsey → Nikola Tesla → Lewis Carroll →
Hermann Hesse → James Joyce → Bertrand Russell → Spinoza → Henry Ford → Paul Robeson → Wassily Kandinsky →
Alan Turing → Paul Erdős  → Barbara McClintock → Ted Kaczynski  Stanley Kubrick → Courtney Love → Nico →
Piet Mondrian → J. M. W. Turner → Archimedes → Carl Friedrich Gauss → Kurt Gödel → Herman Melville [Moby Dick] →
George Orwell → Charles Richter  → Emily Dickinson → Arthur Conan Doyle [Sherlock Holmes] → Anton Bruckner →
Grigori Perelman → Henri Poincaré → Gordon Brown → Charles de Gaulle → Karl XII. von SchwedenAnthony Hopkins
Phillip II. von Spanien → Tim Burton → Hans Asperger → Leo Kanner → Bobby Fischer → Keanu Reeves.


Es braucht eine Autismus-Kultur. Weil der Mensch als Autist geboren wird!

Der Mensch kommt mit der Fähigkeit auf die Welt zu lernen, wie man individuelle sein TRAUM träumt. Doch die Menschen, die vor uns gelebt haben, lehren uns, so zu träumen, wie es die Gesellschaft tut, so daß jeder Menschen seinen Traum in die kleinste Ecke ablegt. Der äußere Traum hat so viele Regeln, daß, sobald ein neues Menschenwesen geboren wird, die Aufmerksamkeit des Kindes in Beschlag genommen und seinem Geist werden diese Regeln aufoktroyiert. Der äußere Traum benutzt Mutter und Vater, die Schulen und Religion, um uns zu lehren, wie man träumt.  Aufmerksamkeit ist die uns eigene Fähigkeit, zwischen dem Wichtigen und Unwichtigen zu unterscheiden und uns nur auf das zu fokussieren, was wir wahrnehmen wollen.

Wir können Millionen Dinge gleichzeitig wahrnehmen, doch indem wir unsere Aufmerksamkeit benutzen, holen wir alles, was wir wahrnehmen wollen, in den Vordergrund unseres Geistes. Die Erwachsenen in unserer Umgebung haben unsere Aufmerksamkeit absorbiert und unseren Geist mit Informationen angefüllt.  Auf diese Weise haben wir alles gelernt, was wir wissen. Indem wir unsere Gabe der Aufmerksamkeit benutzten, erlernten wir eine umfassende Wirklichkeit, einen vollständigen Traum. Wir lernten, wie man sich in der Gesellschaft verhält: was man glauben soll und was nicht; was akzeptabel ist und was nicht; was schön und was hässlich ist; was richtig und was falsch ist. Es war all das schon vorgegeben – all das Wissen, all diese Regeln und Konzepte darüber, wie man sich in der Welt verhalten soll.

Die Erwachsenen in unserer Umgebung haben unsere Aufmerksamkeit absorbiert und unseren Geist mit Informationen angefüllt.  Auf diese Weise haben wir alles gelernt, was wir wissen. Indem wir unsere Gabe der Aufmerksamkeit benutzten, erlernten wir eine umfassende Wirklichkeit, einen vollständigen Traum. Wir lernten, wie man sich in der Gesellschaft verhält: was man glauben soll und was nicht; was akzeptabel ist und was nicht; was schön und was hässlich ist; was richtig und was falsch ist. Es war all das schon vorgegeben – all das Wissen, all diese Regeln und Konzepte darüber, wie man sich in der Welt verhalten soll. Als wir noch in der Schule waren, saßen wir auf einem Stuhl und richteten Ihre Aufmerksamkeit auf das, was der Lehrer und beibrachte. Wenn wir in die Kirche gingen, hörten Sie aufmerksam zu, was der Priester oder Pfarrer uns erzählte. Die Dynamik ist die gleiche wie im Umgang mit den Eltern und Geschwistern:  Alle versuchten, Ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Darüber hinaus lernen wir, die Aufmerksamkeit anderer Menschen zu erregen, und wir entwickeln ein Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, das einen sehr ehrgeizigen Charakter annehmen kann. Kinder buhlen um die  Aufmerksamkeit ihrer Eltern, Lehrer und Freunde. »Schau mich an! Schau, was ich tue! Hallo, hier bin ich!« Das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit (Minder-Wertigkeit-Komplex) wird immer stärker und setzt sich bis ins Erwachsenenalter und unserem Tod fort. Der äußere Traum vereinnahmt unsere ganze  Aufmerksamkeit und lehrt uns, was wir glauben sollen, angefangen mit der Sprache, die wir sprechen. Sprache ist der Kodex für Verständnis und Kommunikation zwischen den. Menschen. Jeder Buchstabe, jedes Wort in Jeder Sprache ist eine Vereinbarung, ein Versprechen in mit der Sicherheit, dass es gehalten wird.

Wir nennen das, was Sie gerade lesen, eine Seite in einem Buch; das Wort Seite ist eine Vereinbarung, die wir verstehen. Wenn wir erst einmal den Kodex verstehen, ist unsere  Aufmerksamkeit darauf fixiert, und diese Energie überträgt sich von einer Person auf die andere. Wir haben unsere Religion lediglich indirekt selbst gewählt, um die Ethik und moralischen Wertvorstellungen in uns zu überprüfen.  Als Kinder hatten wir nicht die Gelegenheit, uns unsere Glaubenssätze selbst auszusuchen, doch waren wir mit der Information einverstanden, die uns andere Menschen vom Traum des Planeten weitergegeben hatten. Die einzige Möglichkeit, Information zu speichern, ist durch eine Vereinbarung.

Vom Minder-Wertigkeit-Gefühl zum Minder-Wertigkeit-Komplex
und einem Pseudo-Selbst-Wert-Gefühl.

Der äußere Traum mag unsere Aufmerksamkeit fixieren, doch wenn wir ihm nicht zustimmen, speichern wir die uns übermittelte Information nicht ab. Sobald wir aber einverstanden sind, glauben wir daran, und das nennt man Vertrauen. Vertrauen zu haben heißt, bedingungslos zu glauben. Solange wir Kinder sind, lernen wir auf diese Weise. Kinder glauben alles, was Erwachsene sagen. Wir stimmen mit ihnen überein, und unser Vertrauen ist so allumfassend, daß das entsprechende Glaubenssystem unseren ganzen Lebenstraum kontrolliert. Wenn wir gegen die Regeln verstießen, wurden wir bestraft; verhielten wir uns den Regeln entsprechend, bekamen wir eine Belohnung. Wir wurden jeden Tag viele Male bestraft, und wir wurden auch jeden Tag viele Male belohnt. Es dauerte nicht lange, und wir hatten Furcht/Angst vor Strafe und auch davor, keine Belohnung zu bekommen.

Die Belohnung ist die Aufmerksamkeit, die uns von unseren Eltern oder von anderen Menschen, wie zum Beispiel unseren Geschwistern, Lehrern und Freunden, zuteilwurde. Bald entwickelten wir dann ein Bedürfnis, die Aufmerksamkeit anderer Menschen auf uns zu ziehen, tun die Belohnung zu erhalten. Die Belohnung gibt uns ein gutes Gefühl, und wir fahren fort, Dinge zu tun, die andere von uns erwarten, damit wir dafür belohnt werden. Mit der Furcht/Angst vor Strafe und der Furcht/Angst, keine Belohnung zu bekommen fangen wir an, so zu tun, als seien wir jemand, der wir in Wirklichkeit nicht sind, nur um anderen zu gefallen, nur um für jemand anderen gut genug zu sein.

So bauen der Mensch aus Wir versuchen, Mama und Papa zu gefallen; wir versuchen, den Lehrern in der Schule zu gefallen; wir versuchen, der Kirche zu gefallen; und auf diese Weise fangen wir an, unecht (Pseudo-Selbst-Wert-Gefühl) zu werden, eine Rolle zu spielen. Wir tun so, als seien wir jemand, der wir nicht sind, weil wir Furcht/Angst davor haben, zurückgewiesen zu werden. Die Furcht/Angst vor Zurückweisung wird zur Furcht/Angst davor, nicht gut genug zu sein. Und schließlich werden wir jemand, der wir nicht sind. Wir werden zu einer Kopie von Mamas Erwartungen, Papas Glaubenssätzen, den Glaubenssätzen der Gesellschaft und denen der Religion.  Alle unsere persönlichen Neigungen gehen im Prozess der Domestizierung verloren – nach Ruiz Don Miguel: „Die Vier Versprechen”.