Enneagramm | OekoHuman


Relativität ist das zentrale Stichwort, um das Enneagramm
effektiv und effizient zu nutzen


verbunden mit dem Enneagramm sind Dienstleistungen:

RelativitätGÜTETUNSinnVernunftDynamikSIEBENPartkdolg-Pflicht-DutyGELDReflektionNeugierS.E.X.AnamnesisHermetikGewissenWahrheitControllingProfitumLoyalitätWundern



Geschichte

Die Wurzeln vom Enneagramm sind bis heute unbekannt.
Manche Vertreter von Lehren, die das Enneagramm verwenden, gehen von einem antiken Ursprung aus, wobei es über den Kulturkreis verschiedene Spekulationen gibt. Vermutungen zufolge wurde das Enneagramm vom Sufismus (islamischer Mystik) überliefert.[2] Manche Vertreter sehen etwa in den „Hauptlastern“ (Todsünden) der Wüstenväter oder den Entwicklungsstufen bei Evagrius Ponticus, einem christlichen Mystiker des 4. Jahrhunderts, Parallelen zu den Ansätzen vom Enneagramm. Solche Parallelen können als Vorstufen vom Enneagramm betrachtet werden.

Die heutige Form vom Enneagramm wurde von Georges I. Gurdjieff entwickelt; er stellte es 1916 zunächst einigen Schülern, insbesondere P. D. Ouspensky, vor. Es ist auch das Jahr der ersten belegten Verwendung des Wortes „Enneagramm“. Gurdjieff habe das System auf seinen zahlreichen Reisen gefunden oder entwickelt; genauere Quellen können nicht rekonstruiert werden. Dieses System verknüpft, im Rahmen der von ihnen vorgestellten Lehre des Vierten Weges, das darin dargelegte Oktaven-Gesetz  – „Gesetz der Sieben„, als Prozeß-Grundlage vom Gesetz der Drei, der Triade. Hierbei wird das Enneagramm auch als ein prozessorientiertes Werkzeug zur Selbstentwicklung beschrieben, nicht aber als Symbolisierung verschiedener Persönlichkeitstypen.


Das Symbol

Geometrie und Numerik

Das Enneagramm-Symbol ist eine in einen Kreis eingeschriebene neuneckige Figur, welche sich aus einem gleichseitigen Dreieck und einer sechseckigen Figur zusammensetzt:


Dabei werden die neun Ecken im Uhrzeigersinn nummeriert, beginnend mit der rechten oberen Ecke der sechseckigen Figur. Die sich somit aus den Linien der sechseckigen Figur ergebende Zahlenfolge weist einen mathematischen Bezug auf: Teilt man eine natürliche Zahl (die selbst kein Vielfaches von 7 ist) durch 7, enthalten die Nachkommastellen stets die periodische Ziffernfolge 142857 (zyklische Zahl der Generatorzahl 7).

Ein weiterer Zusammenhang besteht mit der Produktfolge der Multiplikation natürlicher Zahlen von 1 bis 9 mit der 9, wobei die beiden Ziffern der Produkte jeweils auf der linken und der rechten Seite vom Enneagramm stehen, beginnend mit 9·9 = 81 bis 6·9 = 54. Dann vertauschen sich die Ziffern, sodass 5·9 = 45, bis 2·9 = 18 und schließlich oben 1·9 = 9 verbleibt.

Deutung

Der figürliche Aufbau vom Enneagramm kann folgendermaßen interpretiert werden: Der Kreis steht für die eine umfassende göttliche Natur, auch für die Essenz des Lebens und die Vollkommenheit. Das Dreieck steht für das Nicht-Duale, die Dreifaltigkeit, These – Antithese – Synthese, bzw. Erschaffendes/Vernichtendes/Verbindendes oder Positiv/Negativ/Neutral. Demgegenüber steht das Sechseck für das Nicht-Vollkommene, Chaotische. Es wird aber auch als die Materialisation einer Idee, eines abstrakten Prinzips (arab. wham) beschrieben. Darüber hinaus können weitere Figuren als Sub-Symbole aus dem Enneagramm abgeleitet werden, mit ihren Entsprechungen. So z. B. das Fünfeck, das aus der Figur des inneren Rands der sechseckigen Figur entsteht, wenn zusätzlich die Ecken Fünf und Vier verbunden werden. Es kann mit den Fünf Elementen assoziiert werden.
Zwischen den Punkten Vier und Fünf ergibt sich die größte Entfernung von zwei nebeneinanderliegenden Typen, was den Abstand zwischen dem (männlichen) Kopf- und dem (weiblichen) Herzbereich, die hier aufeinandertreffen, ausdrücken soll.

Geschichte des Symbols

Das Symbol wurde zwar 1916 von Georges I. Gurdjieff eingeführt, doch gibt es begründete Vermutungen, dass Gurdjieff hierfür von Ramon Llull und Athanasius Kircher beeinflusst wurde. Gurdjieff behauptete, das unregelmäßige Sechseck im Kloster einer Sufi-Bruderschaft im Zusammenhang mit Tempeltänzen entdeckt zu haben.

Gurdjieffs Symbol wurde von verschiedenen Autoren aufgegriffen und zu dem heute bekannten Modell der psychologisch-spirituellen Persönlichkeit-Typisierung entwickelt.


Die tiefe Frage der Energie nach Partkdolg-Duty



Elektrizität

Wir tauschen Energie, Energie ist Leben, gibt Leben, ermöglicht Leben und er-möglicht Schöpfung. Je weniger Energie, in Bewegung, desto weniger Leben. Und so bedeutet die Klage des alten Sprichworts „Jugend ist verschwendet für die Jugend“, dass Energie nicht nur von der Jugend verschwendet wird, sondern auch die Chancen zur vollständigen Nutzung, sondern ebenfalls von den Erwachsenen versäumt wird, diese voll-umfänglich in Anspruch zu nehmen. Können Energie und Chancen mit Erfahrung sinnvoller genutzt werden? Gesellschaftlich wird Energie gebraucht und Ressourcen verschwendet! Dies hat allerdings aus der Perspektive des Ziels, des Selbst-Erwachens keine Relevanz. So wir heute sind, wie wir leben, wie Herr Gurdjieff sagt, werden wir sein auch morgen leben. Nur wir werden immer älter werden weniger Energie haben. Obwohl die meisten Menschen, besonders die jungen Menschen, die Sterblichkeit zugeben, leben sie, als wären sie ewig, mit endloser Gier nach nutzloser Energie.
Erst mit dem Alter, mit dem Abflauen der Vitalität, wird diese unbewusste Annahme der „Göttlichkeit“ schwächer. Die egoistischen Annahmen, die die Energie für Zeug verbraucht haben, können zwar für das, was sie in Wahrheit sind und waren, erkannt werden: Im waren sie Ablenkungen von der Arbeit, an sich Selbst und einer Selbst-Transformation. Ob jung oder alt, wenn es der Einzelne nicht ernst nimmt, mit dem Erwachen und sich darüber in der Tiefe informieren, könnten wir jetzt lernen. Also bewusst Energien so
zu verarbeiten, dass der motivierte die Chance hat zu Erwachen. Um anzufangen zu verstehen, wie Energie verwendet werden könnte und wie der Verbrauch verpufft. Dazu braucht es eine neue Perspektive, Motivation, Liebe, Fokussierung und zielorientierte Anstrengung, um den Menschen ins Erwachen zu tragen. Dieser Prozeß erweitert den Horizont für das Notwendige. Je größer und umfassender desto besser. Die Grundlage von allem ist das Verständnis über das heute bestehende Universum. Wie, Warum, Wozu und Wem nutzt das Universum in der heutigen Form?
In Kontext der Annahme eines Anfangs des Universums war alles, was zuvor dort gewesen ist, sicherlich Energie. Ohne Energie gibt es keine Wärme und auch kein Leben. Am Anfang war Energie – und was geschah? Was war der Grund, um aus Energie Materie zu kondensieren?


Der vierte Weg – Heilige Wissenschaft

Die tiefe Frage nach der Energie ist – wofür wird sie gebraucht?
Mystiker, Philosophie, Religionen, Physiker, Chemiker und Biologen, bieten selektiv Beschreibungen der Entwicklung der Welt. Diese sind bekannt, wenn teilweise auch nur oberflächlich und ohne den Blick auf das Ganze. Relativ unbekannt ist die Innen-Schau-Perspektive, insbesondere jene des Vierten Weges,
bzw. des Siebten Weges. Diese alte und heilige esoterische Lehre, die von GI Gurdjieff wiederentdeckt, neu formuliert und in den Westen gebracht wurde. Diese Lehre, hier von OeHu einfach skizziert, hält fest, dass im Mittelpunkt der Ganzheit des Absoluten, die alles und alles und nichts ist, die Heiligste Sonne ist. Absoluter und leerer endloser Raum, vorher gefüllt mit der Gegenwart der universellen Substanz der Hauptquelle, Licht und Stoff dem Etherokrilno, war die Grundlage und die Entstehung und Erhaltung von dem Absoluten. Die heiligste Sonne im Absoluten wurde aufrechterhalten und existierte auf der Grundlage von drei grundlegenden kosmischen heiligen Gesetzen. Triamazikamno oder das Gesetz der Drei, das Gesetz besagt, dass die Grundursache immer in eine Konsequenz fließt und zur Ursache nachfolgender Konsequenzen wird und immer durch drei unabhängige und völlig gegensätzliche charakteristische Manifestationen funktioniert. Dies ist latent in allem, was existiert und in seinen Eigenschaften weder gesehen noch zuvor gespürt. Heptaparaparschinokh, ein zweites heiliges kosmisches Gesetz. Dieses Gesetz formuliert den „Fluss der Kräfte [Triamazikamno] die immer einer Linie folgt, die ständig sich in bestimmten Intervallen ablenkt wird und sich an ihren Enden wieder vereinigt, auch die vier Hauptsätze der Thermo-Dynamik genannt.  Das Gesetz dritte Gesetz, ist das Gesetz der Sieben, dem zuvor autoegokratischen Prinzip bzw. dem Design, das keine Lücken in seinen sieben Gravitationszentren und Stoppindern aufweist. Mit dem Prinzip der Sieben, wird systematisch, das Gesetz der Drei verarbeitete und das zweite Gesetz aufrecht-erhalten, ein scheinbares Perpetuum mobile. So das scheinbar alle Gefahren und Chancen eliminiert wurden, die das System gefährden könnten.


Alles schien richtig und gut – perfekt – zu sein

Aber dann stellte die Schöpfergott-Schwarm-Intelligenz fest, die innerhalb der Sonne-Absolut entstanden ist, dass Heropass bzw. die Abstoß-Kräfte bzw. Entropie, mit der Zeit das Allerhöchste Absolute der Sonne verringerte und somit seine Existenz bedroht war. Mit der Veränderung des Gesetzes der Sieben von Autoegokratisch zu Trogoautoegokratisch, konnte die Schöpfergott – Licht-Schwarm-Intelligenz = Geist, die Entropie für sich nutzen. Während Autoegokratisch ein geschlossenes System ist, ist Trogoautoegokratisch insofern offen, als dass die Lücken oder Intervalle zwischen bestimmten Stoppindikatoren verlängert oder verkürzt wurden. Dies ermöglichte die Einführung neuer Energie von außerhalb des Absoluten, dem neu entstehenden Universum. Mit Hilfe dieser Änderungen wurde die Dualität in der Trinität neu geschaffen, die entweder die Bearbeitung des Gesetzes der Drei ankurbelt oder behindert oder verändert und Neues schafft. Dieser eine Impuls ermöglicht es der Oktave bis beispielsweise bis zum Mond abzusinken und dem anderen Impuls, wieder bis zum Absoluten aufsteigen. H²O als Gas/Stoff und Wasser als flüssiger Aggregat-Zustand, haben die analogen Eigenschaften. So bildet es die materielle Grundlage für die Dualität auf der Erde und im Sonnensystem . Während diese neue Einstellung, die Gefahr der Entropie/Zeit für das Absolute aufhob,, wurde die Gefahr, Chance und der Zufall ins das Universum getragen und essentiell, um seine Aufgabe vollumfänglich zu erfüllen. Unter den Bedingungen von Trogoautoegokratie strahlte das Allerheiligste Absolute das wichtigste heilige Element Etherokrilno und Theomertmalogos – das Wort-Gott = Ordnung der Elemente  – aus. Innerhalb des Absoluten der Allerhöchsten Sonne waren diese inneren Kräfte Eins, aber wenn nun Etherokrilno, nach der Veränderung des Gesetzes der Sieben, in das All austraten, teilte sie sich selbst in eine Dreiheit oder Triade unabhängiger Kräfte auf [Triamazikamno]: heilig-bestätigend, heilig-verleugnend und heilig-versöhnend bzw. hier und dort und weder hier noch dort bzw. heiliges JA, heiliges Nein und heilige Vision/Mission/Ziel. Das heilige Theomertmalogos vermischte sich mit dem Etherokrilno, der nun wieder den leeren Raum füllt, um das Allgegenwärtige-Aktive-Element-Okidanokh H-C-O-N zu erschaffen.
Die Primzahlen, die auf diese Art und Weise entstehen, entstehen außerhalb des Absoluten der Aller- höchsten Sonne Absolut.

Diese Kräfte, die sich mit Okidanokh vermischten, erschufen den Megalokosmos und füllten den einst leeren Raum mit aufeinanderfolgenden Ebenen von Welten. Dieser Vorgang ist auch als der Strahl der Schöpfung bekannt sind. Je weiter eine gegebene Welt und die Wesen, die sie bewohnen, vom Absoluten der Allerhöchsten Sonne, desto dichter, je langsamer die Schwingung-Energie, desto weniger intelligent und weniger bewusst. Nichtsdestoweniger ist alles ein Ausdruck von der gleichen Ur-Energie, von Schwingung, Stoff, Stärke und Kraft, auf verschiedenen Ebenen, ähnlich der Ton-Leiter. Daher ist jedes Ding, jede Manifestation in Bezug auf seine Schwingungs-Potenz relativ.


Bilder von Gott


Obwohl wir sehr weit entfernt vom Absoluten der Höchsten Sonne sind, repräsentieren wir Menschen in unserer Welt den Höhepunkt der Schöpfung – „Wir sind verzerrte Bilder von Gott“, sagte Gurdjieff. Wir sind dreihirnige Wesen, das heißt Wesen, die intellektuelle, gefühlsmäßige und instinktive Gehirne haben. Zwei- und einhirnige Wesen leben ein mehr oder weniger unbewußtes mechanisches Leben.
Sie sind, was sie sind und können sich nicht entscheiden, was sie sein können oder was sie nicht sein wollen. Ein Löwe ist ein Löwe. Eine Schlange, eine Schlange. Eine Biene, eine Biene und eine Blume eine Blume. Ein Mensch ist weniger definiert und ihm wurde kein bestimmter Platz zugeteilt. Er kann sich frei bewegen und sich frei entscheiden, was er fühlen will. Er kann sich vieles zunächst selbst aussuchen, weil der Mensch ein dreihirniges Wesen ist. Instinkt-, Fühl- und Denk-Gehirn, sind ihm gegeben. Der Mensch hat die Möglichkeit sich seiner Selbst bewußter zu werden, als jedes andere Lebewesen. Wille, Geist, Motivation, Emotion, Instinkt und Vernunft, befähigen den Menschen, sich uns von unbewußt mechanisch zu einem bewußt mechanischen Wesen zu entfalten. Der Mensch, kann sich im Kontext, was er Sein will wandeln und neu zu fokussieren. Darüber hinaus kann er alle nützlichen mechanischen Eigenschaften der Tiere, Pflanzen und Mineralien nachbauen und für die Menschen nutzbar machen. Der Mensch ist ein Wesen von vielfältigen und großen Möglichkeiten, in denen andere Körper als der physische Körper gebildet werden können.
Der gesamt höchst schwingende Körper kann im Sonnensystem Unsterblichkeit erlangen, damit wird der Mensch, als Entsprechung, dem Absoluten, auf einer anderen Ebene dem Schöpfer ähnlich.


Sein-Partkdolg-Pflicht (Duty) = Selbst-Commitment


Wir erhalten das Allgegenwart-Aktiv-Element Okidanokh durch die drei Nahrungsmittel: physische Nahrung, wie Wasser und feste Stoffe, auch nahezu tote, durch die Luft und unsere Eindrücke. Wir empfangen diese Energie und übertragen sie transformiert einfach ins Leben. Aber wir machen dies zu 90% unbewußt und mechanisch und nur zu 10% bewußter mechanisch. Durch Sinn und Bedeutsamkeit rufen eine Motivation hervor, die von unseren Emotionen genährt, die Möglichkeit schaffen, dass Verhältnis von Unbewußt zu Bewußt zu bewegen. Doch während diesem Prozeß entstehen natürliche Blockaden durch das Gesetz der Sieben. Diese gilt es mit Hilfe der Stopinder wieder zu lösen. Dies geschieht durch Energie von unseren Mitmenschen, die unsere Spiegel sind. Wir essen, atmen, sehen, empfinden, spüren und fühlen mehr oder weniger automatisch und sind uns nur gelegentlich der Einnahme dieser drei elementaren Lebens-Mittel bewusst. Nur wenn wir in uns die Partkdolg-Pflicht aktivieren und täglich praktizieren und uns in einer triadischen Konfiguration ausrichten, wird Okidanokh in diesen Nahrungsmitteln durch – Djartklom – Erhöhung durch Arbeit, bewußtes Leiden und Anstrengung, zu einer Teilung in drei Kräfte, aktiv, passiv, versöhnend gebracht. So gelingt es, unsere drei Gehirne – intellektuell – fühlend – instinktiv – gemeinsam zu nähren, zu beschichten und wieder neu zu adjustieren und neu auszubalancieren. Um mit den verwandten Schwingungen, die im entsprechenden Gehirn lokalisiert sind in Resonanz zu kommen. Diese Mischungen ermöglichen Niveau- und Qualität-Steigerung, die die Selbst-Veredlung und Beschichtung der verschiedenen Körper ermöglicht. Wenn wir keine Partkdolg-Pflicht ausüben , dann gibt es kein Djartklom (außer wenn die Große Natur es braucht), und von den drei Gehirnen wird lediglich das Leugnungs-Nein-Gehirn gefüttert , das Älteste, dass sich in der Wirbelsäule befindet.

Wenn es also keine bewußte Selbst-Verpflichtung zur Arbeit und bewußten Leiden gibt, wird das Ältere, je mehr es leugnet, immer Unbewußter. Als Energie-Systeme absorbieren und verfeinern wir Energie von niedrigeren Ebenen zu höheren, zum Beispiel die feste Nahrung, wird durch Umwandlung für das Denken, die Vernunft und den Verstand verwertbar. Wenn wir uns durch Nahrung selbst erhalten, wird Energie auf vier verschiedene Arten genutzt. Wir verwenden es biologisch, um die verschiedenen Körperfunktionen, wie zum Beispiel das Atmungssystem zu unterstützen. Wir benutzen es mechanisch zum Laufen, Klettern, Heben. Wir benutzen es psychisch oder mental, um zu assoziieren, zu träumen oder zu denken. In der Selbst-Trans-Formation nutzen wir darüber hinaus die Energie, um uns bewusst zu bewohnen und das Vorhandene so unparteiisch wie möglich zu beobachten in Verbindung mit Selbst-Liebe und Selbst-Reflektion. Diese auf diese Art und Weise gewonnenen direkten Eindrücke, verwandeln sich, wenn sie im Einklang sind in immer höhere Energien, die das Potential haben ein nächste Schwingungs-Niveau-Stufe zu erreichen.
Voraussetzung hierzu ist, die entsprechende qualitativ hochwertige Nahrung von Innen und Außen. Beispiel: die Energie, die benötigt wird, um eine Volk zu führen, ist unterschiedlich von der Energie, die benötigt wird, um eine Schach-Aufgabe zu lösen und es ist noch eine höhere Energie notwendig, um sich vollkommen Selbst zu erinnern, um sich bewußt zu Vervollständigen im Kontext seines Ziels. In jungem Alter kam Gurdjieff die Leiden und Verblendungen, die kranke Selbstliebe und Eitelkeit, den Hass und die Gewalt der Menschen beobachtete, entstand in ihm die Frage: „Was ist der Sinn und die Bedeutung des Lebens auf der Erde und insbesondere der Menschen?“ Die Antworten von Religion und Wissenschaft fanden er einseitig. Er kam zu der Erkenntnis, dass die alten Weisheits-Geschichten alter Gesellschaften die Antwort gefunden hatten. Nachdem er viele Reisen in abgelegene und gefährliche Gebiete unternommen hatte, entdeckte er schließlich in Ägypten eine alte esoterische Lehre, die er den „Vierten Weg“ nannte.
Er sagte, er sei viermal in die heiligen ägyptischen Mysterien eingeweiht worden, in denen angedeutet wird, dass die christliche Kirche, nicht von den Vätern der Kirche gefunden wurde. Sie wurde allesamt in einer fertigen Form aus Ägypten aufgenommen, nur nicht aus dem Ägypten, das wir kennen, sondern aus einem, das wir nicht kennen. Dieses Ägypten war an der gleichen Stelle wie das heutige, aber es existierte viel früher. Das prähistorische Ägypten war demnach christlich, tausende von Jahren vor der Geburt Christi, das heißt, seine Religion bestand aus den gleichen Prinzipien und Ideen, die alle wahren Religionen ausmachen. Im Laufe der Zeit waren Elemente dieser grundlegenden und heiligen Lehre nach Norden gewandert und so machte Gurdjieff eine zweite Reise zum Hindukusch, Sibirien und Tibet. Hier begann die Verwirrung mit Leuten, die glaubten, diese Gebiete seien der Ursprung der Lehre und nicht Ägypten.

Mechanisch oder Bewusst?

Im Gegensatz zu den drei klassischen Wegen, nur mit dem Körper, nur mit den Emotionen oder nur mit dem Geist zu arbeiten, arbeitete dieser der 4. bzw. 7. Weg mit allen drei Zentren gleichzeitig.
Anstatt sich in ein Kloster oder Ashram zurückzuziehen, lehrt die Lehre, dass man durch bewusstes Empfangen, bewußtes Leiden und Arbeiten mit den Eindrücken des gewöhnlichen Lebens zum wahren Leben kommen kann. In Bezug auf die Bedeutung, den Zweck der Menschen auf der Erde?
Unser mechanischer Zweck auf der Erde ist, genau das zu tun, was wir alle gerade tun. Einfach durch das Funktionieren – Atmen, Bewegen, Assoziieren, Denken – empfangen, verfeinern und übertragen wir mechanisch Energie zur Erde. Es gibt höhere Energien, mit denen wir arbeiten könnten, aber die Natur braucht uns dazu nicht. Wir können atmen, bewegen, assoziieren, mechanisch oder bewusst denken. Wenn wir mechanisch leben, „sterben wir wie Hunde“, wie Gurdjieff es ausdrückt. Wenn wir bewusst leben wollen, gibt es viele Möglichkeiten. Das erste Hindernis für diesen Wunsch ist, dass die meisten Menschen glauben, dass sie bereits bewusst leben. Tatsächlich leben wir in dem hypnotischen Moment eines nahtlosen Energiestroms, einer Dynamik, die durch gesellschaftliche Suggestion genährt wird, sowie unserer unbestrittenen Annahme, dass wir wach sind. Erst wenn wir zu erleben beginnen, wie reaktiv und konditioniert unser Leben ist, können wir berührt werden von dem, was Gurdjieff meint, wenn er sagt: „Wir sind unfertige Welten.“ In uns beginnt sich ein Keim zu regen, ein Samen unseres höchsten Strebens, der die Suche nach der Partkdolg-Pflicht antreibt.
Ich werde dann ein Sucher nach der Wahrheit. Die Suche, wenn sie aufrichtig ist, wird letzten Endes einen echten Lehrer in mein Leben bringen, der mich durch den Beweis meiner eigenen Erfahrung zur Verwirklichung des Offensichtlichen führen wird – dass ich zu meinem wahren Selbst schlafe. Meine Gedanken „denken“ mich, meine Gefühle benutzen mich, meine Körperhaltungen nehmen mich. Wie komme ich aus diesem Morast heraus? Tue nichts, wird mir gesagt. Für wen macht es? Und warum? Beobachte mich einfach selbst, denn Beobachtung ändert nichts und trifft somit auf keinen äußeren Widerstand. Ich werde erkennen, dass ich nicht der bin, den ich mir vorstelle, dass ich in einer Welt von Illusionen und Worten ohne Sinn-Zusammenhang lebe.
Dabei ständig mit verschiedenen Ich, mit mir selbst rede, völlig psychologisiert, mechanisch bewegt durch einen emotionalen Schock, innerlich oder äußerlich, zu einem anderen Ich werde, dass sich mit allen identifiziert und zu glauben, dass „Ich“ einen Platz bekomme, etwas zu lernen, um etwas zu werden. Tiefgründiger wird die Selbst-Beobachtung, Selbst-Liebe und konstruktive Selbst-Reflektion zeigen, dass ich noch nicht einmal eine bewusste Wahrnehmung meines Körpers habe.
Es stimmt, ich bin zeitweise ziemlich besorgt, wie er aussieht, aber abgesehen von Hunger, Verlangen, Angst oder Verletzung, gebe ich ihm keine Aufmerksamkeit. Obwohl ich in der physischen Dimension zu sein scheine, bin ich woanders – in einem Gedanken, meinen Gefühlen, meinen Impulsen. Alle zerfleischen sich und umhüllen mich vollständig und saugen all meine Energie und Aufmerksamkeit auf. Objektiv offenbart sich die konstruktive und geordnete Energie einfach in Übereinstimmung mit meinen Bedingungen und Möglichkeiten des Augenblicks. Energie wird mechanisch empfangen und mechanisch übertragen. All dies ist einfach Teil der absteigenden Oktave des Strahls der Schöpfung.

Notwendige Vorbereitung

Wenn ich jedoch arbeiten möchte, um ein bewusster Empfänger-Sender zu werden, dann orientiert sich mein Leben an einer aufsteigenden Oktave, einer Rückkehr zur Quelle, aufsteigend in den Strahl der Schöpfung und erlaubt ein Leben auf höheren und höheren Ebenen der Bewusst-Seins-Schwingung. Interessanterweise wacht man gleichzeitig auf einer immer tieferen Ebenen des Schlafes auf.
Aber zuerst beobachte und reflektiere ich mit steigender Selbst-Liebe mein Leben, meine Konditionierung, Muster, Glaubens-sätze. Ich werde bemerken, wie tief ich in mir schlafe, für andere und für die Welt.
Ich werde gewahr, dass mich mein getrübtes Selbstbild, eine falsche Persönlichkeit leben lässt.
In diesem wachen Schlaf wird lediglich die biologische Energie einigermaßen richtig ausgegeben, doch leider falsch. Trotz, dass sie scheinbar selbstregulierend ist, so dass ich zunächst glaube nichts damit zu tun haben. Mechanische Energie bewegt mich immer herum, und mentale und emotionale Energie wird in Vorstellungskraft, innerem Nachdenken, Lügen, Identifizieren, untätigem Gerede und Ausdruck als negative und herabziehende Emotionen-Energie verbraucht. Die zu Recht veranlaßte Selbst-Beobachtung mit Selbst-Liebe und Selbst-Reflektion, beseitigt meine Scheuklappen.
Beobachten, wie mein Leben so unparteiisch wie möglich gelebt wird (ähnlich, wie ein Wissenschaftler, der einen Virus durch ein Mikroskop betrachtet), lässt meine natürliche Intelligenz erwachen und ich beginne direkt zu fühlen, was beobachtet wird – direkte ungefilterte Eindrücke von Körperhaltungen und Atmung, Gedanken, Gefühle, Handlungen, Untätigkeit. Auf diese Weise erkenne ich durch die Beweise meiner eigenen Beobachtung, dass ich nicht das Unteilbare bin, zu dem ich mich gemacht habe, sondern dass viele „Ichs“, jedes mit seiner eigenen Agenda, die oft ziemlich widersprüchlich sind.
Diese „Ichs“ ernähren sich von meiner Energie, nehmen meine Aufmerksamkeit auf sich, führen mich hierhin und dorthin, ohne Plan und Ziel.

Eine subtile Diskriminierung

Und indem man einfach beobachtet und reflektiert, verbunden mit Selbst-Liebe und einem Großen Ziel, beginnt der Mensch zu sehen, wir er beobachtet, wie Energie benutzt und missbraucht wird, wie ihre Übertragung durch Egoismus und Identifikation verfärbt wird. Dies ruft in der Folge ein echtes Leiden hervor, kein physisches oder psychologisches Leiden, sondern ein ethisches Leiden. Dieses Leiden wird mit Zeit eine innere Hitze erzeugen, die die vielen ICHs zu einem verschmelzen. Die Hitze wird beginnen, eine Trennung zu erzeugen, die zwischen dem, was kollektiv wahrgenommen wird und seiner eigenen Wahrnehmung. Wenn man sich mit dem Wahrnehmen identifiziert, indem man „Ich“ sagt, wird das Beobachten mit dem „Beobachter-Ich“ überlagert. So bewegt sich der ursprüngliche Egoismus, mit dem ich mich identifiziere, um nicht die Kontrolle zu verlieren, einfach auf eine subtilere Ebene. Und so bleibt die Erfahrung „der Beobachter ist das Beobachtete“.
Wenn jedoch die Trennung zwischen dem Wahrgenommenen und dem Wahrnehmenden aufrechterhalten werden kann, dann erscheint ein innerer Raum für die natürliche Intelligenz, um direkt die Eindrücke der Moment-Mechanik zu absorbieren, die im Dienst dessen, was auch immer „Ich“ ist, wirken in Aktion.
Wenn eine innere Trennung zwischen dem Bewusstsein und den Inhalten des Bewusstseins aufrechterhalten wird, dann ist und wird nicht beobachtet. Die Energieübertragung wird nicht soweit verfärbt oder verdünnt, dass die aufgenommene Energie nicht identifiziert und psychologisiert wird. Es ist wichtig zu verstehen, dass man all dies ohne einen Lehrer nicht tun kann, denn wenn ich zu mir selbst schlafe, wie kann ich erwachen? Darüber hinaus ist die erwähnte Selbstbeobachtung nicht die übliche Beobachtung des Kopfes, mit dem jeder konsumiert wird. Es basiert vielmehr auf Selbsterinnern. Gurdjieff hat einmal kurz das Selbsterinnern erklärt, indem er sagte: „Zu wissen, dass du wütend bist, wenn du wütend bist“, was heißt, die Wut zu erfahren, ohne sich damit zu identifizieren. Das heißt, zu wissen, wie man sich äußerlich oder innerlich mit allen drei Zentren manifestiert – intellektuell, emotional, instinktiv. Man kann beobachten, wie alle Dinge, von grob bis fein, im Bewusstsein erscheinen und verschwinden. Ein Bewußtsein, das von der Identifikation mit seinem Inhalt gereinigt ist, ist also ohne persönlichen Bezug. Man erkennt, dass der Körper im Bewusstsein erscheint und nicht anders. Ja, obwohl nicht allgemein bekannt oder zu Recht praktiziert, erstreckt sich die Lehre von der niedrigsten Idee und Erfahrung des Selbst bis zur höchsten. Gurdjieff sagte klar von der Lehre, dass es „volles Wissen besitzt“ und „sich völlig selbsttragend und von allen anderen [geistigen] Linien unabhängig ist“.
Aber das wird im Allgemeinen nicht weit genug genommen.
Worum ging es nun, dass „Energie für die Jugend verschwendet wird“? Ist es nicht auch mit dem Alten verschwendet?  Wir müssen uns daran erinnern, dass wir, wenn wir die Möglichkeit haben, zu höheren Ebenen des Seins und Bewusstseins aufzusteigen, auch zu niedrigeren Tierbereichen hinabsteigen können. Wir leben nicht nur in der Möglichkeit, sondern in Frage.

Die tiefe Frage nach der Energie ist – wofür wird sie gebraucht?

Trogo-, Auto- Ego-Kratisch
Griechisches Wort Aussprache: TRO-go
Schlüssel-Vers: „Wer dieses Brot isst , wird für immer leben“ (Johannes 6:58). Die griechische Sprache verwendet neun verschiedene Wörter, die im Neuen Testament als „Essen“ übersetzt werden. In Johannes 6: 49-58 haben zwei dieser Wörter einen sehr unterschiedlichen Unterschied in der Übersetzung.
Ein sehr gebräuchliches griechisches Wort ist Phago und bedeutet „essen, verschlingen, konsumieren“. Dieses Wort wird in Johannes 6: 49-53 und 58 verwendet. Das Wort Trogo bedeutet „nagen, kauen“ und betont der langsame Prozess. Es wird nirgendwo sonst im Neuen Testament verwendet, außer in Johannes 6:54 und 56-58.
Im Vers 58 sagte Jesus: „Ihre Väter haben (Phago) Manna gegessen , und wer dieses Brot ( Trogo ) isst, wird für immer leben.“ Wenn die Juden ( Phago ) Manna aßen , sollte dies einen fleischlichen Appetit befriedigen, aber Das Verb trogo bedeutet „sich ernähren“. In diesen Versen ist Phago immer in der Zeitform, die auf eine einmalige Aktion hinweist, normalerweise in der Vergangenheit. Trogo ist immer in der Gegenwart und deutet auf eine fortwährende Aktion hin. Wenn Jesus also sagte: „Wer (trogo) dieses Brot isst, wird für immer leben“, bedeutet dies eine fortwährende Fütterung, die ständig getan werden muss, um den spirituellen Appetit zu stillen.

Die Sprache Jesu kann nur eine spirituelle Bedeutung haben, wenn er sich als das wahre Manna entfaltet. Im Zusammenhang mit all diesen Versen bezieht sich dieses “ Fressen “ auf Jesus, da das Abendmahl des Herrn noch nicht etabliert war, auf geistliches Essen und nicht auf sakramental. Als Fortführung von Vers 27 ist Jesus selbst die „Nahrung“, die das ewige Leben aushält. Lebensmittel, die gegessen und dann verdaut werden, werden assimiliert, sodass sie zu einem Teil des Körpers werden. Ebenso müssen die Menschen Christus für ein spirituelles Leben einsetzen, indem sie ihm zur Errettung vertrauen. Johannes 6:40 macht deutlich, dass der Glaube das entscheidende Wort ist, wenn es darum geht, Christus anzunehmen, um die Gabe des ewigen Lebens anzunehmen.


Die Teil-Interpretation als Persönlichkeit-Ennegramm


Die Verwendung des Symbols als Persönlichkeit-Enneagramm wurde erstmals in den 1960er Jahren von Oscar Ichazo eingeführt. In der Anwendung vom Enneagramm entwickelten sich drei Richtungen:

  1. Lehre Ichazos (Bezeichnung des Enneagramms als „Enneagon“): Trainings an der Arica School.
  2. Spirituelle und psychologische Richtung: Vertreter sind z. B. Claudio NaranjoHelen Palmer und Don Richard Riso. Das Enneagramm wird als ein Mittel zu mehr Selbsterkenntnis und persönlichem Wachstum gesehen.
  3. Christliche Deutung (über den spirituellen Ansatz hinaus): Vertreter sind z. B. Pater Richard RohrAndreas Ebert (evangelisch), Bob Ochs (jesuitische Tradition). Jesus Christus werden die Stärken aller neun Enneagramm-Typen zugeschrieben, und jeder Typ hat einen bestimmten Weg zu Gott.

Grundlagen vom Persönlichkeit-Enneagramm

Klassifikation in Typen

Im Gegensatz zu den vier antiken Temperamenten cholerischsanguinischmelancholisch und phlegmatisch wird das Persönlichkeit-Enneagramm dazu benutzt, die Menschen in neun Persönlichkeitstypen einzuteilen.

Auch bei den erfahrenen Enneagramm-Lehrern kann es zu Fehleinschätzungen des Typs anderer Personen kommen. Nach Einschätzung von Kritikern werden nur wenige Aspekte eines Menschen beachtet und nur auf Verhalten geschaut, statt das Gesamtbild inklusive seines Wahrnehmung-Stils und Wesens zu betrachten.

Zum Gesamtbild sollen an erster Stelle die Fokussierung der Aufmerksamkeit und die darunter liegende Leidenschaft (Temperament, Motivation) gehören. Des Weiteren:

  • das Wertesystem eines Menschen,
  • die daraus folgenden Ansichten und Einstellungen,
  • die dazu führen, dass er bestimmte Prioritäten setzt,
  • was zu bestimmten Verhaltensweisen und
  • einer bestimmten Kommunikationsform und Wortwahl („Keywords“) führt.

Dies soll sich auch äußerlich in Körperbau und -Haltung widerspiegeln. Rückschlüsse darauf bedürfen aber einer komplexeren Analyse (z. B. der Subtypen usw.).

Spirituell-psychologischer bzw. religiöser Rahmen

Das Enneagramm ist nicht als Religion zu verstehen und soll auch nicht als Ersatzreligion oder Glaubensersatz dienen. Es kann aber als Hilfsmittel verwendet werden, um sich etwa der eigenen Schwächen bewusst zu werden; so kann es (im christlichen Kontext) als „Beichtspiegel“ verwendet werden (Dietrich Koller). Das Enneagramm gilt als ein Symbol der Umkehr.

Die bedeutendsten heutigen Enneagramm-Autoren unterscheiden ein „falsches“ Selbst bzw. „Ego“ und ein „wahres“ (göttliches) Selbst (Bezeichnung bei Richard Rohr: false self / ego und true self; Don Richard Riso spricht von der Persönlichkeit als dem „eingefahrenen“ Ego-Muster (ego fixation), welches die Person von dem wahren Wesen („Essenz“) trennt). Der Weg dorthin wird „Transformation“ genannt.

Typen-Tests

Riso und Hudson entwickelten seit den 1990er Jahren eine Reihe mehr oder weniger umfangreicher Tests, die den Enneagrammtyp ermitteln sollen; die volle Version ist der Riso–Hudson Enneagram Type Indicator (RHETI), dessen aktuelle Version aus 144 Entscheidungsfragen besteht. Der Test wird damit angepriesen, dass seine Zuverlässigkeit wissenschaftlich und unabhängig nachgewiesen worden sei. Im Internet kursieren eine Vielzahl von Enneagrammtypentests.

Übersicht der neun Typen

Die moderne Enneagrammlehre besagt, dass jeder Mensch zu genau einer dieser neun Typenbeschreibungen passt, und dass dieser Grundton der Persönlichkeit sich im Lauf eines Lebens nicht ändert. Die Lehre besagt jedoch auch, dass das Enneagramm niemals die biografische Einzigartigkeit eines Menschen erfassen kann, sondern lediglich die Enneagrammstruktur.

Die meisten Autoren ziehen es vor, die Typen entsprechend ihrer Nummer („Einsen“, „Zweien“ etc.) zu bezeichnen, da Zahlen wertneutral sind. Es gibt aber auch verschiedene und damit uneinheitliche Namen für die Typen. Die in der Tabelle verwendeten Namen gehen auf Helen Palmer zurück.

Grundsätzlich sind alle Typen gleichwertig. Jeder Typ kann jedoch unterschiedliche Entwicklungsstufen aufweisen. An einem Ende befindet sich die unreife (unerlöste, kranke) Persönlichkeit. Am anderen Ende die gereifte (erlöste, gesunde) Persönlichkeit, dazwischen liegen die normalen Ausprägungen eines Typs. Im Laufe des Lebens kann eine Reifung hin zu einer erlösten (gesunden) Persönlichkeit erreicht werden (Integration). Häufig bleibt es bei einem Verharren im Normalzustand (Stagnation) oder es kommt sogar zu einem Rückfall in ein unreiferes Stadium (Regression, Desintegration). Die Entwicklungsstufen eines Typs sind durch unterschiedliche Eigenschaften gekennzeichnet (siehe Tabelle).[16]

TypName[17]Selbstbildunreif (unerlöst, krank)normalreif (erlöst, gesund)
1PerfektionistIch habe Rechtrechthaberisch, pharisäerhaft, zersetzendperfektionistisch, zaudernd, skrupulöskritisch wach, gelassen, ethisch hochstehend
2GeberIch helfemanipulativ, beherrschend, symbiotischmütterlich, gebend, aktivfürsorglich, freundlich, originell
3DynamikerIch habe Erfolgopportunistisch, betrügerisch, karrieresüchtigpragmatisch, statusbewusst, rollenorientiertkompetent, wahrhaftig, zuverlässig
4Tragischer RomantikerIch bin anderswehleidig, dekadent,
todesverliebt
ästhetisch, romantisch, stilvollkreativ, natürlich, diszipliniert
5BeobachterIch blicke durchisoliert, nihilistisch, exzentrischanalytisch, distanziert, abstrakterfinderisch, weise, tatkräftig
6Advokat
des Teufels
Ich tue meine Pflichtabhängig, aggressiv, feigepflichtbewusst, vorsichtig, (anti-)autoritärtreu, mutig, vertrauensvoll
7EpikureerIch bin glücklichexzessiv, dilettantisch, rechthaberischüberaktiv, genießerisch, oberflächlichfröhlich, vielseitig, nüchtern
8BossIch bin starktyrannisch, machtbesessen, gewalttätigkontrollierend, konkurrierend, direktgroßzügig, führungsstark, beschützend
9VermittlerIch bin zufriedenfatalistisch, desorientiert, sturangepasst, pflegeleicht, unentschlossenannehmend, friedfertig, zielorientiert

Tiefendimensionen

Triaden

Das Enneagramm und die Triaden


Nach der enneagrammatischen Persönlichkeitstypologie verfügt jeder Mensch über drei Intelligenzzentren: Kopf (Verstand/Ratio), Herz (Emotionen) und Bauch (Instinkt).

Bei jedem Menschen soll eines der drei Intelligenzzentren dominieren. Dies führt zu einer Einteilung in drei Bereiche, die jeweils drei im Enneagramm nebeneinanderliegende Typen umfasst:

  • Bauch-Typen (Instinkttriade): 8, 9 und 1,
  • Herz-Typen (Gefühlstriade): 2, 3 und 4,
  • Kopf-Typen (Denktriade): 5, 6 und 7.

Die mittleren Typen der Triaden sind durch das gleichseitige Dreieck verbunden.

Die Triaden beschreiben, wie bzw. auf welcher Ebene ein Typ die Welt in besonderem Maße wahrnimmt und dadurch auch, wie er empfindet und handelt. Gleichzeitig wird dadurch das Grundprinzip des Egos dargestellt.

Eine Übersicht über die Triaden und ihre dominierenden Körperbereiche sowie Lebensthemen:

TriadeFixierungdominierende Körperregionen/-funktionen[18]Organe[18]zentrale Lebensthemen[18]Charakter[19]
Typen
8, 9, 1
instinktivVerdauungstrakt, Sonnengeflecht (kinästetisch/haptisch)Nase, OhrMacht, Gerechtigkeit, Aggressionrigide bzw. anti-intrazeptiv (das ist das Gegenteil von Innerlichkeit oder Interesse an dem, was im Geist vorgeht)
Typen
2, 3, 4
emotionalHerz/KreislaufsystemTastsinn, GeschmackBeziehungen, Für-Sein, Prestige/Imagehysteroid (verführerische Art, großes Ausdrucksvermögen, theatralisches Auftreten)
Typen
5, 6, 7
gedanklichGehirn, ZentralnervensystemAugenKontrolle, Verstehen, Ordnungschizoid (seelisch gespalten)

Flügel

Ein Typ weist meist auch Eigenschaften eines seiner beiden direkten Nachbarn auf, beispielsweise könnte die 4 auch Eigenschaften der 3 oder der 5 haben. Meist überwiegt der Einfluss einer der Nachbarn; dieser wird dann als Flügel (engl. wing) bezeichnet. Es gibt also z. B. eine 4 mit 3er-Flügel oder eine 4 mit 5er-Flügel oder eine 5 mit 4er-Flügel etc.

Instinktvarianten/Subtypen

Jeder Typ wird zudem noch in drei Instinkt-Varianten (Sub-Typen), den sozialen (oder geselligen) Untertyp, den sexuellen Untertyp oder den selbsterhaltenden Untertyp differenziert.

Entwicklungslinien (Pfeile)

In dem Enneagramm-Symbol hat jede Zahl zwei Verbindungslinien. Diese sind Pfeile, deren einer auf eine »schlechte« Entwicklung des Typs hinweist (bezeichnet als Desintegration, Devolution) und deren anderer die positive Entwicklungslinie des Typs darstellt (bezeichnet als Integration, Evolution).

  • Richtung der Integration
  • Richtung der Desintegration

Richtung der Desintegration: Wenn sich der jeweilige Typ in Stresssituationen mit dem Pfeil zum angegebenen Typ vom Enneagramm bewegt, den man auch als seinen Stresspunkt bezeichnet, dann findet er dort nur „falschen Trost“, der auf Dauer sehr schädlich für ihn ist.

Richtung der Integration: Wenn sich der jeweilige Typ auf dem Weg geistlicher Reifung mit dem Pfeil zum angegebenen Typ vom Enneagramm bewegt, den man auch als seinen Trostpunkt (Relaxpunkt) bezeichnet, dann findet er „echten Trost“ bei den positiven Qualitäten seines Trostpunktes.

Entwicklungsstufen

Jeder Typ umfasst mehr oder weniger ausgereifte Bereiche (Entwicklungsstufen), die sich dreifach unterteilen lassen:

  • ungesunder/unerlöster/dysfunktionaler Bereich,
  • mittlerer/normaler/durchschnittlicher Bereich und
  • reifer/erlöster/gesunder Bereich.

Als Parallele werden auch in der christlichen Mystik drei Stufen spirituellen Wachstums beschrieben, etwa bei Euagrios Pontikos. Don Richard Riso hat neun Entwicklungsstufen (Levels) gefunden, nämlich je drei für die drei Bereiche.

Horney-Gruppen

Horney’sche Gruppen

Nach der Psychoanalytikerin Karen Horney (1885–1952) gibt es drei Möglichkeiten, wie man spontan auf eine Situation reagieren kann: durch aggressives Tun (Hinwendung), durch gefügige Anpassung (Zuwendung) oder durch entziehenden Rückzug (Abwendung). Jeder Enneagrammtyp neige nun zu einer dieser drei Haltungen; wenn man gleiche verbindet, entstehen drei gleichschenklige Dreiecke:

  • Hinwendung (aggressives Tun), in der Abbildung rechts rot:
    • Typ 3: sorgt für das Erreichen der Ziele
    • Typ 7: sorgt dafür, sich nach dem Plan (der Vision) auszurichten
    • Typ 8: sorgt für das „Anpacken“
  • Zuwendung (gefügige Anpassung), in der Abbildung rechts grün:
    • Typ 1: wirkt ein, damit es „richtig“ und korrekt getan wird
    • Typ 2: wirkt ein, um andere zu fördern bzw. helfend für andere zu sorgen
    • Typ 6: wirkt ein, um die allgemeinen Bedürfnisse zu befriedigen
  • Abwendung (entziehender Rückzug), in der Abbildung rechts blau:
    • Typ 4: geht einen Schritt zurück, um kreativ nach neuen Möglichkeiten Ausschau zu halten
    • Typ 5: geht einen Schritt zurück, um die Situation und Alternativen zu analysieren
    • Typ 9: geht einen Schritt zurück, um zugunsten einer gemeinsamen Richtung (Konsens) zu vermitteln

Polarität

Claudio Naranjo unterschied als Erster folgende Polaritäten innerhalb des Enneagramms:

  • Die Typen der rechten Seite (Typen 1 bis 4) seien „sozialer und sozialisierter“ und neigten zu „hysterischem Verhalten“ (Verführung; weiblicher Pol), während die linke Seite (Typen 5 bis 8) „eher antisozial“ sei und zu „psychopathischem Verhalten“ (Rebellion; männlicher Pol) neige.
  • Ebenso bestehe eine Polarität zwischen dem oberen und dem unteren Teil des Enneagramms bezogen auf den „Intrazeptions- bzw. Innerlichkeitsgrad“ zwischen „Heftigkeit (tough-mindedness)“ (oben) und „Sensibilität (tender-mindedness)“ (unten): Im unteren Teil finde man die „Armen im Geiste“ (Vier und Fünf), die sich ihres Mangels bewusst sind und am intensivsten suchen, während die Typen am oberen Gegenpol „sich für ihre inneren Verletzungen unempfindlich gemacht haben“, sodass sie sich zufrieden fühlten.

Kritik

Der Psychologe Colin Goldner spricht der Enneagramm-Typologie keinerlei Erkenntniswert zu; bestenfalls könne es zur Partyunterhaltung dienen.[22] Der Theologe Thomas Körbel nennt das Enneagramm ein „Beispiel für parareligiöse Spiritualität“.[23]

Die katholische Kirche sieht in der Charakteranalyse ein Beispiel für den Gnostizismus, der „in dezidiertem oder gar erklärtem Widerspruch zu allem [steht], was zum Wesen des Christlichen gehört“. Der Gebrauch der Charakteranalyse führt demnach zu „eine[r] Vieldeutigkeit in Lehre und Leben des christlichen Glaubens“,[24] wie es in einem vatikanischen Dokument über „New Age“ heißt. Vor allem unter Ordensleuten, insbesondere in den USA, wird das Enneagramm kontrovers diskutiert.[25] Die Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten warnt vor der Lehre, ohne ein Verbot aktiv umzusetzen.[26] Dennoch wird es auch von christlichen Amtsträgern, oft ökumenisch, benutzt oder gelehrt.[27]

Seit 1989 gibt es in Deutschland einen ökumenischen Arbeitskreis Enneagramm, der Tagungen und Ausbildungen zum Enneagrammtrainer durchführt und inzwischen über 500 Mitglieder hat.[28][29]

Die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen äußerte sich 2006 kritisch zum Enneagramm,[30] während eine Stellungnahme von 2013 zwar Probleme und Fehlinterpretationen benennt, aber dem Enneagramm dennoch einen positiven Wert in der Seelsorge einräumt.[31]

Von biblisch-fundamentalistischen und teilweise von evangelikalen Gruppen wird das Enneagramm als „okkulte“, „unbiblische“ Erlösungslehre verurteilt. Evangelikale wie Peter Scazzero erachten es als hilfreiches Werkzeug für eine ausgewogene Persönlichkeitsentwicklung.


Literatur

Englisch

  • John G. BennettThe Enneagram. Coombe Springs Press, Sherborne 1974, ISBN 0-900306-17-3.
  • John G. Bennett: Enneagram Studies. Weiser, York Beach 1983, ISBN 0-87728-544-6.
  • Maurice Nicholl: Psychological Commentaries on the teachings of Gurdjieff and Ouspensky. Vincent Stuart, London 1952.
  • P. D. OuspenskyIn Search of the Miraculous. Harcourt, Brace and Company, New York 1949, S. 278–98, 376–378.
  • William Patrick Patterson: Taking With the Left Hand: Enneagram Craze. Arete, Fairfax 1998, ISBN 1-879514-10-9.
  • Irmis B. Popoff: The Enneagramma of the Man of Unity. Weiser, New York 1978, ISBN 0-87728-399-0.
  • James WebbThe harmonious circle. The Lives and Work of G. I. Gurfjieff, P. D. Ouspensky, and Their Followers. Putnam, New York 1980, S. 499–542.

Deutsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang W. Liebelt Enneas
  • Richard RohrAndreas Ebert: Das Enneagramm. Die 9 Gesichter der Seele. Claudius, München 1989; Neuausgabe 2009, ISBN 978-3-532-62395-4
  • Franz-Josef Hücker: Das Enneagramm – Selbsterkenntnis auf brüchigem Fundament. In: Wege zum Menschen. Vol. 65, Nr. 4, 2013 (Vandenhoeck & Ruprecht), S. 346–353.
  • Johannes Bartels: Mitten in die Seele hinein. Das Enneagramm im Kontext religiöser Erwachsenenbildung. Dissertation an der Universität Münster 2003. Lit, Münster 2005, ISBN 3-8258-7282-3.
  • Anthony Blake: Das intelligente Enneagramm. Gurdjieffs Instrument der Wahrnehmung. Martin, Südergellersen 1993, ISBN 3-921786-77-0.
  • Maria-Anne Gallen, Hans Neidhardt: Das Enneagramm unserer Beziehungen. Verwicklungen, Wechselwirkungen, Entwicklungen. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1994, ISBN 978-3-499-19616-4.
  • Eli Jaxon-Bear: Die neun Zahlen des Lebens. Knaur, München 1989, ISBN 3-426-26405-6.
  • Eli Jaxon-Bear: Das spirituelle Enneagramm. Neun Pfade der Befreiung. Goldmann, München 2003, ISBN 3-442-21650-8.
  • Pamela Michaelis, Ingrid Meyer-Klemm: Ich bin anders – Du auch? Sich selbst und andere neu entdecken. Das Enneagramm in der mündlichen Tradition. BoD, Norderstedt 2008, ISBN 978-3-8334-7492-7.
  • Helen Palmer: Das Enneagramm. Sich selbst und andere verstehen lernen. Knaur, München 1991. Neuausgabe 2000, ISBN 3-426-87094-0.
  • Wilfried Reifarth: Das Enneagramm. Idee – Dynamik – Dimension. Ein Lernbuch. Kohlhammer, Stuttgart 1997. 2. Auflage: Lambertus, Freiburg 2008, ISBN 978-3-7841-1907-6.
  • Wilfried Reifarth: Wie anders ist der Andere? Enneagrammatische Einsichten. Lambertus, Freiburg 2009, ISBN 978-3-7841-1906-9.
  • Anna-Maria Rumitz, Alexander Pfab: Wer bin ich? Was treibt mich an? Das Enneagramm in 99 Fragen und Antworten. J. Kamphausen, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-89901-796-0.
  • Don Richard RisoDie neun Typen der Persönlichkeit und das Enneagramm. Knaur, München 1989, ISBN 3-426-04213-4.
  • Jürgen Gündel: Das Enneagramm: Neun Weisen, die Welt zu sehen Books on Demand, Norderstedt 2008, ISBN 978-3-8370-4423-2.
  • Ursula Walter: Lebendiges Enneagramm – die neun Persönlichkeitsstrukturen in 27 Lebensläufen. Drei Birken Verlag, Freiberg 2018, ISBN 978-3936980-48-6.



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