Schmetterlingseffekt:

Der Schmetterlingseffekt besagt, dass in komplexen, nicht linearen dynamischen Systemen schon kleinste Veränderungen in den Ausgangsbedingungen dazu führen können, dass eine Vorhersagbarkeit hinsichtlich der weiteren Entwicklung eines Systems grundsätzlich auszuschließen ist. Bekannt geworden ist der Schmetterlingseffekt primär im Kontext des Themas Wettervorhersagen. Damit soll bildhaft zum Ausdruck gebracht werden, dass schon der Flügelschlag eines Schmetterlings an einem Punkt X auf der Erde das Wettergeschehen an einem anderen Ort Y zu beeinflussen vermag. So erstaunlich das auf den ersten Blick auch erscheinen mag, so sehr ist dieser Effekt nachvollziehbar. Einfach gesprochen: Kleinste Veränderungen in den Ausgangsbedingungen können zur Folge haben, dass die weitere Entwicklung eines komplexen Systems nicht mehr prognostizierbar ist. Ein anderes, anschauliches Beispiel mag dies verdeutlichen. Angenommen, Billardspieler unterschiedlicher Spielklasse werden dazu aufgefordert eine bestimmte Billardkugel (z. B. die Weiße) nicht direkt anspielen zu dürfen, sondern nur noch über eine Kette dazwischenliegender Billardkugeln. Dabei wird sich zeigen, dass z. B. ein ungeübter Anfänger mitunter schon Schwierigkeiten haben wird, die gewünschte Zielkugel auf direktem Weg zu treffen. Ein geübter Amateur schafft es vielleicht über den Zwischenweg von einer oder maximal zwei Kugeln. Ein Billardprofi der Extraklasse mag noch eine Zwischenkette von vielleicht vier bis fünf Billardkugeln schaffen. Spätestens jedoch bei etwa sieben bis acht zu überbrückenden Zwischenkugeln wird auch der beste Billardspieler klaglos scheitern. Warum? Nun, das liegt entscheidend daran, dass schon bei etwa sieben bis acht zu überbrückenden Billardkugeln das Verhältnis zwischen einer Ausgangsbedingung (hier. Z. B. Winkel des Queues zur Ausgangskugel, Impulsgeschwindigkeit, Stoßkraft usw.) und den dann resultierenden Reaktionen seitens der Zwischenkugeln dermaßen astronomisch groß ist, dass kein Mensch und kein existierender Supercomputer dieser Welt noch vorhersagen kann, wie sich minimalste Veränderungen in den Ausgangsbedingungen in der weiteren Folge auswirken werden?
Chaosforschung
Die Chaosforschung ist ein Teilgebiet der Physik und Mathematik und befasst sich mit der Ordnung in dynamischen Systemen. Als dynamisches System versteht man das mathematische Modell eines Prozesses, dessen Verlauf ganz entscheidend vom Anfangszustand abhängt und den man nicht langfristig vorhersehen kann. Solch ein nicht linearer, unvorhersehbarer Vorgang ist auch das Wetter. Ein weiteres Beispiel für chaotische Systeme ist das Verkehrschaos – bei dem der Name Programm ist: Es ist unmöglich zu wissen, wann es an bestimmten Stellen exakt wieder zu einem Stau kommt. Auch die Umlaufbahnen von Planeten und Monden sind nicht endlos im Voraus zu berechnen.

Dafür hat er den Menschen geschaffen!
Die spannende Frage lautet: Welchen Nutzen hat dies für das Universum?
Vom Schmetterlingseffekt über das Chaos zum Sinn des Lebens!

