System-Körper-Sprache – Innere Kräfte der Psyche aktivieren.

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Wie die Willigen sich ein inneres „Uhrwerk“ bauen können,
dazu sollen die verschiedenen Artikel einen Beitrag leisten!

Der Königsweg – die innere Schwarm-Intelligenz auf- und ausbauen!


Update 23.04.2022 – Lasst mich in Ruhe mit eurem ganzen Glück!

Wohin man schaut: Überall begegnet einem die Ideologie des Positiven. Dabei können Wut und wilde Flüche auch sehr heilsam sein und die Gesellschaft und Politik voranbringen – von Juliane Marie Schreiber.

Juliane Marie Schreiber ist Autorin und Politologin. Ihr sicherheitspolitisches Buch Bilder als Waffen erschien 2018. Sie schreibt u.a. für ZDF heute, Philosophie Magazin und den Freitag. Ihre Gesellschaftskritik Ich Möchte Lieber Nicht erschien im März 2022 bei Piper – Foto: Privat.

Füllen Sie einen Eimer mit kaltem Wasser und Eiswürfeln und tauchen Sie Ihre linke Hand hinein. Stoppen Sie die Zeit, wie lange Sie durchhalten, bevor der Schmerz zu groß wird. Wiederholen Sie den Versuch mit der rechten Hand, aber diesmal lesen Sie sich folgende Wörter laut vor, am besten mit der Stimme von Helge Schneider: Arschkrampe! Senfgurke! Knallcharge! Flachzange! Mistfink! Schweine-Sau-Sack! Zipfelklatscher! Hoden-Gnom!
Dieses Experiment haben Psychologen (mit ähnlichen Wörtern) in den USA durchgeführt. Das Ergebnis: Wer flucht, kann körperliche Schmerzen deutlich länger aushalten, denn Fluchen wirkt so schmerzlindernd wie körpereigenes Morphium. Deshalb fluchen gebärende Mütter im Kreißsaal auch so lautstark. Und sogar seelischer Schmerz wird durch wüste Worte gelindert, wie andere Versuche zeigen.

Schimpfen kann so befriedigend sein wie ein Biss in einen saftigen Hefekloß. Und doch ist es verpönt, genauso wie negative Gefühle und Gedanken. Unternehmen, Denkfabriken, Magazine, Coaches und vor allem die Werbung terrorisieren uns damit, dauernd positiv sein zu müssen. Glück ist zum Fetisch geworden. Wie, Sie wachen morgens nicht unter Freudentränen auf? Was stimmt denn mit Ihnen nicht! Überall heißt es: »Sei glücklich!« oder: »Du kannst alles schaffen, wenn du nur wirklich an dich glaubst!« Dazu gehört auch die Idee, unser »Mindset« zu ändern, um aus jeder Niederlage und jedem Schnupfen etwas zu lernen. Scheitern als Chance! Positives Denken gilt als Allheilmittel für das Leid der Welt.

Und es gibt kein Entkommen, man muss nur kurz in den Supermarkt gehen. »Sei frei, verrückt und glücklich!«, schreit mich das Duschbad an. Dieses Gel des Grauens wird so angepriesen: »Der sonnige Duft nach Orange sprüht vor Glück.« Ich möchte bitte nicht, dass da was sprüht. Noch vor wenigen Jahren wurde Produkte anhand ihrer Wirkung verkauft. Heute sind die Inhaltsstoffe Stellvertreter für einen ganzen Lebensstil. Die Orange im Duschbad soll nicht nur gut riechen, nein, ich soll auch so werden wie sie, spritzig und frech! Die Produkte sagen nicht mehr nur, was sie enthalten, sondern was der Käufer mit seinem Leben anstellen kann, wenn er sie erwirbt. Kaum eines der Produkte kommt noch ohne Imperativ aus: »Sei-schön-Tee!«, »Schlaf-gut-Tee!«, »Träum-süß-Tee!«, »Arbeite-produktiv-Tee!« Wie sind wir bloß in diese aufbrühbare Selbsthilfegruppe geraten?

Der dominante Imperativ auf der Teepackung ist kein Zufall. Schon der Soziologe Zygmunt Bauman beschreibt diese neue »Command Culture«: Fußte unsere Moral früher noch auf Verboten, die besagten: »Tu dies oder jenes nicht«, basiert sie heute auf Kommandos: »Sei produktiv, reich und dünn!« Die Normen haben sich gewandelt von einem »Du darfst nicht« zu einem »Du musst«. Früher waren Menschen beim Therapeuten, weil sie unter ihrem Sexualtrieb litten und ihre Wünsche nicht ausleben konnten. Heute ist es umgekehrt. Weil wir ständig etwas wollen sollen, haben wir weder Lust noch Kraft.

Noch schlimmer: Glück ist zum Statussymbol geworden. Darum wollen wir uns selbst und allen anderen ständig unser hohes Glücksprestige zeigen, am besten mit Fotos vom feinen Abendessen oder vom Traumurlaub. Soziale Medien wirken dabei wie ein Brandbeschleuniger für unseren demonstrativen Glückskonsum. Wir stellen nicht mehr bloß irgendwelche Luxuswaren zur Schau, sondern wir zeigen: Guck, mein gesamtes Leben ist wahnsinnig toll. Denn je größer der materielle Wohlstand, desto schwieriger wird es, sich mit Geld von anderen abzugrenzen. Die neue Währung ist das persönliche Glück, das noch seltener und kostbarer ist.

Das Bizarre daran: Dauerhaft überschäumende Glückseligkeit ist gar nicht so erstrebenswert. Man kann Glück nämlich sogar als eine psychische Störung begreifen. Sehr glückliche Menschen haben das »Happiness Syndrome«, sagt der Psychologe Richard Bentall. Natürlich fühlt sich der Glückstaumel aus starker Motivation und positiver Energie subjektiv fantastisch an, doch es handelt sich um einen kognitiven Ausnahmezustand. Die Glückseligen sind irrational, überschätzen sich selbst, und sie können ihre Umwelt nicht realistisch beurteilen. Je euphorischer Menschen sind, desto mehr neigen sie zu rücksichtslosem Egoismus. Der Extremfall ist der Manische, der wie von der Tarantel gestochen bündelweise Geld aus dem Fenster (des geliehenen Sportwagens) wirft. »Lassen Sie mich durch, ich bin glücklich!«

Der Terror des Positiven besteht in der Wahnvorstellung, dass Glück, genauso wie die gesellschaftliche Position im Leben, reine Einstellungssache sei

Glückliche Menschen sind außerdem anfälliger für Klischees und Stereotype, oder wie es bei Nirvana heißt: »I think I’m dumb, or maybe just happy.« Noch kürzer formulierten es Horkheimer und Adorno: »Vergnügtsein heißt Einverstandensein.« Das dialektische Duo hatte bereits geahnt, was mit einer Gesellschaft passiert, in der alle denken, sie müssten unbedingt am Markt des Glücks bestehen. Der Terror des Positiven besteht in der Wahnvorstellung, dass Glück, genauso wie die gesellschaftliche Position im Leben, reine Einstellungssache sei. Das Glücksstreben passt darum perfekt zur neoliberalen Leistungsgesellschaft. Leid wird dabei genauso psychologisiert wie Erfolg – während man Chancenungleichheit oft ausblendet. Wer obdachlos ist, ist nach dieser schiefen Logik eben selbst schuld, und wer an Krebs stirbt, hat sich im Kampf gegen die Krankheit nicht genug angestrengt. Oder zu negativ gedacht.

Die Ideologie des Positiven macht uns egoistisch und blind für die Macht der Umstände. Das Leistungsmärchen »Du kannst alles sein, wenn du es nur genug willst!« (Überraschung: Nein) überschätzt den Einfluss des Einzelnen und unterschlägt das politische Gefüge, ungleiche Chancen oder miserable soziale Aufstiegsmöglichkeiten. Mit der stumpfen Aufforderung »Denk halt positiv!« werden Menschen mit ihrem Schicksal nicht nur alleingelassen, man hört ihnen auch gar nicht mehr zu. So wird das Stigma des Misserfolgs und des Leids zur kalten Kehrseite des Glücksprestiges. Die Tragik daran: Wir haben die Konflikte nach innen verlagert. Wir kämpfen lieber allein mit uns und steigern im Coaching unsere Belastbarkeit, statt gemeinsam draußen für einen besseren Tarifvertrag zu streiten.

Das falsche Glücksstreben hat auch eine existenzielle Dimension. Unfaire Arbeitsbedingungen, Zahnschmerzen, die Endlichkeit unserer Existenz: Manche Dinge sind einfach schlecht, egal, wie man sie dreht und wendet. Dennoch folgen inzwischen viele der Ideologie der Positiven Psychologie, einer einflussreichen Strömung aus den USA, die sagt: Wenn es dir schlecht geht, ändere deine Betrachtungsweise und deute die Wirklichkeit um. Doch es gibt eine Alternative: die Philosophie des Nein – inspiriert von der antiken Stoa und dem Existentialismus. Die Philosophie des Nein sagt: Ändere nicht ständig dich, sondern lieber deine nervige Umwelt. Denn nicht alles ist eine Frage der Perspektive. Oder wie eine altägyptische Inschrift auf den Pyramiden von Gizeh sinngemäß sagt: »Bevor du dir selbst eine Depression diagnostizierst, stelle sicher, dass du nicht einfach nur von Arschlöchern umgeben bist.«

Statt Glücksstreben und Selbsttäuschung ist ein nüchterner Pragmatismus hilfreich, mit dem Willen, die existierende Realität zu verändern. Das meint übrigens auch Antonio Gramsci, wenn er von »Pessimismus des Verstandes, Optimismus des Willens« spricht. Die Philosophie des Nein sagt auch: Negative Gefühle helfen uns beim Überleben und sind der Treibstoff der Zivilisation. Schmerz ist ein wirkungsvoller Schutzmechanismus des Körpers. Wut wirkt als Initialzündung für den politischen Kampf gegen Unrecht, und Neid kann zu mehr Verteilungsgerechtigkeit führen. Wenn jemand leidet, bringt es also wenig zu sagen: »Denk positiv!«, oder »Das wird schon!«. Viel effektiver und ehrlicher ist es, Negatives als Teil unserer Existenz zu akzeptieren – und lieber zu schimpfen. Nach »Fuck, fuck, fuck!» fühlt man sich (meiner Erfahrung nach) viel besser als nach der Lektüre eines esoterischen Selbsthilfebuches, das behauptet, Menschen bestünden aus Sternenstaub und wären zum Leuchten geboren. Wollen Sie gerne leuchten?

Ich möchte lieber nicht.


Biohacking – eine jahrhundertealte Methode.

Der Begriff und die Biohacking-Szene haben sich in den letzten Jahren ausgehend von den USA auch in Europa und Deutschland verbreitet. Die Zusammensetzung des Wortes aus „Bio“ (Bedeutung: Leben) und „Hacking“ (Bedeutung: Entschlüsseln und Kontrollieren) gibt bereits Hinweise, worum es dabei geht: Biohacker haben das Ziel, ihren Körper bestmöglich zu kennen und wollen Verantwortung für ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen übernehmen. Selbstwirksamkeit steht dabei im Mittelpunkt – für ein langes, gesundes Leben, maximale Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit. Anfänglich mag das nach (noch mehr) Leistungsdruck und Stress klingen, aber näher betrachtet, wird das genaue Gegenteil angestrebt. Gibst du deinem Körper, was er braucht und wofür er geschaffen ist, wirst du mit Energie und Widerstandsfähigkeit belohnt. Die Methoden und Hacks sind vielfältig, sie können und sollten flexibel und individuell eingesetzt werden. Technische Gadgets sind zwar beliebte Hilfsmittel, aber im Kern geht es darum, im Einklang mit der Natur zu leben. Das bedeutet ein Stück weit zur ursprünglichen, natürlichen Lebensweise zurückzukehren sowie ein Bewusstsein für den eigenen Körper zu schaffen.

Die Methoden des Biohackings können dich dabei unterstützen. Regelmäßig und richtig angewendet, können die Hacks:

  • Für mehr Energie, Produktivität und Konzentration sorgen,
  • die eigene Leistungsfähigkeit verbessern – im Training und Alltag,
  • Widerstandsfähigkeit stärken,
  • Stress reduzieren und guten Schlaf fördern,
  • Selbstwahrnehmung erhöhen,
  • private und berufliche Ziele zu erreichen.

Deine Ernährung beeinflusst deinen Schlaf, dein Schlaf beeinflusst deine Leistungsfähigkeit, deine Leistungsfähigkeit beeinflusst deine Produktivität und so kann es immer weiter gehen – es  wird holistisch gefühlt – gedacht – getan.
Biohacking ist ein moderneres Wort, aus OekoHuman-Sicht, für Ayurveda.

Dafür braucht niemand sofort sein ganzes Leben umzukrempeln. Der „Vierte Weg“ bietet verschiedene Maßnahmen, mit denen Sie Schritt für Schritt einen neuen Alltag definieren können. Finden Sie heraus, was zu Ihnen passt und Ihnen gut TUT.
Manchmal dauert es ein wenig, bis sich die Resultate zeigen, bei denen Sie sich im Nachhinein betrachtet besser fühlen.


Wie trifft man gute Entscheidungen? Evolutionspsychologe Steven Pinker erklärt, wie mehr Rationalität unser Leben verbessern kann, welche Rolle Gefühle spielen und wie man Versuchungen im Jetzt widersteht – Interview von Christina Berndt – SZ vom 07.01.2022.

SZ: Dass Sie heute so einen Stress haben, ist also das Ergebnis von rationalen Motiven wie dem Klimaschutz und irrationalen – Ihrer emotionalen Einstellung zum Zugfahren.

Steven Pinker: Ja, und das ist perfekt rational.

Wie, Gefühle sind rational?

Nein, Gefühle an sich nicht. Aber Gefühle bei seinen Entscheidungen zu berücksichtigen schon. Rationalität ist ja mehr als nur das Auswerten von Statistiken und das Abhaken von Fakten. Rational zu entscheiden, kann auch heißen, in einem Moment das Beste für sich zu tun und etwas zu genießen.

Heute lief es nicht gut mit dem Zug. Womöglich schaffen Sie es nicht mehr rechtzeitig zu Ihrem Vortrag. War es trotzdem eine vernünftige Entscheidung?

Zugegeben, ich hatte nicht erwartet, dass ein Zug ausfällt und ich auf dem Boden sitzen muss. Aber so etwas passiert nun einmal. Das kalkuliert man ja auch mit ein.

Sie fordern Menschen auf, vernünftigere Entscheidungen zu fällen. Warum?

Es würde unser Leben verbessern. Wenn man Ziele erreichen will, helfen rationale Entscheidungen enorm. Allzu oft lassen wir uns aber von falschen Annahmen lenken oder betrügen uns selbst. Wir halten oft das für richtig, wovon wir einen größeren Nutzen zu haben glauben oder wofür wir eine Vorliebe haben. Außerdem vermischen wir Zufall und Wahrscheinlichkeit, wir überbewerten Einzelfälle, die wir kennen, statt das große Ganze zu sehen, und Korrelationen halten wir für Kausalitäten. Diese Dinge sind die größten Feinde der Rationalität.

Sind Sie denn selbst ein rationaler Typ?

Man überschätzt immer seine eigene Rationalität. Man denkt, dass das, was man selbst tut, viel logischer ist als das, was andere tun.

Also, ja? Sie halten sich für rational?

Ich glaube schon, dass ich ein rationaler Mensch bin. Ich kenne manche meiner Irrationalitäten. Und natürlich habe ich in meinem Leben auch schon Entscheidungen getroffen, die nicht allzu rational waren. Ich bin ja zum Beispiel schon zum dritten Mal verheiratet.

Jede Hochzeit könnte doch ein sehr rationaler Schritt gewesen sein. In dem Moment, in dem Sie geheiratet haben, war das jedes Mal total vernünftig, und als Sie sich scheiden ließen auch.

Ja, das ist korrekt. Selbst wenn etwas im Nachhinein betrachtet ein Fehler gewesen sein sollte, heißt das noch nicht, dass es in dem Moment irrational war. Es liegen ja nicht immer alle Fakten auf dem Tisch, und Menschen verändern sich.

Rational und richtig, irrational und falsch – so einfach ist es nicht, oder? Man kann auch völlig falsche rationale Entscheidungen treffen und perfekte irrationale.

Ja, und zwar aus den folgenden Gründen: Zum einen können sich die Umstände verändern. Und zum anderen birgt jede Entscheidung ein Risiko. Eine Entscheidung kann vollkommen richtig sein, und dann geht es trotzdem schief. Wenn ich zum Beispiel darauf wette, dass eine Mannschaft auf den Plätzen eins bis fünf landet und sie wird sechste, dann verliere ich die Wette, obwohl ich mit meiner Einschätzung ganz gut lag. Bei allem, was mit Wahrscheinlichkeiten zu tun hat, gibt es dieses Problem.

Wann waren Sie zuletzt fundamental irrational und stolz darauf?

Ich erinnere mich nicht wirklich.

Waren Sie nie froh, den rationalen Ballast einfach mal abzuwerfen?

Ich war natürlich immer wieder froh, wenn ich Spaß hatte und Zeit verschwendet habe. Das klingt dann so irrational. Denn wir denken, rational zu sein verfolge immer ein Ziel. Aber es ist nichts irrational daran, etwas zu genießen oder sich zu verlieben oder albern zu sein. Vernunft und Lebensfreude sind kein grundsätzlicher Widerspruch. Wir sind nicht Mr. Spock.

Oft genug gibt es diesen Widerspruch zwischen Vernunft und Gefühl aber schon. Beispiel Krebsfrüherkennung: Die Statistik sagt, dass die Mammografie für einen verhinderten Krebstod zehn unnötige Behandlungen verursacht. Viele Frauen gehen trotzdem zur Untersuchung, denn die Angst vor dem Krebs ist viel größer als die Angst vor einer falschen Behandlung.

Nicht zum Screening zu gehen könnte in der Tat perfekt rational sein. Denn die vielen unnötigen Operationen sind ein hoher Preis. Aber wenn man die Statistik kennt und das Risiko für eine unnötige Behandlung bewusst in Kauf nimmt, um sein Risiko für einen tödlichen Krebs zu senken, dann ist das auch nicht irrational. Wichtig ist einfach, dass Menschen gut informiert sind, bevor sie sich entscheiden.

Sie sagen, neben fehlenden Statistikkenntnissen sei ein wesentlicher Grund für irrationale Entscheidungen, dass wir Kausalität sehen, wo nur Zufall ist.

Wir sind immer auf der Suche nach Mustern – wie Hamlet, der die Form der Wolken interpretiert. Damit bestärken wir unseren Aberglauben und nehmen uns die Freiheit, vernunftbasierte Entscheidungen zu fällen. Wir glauben an Fügung, weil wir vergessen, wie viele Dinge zufällig passieren. Wenn man auf einer Party mit zwei Dutzend Gästen ist – wie groß ist die Chance, dass zwei am selben Tag Geburtstag haben? Größer als fifty-fifty. Und mit 60 Gästen liegt sie bei 99 Prozent.

Ehrlich? Das erscheint sehr hoch.

Wir denken, die Wahrscheinlichkeit sei niedrig, weil wir wissen, dass es unwahrscheinlich ist, dass noch jemand am selben Tag Geburtstag hat wie wir selbst. Aber dabei vergessen wir, wie viele Möglichkeiten von Koinzidenzen es gibt, wenn so viele Menschen aufeinandertreffen. Deshalb interpretieren wir so viel hinein. Aber derselbe Geburtstag ist eben keine Fügung, die uns beeinflussen sollte, es ist einfach Zufall. Das Gleiche gilt, wenn Menschen nach einer Impfung sterben. Es ist einfach eine Koinzidenz.

Oft verhält man sich unvernünftig, weil man spontan ist – den Moment vor die Zukunft stellt.

Dieser Unterschied zwischen dem Jetzt und der Zukunft kann wie ein Kampf zwischen zwei Selbst sein. Wir naschen, weil die Lust am Essen stärker ist als die noch abstrakte Freude, die wir in der Zukunft am Schlanksein haben werden. Es ist, als hätten wir zwei Selbst – eines, das ein neues Schmuckstück haben will, und das andere, das Geld für die Alterssicherung zur Seite legen möchte.

Das Zukunfts-Selbst scheint das vernünftigere zu sein. Also wäre es wohl rational, häufiger im Jetzt Opfer zu bringen, um für die Zukunft zu sorgen?

Nicht unbedingt. Vielleicht sterben wir bald, dann wäre das Opfer umsonst gewesen. Insofern hat der Spruch „Das Leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst“ auch etwas Rationales. Es ergibt keinen Sinn, ein teures Klangsystem in einem Alter zu kaufen, in dem man den Unterschied nicht mehr hören kann. Ein Problem ist es aber, wenn wir so leben, als wären wir schon in ein paar Jahren tot.

Aber wie kann man sich mäßigen?

Man sollte in dem Moment, in dem man satt ist, rational handeln, damit man später zur Vernunft gezwungen ist. Odysseus hat sich an den Mast binden lassen, damit er sich nicht von den Sirenen bezirzen lassen konnte. Auch wir können uns austricksen: Wirf den Rest der Schokolade weg, wenn du genug gegessen hast. Schließe einen Sparvertrag ab, in den ein Teil deines Gehalts fließt. So kann die Rationalität die Versuchung überwinden, ohne dass wir nur auf Willenskraft setzen, die vom Moment allzu leicht überwältigt wird.

Müsste ich also, um rationaler zu leben, länger über alles nachdenken oder öfter Pro- und Contra-Listen führen?

Solche Listen führen wir ja ständig – auch wenn wir es nicht explizit mit Papier und Stift machen. Wir haben einen Sinn dafür, Nutzen und Kosten gegeneinander aufzuwiegen. Aber manchmal ist es besser, genauer hinzusehen. Zum Beispiel zähle ich immer die Menschen durch, bevor ich entscheide, in welcher Schlange ich mich anstelle. Mit der visuellen Schätzung liegt man nämlich oft daneben.

Ziemlich aufwendig, so durchs Leben zu gehen …

Wir müssen das ja nicht ständig tun. Schließlich ist auch die Zeit ein Faktor. Zu langes Nachdenken, Abwägen und Beschaffen von Informationen ist auch nicht mehr vernünftig. In der Entscheidungstheorie gibt es den Begriff Satisficing, zusammengesetzt aus „satisfying“, befriedigend, und „suffice“, ausreichend. Es geht nur darum, eine ausreichend zufriedenstellende Entscheidung zu treffen.

Man kann doch ohnehin nicht alle Informationen überblicken und bewerten. Muss ich nicht auch einfach vertrauen?

Ja, klar. Es ist keineswegs irrational, manchen Institutionen oder Menschen zu vertrauen. Wenn eine Institution in der Vergangenheit verlässliche Empfehlungen ausgesprochen hat, sie offen für Kritik ist, sich bei Fehlern korrigiert, Unsicherheiten kommuniziert und sie offen ihre Methoden darlegt, dann gibt es gute Gründe, ihr zu vertrauen. Aber man sollte nicht blind vertrauen.

Viele Menschen glauben dennoch an Fake News, etwa an Mikrochips in Impfspritzen bis zur geplanten Weltherrschaft. Was kann man da tun?

Grundsätzlich ist es wichtig, die falschen Annahmen zu attackieren; diese Menschen zu fragen, wie sie ihre Annahmen begründen. Das funktioniert aber nur bei Leuten, die offen für Argumente sind. Wenn die falschen Annahmen Teil der Identität geworden sind, geht es nicht mehr mit Überzeugen.

Sie sagen, mit mehr Rationalität würde die Welt besser. Die Pandemie hat noch einmal gezeigt, wie viel Hass es gibt, wie gespalten Gesellschaften sind. Bräuchten wir nicht vor allem mehr Gefühl?

Mehr Gefühl wäre gut, aber von der richtigen Art. Wir brauchen sicher nicht mehr Hass. Wir brauchen also wieder die Rationalität, die uns sagt, in welche Richtung sich unsere Welt verändern sollte.

Wie sieht es mit Hoffnung und Optimismus aus? Niemand würde Popstar, Entdeckerin oder Abenteurer, wenn alle Menschen ihren Beruf rational wählten.

Auch diese Wege haben eine rationale Basis: Die Wahrscheinlichkeit für Erfolg mag kleiner sein, aber im Erfolgsfalle ist der Gewinn riesig. Es ist nicht so, dass nur irrationaler Optimismus zu Innovationen führt. Die meisten von uns überbewerten das Irrationale in unseren Entscheidungen. Außerdem haben wir mehr positive als negative Illusionen: Wir glauben mehr an unseren Erfolg als an unsere Niederlage. Obwohl so viele Ehen geschieden werden, denken wir, dass uns das nicht passiert. Wir denken, dass wir keinen Krebs bekommen, obwohl wir rauchen.

Die größte Dummheit scheint das Festhalten an überholten Thesen zu sein.

Wir brauchen unbedingt mehr aktive Offenheit. Wir müssen bereit dafür sein, unsere Haltung ändern, wenn sich die Evidenz ändert. Wir sollten ein offenes Ohr für andere Positionen haben.

Menschen mögen aber lieber die Bestätigung als die Auseinandersetzung.

Wir fühlen uns oft wohler unter Leuten, die das Gleiche denken wie wir. Noch schlimmer: Bei seiner Meinung zu bleiben, wird oft als hohes Gut gesehen. Politiker gelten dann als besonders vertrauenswürdig. Dabei ist es so klug, sich neuen Argumenten zu stellen und die eigene Haltung zu überdenken.

Wie könnte man mehr Offenheit lernen? Schauen Sie Fox News, um sich mit anderen Meinungen zu konfrontieren?

Nein, so weit geht es nicht. Aber es täte uns gut, wenn wir uns in Gesprächen mit anderen einfach mal auf die Suche nach der Wahrheit begeben. Wir sind Primaten, oft geht es nur darum, das Alphatier zu sein. Wir können aber lernen, uns wirklich dem Argument zu widmen, Hypothesen zu testen, statt Behauptungen zu verteidigen.

Sie kritisieren die Cancel Culture, die manche Meinungen als politisch inkorrekt geradezu verbietet. Geben Sie dadurch Populisten nicht zu viel Raum?

Es muss möglich sein, seine Ideen auszudrücken. Alle neuen Ideen wirken erst mal skandalös. Aber es kommt doch darauf an, wie gut jemand argumentiert, ob er falsche Annahmen macht. Schlechten Argumenten sollten wir sicher keinen Glauben schenken. Derzeit aber verlieren in der US-Gesellschaft Menschen ihren Job, obwohl sie ihre Argumente mit Vernunft vorbringen.

Sie haben sich in dieser Diskussion viel Ärger eingehandelt, zum Beispiel, weil Sie sagen, man dürfe selbst über die Vorteile des Kolonialismus diskutieren. Gilt das auch für den Faschismus?

Wir sollten zuallererst offen sein. Wenn man alles, was in einer Zeit geschehen ist, von vornherein negativ belegt, dann wird man blind. Es waren Nazi-Wissenschaftler, die erstmals den Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebs erkannten. Trotz aller Gegnerschaft gegenüber dem Nationalsozialismus sollten wir nicht die positiven Aspekte leugnen, die es da auch zu finden gibt. Die Tabakindustrie hat das benutzt: Sie hat die Warnungen vor dem Rauchen diskreditiert, indem sie sagte, das war Nazi-Wissenschaft.

Sie müssen oft genug harsche Kritik auch für Ihre Bücher einstecken. Wie gehen Sie damit um?

Ich lese Kritiken niemals am Abend, wenn ich schlafen oder Zeit mit meiner Familie verbringen will. Ich sage mir, es ist der Preis des Ruhms, dass man kritisiert wird. Ich sage: Das sind nur manche Kritiker, andere finden meine Arbeit gut. Und ich versuche mich auf meinen Erfolg beim Publikum zu fokussieren.

Sie versuchen es also zu rationalisieren.

Ja. Aber es funktioniert nur zum Teil. Am Ende bleibt da ein Gefühl. Und es tut immer noch weh.

Steven Pinker, 67, ist ein US-amerikanischer- kanadischer Evolutionspsychologe, der an der Harvard-Universität lehrt und forscht. In seiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt er sich viel mit psycholinguistischen Fragen. Die Öffentlichkeit kennt ihn vor allem als Autor populärer Sachbuch-Bestseller.


Je größer die Selbstliebe, desto schmerzlicher die Abweisung.

Wer lieben will, muss in Kauf nehmen, verletzt zu werden. Ein Gespräch mit dem Philosophen Wilhelm Schmid über Zurückweisung – und die Frage, wie man mit ihr umzugehen lernt – Interview: Daniela Gassmann.
SZ-Magazin: Ich will mit Ihnen heute über das Gefühl der Zurückweisung sprechen, das nun mal zur Liebe gehört.
Wilhelm Schmid: Das stimmt, alle meine Bücher über die Liebe haben auch die Zurückweisung im Blick. Es ist die Standarderfahrung aller Liebenden, dass es nicht nur Zuwendung, sondern auch Abwendung gibt.

Woran liegt das?
Das liegt daran, dass das Leben allgemein und die Liebe im Besonderen nicht in der Lage sind, allein die positive Seite zu bieten, sondern die negative Seite immer mitkommt. Soll heißen: Es gibt nie nur Freude, es gibt immer auch Ärger. Ich kenne kein Leben und keine Beziehung, die ohne auskommt. Warum? Weil das Leben keine Langeweile, sondern Spannung haben möchte. Stellen Sie sich vor, wie es wäre, wenn es wirklich immer nur Freude gäbe. Freude am Morgen, Freude am Abend, am nächsten Morgen. Wie lange wollen wir das aushalten? Deswegen kommt es ganz automatisch dazu, dass einer von beiden in einer Beziehung, ohne es eigentlich zu wollen, wieder für ein bisschen Ärger sorgt, und der andere macht ihm das dann zum Vorwurf.

Was ist mit besonders glücklichen Paaren?
Ich kenne kein Paar, das ganz ohne Vorwürfe auskommt. Wichtig wäre zu verstehen, dass das eigentlich kein Vorwurf an den anderen ist, sondern ein Vorwurf an das Leben: Das Leben soll mir alles liefern, was mir gut gefällt. Und wenn nicht, dann hast du versagt. Wenn einer von Zurückweisung spricht, steckt dahinter, dass er oder sie sich nicht genügend aufmerksam behandelt fühlt, dass seine oder ihre Wünsche nicht ernstgenommen werden und damit dann ein Gefühl von Verletzungen einhergeht. Während der, der das verursacht hat, gar nicht versteht, was hier geschieht, weil er oder sie gar nichts verursacht hat, sondern einfach nur zum Fenster rausgeschaut hat. Aber das kann genügen, damit der oder die andere sich nicht genügend gewürdigt sieht.

Welche Akte der Zurückweisung fallen Ihnen ein, die besonders schwer zu verkraften sind?
Die Erfahrung und Umfragen zeigen: Das große Problem ist immer die Sexualität. Nach anfänglicher Verliebtheit, einem halben oder ganzen Jahr, in dem zwischen zweien alles geht, geht plötzlich nichts mehr. Der eine hat ein Bedürfnis, der oder die andere hat kein Bedürfnis. Nicht heute, sondern erst morgen, vielleicht auch erst nächste Woche. Und damit beginnen die Unstimmigkeiten. Da Sexualität im Leben der meisten Menschen nicht etwas Nebensächliches ist, geht damit sehr schnell Verletzung einher.

Warum ist es so schmerzhaft, auf einer körperlichen Ebene abgelehnt zu werden?
Weil das niemals nur als körperliche Ebene betrachtet wird, sondern auch als seelische Zurückweisung. Jedenfalls in einer Beziehung verbindet ein Mensch mit der Körperlichkeit mehr – nämlich Nähe, Gefühle, eine Verschmelzung, die ja wirklich in der Sexualität geschehen kann wie kaum irgendwann oder irgendwo sonst. Die Neurobiologie kann zeigen, dass bei all diesen Dingen auch Hormone mitspielen, wenn sie nicht sogar die erste Geige spielen. Und wenn die Hormone, die zu einer größeren Nähe hindrängen, keine Erfüllung finden, dann geht der Druck ja nicht weg, sondern ich fühle mich dann alleingelassen mit meinem großen Bedürfnis – weiterlesen.


Beziehung und Verbundenheit – was unser Leben reicher macht.

Ohne Beziehungen ist unser Leben undenkbar. Denn wir sind Gemeinschaftswesen. Doch Corona-Pandemie und Digitalisierung stellen unser Gemeinschaftsgefühl auf eine schwere Probe: Wir können uns zwar leicht vernetzen, doch erleben selten echte Verbundenheit. Wie können wir unter solchen Bedingungen unsere Beziehungen zu Kolleg*innen, Fremden oder sogar der Gesellschaft fördern?

ZEIT Wissenschaftsredakteur Ulrich Schnabel sprach mit Verhaltenstherapeut und Psychologe Jens Corssen darüber, wie wichtig die Einstellung zum Leben, zu sich selbst und zu anderen für gelingende Beziehungen ist. Sie diskutieren über die Rolle der Verbundenheit für Glück und Resilienz. Und sie erörtern Wege, wie Beziehungen – beruflich wie privat – gelingen. Denn wirkliche Verbundenheit ist gerade in diesen herausfordernden Zeiten wichtiger denn je. Moderiert wurde der Abend von Jennifer Knappheide, Redakteurin und Projektmanagerin bei der ZEIT Akademie. Um Verhalten zu verändern, braucht es emotionalisierende Erfahrungen – Das Video dazu.


Das Leben zeichnet sich durch Energie aus. Diese zeigt sich durch Wellen-Länge und- Höhe, Schwingung-Vibration, Frequenz (Her(t)z) und Phasenverschiebungen. E-Motionen und Motivation zeichnen sich durch die gleichen Eigenschaften aus und durch das Wasser im Körper (70%) werden so chemische Prozeße im ganzen Körper ausgelöst.

„Du kannst die Wellen, Schwingen, Frequenzen und Phasenverschiebungen sind nicht zu stoppen, aber der Mensch kann lernen, diese zu reiten.“ Was der amerikanische Lehrer Joseph Goldstein hier so sportlich ausdrückt, ist vielen Menschen gut bekannt: Schule, Ausbildung, Familie, Beruf – der tägliche Druck steigt und verlangt uns allen eine Menge ab. Was wir dann brauchen sind tragende Werte, ein stabiles inneres Gleichgewicht und die Fähigkeit, uns jeden Tag neu zu motivieren. Jeder von uns hat diese (s) innere Kräfte = Immunsystem.
Jeder Mensch moblisiert mithilfe von Gefühlen innere Gedanken-Assoziationen, seine inneren Kräfte, die Frage ist: Konstruktive und destruktive.

Ein Artikel aus der WeltDie geheimen Kraftreserven in unserem Inneren: Den Aussagen vom New Yorker Psychologe Dan Tomasulo stimmt OeHu nur bedingt zu, doch lesen Sie selbst.

Diesem stimmt OeHu zu: 

WELT AM SONNTAG: Kann man auch zu viel Hoffnung haben oder zu früh zuversichtlich sein?

Tomasulo: Absolut – wir nennen das Verleugnung oder spirituelle Umgehung von Arbeit. So etwas passiert, wenn Menschen die harte Arbeit, die es manchmal braucht, um Dinge geschehen lassen, einfach überspringen wollen. Für Führungskräfte in der Wirtschaft und anderswo hieße das, dass man eine positive Einstellung einfach nur als schöne Verpackung mit sich herumträgt, nach dem Motto: „Wird schon noch, alles ist okay.“ Das ist sehr dünn und nützt den Mitarbeitern nichts. Genauso kontraproduktiv ist es, das Negative einfach zu ignorieren. Wenn Sie zum Beispiel die Gleise überqueren und sich die Schranken gerade senken, ist das der völlig falsche Moment für Optimismus oder Hoffnung. Im Angesicht der Gefahr willst du nicht hoffen oder positiv denken – da muss das Alarmsystem funktionieren! Sie sehen also: Es kann durchaus ein Zuviel an Hoffnung geben. Wir brauchen immer eine Balance.

Balance wird erreicht durch diese Haltung:
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.


Wir verlangen vom Partner, dass er kompensiert, was wir in uns selbst nicht finden.

Eine These, die OeHu grundsätzlich unterschreibt.

Der Psychiater Michael Lehofer sagt: Weil sich die Menschen selbst nicht genug lieben. Warum die Kindheit dabei so entscheidend ist, Bestätigung von außen nie reichen wird – und wie man lernt, seine Bedürfnisse selbst zu erfüllen.

SZ-Magazin: Sie kommen in Ihrem Buch zu der Erkenntnis, dass fast alle Beziehungen an mangelnder Selbstliebe scheitern. Was meinen Sie damit?
Michael Lehofer: Meistens stört uns das an unserem Partner, was wir uns selbst nicht geben können. Wenn ich zum Beispiel das Gefühl habe, mein Partner schenkt mir zu wenig Aufmerksamkeit, schenke ich mir wahrscheinlich selbst nicht genug Aufmerksamkeit. Und so verhält es sich auch mit der Liebe: Wenn es uns an Selbstliebe mangelt, dann verlangen wir vom Partner, dass er das kompensiert, was wir in uns selbst nicht finden.

Aber ist es nicht genau das, was wir in einer Beziehung suchen?Ja. Aber wenn ich mich selbst liebe, brauche ich keine Bestätigung von meinem Partner zu verlangen. Dann nehme ich jede Zuwendung, jedes Kompliment, jede Umarmung einfach nur als Geschenk an. Beziehungen funktionieren dann besser, wenn ich mich fragen kann: Was kann ich tun, damit es dem anderen gut geht? Und sie funktionieren schlecht, wenn ich dem anderen vorwerfe: »Du gibst mir nicht, was mir gebührt.« Denn so landen wir in einer Bedürftigkeit und fordern immer mehr.

Warum fällt es uns so schwer, uns selbst zu lieben?
Wer zu wenig Liebe in seiner Kindheit wahrgenommen hat, der tut sich auch schwer damit, sich selbst zu lieben. Dies sieht OeHu fundamental anders – lesen Sie den SZ den Artikel dazu.

Wir sehen die Selbst-Veranwortung als Basis der Selbst-Liebe und diese kann JEDER, der WILL(E), lernen!

Eine Übung zu Selbst-Findung:

Professionelle Selbst-Reflektion, denn das Leben – ein Puzzle-Spiel von Energie-Bewegungs-Kräften.
zunächst, der eigenen Wahrheit die Ehre geben, durch horchen auf sein GEWISSEN, dies wird zuerst geformt durch die eigene Wahrheit.

Projektionen:

1. Schritt, diese zurücknehmen.

2. Schritt, das eigene durch E-Motionen und Motivation auch im ANDEREN erkennen.

3. Schritt, so beginnt die natürliche SELBST-Reflektion.

Die Basis dieser Methode ist:
Alles ist Eins, Alles miteinander verbunden und Alles ist in Allem enthalten, Licht und Stoff ist in Bewegung.

Dadurch gilt auf Erden – die E-Motionen befruchten die Gedanken:

Jeder ist seines Glückes Schmied – jeder Verzicht (Wahl aus der Vielheit) ist die konsequente Bejahung und Konzentration auf den für sich gewählten Sinn, Zweck und Ziel mit Plan und Umsetzung = Fokussierung. Der immerwährende Prozeß zu sich SELBST, geht so und OekoHuman nennt diesen, die universelle Salutogenese nach der JALS-Konzept-Methode:

Achte auf deine innere Schwingung und Frequenz,
denn sie werden zu deinen Gefühlen.
Achte auf deine Gefühle,
denn sie sind dein Fühlen – Spüren – Empfinden.
Achte auf alle DREI,
denn sie werden zu Deinen Worten.
Achte auf Deine Worte,
denn sie werden zu deinen Gedanken.
Achte auf deine Gedanken,
denn sie werden zu Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen,
denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten,
denn sie bilden deinen Charakter.
Achte auf deinen Charakter,
denn er wird dein Schicksal.
Achte auf dein Schicksal,
denn es weist Dir den Weg zu deiner inneren Stimme.
Achte auf deine innere Stimme,
denn sie ist deine innere Schönheit.
Achte auf deine innere Schönheit,
denn sie bestimmt deine Gesundheit auf allen Ebenen – Körper – Geist – Seele.
Achte auf deine Gesundheit,
denn sie ist die Wurzel und die Basis ist deine innere Schwingung-Vibration, Frequenz und Phasenverschiebungen, die die innere Wellen-Länge und- Höhe beeinflußt.
Wenn Du Dich krank fühlst, gehe den Weg Schritt für Schritt zurück und reinige deine Schwingung, Frequenz und relativiere deine Phasenverschiebungen,
im Kontext – Deines Selbst-Anspruchs, die Folge wird eine neue Ordnung sein, mit der dazu gehörenden Struktur, die durch Fokussierung dann Deinem Selbst-Anspruch dient. 

Aus dem Talmud + Ergänzung von OekoHuman = Partkdolg Pflicht (Duty) und universelle Salutogenese nach dem JALS-Methoden-TUN-Konzept.  

Du bekommst nicht alles, was Du Dir wünschst. Aber Du bekommst alles, wofür Du Dich anstrengst und arbeitest. Der Weg mag steinig und beschwerlich, doch am Ende tut sich der Himmel auf, denn das Paradies befindet sich in DIR.

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