Sonntag-Intermezzo am 5. Sept. 2021 | OekoHuman

„Die einzige Pflicht, die wir der Geschichte gegenüber haben, ist, sie umzuschreiben“ – Oscar Wilde (1854 – 1900).
So fokussieren uns täglich auf die bestmögliche Lösung und Leistung für unsere Interessenten, Mitglieder und Mandanten.

Guten Morgen am Sonntag, liebe Leserinnen und Leser,

die letzten acht Wochen, haben wir uns hauptsächlich mit uns auseinandergesetzt.

Die Triebfeder“ für uns war: ein „Schöpfungsprozeß“ in drei Stufen.

  1. Mach was du liebst und löse dich von allem, was dich daran hindert!
  2. Auf der Grundlage des „Ehrbaren Kaufmanns“.
  3. Hinter der Geschichte – tiefer Recherchieren.

Die neuesten Artikel werden im „Ticker“ auf Webseite präsentiert und die neuesten Wiki-Einträge, lesen Sie nun alle 14 Tage am Sonntag.

Das Sonntag-Update wird zum Sonntag-Intermezzo, sozusagen zum „Zwischenspiel“ im Spiel des gesundheitlichen, politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und grünem Wandel-Spiel des heutigen Lebens. Sicher ist EINES: daß sich ALLES weiter um das liebe GELD drehen wird.

 

In eigener Sache:

a) Das nächste Intermezzo erscheint am  19. September 2021.
b) Alle Artikel werden regelmäßig aktualisiert und neue werden hinzugefügt.
c) Im Ticker auf der Landingpage sehen Sie die neuesten sechs Artikel.
d) Wer die Artikel und Wiki-Einträge lesen möchte erklärt sich zu einem zwischen uns klar definierten aktiven oder passiven Austausch bereit.
e) Möglichkeiten des aktiven und passiven Austauschs sind:

Persönliche Diskussionen oder Gespräche wie sich OekoHuman verbessern kann – Aktiv.
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Spenden (mind. € 60,- p.a.) aktivieren die Lesemöglichkeit aller Artikel und Wiki-Einträge – Passiv.
Mitgliedschaft aktiviert die Lesemöglichkeit aller Artikel – Passiv.

f) Den Shop haben wir in Verein und GbR
g) Wer hat sich von Wem inspirieren lassen? Meine Antwort ist klar! – ich sage nur 8 Blickwinkel.
Oder Achtkampf für Laschet – im Spiegel.

 Was uns sonst noch beschäftigt hat:


1. Die ökologische Welle – Wirtschaft und Klima – der sechste Kondratieff-Zyklus:

Die Deutschen und der Klimawandel – die Klimadebatte nach dem Discounter-Prinzip –
Derek Scally im Gespräch mit Nicole Dittmer.
Nach der Flut: Welche niedrigen Preise rechnen welche Naturkatastrophe auf? Die deutsche Klima-Diskussion erinnert Derek Scally an eine Kosten-Nutzen-Debatte.

Überschwemmungen, Waldbrände, Hitzerekorde: Der Klimawandel zeigt sich mehr und mehr. Doch in Deutschland werde noch immer über Kosten und Nutzen von Gegenmaßnahmen diskutiert, wundert sich der irische Journalist Derek Scally. Der vergangene Monat war nach Messungen der US-Klimabehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) weltweit der wärmste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880.

Die Durchschnittstemperatur lag den Angaben zufolge – über alle Land- und Ozeanflächen hinweg – um 0,93 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts von 15,8 Grad  – mehr erfahren.


 2. System-Körper-Sprache – Innere Kräfte der Psyche aktivieren:

Das Leben zeichnet sich durch Energie in Bewegung aus. Diese zeigt sich durch Wellen-Länge und- Höhe, Schwingung-Vibration, Frequenz (Her(t)z) und Phasenverschiebungen. E-Motionen und Motivation zeichnen sich durch die gleichen Eigenschaften aus und durch das Wasser im Körper (70%) werden so chemische Prozeße im ganzen Körper ausgelöst.

„Sie können die Wellen, Schwingungen, Frequenzen und Phasenverschiebungen nicht stoppen, aber der Mensch kann lernen, diese zu reiten.“ – mehr erfahren.


3. So spült das Leben!

Wie viel Chilisauce haben die Leute gegessen, wie viel Koks gezogen, wie viele Viren tragen sie in sich? Jörg Drewes weiß, was das Abwasser alles über die Menschen erzählt. Dumm nur, dass die Politik das so lange nicht als „Triebfeder“ verstehen wollte mehr erfahren.


4. Wähler – Nicht-Wähler – stimmte es, daß die Nicht-Wähler doch wählen?!
Das richtige, gute und präzise Stichwort, ist die Normalverteilung nach Gauß, demnach ist es falsch, daß der „Nicht-Wähler“ denunziert wird.
Doch beurteilen Sie selbst:

Die Normal- oder Gauß-Verteilung (nach Carl Friedrich Gauß) ist in der Stochastik ein wichtiger Typ stetiger Wahrscheinlichkeitsverteilungen. Ihre Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion wird auch Gauß-Funktion, Gaußsche Normalverteilung, Gaußsche Verteilungskurve, Gauß-Kurve, Gaußsche Glockenkurve, Gaußsche Glockenfunktion, Gauß-Glocke oder schlicht Glockenkurve genannt. Die besondere Bedeutung der Normalverteilung beruht unter anderem auf dem zentralen Grenzwertsatz, dem zufolge Verteilungen, die durch additive Überlagerung einer großen Zahl von unabhängigen Einflüssen entstehen, unter schwachen Voraussetzungen annähernd normalverteilt sind. Die Familie der Normalverteilungen bildet eine Lage-Skalen-Familie.

Die Abweichungen der Messwerte vieler natur-, wirtschafts- und ingenieurwissenschaftlicher Vorgänge vom Erwartungswert lassen sich durch die Normalverteilung (bei biologischen Prozessen oft logarithmische Normalverteilung) in sehr guter Näherung beschreiben (vor allem Prozesse, die in mehreren Faktoren unabhängig voneinander in verschiedene Richtungen wirken).

Zufallsvariablen mit Normalverteilung benutzt man zur Beschreibung zufälliger Vorgänge wie:

In der Versicherungsmathematik ist die Normalverteilung geeignet zur Modellierung von Schadensdaten im Bereich mittlerer Schadenshöhen.

In der Messtechnik wird häufig eine Normalverteilung angesetzt, um die Streuung von Messwerten zu beschreiben.

Die Standardabweichung σ {\displaystyle \sigma } beschreibt die Breite der Normalverteilung. Die Halbwertsbreite einer Normalverteilung ist ungefähr das 2 , 4 {\displaystyle 2{,}4} -Fache (genau 2 2 ln ⁡ 2 {\displaystyle 2{\sqrt {2\ln 2}}} ) der Standardabweichung. Es gilt näherungsweise:

  • Im Intervall der Abweichung ± σ {\displaystyle \pm \sigma } vom Erwartungswert sind 68,27 % aller Messwerte zu finden,
  • Im Intervall der Abweichung ± 2 σ {\displaystyle \pm 2\sigma } vom Erwartungswert sind 95,45 % aller Messwerte zu finden,
  • Im Intervall der Abweichung ± 3 σ {\displaystyle \pm 3\sigma } vom Erwartungswert sind 99,73 % aller Messwerte zu finden.

Und ebenso lassen sich umgekehrt für gegebene Wahrscheinlichkeiten die maximalen Abweichungen vom Erwartungswert finden:

  • 50 % aller Messwerte haben eine Abweichung von höchstens 0,675 σ {\displaystyle 0{,}675\sigma } vom Erwartungswert,
  • 90 % aller Messwerte haben eine Abweichung von höchstens 1,645 σ {\displaystyle 1{,}645\sigma } vom Erwartungswert,
  • 95 % aller Messwerte haben eine Abweichung von höchstens 1,960 σ {\displaystyle 1{,}960\sigma } vom Erwartungswert,
  • 99 % aller Messwerte haben eine Abweichung von höchstens 2,576 σ {\displaystyle 2{,}576\sigma } vom Erwartungswert.

Somit kann neben dem Erwartungswert, der als Schwerpunkt der Verteilung interpretiert werden kann, auch der Standardabweichung eine einfache Bedeutung im Hinblick auf die Größenordnungen der auftretenden Wahrscheinlichkeiten bzw. Häufigkeiten zugeordnet werden.


5. Die Triebfeder.

Triebfeder f. ‘treibende Feder im Uhrwerk’, übertragen ‘innere treibende Kraft, Antrieb’ (18. Jh.), anfangs vereinzelt auch Treibfeder. Triebkraft f. ‘vorantreibende Kraft, Wachstumskraft in einer Pflanze’, im Tier und im Menschen.  Trieb m. ‘(innere) antreibende Kraft, Schößling’, mhd.-trip (Genitiv -tribes) (in übertrip) ‘das Treiben des Viehs, Viehweide’, ablautende Abstraktbildung zu dem unter ↗treiben (s. d.) behandelten Verb, älteres ↗Trift (s. d.) im Hd. verdrängend. In seinen Verwendungen dem Gebrauch des Verbs folgend, zufrühst (heute noch landschaftlich) ‘das Treiben von Vieh’ (erhalten in Auftrieb zur Alm, Abtrieb von der Alm), auch ‘Weideland, Weiderecht’ und ‘kleines Triebrad’, ‘Eifer, Energie’ (1. Hälfte 16. Jh.), ‘maschineller Antrieb’ (Anfang 17. Jh.), ‘innerer Drang, Antrieb, Lust’ (Ende 17. Jh.), ‘Wachstum einer Pflanze, Sproß, Schößling, geschlechtliches Verlangen, Instinkt, das Treiben von Wild (bei einer Jagd), Abschnitt einer größeren Treibjagd’ (18. Jh.). triebhaft Adj. ‘sinnlich, leidenschaftlich’ (um 1900), älter ‘frisch, lebhaft, kräftig, blühend’ (Anfang 18. Jh.). Triebfeder f. ‘treibende Feder im Uhrwerk’, übertragen ‘innere treibende Kraft, Antrieb’ (18. Jh.), anfangs vereinzelt auch Treibfeder. Triebkraft f. ‘vorantreibende Kraft, Wachstumskraft in einer Pflanze’ (18. Jh.), zuvor Treibkraft (Mitte 17. bis Anfang 19. Jh.). Triebwagen m. ‘Schienenfahrzeug mit eigenem Antrieb’ (Anfang 20. Jh.), zuvor (Ende 19. Jh.) ‘mit einem Motor getriebener Wagen’, vgl. Triebkraftwagen für ‘Automobil’ – mehr erfahren im OeHu-Wiki.


6. Der exzessive Kapitalismus,

sorgte in seiner wildesten Zeit für die Bereicherung der Reichen auf Kosten derer, die weniger gewieft, weniger skrupellos und weniger wehrhaft waren. Das Kapital ist nun mal aus sich
heraus nicht einfühlsam. Es neigt dazu, Menschen auszubeuten und die natürlichen Ressourcen
des Planeten zu plündern.
Dieser zerstörerische Kapitalismus wurde von Ludwig Erhard in die Schranken verwiesen. Die Sozialpflichtigkeit des Eigentums – fest geschrieben in unserer Verfassung – bedeutete nichts Geringeres als die Zähmung des Kapitalismus. Ihm wurde das Wölfische ausgetrieben. Diese Zähmung – und damit sind wir in der Gegenwart , sorgte in seiner wildesten Zeit für die Bereicherung der Reichen auf Kosten derer, die weniger gewieft, weniger skrupellos und weniger wehrhaft waren. Das Kapital ist nun mal aus sich heraus nicht einfühlsam. Es neigt dazu, Menschen auszubeuten und die natürlichen Ressourcen des Planeten zu plündern. Dieser zerstörerische Kapitalismus wurde von Ludwig Erhard in die Schranken verwiesen. Die Sozialpflichtigkeit des Eigentums – fest geschrieben in unserer Verfassung – bedeutete nichts Geringeres als die Zähmung des Kapitalismus. Ihm wurde das Wölfische ausgetrieben. Diese Zähmung – und damit sind wir in der Gegenwart des Wahljahres 2021 gelandet – steht dem exzessiven Sozialstaat erst noch bevor. Denn hier zeigt sich dieselbe Aggressivität, nur spiegelverkehrt: Im exzessiven Sozialstaat kommt es zur Bereicherung der weniger Erfolgreichen auf Kosten derer, die fleißiger, ambitionierter und infolgedessen vermögender sind.

mehr erfahren, bei Gabor Steingart, verbunden mit der Frage stimmt das so?!.


Schulden ohne Ende, auch eine Ableitung des exzessiven Kapitalismus!

Die EZB möchte die Politik des billigen Geldes auf Teufel komm raus fortsetzen, weil sie für drei Spieler sehr praktisch ist:

  • für die Regierungen in Europa, die auf diese Art ihre Schuldenhaushalte billig refinanzieren können;
  • für die Investoren am Kapitalmarkt, die sich nahezu risikofrei mit Spielgeld eindecken
  • und für die EZB selber, die vom Währungshüter – also vom Schiedsrichter – zum wichtigsten ökonomischen Spielmacher aufgestiegen ist.

Wenn da nur nicht die steigenden Inflationszahlen wären. Jeder in der EZB weiß es: Nur wenn das Geld wieder einen Preis bekommt und die Expansion der Geldmenge – plus 200 Prozent seit 2000 – wieder verlangsamt wird, gibt es den Hauch einer Chance auf sinkende Inflationsraten. Bundesbankpräsident Jens Weidmann rechnet, wie er gestern sagte, mit einem weiteren Anstieg auf fünf Prozent bis zum Jahresende.

Die EZB-Führung will davon nichts wissen. Um Zeit zu gewinnen, prognostiziert die dafür im EZB-Rat zuständige Isabel Schnabel eine bald wieder sinkende Inflationsrate. Diese Prognose soll den Handlungsdruck senken, sie soll die weitere Geldflutung legitimieren und die Kosten der Aktion weiterhin bei den Sparern belassen, die bei einer fünfprozentigen Inflation und einem deutschen Geldvermögen laut Bundesbank von rund 6,7 Billionen Euro allein hierzulande in einem Jahr gut 321 Milliarden Euro an Kaufkraft verlieren.

Doch die Realität wird sich nicht an die Prognosen von Isabel Schnabel. Zumal sie in ihrer Projektion die vier wichtigsten Inflationstreiber der kommenden Jahre bewusst nicht berücksichtigt hat:

1. Preistreiber Klimaschutz. Die Energiepreise steigen weiter, vor allem aus politischen Gründen. Der CO2-Preis gilt in Deutschland seit Jahresanfang und beträgt 25 Euro, was sieben bis acht Cent auf den Benzinpreis bedeutet. Der Preis soll sich bis 2025 auf 55 Euro mehr als verdoppeln.

Wirtschaftsforscher von Prognos und der Boston Consulting Group schreiben in einer Studie für den BDI: Um die Klimaziele bis 2030 zu erreichen, muss der CO2-Preis „im Extremfall“ sogar auf 250 Euro je Tonne steigen. Fest steht: Sinkende Energiepreise – wie von der EZB-Expertin unterstellt – dürfte es in Deutschland auf absehbare Zeit nicht geben.

2. Preistreiber Mindestlohn. Aus politischen Gründen soll auch der Preis für die Ware Arbeitskraft verteuert werden. Heute erhalten 1,42 Millionen Menschen den Mindestlohn von 9,60 Euro. Nach der Wahl will Olaf Scholz den Mindestlohn auf 12 Euro erhöhen und damit auf zehn Millionen Beschäftige, also rund ein Viertel des deutschen Arbeitskräftepotentials, ausdehnen.
Das bedeutet: Die Mehrzahl der Unternehmen wird diese staatlich induzierten Mehrkosten fein dosiert an die Verbraucher weiterreichen. Viele margenschwache Geschäfte haben gar keine Alternative, als unverzüglich neue Preisschilder zu kleben.

3. Preistreiber Pillenknick. Mit der Verabschiedung der Babyboomer in Richtung Rente kommt es zu weiteren Engpässen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Gute Nachricht für Handwerker und Experten aller Art: Sie werden bei den Arbeitgebern höhere Löhne durchsetzen können. Die „Bank für Internationalen Zahlungsausgleich“ urteilt folgerichtig: Das sinkende Arbeitskräfteangebot treibt die Inflationsraten in den nächsten Jahrzehnten kräftig nach oben. Eine Lohn-Preis-Spirale kommt in Gang.

4. Preistreiber China. Die Überalterung der chinesischen Gesellschaft – ausgelöst durch die jahrzehntelange Ein-Kind-Politik – wird das einstige Billiglohnland stark verändern. 91 Prozent der institutionellen Investoren stimmen in einer aktuellen Erhebung des europäischen Fixed Income ETF-Anbieters Tabula der These zu, dass sich der demografische Wandel in China inflationär auswirken wird.

Fazit: Auch für die deutschen Sparer ist das eine wichtige Information. Denn sie sparen viel, aber falsch, wie Prof. Bert Rürup kürzlich sagte. Zu Risiken und Nebenwirkungen der Geldentwertung fragen Sie am besten einen der Kanzlerkandidaten – oder zuständigkeitshalber den Finanzminister Olaf Scholz: Telefon 030-18 682-3300 – erschienen bei Gabor Steingart im Morning-Briefing .


7. Perfektion.

Interessanterweise stammt eines der beeindruckendsten Zitate zum Thema Perfektion nicht von einem Philosophen oder einem bekannten Psychologen, sondern von einem italienischen Schauspieler. Vittorio Gassman sagte: „Unsere Imperfektionen verhelfen uns zu Angst. Der Versuch, sie zu lösen, verhilft uns zu Mut.”

Das Paradox einer „(Un-­‐)Vollendeten Perfektion“ bildet den thematischen Ausgangspunkt des nachfolgenden Beitrags, von MARTINA WEINGÄRTNER, der -­‐wie es im Untertitel heißt -­‐„Eine narrative Ausdeutung des Begriffes tam anhand der Jakobsfigur“ intendiert. Es erscheint merkwürdig, dass gerade Jakob, der sich auf dubiose Weise das Erstgeburtsrecht von seinem Bruder zu sichern weiß und auch sonst eher auf „krummen“ denn auf geraden Wegen wandeln wird, in dem Bericht über seine Geburt (der sein intrauteriner Kampf mit Esau vorausgegangen war) als „tam“ bezeichnet wird. Tamsei ein Begriff aus der Weisheitstradition, der eine Person mit einem richtigen Lebenswandel charakterisiere, einen Gerechten oder Weisen, der insofern eine Facette gelingenden oder „perfekten“ Lebens verkörpere. Ausdrücklich weist MARTINA WEINGÄRTNER darauf hin, dass sie sich Jakob als literarischer Figur und aus einer literaturwissenschaftlichen Perspektive annähern wolle. Zunächst werden die unterschiedlichen Episoden der Jakobserzählung mit Aussagen aus dem „Psalter“ und den „Sprüche Salomos“ konfrontiert und daraus ein spannungsreicher Prozess der Perfektion abgeleitet, indem Jakob, der seiner Ungeduld und Maßlosigkeit wegen zunächst als das Gegenteil von tamerscheint, schließlich zur personalisierten Konkretion des Weisheitsideals avanciert.mehr erfahren und lesen Sie zusätzlich die Schlussfolgerung – 100 Jahre Nahostkonflikt – Ehrenhafter Frieden – von Gottfried Hutter.


8. Provokative These:

Der innere „Arsch”, trifft immer erst den äußeren „Arsch”, bevor es besser wird.

E-Motionen.

 

Fazit:

Dass der Mensch dem Wahnsinn verfallen kann, gehört zu seinem Wesen, zur sogenannten conditio humana. Im Vergleich zu den Tieren, ist der Mensch viel weniger an die Weisungen der Natur gebunden. Die vererbte Instinktsicherheit, die den Zugvögeln sagt, wo und wann sie im Herbst hinfliegen sollen, dem Bieber, wie Bäume zu fällen und Dämme zu bauen sind, oder der Katze, wie man Mäuse fängt, diese Sicherheit haben wir nicht. Wir haben uns von der Natur weitgehend emanzipiert. Die Sicherheit der Instinkte haben wir gegen kulturelles Verhalten eingetauscht, deren Grundzüge wir in einer – im Vergleich zu den Tieren – sehr langen Kindheit und Jugend erlernen müssen. Für uns Menschen ist Kultur unsere zweite Natur. Diese Erkenntnis ist inzwischen anthropologische Binsenweisheit. Irgendwo soll Friedrich Nietzsche gesagt haben, „Der Mensch ist das einzige Tier das lügen kann.“ (Tiere können tricksen, aber lügen?) Er kann sich selbst etwas vormachen, in einem Wolkenkuckucksheim wohnen.

So wie sich der einzelne Mensch selber belügen und täuschen kann, so können auch ganze Menschengruppen, ganze Völker oder Zivilisationen dem Wahn anheimfallen. Und da die Gedanken, Vorstellungen und Lehrmeinungen oft nicht in der Wahrheit gegründet, sondern clevere Illusionen sind, bedeutet das, dass solche irregeleiteten Zivilisationen keinen Bestand haben werden und früher oder später auf ein Desaster hinsteuern. Denn nur das Wahre bewährt sich. Beispiele gibt es zuhauf.

Ein Beispiel aus unserer westlichen Kulturgeschichte ist der Hexenwahn. Er deckt sich mit der Abkühlung des Klimas – der „kleinen Eiszeit“ –, die im 14. Jahrhundert einsetzte. Das führte zu Ernteausfällen, Hungersnöten, Preissteigerungen und gesellschaftlichen Unruhen. Wegen Mangelernährung und langen kalten Wintern verschlimmerte sich die Immunsituation der Bevölkerung; Pest und Seuchenzüge führten zu einer demagogischen Katastrophe. Die damaligen Sachverständigen der Staatsmacht und der Kirche hatten eine Antwort parat: Die Menschen seien selber schuld. Durch ihre Sünden hätten sie den barmherzigen Gott dermaßen erzürnt, so dass er gezwungen war, sie zu strafen.

Vor allem aber waren es die Hexen, die heimlich und böswillig das Wetter, die Ernten und die Fruchtbarkeit von Äckern, Tieren und Menschen verdarben. Um das zu verhindern, setzten die kirchlichen Autoritäten die Inquisition in Gang, um die Übeltäter ausfindig zu machen. Die Bevölkerung wurde angehalten, verdächtige Nachbarn anzuzeigen. Mit „peinlicher Befragung“ (Folter) pressten Dominikanermönche die Angeklagten zum Geständnis. Die Opfer wurden dabei mit Johanniskraut beräuchert, denn diese Pflanze, glaubte man, vertreibe den Teufel, so dass er den Hexen keine Eingebungen einflüstern konnte. Die Schuldigen wurden dann öffentlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt, ihr Besitz beschlagnahmt. Das galt als gnädig: man entriss sie dem Teufel, indem man den Leib verbrannte, die Seele aber durch das Feuer rettete. Ein Wahnsinn, der mehr als 200 Jahre anhielt – Partkdolg-Pflicht (Duty), eine mögliche Lösung-Möglichkeit, um psychische Stärke in sich aufzubauen.

Maya ist die verlockende Illusion, die Täuschung, das Unwirkliche als das Wirkliche anzusehen – Martin Mittwede.

Ihnen einen schönen Sonntag, gute Gedanken, mit Mut und Weisheit zur genauen, richtigen und guten Lücke für Sie und ihre Familie.

Ihr

Jörg Adam Leo Schallehn

Vorstand

ALL in ONE

 

 

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