Fehler-Orientierungs-Kultur = Umgang mit Fehlern | OekoHuman

Fehler-Kultur, ist der konstruktive Umgang mit dem Irrtum, der immer vor dem Fehler liegt.

Fehlen weist auf Fehler. Eine Fehler-Kultur berücksichtigt, dass das Fehlen den „Mut zur Lücke“ bedeutet. So wird es eine Frage des Respekts und Profitums, der Achtsamkeit und Kultur in der Familie und im Unternehmen.

Fehlerkultur: Die Suche nach einem besseren Umgang mit der menschlichen Unvollkommenheit, ist auch eine Frage des Führungsstil!

Winfried BernerDie Umsetzungsberatung
Die Forderung nach einer „Fehlerkultur“ ist in fast jedem Unternehmen zu hören. Man fragt sich, wieso sie eigentlich so populär ist – und zugleich offenbar so selten erfüllt. Jedenfalls scheint es da ein Thema zu geben. Wenn man jedoch nachfragt, was genau mit der gewünschten Fehlerkultur gemeint ist, kann kaum jemand erklären, was das genau sein soll und an welchen Merkmalen er die geforderte Fehlerkultur denn erkennen würde. Nein, die Zahl der Fehler soll natürlich nicht zunehmen, weder in der Fertigung noch in der Auftragsabwicklung, und schon gar nicht in Krankenhäusern oder in der Luftfahrt. Aber der Umgang mit Fehlern müsse anders werden. Wie anders? Hm. Menschlicher jedenfalls. Ist es denn unmenschlich, wenn Vorgesetzte bei folgenschweren Fehlern oder gar deren Wiederholung ärgerlich reagieren? Nein, unmenschlich nicht. Aber auch nicht wirklich hilfreich. Es scheint hier nicht nur ein Thema zu geben, sondern auch einen erheblichen Klärungsbedarf. Denn solange man nicht angeben kann, was mit Fehlerkultur eigentlich gemeint ist, ist es auch schwierig, sie zu implementieren.
  • Der Ruf nach „Fehlerkultur“
In der Tat kann man sich fragen, ob verbale und reale Sanktionen einen Beitrag dazu leisten, die Zahl und Schwere der gemachten Fehler zu reduzieren, oder ob sie nur der emotionalen Entlastung derer dienen, die sich über diese Fehler ärgern. „Wollen wir Fehlertoleranz?“, hat brand eins unlängst gefragt. „Oder wollen wir nur nicht gehenkt werden, wenn wir einen Fehler machen?“ Gute Frage: Ist die allgegenwärtige Forderung nach einer Fehlerkultur am Ende nur der Wunsch nach etwas mehr Nachsicht, nach einem verzeihenderen Umgang mit der allzu menschlichen Fehlbarkeit (und der ebenfalls allzu menschlichen Schludrigkeit)? Und, unternehmerisch notwendige Zusatzfrage, wäre das Erfüllen dieses Wunsches geschäftspolitisch tatsächlich sinnvoll? Oder wäre es der Auftakt zu einem Qualitäts-Desaster? Chefs der alten Schule würden hier mit ehrlicher Besorgnis fragen: Wenn man den Leuten alles durchgehen lässt, warum sollen sie sich dann überhaupt noch anstrengen?! Auch wenn hier ein negatives Menschenbild durchschimmert, wäre es unehrlich, diese Befürchtung einfach vom Tisch zu wischen. Ist es nicht tatsächlich so, dass wir alle etwas mehr Sorgfalt an den Tag legen, wenn wir damit rechnen müssen, dass ein Fehler negative Konsequenzen für uns haben würde?
  • Angst vor Sanktionen

Druck verhindert und erzeugt Fehler

Andererseits wissen wir sowohl aus der Forschung als auch aus Erfahrung, dass die Angst, einen Fehler zu machen, zu Verkrampfung führen kann – und damit zu Fehlern, die anderenfalls wahrscheinlich gar nicht passiert wären. Und wir wissen auch, dass die Angst vor Fehlern in manchen Organisationen zu exzessiver Risikovermeidung führt, mit der Konsequenz, dass viele Mitarbeiter und Führungskräfte lieber gar nichts tun als etwas Falsches. Dieses Phänomen ist nicht auf Unternehmen beschränkt. Manchmal müssen sogar Menschen sterben, weil die Augenzeugen eines Unfalls sich nicht zu helfen trauen, aus Angst, den Verletzten zusätzlich zu schädigen. Die Motivationspsychologie lehrt, dass die Bestrafung von Fehlern sogar die Persönlichkeit verändern kann: Sie kann Menschen, die ursprünglich vom Streben nach Erfolg motiviert waren, „umerziehen“ zu ängstlichen Misserfolgsvermeidern, das heißt zu Menschen, deren höchste Priorität es ist, nichts verkehrt zu machen. Sobald eine Aufgabe mit Risiken behaftet ist, machen solche Misserfolgsvermeider gar keinen Versuch mehr, sie zu lösen, sondern verhalten sich passiv und defensiv, um auf keinen Fall etwas Falsches zu machen.
  • Angst vor Fehlern
Es ist daher in der Tat ein Fehler, Fehler zu bestrafen – gleich ob durch formale Sanktionen oder auch nur durch „Sozialstrafen“ wie eine heftige Rüge oder gar einen öffentlichen Rüffel. Fehler sind auch so unangenehm genug, jedenfalls für Menschen, die ihre Aufgabe ernst nehmen; da braucht man nicht noch jemanden, der Salz in die Wunde streut. Die Bestrafung von Fehlern erzeugt Angst vor Fehlern. Sie fördert so eine durchaus problematische Fixierung auf Fehler und deren Vermeidung. Das hat gleich zwei Effekte, die man sich eigentlich kaum wünschen kann: Zum einen bewegen wir uns gewöhnlich in die Richtung, in die wir unsere Aufmerksamkeit lenken. Wer mit dem Auto ins Schleudern kommt und angstvoll auf einen näher rückenden Alleebaum starrt, hat gute Chancen, ihn zu treffen. Wer bei einer wichtigen Einladung ständig daran denkt, dass er heute auf keinen Fall kleckern darf, erhöht damit das Risiko, dass ihm genau dies passiert. Mit anderen Worten: Die Fokussierung auf Fehler beeinflusst deren Wahrscheinlichkeit „positiv“ – im Sinne eines Anstiegs. Zum anderen lenkt die Angst vor Fehlern die Aufmerksamkeit ab von dem, worum es eigentlich geht. Das höchste Ziel menschlicher Arbeit ist ja in der Regel nicht die Vermeidung von Fehlern – dafür könnten wir auch im Bett bleiben –, sondern das Erzielen von Erfolgen.
  • Problematische Fehlerfixierung
Andererseits ist es ausgesprochen verführerisch für Vorgesetzte, aber auch für Kunden und Kollegen, negativ auf Fehler zu reagieren. Denn Fehler sind ja in der Tat ärgerlich, sodass ungehaltene Reaktionen allzu nahe liegen. Trotzdem ist es letztlich nur Ausdruck schlechten Benehmens, wenn man seine Frustration über geschehene Fehler an anderen, vorzugsweise rangniedrigeren Personen auslässt und sie mit besserwisserischen Vorhaltungen („So etwas darf einfach nicht passieren!!!“) und unbeantwortbaren Fragen („Warum haben Sie denn nicht daran gedacht …?“) abstraft. Doch ein Zornesausbruch verschafft nicht nur emotionale Entlastung – er scheint auch zu „wirken“: Die meisten Vorgesetzten würden wohl übereinstimmen, dass die Wahrscheinlichkeit von Fehlern nach einem herzhaften Rüffel tatsächlich für eine Weile abnimmt. Und wie in dem Artikel Lob und Tadel ausführlicher dargelegt, haben sie damit sogar recht – nur ihre stillschweigende Annahme, dass ihr Rüffel die Ursache für den Rückgang der Fehler sei, ist falsch.
  • Rüffel scheinen zu wirken
Tatsächlich machen Mitarbeiter nach einem Rüffel weniger Fehler. Doch auch ohne Rüffel machen sie nach einem Fehler weniger Fehler. Das liegt einfach daran, dass Fehler, statistisch gesehen, seltene Ereignisse sind. Je krasser ein Fehler war, desto unwahrscheinlicher ist daher, dass er sich in nächster Zeit wiederholt – mit oder ohne Rüffel. Der Fehler, den viele „Praktiker“ machen, ist nicht, dass sie falsch beobachten, sondern dass sie eine falsche Erklärung für ihre Beobachtung wählen – und dabei einer „Kontrollillusion“ zum Opfer fallen. Sie könnten sich ihre Wutausbrüche sparen, wenn sie erkennen würden, dass nicht ihre Rüffel für mehr Sorgfalt sorgen, sondern dass bloße Zufallseffekte dafür sorgen, dass nach einem schweren Fehler (in aller Regel) nicht gleich wieder ein schwerer Fehler passiert. Mit ihren ärgerlichen Reaktionen auf passierte Fehler üben sie im günstigsten Fall keinen Einfluss auf die weitere Entwicklung aus, im ungünstigeren sogar eine negative. Doch genau diese Kontrollillusion ist eines der größten Hindernisse eines vernünftigeren Umgangs mit Fehlern: Viele „Praktiker“ sind felsenfest davon überzeugt, dass nur dank ihrer strengen Reaktionen nicht noch mehr Fehler passieren – und in dieser Überzeugung durch Argumente nicht mehr zu irritieren.
  • Überschätzung des eigenen Einflusses
Rüffel und Vorwürfe haben überdies den Mangel, dass sie erst einsetzen, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist. Sie können Fehler weder verhindern noch ungeschehen machen; ihre einzige zweifelhafte Legitimation ist die vage Hoffnung, künftige Fehler zu verhindern. Um eine Wiederholung des gleichen Fehlers zu verhindern, gibt es aber weitaus wirksamere Methoden. Dazu zählt in erster Linie die Analyse des Fehlers, um sein Zustandekommen zu verstehen und die Bedingungen zu erkennen, welche die Fehler-Wahrscheinlichkeit begünstigen: Nur so lassen sich geeignete Gegenmaßnahmen ableiten. Das setzt aber voraus, dass Fehler offen besprochen und ohne Selbstverteidigungs- und Rechtfertigungsreflexe untersucht werden können. Das ist schwierig genug – und wird durch Schuldzuweisungen und strafende Reaktionen noch weiter erschwert. Da niemand als Schuldiger am Pranger stehen will, bewirken Sanktionen und ärgerliche Reaktionen das genaue Gegenteil dessen, was in dieser Situation nützlich wäre: Sie motivieren zum Vertuschen von Fehlern und zu Schwarzer-Peter-Spielen, bei denen jeder versucht, die Fehlerursachen so zurechtzubiegen, dass er selber ent-schuld-igt ist.
  • Analysieren
    statt toben

Unser Verhältnis zu Fehlern – und zu uns selbst

Trotzdem darf und muss man die Frage stellen, ob hinter der allgegenwärtigen Forderung nach einer Fehlerkultur nicht noch etwas anderes, Tieferes steckt. Zuweilen könnte man den Eindruck haben, dahinter stehe der Wunsch nach einer „Lossprechung“ von dem Makel, den die eigene Fehlbarkeit für viele Menschen bedeutet. Als Menschen sind wir nun einmal fehlerhafte, fehlbare und fehleranfällige Wesen – das ist ein unvermeidlicher und unausweichlicher Bestandteil der menschlichen Natur. Viele Menschen wollen dies aber nicht akzeptieren. Sie sind in ihrem tiefsten Inneren davon überzeugt, dass sie nur dann vollwertige Mitarbeiter und Führungskräfte wären, wenn sie perfekt und absolut fehlerfrei sind. Weil das naturnotwendig ein unerreichbares Ziel ist, kann nur scheitern, wer es zum Maßstab seines Selbstwertgefühls macht. Das hat zur Folge, dass sich solche Menschen immer, wenn sie einen Fehler gemacht haben oder an einen gemachten Fehler erinnert werden, unzulänglich und minderwertig fühlen. Perfektionismus schlägt daher fast unweigerlich in Selbstentmutigung um.
  • Streben nach Fehlerfreiheit
Solche perfektionistischen Menschen schmerzt es doppelt und dreifach, wenn sie von Vorgesetzten für Fehler kritisiert werden: Nicht nur, weil der Chef sauer ist und sich dabei möglicherweise im Ton vergreift, sondern auch, weil sein Tadel und seine Vorwürfe einen inneren Widerhall finden: Auch wenn sie sich nach außen hin möglicherweise unbeeindruckt oder trotzig geben, bestätigen und verstärken seine Bemerkungen ihr vorhandenes Minderwertigkeitsgefühl, das heißt ihr Grundgefühl, so, wie sie sind, nicht gut genug zu sein. Die Forderung nach einer Fehlerkultur kann auch Ausdruck der Hoffnung sein, externe Autoritäten – wie die Geschäftsleitung – könnten und sollten einen von dem Makel der eigenen Fehlerhaftigkeit freisprechen, indem sie Fehler für „in Ordnung“ erklären. Aber das ist natürlich eine unrealistische Hoffnung – und eine unnötige noch dazu. Denn niemand kann und niemand muss uns freisprechen, weil wir weder angeklagt noch schuldig sind, außer vielleicht in unseren eigenen Augen. Deshalb kann uns auch niemand freisprechen als wir selber.
  • Salz in die Wunde
„Wenn wir unsere Fehler ohne die Furcht, ‚Status zu verlieren‘, hinnehmen könnten, wären wir besserer Leistungen fähig, würden sogar faktisch weniger Fehler begehen“, schrieb schon 1971 der erfahrene Individualpsychologe Rudolf Dreikurs in seinem Buch Soziale Gleichwertigkeit (S. 28). Dafür wäre es aber notwendig, „Minderwertigkeitsgefühle als Vorurteile zu erkennen, mit denen wir uns selbst gegenübertreten. Wir betrachten uns (…) als unzulänglich und unterlegen. Infolge dieses Irrtums überfällt uns die Furcht, andere könnten die (…) Minderwertigkeit entdecken. Wir verbergen angstvoll unsere Schuldgefühle, ohne zu erkennen, worin unsere Schuld besteht. Endlich bestätigen wir uns immer wieder die schlechte Meinung über uns selbst, während wir uns gleichzeitig bemühen, unsere Unzulänglichkeit vor den anderen zu verbergen.“ (S. 24)
  • Schädliche Vorurteile gegenüber uns selbst
Als wichtigen Schritt zur Befreiung von diesen Minderwertigkeitsgefühlen bezeichnet es Dreikurs, „die fixe Idee unserer Zeit hinter uns zu lassen, dass nichts entscheidender sei als Erfolg und Misslingen. Kein Mensch kann mit Sicherheit darauf bauen, immer Erfolg zu haben. Niemand ist vor gelegentlichem Misslingen geschützt. Wir sind unserer Stellung innerhalb der Gesellschaft aber so wenig sicher, dass wir geradezu in Todesangst leben, Fehler zu begehen. Aber eben das ist nicht mehr und nicht weniger als menschlich. Es ist eben nicht ‚menschenmöglich‘, Fehler zu vermeiden. Natürlich sollten wir uns in angemessener und vernünftiger Weise bemühen, keine zu begehen. Aber gerade der Mangel an Vertrauen darauf, dass wir demütigende Fehler vermeiden können, und die Furcht vor den Folgen solchen Misslingens, führen zu zahllosen Irrtümern und Fehlern. Wir bewegen uns alle in Richtung unserer angenehmen oder schmerzlichen Erwartungen.“ (S. 27f.) Seine Schlussfolgerung: „Es ist in jedem Fall unwichtiger, welche Fehler wir machen, als was wir tun, nachdem sie uns einmal unterlaufen sind. Wenn wir uns nicht der Entmutigung, der Scham oder dem Gefühl der Demütigung überlassen, können wir unsere Fähigkeiten voll einsetzen, unsere Irrtümer gutzumachen, und werden oft zu besseren Ergebnissen gelangen als bei sofortigem Gelingen.“ (S. 28)
  • Fehler als Teil des Lebens akzeptieren
Ein Mensch, der mit sich selbst – und damit auch mit seiner Fehlbarkeit – im Reinen ist, geht mit Fehlern anders um. Wenn er erkannt hat, dass ihm ein Fehler unterlaufen ist, ist seine erste Priorität, das Erforderliche zu tun, um den Schaden in Grenzen zu halten und die Sache, so weit es geht, wieder in Ordnung zu bringen. Seine zweite Priorität ist, darüber nachzudenken, was er tun kann und was andere tun könnten, damit sich ähnliche Fehler in Zukunft nicht wiederholen. Dabei wird er ärgerliche oder aggressive Reaktionen von Kunden, Vorgesetzten und Kollegen aushalten, ohne sie überzubewerten: als Überreaktionen, die menschlich verständlich, wenn auch nicht sonderlich hilfreich sind und mit denen er am besten gelassen und deeskalierend umgeht, ohne mit Gegenangriffen oder Unterwürfigkeit zu reagieren.
  • Annehmen eigener und fremder Fehlbarkeit

Was ist eigentlich eine Fehlerkultur?

Wer seine Fehler hingegen als peinliche Bestätigung seiner Unzulänglichkeit empfindet, die er vor anderen verbergen muss, der wird alles tun, um Fehler zu vertuschen, abzustreiten oder anderen in die Schuhe zu schieben. Zugleich wird er, gerade weil er dieses bittere Gefühl aus eigener Erfahrung kennt, besonders streng und unnachgiebig mit Fehlern anderer umgehen. Denn wer sich selbst als unzulänglich empfindet, für den ist es tröstlich, Fehler auch bei anderen zu entdecken, sie dramatisierend aufzubauschen und öffentlich zu brandmarken. Auf diese Weise kann man sich gegenseitig quälen, bis alle schließlich, ohne angeben zu können, was sei damit konkret meinen, in die Forderung nach einer „Fehlerkultur“ einstimmen.
  • Gegenseitige Peinigung
Wer darüber nachdenkt, in seinem Unternehmen oder seinem Verantwortungsbereich eine Fehlerkultur einzuführen, der muss zuallererst zu klären, was das eigentlich sein soll und was er damit erreichen möchte. Auch wenn es gut klingt und sich auch ohne Zweifel anzustreben lohnt, Fehler als Chance zum Lernen zu begreifen, ist doch in aller Regel nicht erwünscht, die Anzahl solcher „Lernchancen“ zu vermehren: Immerhin könnte man darin nicht nur quantitativ, sondern auch ökonomisch untergehen. In den seltensten Fällen wird daher das Ziel sein, die Lust am Fehlermachen zu steigern und die Anzahl und Schwere der gemachten Fehler zu vergrößern. Meistens besteht das höchste Ziel auch nicht darin, den Umgang mit Fehlern „irgendwie menschlicher“ zu gestalten – auch wenn dies ein wünschenswerter Nebeneffekt einer Fehlerkultur sein kann. Ohne klares Ziel jedoch lässt sich auch die einzuschlagende Richtung nicht bestimmen. Wodurch also soll die Fehlerkultur sich auszeichnen und was genau soll mit ihr erreicht werden?
  • Erster Schritt: Zielklärung
Eine gute Frage ist in solchen Fällen immer: Einmal angenommen, wir wären erfolgreich mit unserem Vorhaben, woran würden wir es eigentlich bemerken? Konkret: Einmal angenommen, die Einführung einer Fehlerkultur wäre Ihnen gelungen, was wäre dann anders als heute? Beginnen wir mit einer simplen Frage: Wäre die Anzahl und Schwere der gemachten Fehler dann eigentlich größer, gleich groß oder weniger groß als heute? Die Antwort ist einfacher als sie scheint: Fehler kosten Geld, schwere Fehler kosten viel Geld, und viele schwere Fehler kosten exorbitant viel Geld. Einen Anstieg der Fehlerquote kann sich also außer der Konkurrenz niemand wirklich wünschen. Auch ein Gleichbleiben der Fehlerzahl wäre angesichts des Aufwands, der mit der Einführung einer Fehlerkultur verbunden ist, kein wirklich überzeugendes Ergebnis. Auch in einer „Fehlerkultur“ und gerade hier gilt der hübsche Satz: „Wir wollen, dass der Kunde zurückkommt und nicht das Produkt.“ Also ist eine Verringerung der Fehlerzahl und eine Vermeidung sowie eine deutliche Reduzierung folgenschwerer Fehler am Ende wohl doch das anzustrebende Ziel. Wie aber kann es erreicht werden?
  • Es geht um eine Verringerung der Fehlerzahl
Einen ersten Anhaltspunkt liefert die Feststellung: Wer aus seinen Fehlern nicht lernt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen. Dies gilt für den Einzelnen; es gilt aber auch für ganze Organisationen. Aus Fehlern zu lernen, klingt banal, ist aber schwieriger als es scheint – und vor allem ist es etwas völlig anderes als sich über Fehler aufzuregen und darauf mit Vorwürfen, Beschimpfungen oder anderen Sozialstrafen zu reagieren. Aus Fehlern zu lernen, kann nur gelingen, (1) wenn gemachte Fehler sachlich analysiert werden, (2) wenn ihre Ursachen herausgearbeitet und (3) Maßnahmen eingeleitet werden, um einer Wiederholung vorzubeugen. Dafür aber ist es zwingend erforderlich, sie aus dem Halbdunkel des Vertuschens, Verbergens und Verleugnens ans Tageslicht zu holen. Und es ist weiter erforderlich, dass es möglich ist, offen, ehrlich und ohne Selbstverteidigungsreflexe über Fehler zu reden. Das wiederum setzt ein Klima voraus, das weitgehend frei von Ängsten, Rechtfertigungen, Schuldzuweisungen und Ent-Schuld-igungen ist.
  • … durch das Lernen aus Fehlern

Fehler aus dem Halbdunkel des Vertuschens herausholen

Wer noch im Ohr hat, was wir oben über die unglückselige Verquickung von Perfektionismus, Fehlern und Minderwertigkeitsgefühlen festgestellt haben, wird ahnen, dass dieses Ziel nicht ganz einfach zu erreichen ist. Und er wird wohl auch ahnen, dass es nicht damit getan sein wird, die Vorgesetzten dazu zu vergattern, auf Fehler nicht mehr mit Kritik, Vorwürfen und Tobsuchtsanfällen zu reagieren. Denn diese Überreaktionen sind entgegen der landläufigen Meinung nicht das eigentliche Problem; sie verstärken nur ein vorhandenes Problem, das viele Mitarbeiter und Führungskräfte „von zuhause“ mitbringen, das heißt aus ihren persönlichen Lebenserfahrungen. Die meisten Menschen haben ja nicht erst in ihrem jetztigen Unternehmen schlechte Erfahrungen mit Fehlern gemacht; sie haben schon in Elternhaus und Schule bis zum Überdruss erlebt, dass man keine Fehler machen bzw. sich zumindest nicht dabei erwischen lassen darf. Die meisten werden nicht erst im Unternehmen zu ängstlichen Misserfolgsvermeidern; vielmehr bringen viele ihre Angst vor Fehlern aus ihrer persönlichen Lebensgeschichte mit.
  • Anders auf Fehler reagieren
Das heißt in der Konsequenz: Dass die Führungskräfte sich ärgerliche Spontanreaktionen abgewöhnen, ist zwar sehr wünschenswert, wird das Problem aber alleine nicht lösen. Jedenfalls nicht, solange sich an der Grundeinstellung vieler Menschen nichts ändert, dass Fehler ein peinlicher Beleg für ihre persönliche Unzulänglichkeit seien. Solange diese innere Einstellung vorherrscht, dienen vereinzelte ruppige Reaktionen von Vorgesetzten nur als willkommene Rechtfertigung, um den eigenen defensiven Stil im Umgang mit Fehlern aufrechtzuerhalten. Der psycholgische „Trick“, der hier halbbewusst angewendet wird, lässt sich so karikieren: „Erst wenn ich mir hundertprozentig sicher bin, dass kein Vorgesetzter jemals negativ auf den dümmsten und überflüssigsten meiner Fehler reagieren wird, werde ich bereit sein, mich offen zu meinen Fehlern zu bekennen!“ Diese Bedingung ist natürlich unerfüllbar – nicht nur, weil sie von den Vorgesetzten ein geradezu unmenschlich fehlerfreies Verhalten verlangt. Selbst wenn sie dies schaffen würden, hätte der furchtsame Mitarbeiter nicht die Gewissheit, dass sie davon selbst bei extremen Fehlern niemals abweichen werden – und diese Garantie kann ihm natürlich auch niemand geben. Die unerfüllbare Forderung, dass es unter keinen Umständen negative Reaktionen von Vorgesetzten auf Fehler geben dürfe, dient ihm somit als Alibi dafür, seine Fehler weiterhin zu vertuschen und zu verleugnen.
  • … ist wichtig, aber reicht nicht
Andererseits zeigt das Beispiel hochentwickelter Fehlerkulturen, dass ein offener Umgang mit Fehlern zwar ein hohes, aber kein unerreichbares Ziel ist. Eine Idee des Idealzustands vermittelt etwa das Toyota Production System (TPS). Bei Toyota gilt die eiserne Regel, dass Fehler zwar unerwünscht, aber leider trotzdem nicht völlig zu vermeiden sind. Was dort aber absolut inakzeptabel ist, ist, Fehler zu vertuschen. Denn dadurch würde der Mitarbeiter, so das japanische Denken, sein Unternehmen der Chance berauben, aus dem gemachten Fehler zu lernen. Zugespitzt lautet dort die Forderung: Wenn du uns durch deinen Fehler schon Mehrkosten einbrockst, wollen wir wenigstens einen Nutzen von diesen Mehrkosten haben und daraus etwas lernen! Bei Toyota muss daher nicht derjenige mit Sanktionen rechnen, wer einen Fehler macht, sondern der, der einen gemachten Fehler zu vertuschen versucht, statt ihn offenzulegen. Psychologisch ist das ein genialer Schachzug: Er umgeht kurzerhand die ganzen Diskussionen, wer sich als erster bewegen muss, und setzt eine verbindliche Spielregel. Das ist sehr wirksam – sofern es von den Führungskräften tatsächlich angenommen und konsequent so gehandhabt wird, wofür in der Regel einige Vorarbeit erforderlich ist.
  • Fehler müssen offengelegt werden
Auch aus betriebswirtschaftlicher Perspektive ist es extrem wichtig, dass Fehler sofort offengelegt werden. Denn die Kosten der Behebung von Fehlern steigen oft exponentiell an, je später ein Fehler erkannt und korrigiert wird. Das gilt keineswegs nur in der Produktion, aber dort sind diese Zusammenhänge wohl am besten untersucht: Was am Anfang oft nur ein paar Handgriffe wären, wächst sich mit jedem weiteren Schritt zu einer immer aufwändigeren Reparatur aus oder, wenn das fehlerhafte Produkt das Haus bereits verlassen hat, zu einem teueren Reklamationsfall oder zu einer aufwändigen Rückrufaktion. Zu den direkten Kosten der Fehlerbeseitigung kommen dann noch die indirekten, die die direkten Kosten erheblich übersteigen können: Imageschäden, Kundenverluste und Vertrauenseinbußen. Nicht Fehler sind daher im Qualitätsmanagement das größte und teuerste Problem, sondern vertuschte Fehler.
  • Die Kosten vertuschter Fehler

Wie Sie vorgehen können, um die Kultur Ihres Unternehmens gezielt zu verändern, erfahren Sie in meinem Buch „Culture Change“ – Unternehmenskultur als Wettbewerbsvorteil“ (Schäffer-Poeschel 2. erweiterte Auflage 2019). Es vermittelt Ihnen praxiserprobte Strategien zur Kulturveränderung und zeigt Ihnen, worauf es ankommt, um die Weiterentwicklung Ihrer Unternehmenskultur nicht nur erfolgreich zu starten, sondern sie über alle Fallstricke hinweg zu einem dauerhaften Erfolg zu führen.

  •  Buch „Culture Change“

Nutzen einer Fehlerkultur und Aufwand ihrer Einführung

Zentrale Elemente einer „Fehlerkultur“ müssen also erstens sein, dass gemachte Fehler offengelegt werden, zweitens, dass dies frühzeitig geschieht, das heißt sobald sie bemerkt wurden und nicht erst bei einer Qualitätskontrolle, und drittens, dass sie sachlich analysiert werden, um ihre Ursachen zu finden und für die Zukunft abzustellen. Natürlich kann man „Fehlerkultur“ auch anders definieren, und dafür mag im konkreten Fall auch gute Gründe geben, dies zu tun; entscheidend ist, dass das Ziel klar ist. Denn eine Kulturveränderung ist schon mit klaren Zielen schwierig genug; ohne klare Ziele ist sie nahezu aussichtslos. Zweckmäßig ist, diese Veränderungsziele zu beobachtbaren Indikatoren zu operationalisieren. Das heißt nichts anderes als eine konkrete Antwort auf die oben gestellte Frage zu geben: Einmal angenommen, wir hätten erfolgreich eine Fehlerkultur implementiert, an welchen beobachtbaren Merkmalen würden wir es erkennen?
  • Klare Ziele
Eine weitere Frage sollte man sich unbedingt vor dem Start eines Projekts zum Aufbau einer Fehlerkultur stellen und beantworten: Was ist das Ganze eigentlich wert? Einmal angenommen, Sie wären erfolgreich mit Ihrem Vorhaben, welchen klimatischen und vor allem ökonomischen Nutzen hätte dies? Steht der Aufwand in einem vernünftigen Verhältnis zu dem zu erwartenden Ertrag? Diese Fragen sollen Sie nicht entmutigen, sie sollen vielmehr der Gefahr entgegenwirken, dass Ihr Vorhaben bei den ersten größeren Schwierigkeiten in die Knie geht, weil sich die Verantwortlichen über dessen Nutzen nicht klar oder nicht einig sind – und damit auch nicht darüber, wie viel sich in die Sache zu investieren lohnt. Deshalb ist es auch ratsam, diese Fragen nicht nur als wohlgemeinte Mahnung zu verstehen, sondern sie tatsächlich zu beantworten, und zwar am besten schriftlich und im Team. Noch besser ist es, eine quantifizierende Bestandsaufnahme zu machen, schon um dem früher oder später unvermeidlichen Einwand vorzubeugen: „Wir sollten doch einmal überprüfen, ob wir hier nicht einen übertriebenen Aufwand betreiben! So schlimm ist es doch nun auch wieder nicht mit unserem Umgang mit Fehlern!“ Und alle anderen, denen das Thema inzwischen auch zu heiß wird, stimmen heftig zu …
  • Den Nutzen klären
Wenn die Verantwortlichen gemeinsam zu dem Ergebnis gekommen sind, dass eine Fehlerkultur für ihr Unternehmen einen wirklichen ökonomischen Nutzen hätte, stellt sich im Gegenzug zwangsläufig die Frage nach dem Aufwand. Der lässt sich zwar bei einer Kulturveränderung auch nicht genauer vorherbestimmen als bei öffentlichen Tiefbauprojekten; sicher ist aber, dass die Einführung einer Fehlerkultur zu den aufwändigeren Kulturveränderungen zählt. Denn es ist ja nicht damit getan, ein paar bedruckte Poster zu erstellen, auf denen steht, wie sich die Mitarbeiter und Führungskräfte künftig verhalten sollen; es kommt vielmehr darauf an zu erreichen, dass sie dies tatsächlich tun. Erfolgreich war das Programm letztlich nur, wenn Sie am Ende eine tatsächliche und stabile Verhaltensänderung (zumindest) bei der Mehrzahl der Mitarbeiter und Führungskräfte erreicht haben.
  • Erheblicher Aufwand
Dem stehen mehrere große Hindernisse entgegen: Das beginnt damit, dass wir alle dazu neigen, ärgerlich auf Fehler zu reagieren – insbesondere, wenn andere sie gemacht haben und sie negative Auswirkungen auf uns selbst haben. Dazu kommt die erwähnte falsche, aber tief sitzende Überzeugung vieler Führungskräfte, dass ein herzhafter Rüffel letzten Endes mehr bewirkt als noch so viel Lob und Anerkennung. Das Verhalten der Führungskräfte wird also nicht ganz leicht zu ändern sein – und außerdem mit erheblicher „Rückfallgefahr“ behaftet, wenn sie unter Druck kommen. Drittens bringen sehr viele Mitarbeiter, wie erwähnt, eine negative Einstellung zu Fehlern aus ihrer Lebensgeschichte mit. Sie haben schlechte Erfahrungen gemacht und daraus oft schon vor geraumer Zeit den Schluss abgeleitet, Fehler am besten zu vertuschen. Diese zur Gewohnheit geronnene Entscheidung ist ebenfalls nicht ganz leicht zu verändern.
  • Hindernisse für eine Kultur-
    veränderung

Eine Änderung des Führungsverhaltens reicht nicht

Zu allem Übel kommt hier viertens das „Hundebiss-Syndrom“ zur Wirkung: Eine einzige schmerzhafte Erfahrung (die man nicht einmal persönlich gemacht haben muss; es genügt, sie vom Hörensagen zu kennen) reicht aus, um unzählige positive oder neutrale Erfahrungen zu überstrahlen. Wer einmal gebissen wurde, für den sind die nächsten „unfallfreien“ Begegnungen mit Hunden keine positiven Erlebnisse, die die schlechte Erfahrung im Laufe der Zeit „überschreiben“; vielmehr bleiben sie eine stressige, weil potenziell bedrohliche Angelegenheit. Die Tatsache, dass man diesmal nicht gebissen wurde, kann daran nichts ändern: Auch wenn es „diesmal gut gegangen ist“, bleibt jede neue Begegnung mit Hunden eine Stresssituation, in der die Angst erneut wach wird. In ähnlicher Weise kann die eine harsche Rüge, die sich ein Kollege nach einem Fehler eingefangen hat, in der Wahrnehmung ängstlicher Mitarbeiter stärkere Spuren hinterlassen als zahlreiche gelassene Reaktionen dieses und anderer Vorgesetzter.
  • Das „Hundebiss-Syndrom“
Da wir es in Unternehmen aber weder mit Heiligen zu tun haben noch mit Robotern, deren Verhalten sich auf Knopfdruck umprogrammieren lässt, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass sich ab dem Tag X alle Führungskräfte mustergültig verhalten werden und kein Vorgesetzter jemals wieder unwirsch auf einen Fehler reagiert. Auch während des Versuchs, eine Fehlerkultur aufzubauen, wird es daher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu erneuten „Hundebissen“ kommen. Dies kann und muss man bei der Konzipierung des Veränderungsprozesses fest einkalkulieren; es wäre lebensfremd, darüber mit markigen, aber letztlich hilf- und nutzlosen Beschwörungsformeln („Das darf eben nicht vorkommen!“) hinwegzugehen. Egal ob es „darf“ oder nicht: Es wird passieren, und ein Veränderungskonzept, das dies nicht berücksichtigt, ist im wahrsten Sinne des Wortes „mangelhaft“ und wird höchstwahrscheinlich ins Leere gehen.
  • Falsche Reaktionen werden nicht verschwinden
Das heißt aber in der Konsequenz: Es hat keinen Sinn, bei der Konzipierung der Kulturveränderung darauf zu setzen, dass sich ein offener Umgang mit Fehlern dadurch entwickeln wird, dass die Führungskräfte gelassener auf Fehler reagieren und die Mitarbeiter infolgedessen im Laufe der Zeit mutiger darin werden, gemachte Fehler offen und unverzüglich zu benennen. Selbst wenn es die allermeisten Führungskräfte schaffen würden, ihr Verhalten zu ändern, würden einige wenige Ausnahmen genügen, um die ganzen Anstrengungen zu unterlaufen – und zugleich die Führungsmannschaft in ihren Bemühungen zu entmutigen. Zu solchen „Querschlägern“ aber wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kommen. Damit trotzdem eine Veränderung erreicht wird, darf sich das Veränderungskonzept also nicht darauf beschränken, die Führungskräfte zu einem anderen Verhalten bewegen zu wollen.
  • Verhaltens-
    änderung allein reicht nicht
Doch auch wenn eine Verhaltensänderung der Führungskräfte nicht reicht, um eine Fehlerkultur herbeizuführen, ist sie wichtig und sogar absolut notwendig. Denn auch wenn das Verhalten der Führungskräfte eine die Fehlerkultur alleine nicht herbeiführen kann, ist es sehr wohl dazu in der Lage, sie zu verhindern. Wenn die Mitarbeiter bei Fehlern nämlich weiterhin mit einem Rüffel oder gar mit einer Bestrafung rechnen müssen, bleibt das Vertuschen von Fehlern aus deren subjektiver Sicht das absolut logische und naheliegende Verhalten. Entsprechend sicher kann man sein, dass sie unter solchen Umständen davon nicht abzubringen sein werden.
  • … aber sie ist unerlässlich

Die Regeln zielgerichtet verändern

Aber was müsste passieren, damit nicht mehr das Vertuschen, sondern das sofortige Offenlegen von Fehlern zum subjektiv sinnvollen Verhalten wird? Wenn wir die psychologische Situation der Mitarbeiter genauer analysieren, stellen wir fest, dass es für sie auch bei einem völligen Wegfall negativer Reaktionen wenig Gründe gibt, Fehler offen einzugestehen. Auch wenn die Reaktion der Vorgesetzten neutral oder sogar wohlwollend-positiv ist, ist es für die betroffenen Mitarbeiter ja trotzdem nicht angenehm, einen Fehler eingestehen zu müssen – erst recht nicht, wenn dies nicht der erste, sondern vielleicht schon der dritte oder vierte ist. Schweigen und Vertuschen bleibt daher für die Mitarbeiter objektiv selbst dann die bequemere Lösung, wenn sie keine negativen Reaktionen befürchten müssen.
  • Eigene Fehler melden bleibt unangenehm
Um diese subjektive Kosten-Nutzen-Bilanz zu verändern, könnte man darüber nachdenken, das sofortige Offenlegen von Fehlern zu belohnen. Sofern diese Belohnung nur aus einer ausdrücklich positiven, ermutigenden Reaktion des Vorgesetzten besteht, ist dagegen auch nichts einzuwenden: Dies ist sinnvoll und sollte Bestandteil des Programms sein. Dabei muss die positive Reaktion nicht zwanghaft und mechanistisch jedes Mal erfolgen, wenn ein Mitarbeiter einen Fehler offengelegt hat. Wenn die Vorgesetzten nur von Fall zu Fall ausdrücklich positiv reagieren und dies insbesondere bei Mitarbeitern, die in dieser Hinsicht der Ermutigung besonders bedürfen, ist der Lerneffekt einer solchen „intermittierenden Verstärkung“ sogar stärker und vor allem dauerhafter als der einer automatenhaft-vorhersehbaren positiven Reaktion. Kaum sinnvoll wäre hingegen eine formale oder gar materielle Belohnung für das Offenlegen von Fehlern. Das würde sich nicht nur seltsam anfühlen, es würde auch Anreize schaffen, die kaum im Sinne des Erfinders sind.
  • Soll man das Melden von Fehlern belohnen?
Was also kann man zusätzlich tun? Ganz zentral ist: Den Mitarbeitern aller Ebenen mit Nachdruck die veränderten Erwartungen deutlich machen, dass nämlich (a) von allen Beteiligten die sofortige Offenlegung von Fehlern erwartet wird und dass daher (b) das Verschleiern und Vertuschen von Fehlern ebenso inakzeptabel ist wie die Sanktionierung des Meldens von Fehlern durch Vorgesetzte. Damit das in Fleisch und Blut übergeht, müssen die Vorgesetzten lernen, bei Fehlern nicht mehr zu fragen: „Wie konnte das passieren?“, sondern: „Seit wann wissen Sie das?“ Dieser kleine Unterschied hat große Folgen. Denn solange Vorgesetzte auf Fehler negativ reagieren, bestrafen sie im Grunde nicht den Fehler, sondern dessen Meldung – und schaffen damit eine Situation, in der sich viele Mitarbeiter vernünftigerweise (!) sagen: Wenn ich den Fehler melde, gibt es sowieso Ärger – also melde ich ihn lieber später oder gar nicht. Falls der Vorgesetzte hingegen fragt, wie lange der Mitarbeiter schon von dem Fehler weiß, steht der Mitarbeiter vor einer ganz anderen Entscheidung. Die Logik lautet dann: Wenn ich den Fehler zu spät melde, gibt es Ärger – also melde ich ihn besser gleich!
  • Veränderte Erwartungen deutlich machen
Man könnte sogar darüber nachdenken, das Verschweigen und Vertuschen von Fehlern auch formal mit Sanktionen bis hin zu Abmahnungen zu belegen, um die Ernsthaftigkeit zu unterstreichen und die „Preisdifferenz“ zwischen Melden und Vertuschen zu vergrößern. Abgesehen davon, dass dies mitbestimmungspflichtig wäre und fraglich ist, ob der Betriebsrat dabei mitmachen würde, bin ich skeptisch, ob es wirklich eine gute Idee wäre: Nicht, weil ich Sanktionen prinzipiell ablehne, sondern weil ich an dieser Stelle weniger auf Konditionierung setzen würde als auf einen gemeinsamen Lernprozess durch konsequente Auseinandersetzung. Zudem birgt die Androhung formaler Sanktionen das Risiko eines klassischen Eigentors: In der Praxis die wenigsten Führungskräfte einen ansonsten guten, zuverlässigen, vielleicht sogar „unentbehrlichen“ Mitarbeiter wegen des Vertuschens eines Fehlers abmahnen. Man läuft daher Gefahr, sich mit solch drastischen Drohungen, die hinterher nicht eingelöst werden, selbst unglaubwürdig zu machen. Wenn die Sanktionen aber nur die schwächeren und „entbehrlichen“ Mitarbeiter treffen, bekommt das Ganze einen Anstrich von Willkür und zweierlei Maß.
  • Sanktionen sind ein zweischneidiges Schwert
Trotzdem kann sich eine Fehlerkultur dauerhaft nur dann etablieren, wenn weder das Vertuschen von Fehlern hingenommen wird noch das Sanktionieren der Meldung von Fehlern durch die Vorgesetzten. Von der psychologischen Wirkung her kommt es aber ohnehin einer Sanktion gleich, wenn die Vorgesetzten das Vertuschen von Fehlern konsequent in jedem Einzelfall kritisch ansprechen: Das ist die unterschätzte „Macht der Missbilligung“. Die wenigsten Mitarbeiter möchten vermutlich von ihrem Vorgesetzten zum zweiten oder dritten Mal dafür kritisiert werden, dass sie wieder einen Fehler an die nächste Station „durchgereicht“ haben. Sobald sich herumspricht, dass der Chef wirklich hinter dem Thema her ist, beginnen die Mitarbeiter, sich umzustellen, wenigstens fürs Erste. Von Zeit zu Zeit wird wohl der eine oder andere testen, ob die neuen Regeln immer noch gelten oder ob der Chef sich inzwischen anderen Themen zugewandt hat. Und wenn seine Erkenntnis aus diesem Test ist: „Er ist da weiter hinterher!“, dann ist die betreffende Abteilung auf bestem Weg zu einer dauerhaften Kulturveränderung.
  • Beharrlicher Anpassungs-
    druck
Doch auch die Vorgesetzten müssen sich ändern. Nicht nur, dass sie die Beharrlichkeit und Konsequenz aufbringen müssen, das Vertuschen von Fehlern in wirklich jedem Einzelfall zeitnah anzusprechen; sie müssen sich auch abgewöhnen, negativ auf Fehler bzw. auf deren Meldung zu reagieren. Führungskräfte, die sich dazu nicht durchringen können oder wollen, haben in einer Fehlerkultur auf die Dauer ebenso wenig Platz wie Mitarbeiter, die sich nicht dazu bequemen wollen, gemachte Fehler zuverlässig und umgehend offenzulegen. So sagte mir ein hochrangiger Manager von Toyota (Europa): „Ein Mitarbeiter, der sich daran nicht gewöhnen kann, der hat bei uns auf die Dauer keinen Platz. Wir würden unsere ganze Fehlerkultur in Gefahr bringen, wenn wir das durchgehen ließen.“ Dafür sind keine „Säuberungsaktionen“ erforderlich; diese Entwicklung ergibt sich von alleine, wenn weder das Vertuschen noch das Sanktionieren von Fehlern im Unternehmen mehr hingenommen werden. Nach meiner Erfahrung ist es wichtig, in solchen Fällen zwar den Druck aufrecht zu erhalten, aber nicht zu schnell zu schießen: Manche Menschen brauchen einfach eine Weile, um sich auf veränderte Spielregeln einzulassen – und um zu glauben, dass sie wirklich ernst gemeint und auf Dauer angelegt sind.

 

Unterweisung – Erziehung – Bildung – Forschung, um das Immun-System dynamisch zu stärken für ein authentischen Leben mit Charakter.

Das Immunsystem ermöglicht Leben und braucht eine immerwährende systemische ReEvolution in Gesellschaften mit Takt, Emergenz, Ethik-, GÜTE-, Gewissen-, Regie-, Reife– und StatikPrüfung.

Der universelle Logos-Ansatz, dem OekoHuman folgt, ist ein sozial-systemischer Prozeß von „Stirb und Werde“, den Josef Schumpeter „schöpferische Zerstörung“ und Neu-Schöpfung nannte. Gewissermaßen ein universelles Perpetuum mobile zur Erhaltung des Lebens bzw. ein immerwährender, über das Leben stattfindender Über-Lebensprozeß. Schwarze Löcher, weisen auf einen solchen Prozeß wohl tatsächlich hin.
Der Psycho-Logo-OekoHuman-Grund-Ansatz: Drei Worte und das Goldene Regel System, welches richtige, gute und konstruktive Wahrnehmung und Gewohnheiten bei Jedem hervorrufen kann, der sich gewohnheitsmäßig täglich darum bemüht.
Auf diese Weise werden die beiden Ansätze mit dem Körper-Logos-Ansatz energetisch verbunden. OekoHuman hat diese DREI grundsätzlichen Prozeße, in einen Gesamt-Prozeß zusammengeführt, da dies dem universellem Analogie-Prinzip am nächsten kommt.
So ist die OekoHuman-Profession – HOLISTIK, Soziale-System-Theorie nach Luhmann, Kybernetik, Konstruktivismus und Profi-Profitum.

TaktOktaveTimingEthik mit GÜTE und innere Statik stärkt Gewissen und Intuition. Damit sind die wesentlichen Eckpfeiler genannt. Dies ist als Gesamtkonzept erlernbar, um Logos, Psycho-Logos und Gesetz-Mäßigkeiten, motivierend, mit fühlen, empfinden und spüren bis zum Lebensende täglich zu befruchten. Dieses Gesamt-Konzept führt zur dynamischen Meisterschaft im Leben heißt sich aus Gefühl und Denkgefängnisse befreien. Die praktisch logische Folge ist TUN im Kontext von universeller Mechanik, und ist eng mit dem Prinzip vom LEBENS LANGEM LERNEN verbunden. Partkdolg-Pflicht (Duty) und KAIZEN, sind die maßgeblichen Werkzeuge, um dieser Herausforderung gerecht zu werden. Der Weg zum Ziel mag für den ein oder Anderen steinig sein, doch GÜTE, Gesundheit, Freiheit und Frieden, ist aller Mühen Wert, davon ist OekoHuman überzeugt und dies versteht OekoHuman unter richtiger und guter Nachhaltigkeit.  Siehe Persönlichkeiten, denen wir wertvolle Konzept-Impulse verdanken.

Grundlagen:
GESUNDHEITGÜTEGELDGEOMETRIEHOLISTIK sind HEILIG und werden von der Goldene Regel genährt. LogosTaktOktaveTimingEthikGewissenWeisheitVernunftSystemStatikNeugierSIEBENRelativitätElektrizitätStrom – Profi-ProfitumÖkoMüheReflektionS.E.X., sind die zentralsten Begriffe im OekoHuman – GÜTE-Holistik-Know-Zentrum.
Sie sind eine Regie-Empfehlung mit Sinn, und Dynamik, bis zur persönlichen Meisterschaft im Leben, gebunden an ein freudvolles – langes Leben mit Innenschau – MissionVision – Außenschau und dem Motto: die individuelle Mischung macht`s und der Durchschnitt bestimmt das Gelingen.

Start:

Wer bin ICH und Wer will ICH SEIN – Status-QuoLagebeurteilung

Basis:

MenschTalentAnamnesisHermetikGewissenWahrheitEinstellungHermeneutik  Source-CodeGÜTETUNNahrung-ErnährungStromVernunftControllingProfitumLoyalitätWundernBuddy-SystemAnpassungsfähigkeit

Potential-Entfaltung:
KraftStärkeWilleDisziplinRegieToleranzResilienzVolitionAuthentizitätWettbewerb– und Widerstands-FähigkeitKnow-HowMarke

Umsetzung:

LIEBEMutMüheRitualMACHTPartkdolg-Pflicht (Duty)KAIZENKnow-Howschöpferische Zerstörungdie Mischung macht`sEntscheidungWirksamkeit durch Profi-Profitum.
Fallen:
WahrnehmungGewohnheitenBequemlichkeitGlaubenssätzeDenkgefängnisseVerschlimmbesserungProjektionKausalitätKomfortzoneDurchhaltevermögenWechselwirkungWirkzusammenhängeKonkurrenzKredit

Weg:
Profi-ProfitumHaltungTON – ResonanzHorchenErziehungUnterweisungWiderstandStatikDurchsetzungBildungVollendung

Angebote:
TUN-StudiumTalent-Unternehmer-StudiumAus- und WeiterbildungProjekteProfi-Profitum als praktische UmsetzungUnternehmer-Privat-Sekretär

Ziele:
FokussierungAutonomieGesundheitKlimaKulturRespekt – WürdeGelingenReEvolution TUNdynamischer Schöpfungs-Prozeß, „wer rastet der rostet“, Profi-Profitum

Resultate:
relative Heilig-HeilungReifeOrdnungTaktTUNNiveauQualitätWeisheitFriedendynamischer Horizontewiger Schöpfungs-ProzeßFreiheit –  NachhaltigkeitGeltung.

 weitere Stichworte:
Universal-Prinzipien-Gesetz-Mäßigkeiten – GlaubeHoffnungDienen mit DemutLernenAnstrengungCharakter-DesignKonsequenz –  KompatibilitätERPHidden-ChampionsEntrepreneur  – PräventionVeredelungÄsthetikQuintessenz –  Unternehmer-Privat-Sekretär.
Die zentrale Seite und Navigation, ist das OekoHuman-Wiki, hier sind noch nicht alle Seiten gefüllt – Gründe: Zeit – Strategie – Taktik – Reihenfolge.

 

Nachdenkliches zum Fehlen und Fehler ein philosophischer-physikalischer Blickwinkel von Heinrich Badhofer

Die Gesamtheit strebt

Impressum: Institut für Philosophie und Grundlagenforschung, Steyr, Haratzmüllerstrasse 23 4400 Steyr AUSTRIA Das Muster der Unendlichkeit  www.physik.as .
Urheber: Badhofer Steyr AUSTRIA www.badhofer.at –  admin@badhofer.at.
Kein Copyright: Naturgesetze sind frei. Jeder kann das gesamte Werk vervielfältigen sooft er will, bis auf eine Ausnahme: Kein Wort darf aus seinem Gesamtzusammenhang gerissen

Kein thermisches Gleichgewicht an!  Im 2. thermodynamischen Hauptsatz gibt es eine Ausnahme. Das kann man in einem Labor jederzeit und sooft man will nachvollziehen. Mit einfachen Worten ausgedrückt:

Diese unsere Welt kann niemals untergehen! 

 Das Muster der Unendlichkeit
Der reale Fehler im irrealen NICHTS (Die Ausnahme im Vakuum).


Nichts kann fehlerfrei sein!

 

Nichts kann fehlerfrei sein! 

Vereinfachte Symbolik

Du gräbst in einem Schneefeld ein Loch und mit dem Schnee baust du einen Schneemann. Der Schneemann freut sich, dass er in einem fehlerfreien Schneefeld steht. Doch dann sieht er das Loch. Um sich eine perfekte Welt zu schaffen, beginnt er, das Loch zu reparieren. Da der Schneemann selbst das Material ist, das er benötigt, um den Fehler im Schneefeld zu beheben, fängt er an, sich zu zerstören.

Mit dem Drang zur Perfektion kam das Leid in seine Welt!

Ursache und Wirkung
Der weitere Verlauf ist dann nur mehr ein Symptom:
Bevor sich der Schneemann zerstört hat, wird er noch, um seine Art zu erhalten, mehrere Löcher graben und kleine Schneemänner bauen. Wenn diese dann erwachsen sind, freuen sie sich,      dass sie in einem fehlerfreien Schneefeld stehen, doch dann sehen sie die Löcher. Um sich eine perfekte Welt zu schaffen, beginnen sie, die Löcher zu reparieren. Nicht alle Schneemänner werden sich selbst zerstören. Manche werden andere Schneemänner angreifen, um an den Schnee zu kommen den sie benötigen, um sich ihre Welt zu perfektionieren, diese werden sich verteidigen, organisieren, bewaffnen und in den Krieg ziehen. Viele Schneemänner werden dadurch sterben, sie werden Religionen gründen und den Krieg heiligen um ihre Toten zu rechtfertigen, und dieser Ablauf von Ereignissen verwandelt das Schneefeld in ein Chaos (bis auf eine Ausnahme). Und das alles nur deswegen, weil der erste Schneemann das Schneefeld so fehlerfrei haben wollte, wie es sein würde, wenn er nicht da wäre, und in der Folge das Perfektionieren zum Lebensinhalt wurde.

Das dauert so lange, bis der erste Schneemann erkennt, dass nichts fehlerfrei sein kann. Wie sich später herausstellen wird, steht die Abnahme der Ordnung des Schneefeldes im dualen Gegensatz zur Zunahme der Ordnung im Bewusstsein des Schneemannes. Vereinfacht gesagt: Je mehr das Chaos im Schneefeld zunimmt, desto mehr wird dem Schneemann bewusst, das er den ursprünglichen Fehler nicht beheben kann. Aber mehr dazu später. Dieses System zieht sich durch alle Bereiche unseres Vorhandensein wie ein roter Faden. Diese symbolische Geschichte vom Schneefeld mit seinem Fehler symbolisiert ein in sich wiederkehrendes System (Zunahme der Entropie durch beheben von Fehlern, Abnahme der Entropie im Bewusstsein des Schneemannes.) Im weiteren Verlauf des Textes erkennt man, dass die Handlungsweise des Schneemannes universell symbolisiert ist und durch alles ersetzt werden kann, z.B.: Politik, Wirtschaft, Industrie, Wissenschaft, Medizin, Psychologie, Sport, Biologie, Finanzwesen usw. und natürlich auch, wie sich am Ende zeigt, durch das Wort „Evolution“.

Seit nahezu ewigen Zeiten spielen wir mit uns das selbe Spiel. Und wir fallen immer wieder darauf herein.
Wir als Menschen, unsere Vorgänger und die Vorgänger der Vorgänger und deren ihre Vorgänger. . .

 Der folgende Text bringt die näheren Umstände ans Licht, woher alles gekommen ist, symbolisch ausgedrückt, wer den ersten Schneemann gebaut, wie das Leid in diese unsere Welt gekommen ist, warum uns das Sterben als Wirklichkeit erscheint, obwohl das Leben nicht erlöschen kann, und dass wir aufhören können, uns das Sterben vorzuspielen, wenn wir einsehen, dass wir nicht wirklich tot sein können.

Begriffe
Der Begriff „Fehler“ wird im folgenden auch „die Ausnahme“, “das Opfer“ „der Bezugspunkt“ oder auch „die EINS“ oder auch „das Schwarze Loch“ genannt. Mit „Fehler“ ist nicht gemeint
„falsch“ oder „defekt“, sondern „Fehler“ bedeutet „eine Ausnahme in der Regelmäßigkeit“ .
Den Begriff „NICHTS“ (das „grenzenlose Vakuum“ oder mathematisch symbolisiert als  „NULL“) bezeichnen wir in der Folge auch als „unendlich“ (das unendlich große Vakuum) oder einfach (philosophisch ausgedrückt) „die Unendlichkeit“, da das NICHTS (Null) das einzige überhaupt ist, das man eine unendliche Dimension zuordnen kann. Wenn ich keinen Apfel (null Äpfel) habe, kann ich auch sagen: „Ich habe unendlich wenig Äpfel. Dass es für alles eine Ausnahme gibt, wird sich später noch herausstellen.

Der folgende Text beschreibt keine Vorgänge, sondern er beschreibt lediglich das System, nach dem sich alle Vorgänge verhalten. Warum verhalten sich alle Vorgänge nach diesem System? – Es gibt in der Gesamtheit unseres Vorhandenseins kein anderes System, es hat nie ein anderes gegeben und es kann auch nie ein anderes geben! Die angeführten Vorgänge haben deshalb nur symbolischen Charakter und dienen nur der Sichtbarmachung des Systems.

Das Muster der Unendlichkeit


Die Philosophie hinter der Physik.

Seit es Menschen gibt, hat es in allen Völkern und Kulturen ein gemeinsames Ritual gegeben, nämlich das Opferritual (das Darbringen eines Opfers). Seien es Grabbeigaben, Schlachtopfer, Fastenopfer, das Opfern einer Jungfrau in den Sagen und der gleichen Opferrituale hat es bis heute immer und überall gegeben. Opfer waren dazu da, um die Elemente zu befriedigen, um Götter gnädig zu stimmen. Nie hat es ein Volk oder eine Kultur gegeben, welches das Ritual der Opferdarbringung nicht gekannt und gepflegt hat. Nun hat es immer Opfer gegeben, und trotzdem gibt es Kriege, Revolutionen, Hungersnöte, Erdbeben, Naturkatastrophen, Krankheiten, Seuchen, Unfälle, Brände, usw. Sind Opfer wirkungslos? Dazu ein praktisches Beispiel: Ein Bauer möchte sein Feld fürs nächste Jahr freundlich stimmen. Er möchte, dass sein Feld eine reiche Ernte hervorbringt. Nun sagt er sich, ich bringe ein ganz besonderes Opfer dar, ich opfere meinen goldenen Diamantring. Er geht auf das Feld und vergräbt seinen Ring in der  Erde. Das Feld bringt keine Ernte, denn es war das falsche Opfer. Nun denkt sich der Bauer, vielleicht habe ich ein zu geringes Opfer gebracht, meine Tochter ist noch Jungfrau, ich opfere meine Tochter. Das Feld bringt wieder keine Ernte, denn er hat wieder das falsche Opfer dargebracht! Und nun das wirkliche Opfer: Der Bauer hat aufgrund seiner vorjährigen Ernte Korn für ein ganzes Jahr. Einen Teil dieses Kornes jedoch muss er in Form des Samens für die nächste Ernte opfern. Er nimmt nun diesen Teil, wirft ihn aufs Feld, der Samen dringt in die Erde ein und bringt neue Ernte hervor. Der Teil, den der Bauer gesät hat, ist für ihn verloren. Er kann nicht nach einigen Monaten, wenn die neue Ernte schon heranreift, die Erde wieder aufgraben und den Samen herausholen.

Das geht nicht, denn der Samen ist vergangen. Dieser Samen ist für den Bauern verloren. Nachdem er den Samen geopfert hat, beschert ihm das Feld wieder eine Ernte, welche er zum Großteil nützen kann, einen kleinen Teil muss er wieder für die nächste Ernte opfern. Warum muss der Samen zuerst vergehen, damit er eine Ernte hervorbringt, und was hat das alles auf sich mit dem Opfer?

Warum ohne „Opfer“ nichts entstehen kann?

Mit dem Opfern ist es ungefähr so, wie mit einem Grundstück, auf dem man ein Haus baut. Wir graben nun einen Keller, und mit dem Material, welches wir gewinnen, bauen wir ein Haus. Um die Symbolik zu demonstrieren, nehmen wir an, dass es außer dem Grundstück nichts anderes gibt, sodass wir gezwungen sind, das Material für das Haus aus dem Grundstück zu gewinnen. Nehmen wir an, das Grundstück besteht aus Steinen. Da das Material, welches wir gewinnen werden, Steine sind, wird es ein Steinhaus werden. Würde das Grundstück aus Ziegeln bestehen, würde es ein Ziegelhaus werden. Wenn das Grundstück nur ein Schneefeld wäre, dann würde das Haus ein Schneehaus (Iglu) werden. Besteht das Grundstück aus Lehm, würde es ein Lehmhaus werden. Wie auch immer, das Material des Hauses wird in jedem Fall ein „Ebenbild“ des Grundstückes.

Nun lassen wir das Material beiseite und nehmen einfach nur den theoretischen Fall an, das Grundstück sei perfekt. Da das Haus auf jeden Fall ein Ebenbild des Grundstückes wird, wird es auch perfekt werden. Um auf dem Grundstück ein Haus bauen zu können, sind wir jedoch gezwungen, die Perfektion des Grundstückes zu zerstören, indem wir ein Loch zur Gewinnung von Material graben. Nun hat die Struktur des Grundstückes einen „Fehler“. Das Grundstück ist jetzt nicht mehr perfekt, sondern nur mehr „perfekt mit einer Ausnahme“. Wenn das Haus fertig ist, wird es die gleiche Struktur wie das Grundstück aufweisen, da es ja auf jeden Fall ein Ebenbild des Grundstückes ist, das heißt, es wird auch nur „perfekt bis auf eine Ausnahme“ sein. Es wird auch einen Fehler haben (z.B. einen gebrochenen Dachziegel, oder eine abgeschlagene Fliese, eine beschädigte Fensterbank, einen Schatten am Fassadenanstrich, usw.). Welchen Fehler wir am Haus haben werden, können wir nicht beeinflussen. Es hilft nichts, wenn man einen Fehler mit einplant, das System holt sich seine eigenen Fehler.

Theoretische Struktur:

(Kann in der Natur nicht vorkommen) Perfektes Grundstück mit perfektem Haus.

Allgegenwärtige Struktur: (Mit der geopferten Perfektion) Der Fehler im Grundstück befindet sich auch am Haus.
Die Idee des Hauses! Fertig

Die allgegenwärtige Struktur

Nun stellen wir uns vor, das Grundstück ist unendlich groß und das Haus ist  kein  Haus, sondern das Universum. Das Universum, auch wenn es uns grenzenlos erscheint, ist nur ein kleiner Bereich in einem „unendlich großen Grundstück“. (Später werden wir sagen, das Universum ist nur ein „Fehler im NICHTS“ oder „die Ausnahme im Vakuum“). Das NICHTS, das einzige, das theoretisch unendliche Eigenschaften haben kann, nenne wir in Folge deshalb auch,  das  „grenzenlose  Vakuum“  oder  „das  Unendliche“  oder  einfach  „die Unendlichkeit“.

Die Gesamtheit:

Das Universum zerstört die Perfektion eines unendlich großen Grundstückes. Das „grenzenlose Vakuum“ ist durch die Anwesenheit des Universums nicht mehr „perfekt“, sondern nur mehr „perfekt mit einer Ausnahme“.

Das NICHTS hat einen Fehler

Eines von unzähligen allgegenwärtigen Beispielen:

Ein Haus zerstört die Struktur des Grundstückes. Das Grundstück ist durch die Anwesenheit des Hauses nicht mehr „perfekt“, sondern nur mehr

„perfekt mit einer Ausnahme“.

Das Grundstück hat einen Fehler

Durch  das  Universum  ist  das  grenzenlose  Vakuum  nicht  mehr  perfekt,  sondern  nur  mehr

„perfekt mit einer Ausnahme“. Es hat einen Fehler. So wie ein Haus die Ursprünglichkeit des Grundstückes zerstört, so zerstört auch das Universum die Ursprünglichkeit des Vakuums. Das Universum verursacht einen Fehler.

Ein Fehler ist die Voraussetzung für unser Vorhandensein.

So wie ein Schneemann ein Loch im Schneefeld bedingt. Dieser „Urfehler“, wie er entstanden ist, dazu kommen wir noch später, in der Folge auch „Ausnahme“ oder auch „Bezugspunkt“ genannt, ist in der Gesamtheit alles Vorhandenen enthalten, vom kleinsten bis zum größten, in jedem Augenblick und in aller Ewigkeit. Das ist ungefähr so, wie die Noppen bei einem Legostein. Was immer man auch mit Lego baut, ob ein Haus, ein Auto, ein Flugzeug, ein Schiff, ein Atom oder ein Universum, in allem werden die Noppen vorhanden sein. Man kann so bauen, dass man die Noppen nicht sieht, aber sie sind da. Die Struktur des Legosteines ist in allem, was man damit baut, vorhanden. Nach welcher Struktur man auch im Mikrokosmos oder im Makrokosmos sucht, man findet sie auch in unserem wahrnehmbaren Bereich, denn sie ist überall.

So wie das „Legoland“ in allen Bereichen Noppen enthält, so enthält die Welt, in der wir leben, in allen Bereichen Fehler (Ausnahmen von der Regelmäßigkeit) Was hat das nun für Auswirkungen auf unser tägliches Leben und woher kommt überhaupt das Universum, das die Perfektion des unendlich großen Vakuums zerstören kann.    Fangen wir ganz von vorne an:

Das grenzenlose Vakuum

( Das NICHTS )

Das grenzenlose Vakuum gibt es vorerst nur in der Theorie. Diese Theorie würde nicht vorhanden sein, hätte sie nicht einen Fehler. Ein Fehler im NICHTS (ein Fehler im Vakuum) macht aus der Theorie die Praxis. Das grenzenlose Vakuum (das NICHTS) bezeichnen wir in der Folge als „unendliches Vakuum“, „ das Unendliche“ oder einfach „die Unendlichkeit“.

Das wären die ersten beiden Eigenschaften der Unendlichkeit. Auf den ersten Blick müsste man sagen, diese beiden Eigenschaften kann es gleichzeitig nicht geben, da sie einander widersprechen. Dieser Widerspruch ist jedoch die erste Grundlage für das „Duale System“, das sich nach der Betrachtung aller Eigenschaften der Unendlichkeit herausfiltern wird. Ohne Bezugspunkt ist alles „sowohl – als auch“. Die Unendlichkeit müsste sich deshalb sowohl bewegen als auch bewegungslos sein. Da wir existieren, kann man die andere Variante, nämlich, dass sich weder etwas bewegt, noch etwas bewegungslos ist, ausschließen! Würde sich weder etwas bewegen, noch etwas bewegungslos sein, würden wir nicht vorhanden sein.

Die Unendlichkeit ist zugleich:

klein, groß, schnell, bewegungslos, augenblicklich und ewig. Nur in folgendem Zustand könnte die Unendlichkeit alle diese Kriterien erfüllen: Das unendlich Kleine ist aufgrund der unendlich schnellen Bewegung zugleich auch unendlich groß. Das ist ungefähr so wie bei einem Fernseher, bei dem ein kleiner Punkt durch die Bewegung als großes Bild erscheint!
Als „unendlich groß“ ist das Unendliche bewegungslos. Unendlich groß kann sich nicht bewegen, wo sollte es sich auch hinbewegen! In dieser Eigenschaft befindet sich die Unendlichkeit in jedem Augenblick und in aller Ewigkeit.

Die Unendlichkeit als das:
unendlich kleine, welches durch die unendlich schnelle Bewegung zugleich auch unendlich groß, bewegungslos, augenblicklich und ewig ist. Der fehlende Bezugspunkt als Schöpfer der Unendlichkeit. Wenn der fehlende Bezugspunkt der Schöpfer der unendlichen Eigenschaften ist, wer hat dann den fehlenden Bezugspunkt erschaffen?
Diese Frage stellt sich nicht, denn das Nicht – existieren zeichnet ihn ja darin aus, dass er nicht erschaffen wurde!

Die Dualität

Der fehlende Bezugspunkt als Schöpfer der Unendlichkeit. Er zwingt sein Geschöpf zur Dualität! Ohne Bezugspunkt erscheint alles „sowohl – als auch“ (dual). Die Unendlichkeit ist dual! Die Dualität –  Die Unendlichkeit als das: unendlich kleine, welches durch die unendlich schnelle Bewegung zugleich auch unendlich groß, bewegungslos, augenblicklich und ewig ist. Der fehlende Bezugspunkt als Schöpfer der Unendlichkeit: Wenn der fehlende Bezugspunkt der Schöpfer der unendlichen Eigenschaften ist, wer hat dann den fehlenden Bezugspunkt erschaffen? Diese Frage stellt sich nicht, denn das Nicht – existieren zeichnet ihn ja darin aus, dass er nicht erschaffen wurde!

Die Dualität

Der fehlende Bezugspunkt als Schöpfer der Unendlichkeit. Er zwingt sein Geschöpf zur Dualität! Ohne Bezugspunkt erscheint alles „sowohl – als auch“ (dual). Die Unendlichkeit ist dual!  

Weil die Dualität stufenlos ist, kann man die symbolische Darstellung verfeinern. Die Unendlichkeit in ihrer absoluten Perfektion erscheint stufenlos dual. Nicht der geringste Fehler stört die perfekte Struktur. Die Unendlichkeit erscheint uns vorerst als absolut fehlerfreies System. Die Unendlichkeit erscheint uns als perfekte Illusion. Erst ein Bezugspunkt (ein Fehler) macht aus dieser Illusion eine Wirklichkeit.

Der Bezugspunkt:


Woher kommt nun dieser Bezugspunkt? Nachdem alles dual ist, kann der Bezugspunkt natürlich nur aus der Dualität kommen und kann natürlich wieder nur in der Dualität bleiben. Das heißt: Man wählt von der einen Seite der Dualität einen Teil aus und verschiebt ihn auf die andere Seite der Dualität. Die Ausnahme wird zum Bezugspunkt. Der Fehler auf der einen Seite wird zum Bezugspunkt auf der anderen Seite. Wir haben nun auf der linken Seite ein Loch, einen Fehler im System. Das System ist jetzt nicht mehr perfekt, sondern nur mehr „perfekt mit einer Ausnahme“. Diese eine Ausnahme in der Perfektion der Dualität wird zum Bezugspunkt alles Vorhandenen. Diese Ausnahme ist in der Gesamtheit unseres Vorhandenseins in allen Bereichen vorhanden. Im Falle des Schneemannes mit dem Schneeloch symbolisiert die Grafik das Schneefeld als Duales System (links – rechts) mit dem Schneemann auf der linken Seite und dem Schneeloch  auf der rechten Seite der Dualität. Im Falle der Unendlichkeit symbolisiert die Grafik den unendlichen Raum als duales System, der linke Punkt ein schwarzes Loch und der rechte Punkt das Universum.
Im Falle des Bauern mit dem Samen symbolisiert die eine Hälfte die vergangene Ernte und das Loch symbolisiert den geopferten Samen. Die andere Hälfte symbolisiert die zukünftige Ernte mit dem Samen als Bezugspunkt.

Die unsichtbare Harmonie

Man nimmt einen kleinen Teil von der einen Seite der Dualität heraus und gibt ihn auf der anderen Seite der Dualität wieder hinein. Dieser Vorgang ist in der Gesamtheit unseres Vorhandenseins, vom kleinsten bis zum größten, in jedem Augenblick und in aller Ewigkeit, stufenlos vorhanden. Man nimmt einen Schnee von der einen Seite des Schneefeldes heraus und baut damit auf der anderen Seite des Schneefeldes einen Schneemann. Einige von unzähligen anderen Beispielen:

Wasserkraft:
Die verschiedenen Wasserspiegel als Duales System. Ein kleiner Teil des Wassers (Ausnahme) fließt von der einen Seite (höherer Wasserspiegel) zur anderen Seite (niederer Wasserspiegel).

Sex:
Mann und Frau als Duales System. Man schiebt einen kleinen Teil (Ausnahme) von der einen Seite (Mann) zur anderen Seite (Frau).

Befruchtung:
Mann und Frau als Duales System. Der Samen (Ausnahme) fließt von der einen Seite (Mann) zur anderen Seite (Frau).

Fußball:
Die beiden Spielhälften als Duales System. Der Ball (Ausnahme) wird von der einen Seite (eigene Spielhälfte) zur anderen Seite (gegnerische Spielhälfte) gespielt.

Reden:
Mund und Ohr als Duales System. Man nimmt vom gesamten Wortschatz einen kleinen Teil heraus (Ausnahme) und gibt ihn von der einen Seite (Mund) zur anderen Seite (Ohr).

Geisterfahrer:
Der Straßenverkehr als Duales System. Man nimmt von der einen Seite der Straße ein Auto (Ausnahme) heraus und gibt es auf der anderen Seite der Straße wieder hinein! (Geisterfahrer entstehen durch dieses Naturgesetz).

Zahlungsverkehr:
Das Geld als Duales System: Man nimmt von der eigenen Kassa einen Teil des Geldes heraus (Ausnahme) und zahlt es in die Kassa des anderen ein.

Buchführung:
Die doppelte Buchführung wurde von  Luca Pacioli (* um 1445 in Borgo San SepolcroToskana; † 1514 oder 1517 in Rom) war ein italienischer Mathematiker und Franziskaner. Bekannt ist er in den Wirtschaftswissenschaften, weil er 1494 als erster die doppelte Buchführung komplett beschreibt.
Im Kern ohne, daß der Buchalter an die andere Seite denkt und einen entsprechen Vertrag/Beleg hat, kann er keinen Buchungssatz bilden – die GoB bestimmen die Spielregeln.

Genesis:
Und Gott nahm von der einen Seite (Adam) eine Rippe (Ausnahme) heraus und setzte sie auf der anderen Seite (Eva) als Bezugspunkt hinein.

Gleichgeschlechtlich:
Die Liebe zwischen Mann und Frau als Duales System. Man gibt von der einen Seite eine „Ausnahme“ zur anderen Seite. Die Liebe zwischen Mann und Frau ist die Regel, die Liebe zwischen Mann und Mann (Frau und Frau) ist die Ausnahme. Die Ausnahme ist die Grundlage alles Vorhandenen. Ohne Liebe zwischen Gleichgeschlechtliche gäbe es keine Liebe zwischen Verschiedengeschlechtliche.
Die ganze Welt könnte die Bücher nicht fassen, würde man alle Beispiele niederschreiben.


Für alles gibt es eine Ausnahme! Die Gesamtheit ist selbst eine dieser Ausnahmen.Grundsätzlich ist es so, dass ein Bezugspunkt, auf welchen man etwas bezieht, um Eigenschaften festzustellen, immer außerhalb desjenigen liegen muss. Bis auf eine Ausnahme: In der Gesamtheit kann der Bezugspunkt nur innerhalb liegen (wo soll er auch sonst liegen). Die Gesamtheit ist deshalb selbst eine Ausnahme in ihrem eigenen System. Auf das Gesamte bezogen würde das nun bedeuten:
Die Gesamtheit ist immer auch selbst eine Ausnahme in ihrem eigenen System! Diese Aussage ist die wichtigste Aussage überhaupt. Sie wird später in der Thermodynamik eine entscheidende Rolle spielen.

Das „Ur-Teilchen“

Das „Ur-Teilchen“, oder wie auch immer man den Fehler im grenzenlosen Vakuum nennen will, ist die Grundlage alles vorhandenen. Ein relativ unendlich kleiner Punkt, der aufgrund des Fehlens eines Bezugspunktes (auf was soll er sich auch im unendlichen Vakuum beziehen) als relativ unendlich-klein, groß, schnell, bewegungslos, augenblicklich und ewig erscheint. Woher kommt nun dieser relativ unendlich kleine Punkt?

Auf Seite 14, Abbildung 3 und 4 fasten wir zusammen: Der fehlende Bezugspunkt zwingt das unendliche Vakuum zur Dualität, die Dualität erzwingt wiederum ein Duales Gegenstück zum fehlenden Bezugspunk, einen wirklichen Bezugspunkt, eben diesen relativ unendlich kleinen Punkt. Woher dieser kommt, lassen wir vorerst einmal beiseite. Dazu kommen wir noch später.

Der „Urknall“

Das relativ unendlich Kleine bewegt sich mit relativ unendlicher Geschwindigkeit im unendlichen Vakuum und kreuzt „zufällig“ sein eigenes Selbst: Der Zusammenstoß, die Konfrontation mit sich selbst als der Urknall. Ein Teil (Ausnahme) der relativ unendlich schnellen Geschwindigkeit bremst sich auf Lichtgeschwindigkeit herunter und wird zur Materie. Das relativ Unendliche (die schwarze Materie) hat nun einen Fehler (die Materie). „Der Urknall“ als Bremse der relativ unendlich schnellen Bewegung. „Die Materie“ als gebremste „schwarze Materie“. Da die Wege des relativ unendlich kleinen Punktes (der schwarzen Materie) nur relativ unendlich groß sind, musste nach Murphys Gesetz dieser „Zufall“ einmal passieren. Zu diesem „Zusammenstoß“, der in Wirklichkeit kein richtiger Zusammenstoß ist sondern die Wahrnehmung seiner selbst, kommen wir später noch genauer. Nach Murphys Gesetz musste dieser Zufall irgendwann einmal geschehen!
Der Zufall als Verursacher alles Verursachten! Das System kreuzt sein eigenes Selbst: Das Kreuz als Symbol der Begegnung mit sich selbst!  

Es werde Licht! Die Lichtgeschwindigkeit als gebremste relativ unendliche Geschwindigkeit! Die Bremsspuren als Licht und Ton (Funken und Quietschen). Die Evolution als das Veredeln der Funken und des Quietschens, zur Evolution kommen wir jedoch noch später. Der Zusammenstoß, die Konfrontation mit sich selbst als der Urknall. Halt. Stopp. Ist da jemand? Bin ich etwa nicht alleine in der unendlichen Weite? Die Angst vor dem Unbekannten, dem nicht erkannten Eigenen, als der Auslöser alles Ausgelösten:

Die Angst vor sich selbst als Auslöser alles Ausgelösten!

 

 Der universelle Baustein, der globale „Legostein“

Das Muster der Unendlichkeit

Das „Duale System mit einer Ausnahme“ durchdringt die Gesamtheit unseres Vorhandenseins. Vom Kleinsten bis zum Größten, in jedem Augenblick und in alle Ewigkeit: Alles erscheint dual mit einer Ausnahme. Die Ausnahme von der einen Seite der Dualität wird zum Bezugspunkt auf der anderen Seite der Dualität! Es gibt nichts, was sich nicht nach dieser Struktur verhält. In der Gesamtheit unseres Vorhandenseins gibt es nur diesen einen Vorgang, dieser kommt jedoch in relativ unendlich vielen Varianten vor!

Die Ausnahme ist der Bezugspunkt alles Vorhandenen.Eine Theorie ist erst dann bestätigt, wenn man sie jederzeit im Labor wiederholen kann. Als Labor nehmen wir eine Landwirtschaft, die heurige Ernte und die zukünftige Ernte als Duales System. Man nehme einen Teil von der heurigen Ernte (Samen) als Ausnahme heraus und gebe ihn als Bezugspunkt für die zukünftige Ernte wieder hinein.

 Ein Beispiel aus der Physik: Bei einer gleichmäßig beschleunigten Bewegung unterscheidet sich die Geschwindigkeit des Augenblickes um eine Ausnahme von der Geschwindigkeit des Augenblickes zuvor und diese wiederum um eine weitere Ausnahmen von zwei Augenblicken zuvor. Relativ auf den Augenblick bezogen unterscheidet sich der beschleunigte Augenblick um eine Ausnahme von dem relativ in Ruhe befindlichen Augenblickes zuvor. Eine Beschleunigung ist also nichts anderes als eine pulsierende Ausnahme. Die Größe der Ausnahme ist der Bezugspunkt (Maßstab) für die Größe der Beschleunigung. Bei einer gleichmäßig geradlinigen Bewegung unterscheidet sich der Standort des Augenblickes (relativ zu einem Bezugspunkt) vom Standort des nächsten Augenblickes um eine Ausnahme usw. Alles Vorhandene ist dual und besteht nur aus Aneinanderreihungen von Ausnahmen oder Fehlern. Das Naturgesetz aller Naturgesetze besteht nur aus Dualität und Ausnahmen, wie folgendes Beispiel zeigt:

Die Ausnahme in der Thermodynamik

Um das Grundlegende ersichtlich zu machen, werden wir thermodynamische Hauptsätze systemgerecht formulieren. Der erste Hauptsatz:
In einem geschlossenen System kann man Energie weder gewinnen noch verlieren. Systemgerecht formuliert würde es nun heißen:
Man kann immer und überall Energie gewinnen und verlieren bis auf eine Ausnahme: In der Gesamtheit kann man Energie weder gewinnen noch verlieren. Die Gesamtheit ist eine Ausnahme in ihrem eigenen System.  

Diese Formulierung findet sich im täglichen Leben überall, da man ja tagtäglich überall Energie gewinnt und verliert, nur in der Gesamtheit eben nicht. Der Grundsatz ist „systemgerecht“ formuliert. Etwas anders verhält es sich beim zweiten Hauptsatz: Jedes in sich abgeschlossene System strebt ein thermisches Gleichgewicht an.  

Diesen Hauptsatz formulieren wir jetzt etwas umfangreicher: Jedes System, ob offen oder geschlossen, strebt ein thermisches Gleichgewicht an, in einem offenen System bleibt das Gleichgewicht unstabil. 

Das bedeutet nun:
Jedes System strebt ein thermisches Gleichgewicht an, egal, ob sich das Gleichgewicht stabilisiert oder nicht. Ob ein System als offenes oder geschlossenes System bezeichnet werden kann, liegt daran, ob die Grenzen des Systems im jeweiligen speziellen Fall erreichbar sind oder nicht.
Bei einem Bauern, dessen Landwirtschaft so groß ist, dass er sie nie bis an seine Grenzen bewirtschaften kann, spricht man von einem offenen System. Für alles gibt es eine Ausnahme! Die Gesamtheit ist selbst eine Ausnahme in ihrem eigenen System. Um nun diesen Grundsatz für das „System mit einer Ausnahme“ systemgerecht zu formulieren, muss er heißen: Jedes System strebt ein thermisches Gleichgewicht an bis auf eine Ausnahme, nämlich das „Gesamtsystem“. Diese Erkenntnis wirft die Frage auf, ob man das Gesamtsystem ein offenes oder ein geschlossenes System bezeichnet, bedeutungslos macht.

Der Weltuntergang findet nicht statt!

Das Gesamtsystem ist eine Ausnahme im Gleichgewichts-Anstreben. Es strebt kein thermisches Gleichgewicht an. Ob das Gesamtsystem, der absolut unendliche Raum (das NICHTS, oder auch das unendliche Vakuum) ein offenes oder geschlossenes System ist, wird dadurch bedeutungslos. Als geschlossenes System würde es thermisches Gleichgewicht stabilisieren, als offenes System nicht. Da es aber als Gesamtsystem ein thermisches Gleichgewicht überhaupt nicht anstrebt ist die Frage, ob offen oder geschlossen, bedeutungslos. (Wenn ich es nicht anstrebe, dass ich Wasser in einen Behälter fülle, stellt sich die Frage gar nicht, ob der Behälter dicht ist oder nicht). Um es gleich vorwegzunehmen: Das Gesamtsystem strebt keinen universalen Wärmetod an, weil das Gesamtsystem die Ausnahme (der Fehler) im Gleichgewichts-Anstreben ist. Einzelne Welten streben nach Untergang, streben aber keinen Gesamtweltuntergang an (der Fehler im Vakuum kann nicht untergehen, das Vakuum kann seinen Fehler nicht beheben).

Bevor eine Welt untergeht, wird sie deshalb irgendwo im relativ unendlichen Raum wiedergeboren mit all seinen ursprünglichen Eigenschaften. Das Leben beginnt wieder von einer einzigen Zelle aus sich zu entfalten, jedoch mit genau umgekehrten Vorzeichen. Die Gesamtheit strebt kein thermisches Gleichgewicht an. Thermisches Gleichgewicht wäre Singular, das es im dualen Ursprungssystem (Vakuum – Fehler) nicht gibt. Ein Weltuntergang findet nie statt. 

Eine Theorie ist erst dann bestätigt, wenn man sie jederzeit in einem Labor wiederholen kann: Gleichgewicht herrscht bei zwei gleich großen Seiten. Zwei gleich große Wassergläser (eines mit 10 Grad, eines mit 90 Grad) wären bei 50 Grad im Gleichgewicht. Anders jedoch ist das im „Ursächlichen“: Das Nichts ist 0, das Ur-Teilchen ist 1. Auch wenn das Ur-Teilchen als relativ unendlich große Illusion erscheint, bleibt es in Wahrheit immer 1 und ist nicht teilbar, lediglich, wie wir noch später sehen werden, in seine Bestandteile (lebendiges und totes) zerlegbar. Eins bleibt immer Eins, auch wenn es als bunte Vielfalt erscheint. Deshalb sind 0 und 1 der kleinste gemeinsame Nenner, das Ur-Teilchen kann mit dem NICHTS nie ins Gleichgewicht kommen.

Dass das Gesamtsystem deshalb nie gleichgewichtig werden kann, kann man mit einem einfachen Experiment bestätigen. Allerdings nicht thermodynamisch, denn wir können kein absolut geschlossenes thermisches System für ein Experiment simulieren. Für ein Experiment benötigen wir zwei Druckbehälter und versuchen, absolutes Ungleichgewicht zwischen den Druckbehältern herzustellen Bevor man nun in einem Behälter das absolute Vakuum erreicht, bildet sich ein „Fehler“ im Vakuum, so dass nie ein absolutes Vakuum (ein NICHTS) erreicht werden kann, sondern nur „absolut mit einer Ausnahme“, das bedeutet, wir können kein absolutes Ungleichgewicht herstellen. Umgekehrt ist es nicht anders: Absolutes Gleichgewicht gibt es nicht, denn eine Seite unterscheidet sich von der anderen Seite immer durch einen Fehler.

Anders ausgedrückt: Für alles gibt es eine Ausnahme. Die Gesamtheit ist immer auch eine Ausnahme in ihrem eigenen System. Das Streben nach Gleichgewicht ist in allen Systemen enthalten, bis auf eine Ausnahme, nämlich im „Gesamtsystem“. Offene Systeme, wie z.B. unser Planetensystem (wir können es gegenüber dem unendlichen Raum nicht dicht machen), streben nach Gleichgewicht (Wärmetod), können es aber nie erreichen, deshalb wird unser Sonnensystem irgendwo im unendlichen Raum wiedergeboren werden, bevor es „verstorben“ ist. Der Tod und die Wiedergeburt von einzelnen Sonnensystemen verläuft immer synchron. Noch bevor unser Sonnensystem den Wärmetod erleidet, wird es irgendwo im unendlichen Raum wiedergeboren, samt unserer Erde und ihrem darauf befindlichen Leben. Die Wiedergeburt noch vor dem Tod kann man mit der Arterhaltung beim Menschen vergleichen. Noch bevor die Alten gestorben sind, sind die Neuen geboren. Um nun den menschlichen Arterhaltungstrieb mit dem kosmischen „Nicht-Anstreben von Gesamtgleichgewicht“ zu vergleichen, kann man sagen: Die Gesamtheit strebt nicht nur ihren Tod nicht an, sondern sie ist darüber hinaus auch noch unwiderruflich gezwungen, sich in der bestehenden Art und Weise zu erhalten, denn die Gesamtheit kann ihren Fehler nicht beheben. Das Verlassen auch nur eines Einzelnen aus unserem Sonnensystem (was jedoch ohnehin nicht möglich ist) hätte vermutlich fatale Folgen. Denn dann würde uns das Leben in dem, in der Gesamtheit einzigartigem, zufällig lebensfreundlich entstandenem Sonnensystem als keine Gesamtheit mehr erscheinen. Wir würden glauben, wir sind keine Einheit mehr und würden dann ein thermisches Gleichgewicht anstreben, denn im Gegensatz zur Materie (Energie) verhält sich unser Glaube nicht nach den Naturgesetzen wie sie sind, sondern wie sie uns als Illusion erscheinen. Da wir als Menschen diesen Vorgang an uns beschleunigen könnten, würden wir vermutlich sofort einen unwiderstehlichen Zwang verspüren, alles Leben, bis auf eine Ausnahme, zu vernichten. Und dann müssen wir wieder auf den „zufälligen Impuls“ warten, der das Lebendige und das Tote wieder aus ihrem Gleichgewicht reißt, denn: Aller Ursprung ist nur ein einziger „Minusimpuls“ (nur einen Augenblick vorhandenes Loch??? im NICHTS) (ein Minus im Minus??, ein Vakuum im Vakuum??) denn dieser schaffte sich als duales Gegenstück einen immerwährenden Dauerimpuls. 

Das Ur-Teilchen pulsiert! 

Da dieser Minusimpuls einmalig war, fehlt er in der Folge. Dem durch die Dualität (NICHTS – LOCH) erzwungenen periodische Dauerimpuls fehlt jetzt für alle Zeiten der Minusimpuls (Gegenimpuls oder Start-Impuls). Deshalb kann in Folge kein Perpetuum mobile mehr entstehen. Die Gesamtheit bleibt die Ausnahme.

Licht und Gravitation

Das duale System des Lichtes (Wellenberg und Wellental) mit einem Fehler: Das Wellental unterscheidet sich vom Wellenberg durch einen Fehler. Auch wenn dieser Fehler nahezu unendlich klein ist, krümmt er das Licht. Ein Fehler im Wellental zwingt das Licht aus der Geraden. Jedes System dehnt sich deshalb nur solange aus, bis es wieder auf sich selbst trifft.  Auf der Schwingungsdifferenz zwischen Wellenberg und Wellental beruht auch die Gravitation. Es ist ungefähr so wie bei einem Aufzug, der sich in der Aufwärtsbewegung durch einen Fehler von der Abwärtsbewegung unterscheidet. Auch ist es ungefähr so wie beim Auftrieb eines Flugzeuges, bei dem die Luftgeschwindigkeit unter dem Flügel sich durch eine Ausnahme von der Luftgeschwindigkeit über dem Flügel unterscheidet. Von einer hohlen Kugel, die mehr Luft anzieht als abstößt, geht eine Anziehungskraft aus. Entgegen Luft jedoch kann Vakuum ständig mehr angezogen werden als abgestoßen wird, entgegen Luft vermehrt sich Vakuum dadurch nicht. Die Luft im inneren der Kugel nimmt zu, wenn man mehr anzieht als abstößt, das Vakuum nicht. Vakuum bleibt immer konstant NULL. Die Gravitation als das ständige eindringen von Vakuum in den Nullpunkt von Himmelskörpern. Gravitation ist eine Erscheinung des Gesamtsystems und ist deshalb einpolig (bis auf eine Ausnahme). Die Summe der Gravitation ist nicht NULL, sondern EINS.

Der Magnetismus hingegen ist eine Erscheinung der Dualität und somit zweipolig, dessen Pole sich gegenseitig aufheben. Die Summe beim Magnetismus ist Null, bei der Gravitation hingegen ist die Summe EINS. Masse ist eine Erscheinung von der auf c permanent gebremsten relativen Geschwindigkeit. Es ist ungefähr so, wie wenn man die Fliehsgeschwindigkeit eines Flusses durch eine Staumauer bremst. Der Fluss erhält „Masse“ (Stausee). Schwere Masse hingegen ist ein Symptom von Träger Masse und Gravitation.

Im ursächlichen Vakuum ist der Fehler zugleich auch das duale Gegenstück des Vakuums. Dualität: (Vakuum – Fehler) oder auch (NICHTS – Ausnahme). Wenn ich z. B. eine Blumenwiese haben, welche zur Hälfte aus roten und zur Hälfte aus gelben Blumen besteht, kann ich das Feld als Dual bezeichnen. Ersetze ich nun die blauen Blumen durch rote bis auf eine Blume, dann habe ich noch immer ein duales Blumenfeld, die Größendifferenz lässt das Blumenfeld jedoch nicht als dual erscheinen, sondern als rotes Blumenfeld mit einem Fehler. Also, im Gesamtsystem ist das duale Gegenstück zugleich auch die Ausnahme (der Fehler). Auf die Gravitation bezogen bedeutet das: Auch die Gravitation ist in Wirklichkeit zweipolig, der Gegenpol ist jedoch so unbedeutend, dass er die Ausnahme ist. Wenn unser Planet die Pole wechselt, bleibt doch die Gravitation die selbe (bis auf eben eine Ausnahme). Bei einem Magnet ist das anders. Wenn man die Pole vertauscht, wird das angezogene abgestoßen und das abgestoßene angezogen. Diese Ausführungen beschreiben nicht die Eigenschaften von Licht und Gravitation, sondern sie beschreibt, dass sich sowohl das Licht als auch die Gravitation „Dual mit einer Ausnahme“ verhält. Warum verhält sich auch Licht und Gravitation nach diesem System: Es gibt in der Gesamtheit unseres Vorhandenseins kein anderes System.

Das Muster der Unendlichkeit als allgegenwärtige Struktur

Es gibt in unserem Vorhandensein eine Struktur, welche so häufig vorkommt, dass sie nicht wahrgenommen wird. Frei nach dem Motto: Wenn man in einem Wald steht, sieht man vor lauter Bäumen keinen Wald. Eigentlich ist es nicht richtig, dass diese Gesetzmäßigkeit nie wahrgenommen wurde, man hat sie schon vor Jahrhunderten, ohne sich um deren Bedeutung bis ins letzte Detail bewusst zu sein, in den verschiedensten Arten symbolisiert. Diese Gesetzmäßigkeit, welche auch im Symbol des Yin Yang enthalten ist, zusammenfassend dargestellt:

Man teilt den unendlichen Raum (symbolisiert durch einen Kreis) in ein Duales System, nimmt von der einen Seite einen Teil heraus (Ausnahme) und gibt ihn auf der anderen Seite als Bezugspunkt wieder hinein. Der Punkt links symbolisiert das Universum, der Punkt rechts ist ein Schwarzes Loch, der „Fehler“ im System. Im Falle des Schneemannes symbolisiert der weiße Punkt den Schneemann, das Schwarze Loch das Loch im Schnee, der Kreis ein duales Schneefeld (links – rechts, oben – unten).

Ein Beispiel aus dem täglichen Leben: Der Schlaf ist ein zwingender Teil im dualen System mit einer Ausnahme:

Tag und Nacht, Freud und Leid, unbewusst und bewusst als Duales System: Die rechte obere Hälfte vom Yin Yang symbolisiert das Schlafen. Wenn wir schlafen, erleben wir unbewusst das Leid, wenn wir wach sind (die linke untere Hälfte vom Yin Yang), erleben wir bewusst die Freude. Bis auf eine Ausnahme: Ein Teil (Ausnahme) des Leides beim Schlafen ist im Wachsein. Das schwarze Loch rechts symbolisiert nun die Tiefschlafphase, der weiße Punkt links symbolisiert das Leid beim Wachsein. (Christliche Philosophie: „Nehmt mein Leid an, mein Leid ist leicht“). Will man dieses Leid nicht, vermehrt es sich, siehe die Geschichte vom Schneemann.

Die bewusste Freude beim Wachsein (bis auf eine Ausnahme) als das Duale Gegenstück zum unbewussten Leid während des Schlafes. Das ist der Grund, warum wir schlafen. Ohne unbewusstes Leid im Schlaf keine bewusste Freude beim Wachsein. Vom Langschläfer bis zum Wenigschläfer sind alle Zwischenstufen zwingend enthalten. Träume, je nach dem ob schöne Träume oder Alpträume, dienen dem System zur Korrektur. Dieses Loch (die Ausnahme oder der Bezugspunkt) im rechten Teil der Grafik ist der Verursacher unseres Lebensexistenzkampfes mit all seinen Auswüchsen. Dieses Loch fordert nämlich ein regelmäßiges Opfer ( In der christlichen Philosophie z.B. wird das regelmäßige Opfer symbolisiert mit: „Jeder Tag bringt seine eigene Plag“). Ohne dieses Loch wären wir im Paradies, dummerweise ist dieses Loch jedoch die Voraussetzung unseres Vorhandenseins. Ohne dieses Loch würden wir gar nicht existieren. Was hat es nun im weiteren täglichen Leben auf sich mit diesem verdammten Schwarzen Loch?

Das Schwarze Loch

 Die Ausnahme in der Perfektion

Dieser Fehler im System ist Grundlage der Erhaltung alles Vorhandenen. Ohne Erhaltung des Fehler kein Vorhandensein! Das Schwarze Loch ist in unserem täglichen Leben zwingend enthalten. Vom Kleinsten bis zum Größten, in jedem Augenblick und in aller Ewigkeit.

Die Existenz eines Loches im universellen System fordert sein Opfer. Ob wir es wollen oder nicht, wenn wir dem System sein Opfer nicht lassen, holt es sich uns als Opfer. Es ist so, wie wenn der Bauer dem Feld nicht das richtige Opfer (Samen) gibt und sich das Feld sein Opfer selbst holt. Der Bauer wird im nächsten Jahr verhungern und am Feld begraben werden. Wenn der Bauer dem Feld nicht das richtige Opfer darbringt, holt sich das Feld den Bauern als Opfer – natürlich wird der Bauer nicht gleich verhungern, er wird anderen Bauern ihren Samen rauben, diese werden sich verteidigen, bewaffnen, organisieren und in den Krieg ziehen. Viele Bauern werden sterben. Sie werden Religionen gründen und den Krieg heiligen, um die Toten zu rechtfertigen. Aber das alles kennen wir ja zur Genüge aus der Geschichte der Menschheit.

Weil wir für dem universale System nicht das wirkliche Opfer geben, müssen wir sterben. Das ist der einzige Grund, warum wir überhaupt sterben. Würden wir doch nur das wirkliche Opfer darbringen, würde es dem System nicht möglich sein, uns zu holen. Wir sterben nicht deshalb, weil „das universale System“ böse ist, sondern weil dieses System keine andere Möglichkeit hat, da sie nicht das wirkliche Opfer bekommt. So wie sich das Feld den Bauern nicht deshalb als Opfer holt, weil es grausam ist, sondern deshalb, weil der Bauer ihm nicht das richtige Opfer gegeben hat. Das Feld hat keine andere Wahl.

Das Muster der Unendlichkeit, welches vom kleinsten bis zum größten alles durchdringt, fordert sein regelmäßiges Opfer. Wenn man ein Werkstück anfertigt, ist das Opfer die Toleranz, im Gastgewerbe ist das Opfer der Schwund, bei Computerprogrammen, welche 1:1 (ausnahmslos fehlerfrei) übertragen werden, ist das Opfer der Absturz des gesamten Betriebssystems, beim Drucken der Druckteufel, beim Brotschneiden die Brösel, beim Essen die Speisereste, beim Hobeln die Späne, beim Trockner die Fussel, bei Medikamenten die Nebenwirkungen, in der Mathematik die periodischen Zahlen, beim Sonnenschein die Sonnenfinsternis, beim Kämmen die Haare in der Bürste, beim Optimieren von Produktionsabläufen sind es Fehler an der gesamten Produktionsreihe. In der Autoindustrie führt das Perfektionieren von Produktionsabläufen von Zeit zu Zeit zu Rückrufaktionen ganzer Serien. Je perfekter die Produktionsabläufe werden, desto unperfekter wird die Fehler, die im nachhinein korrigiert werden muss. Je mehr man sich der Perfektion nähert, desto näher kommt die Schwelle zum Chaos. Dazu ein symbolisches Beispiel: Würde man eine Maschine erfinden, mit der man Brot schneiden kann, ohne auch nur ein einziges Brösel zu verlieren, beim Tausendsten mal Brotschneiden würde es den ganzen Brotleib hineinfangen und komplett zerbröseln. Die Summe der Brösel bleibt konstant.

Um es gleich vorwegzunehmen: Die Sage, in der man einmal im Jahr eine Jungfrau dem Drachen opfert, diese Sage hat einen tiefen Hintergrund. Jedoch der Held, welcher dann den Drachen getötet hat, entspringt nur einem Wunschdenken. Kein Held wird jemals den Drachen (das Loch in der Dualität) töten können. Dazu ein Beispiel aus der Biologie: Jedes Auge hat einen blinden Punkt (Ausnahme). Wird dieser „Fehler“ entfernt, geht das gesamte Sehvermögen verloren. Auch ist es nicht notwendig, eine Jungfrau, goldene Ringe, Tiere, Pflanzen, sonstige Gegenstände oder irgendetwas Anderes zu opfern oder irgendwelche Opfer-rituale zu veranstalten.

Das wirkliche Opfer

Was ist nun das wirkliche Opfer, das man dem universellen System bringen muss?  Wenn man, um den Kreislauf des Kornfeldes aufrecht zu erhalten, ein Korn opfern muss, dann muss man, um das Leben aufrechtzuerhalten, einen Teil von seinem Leben opfern. Dieses Opfer muss aus uns selbst kommen und muss in uns selbst bleiben. Aus uns selbst kommt etwas, wenn es selbst (persönlich) erbracht wird und in uns selbst bleibt es, wenn es im Verborgenen geschieht, sodass es von niemandem als Opfer wahrgenommen werden kann. Diese Opfer sind unscheinbar und doch die Quelle allen Lebens. Was sind das nun für Opfer, welche erbracht werden müssen?

Antwort: Das Beste muss geopfert werden. So wie der Bauer die besten Körner als Samen opfern muss, denn er kann nicht missratene Körner von der Ernte, welche nicht zu gebrauchen sind, als Samen nehmen. Nein, er muss die besten Körner als Samen für die zukünftige Ernte nehmen.  (In der christlichen Philosophie z.B. wird der „Sohn eines Vaters“ als „das Beste“ symbolisiert). Beim Korn sind die besten jene Körner, die der Zufall am besten reifen hat lassen, aber was ist das Beste in unserem Lebens? Für einen Marathonläufer ist das Beste ein Marathonlauf, für einen Fischer ist das Beste das Fischen, wenn aber der Marathonläufer bei seinem Marathonlauf einem Herzanfall erliegt, dann wäre für ihn das Fischen besser gewesen. Umgekehrt, wenn der Fischer an Herzverfettung stirbt, wäre für ihn das Laufen besser gewesen.

Was ist das Beste aus der Sicht des Lebens?

Erinnern wir uns an den Anfang: Da war der fehlende Bezugspunkt. (Dieser wurde nicht erschaffen, denn er existiert nicht) Dann war da die Dualität. Diese ergibt sich aufgrund des fehlenden Bezugspunktes. Und dann ist da noch der wirkliche Bezugspunkt. Er wurde von der Dualität als Gegenpol zum fehlenden Bezugspunkt erzwungen, in dem von der einen Seite der Dualität ein zufällig ausgewählter Teil auf die andere Seite der Dualität wanderte. Warum zufällig?

In der stufenlosen Dualität gab es nicht den geringsten Anhaltspunkt, welchen Teil von sich selbst die Unendlichkeit opfern hätte können, deshalb erfolgte die Auswahl des „Ur-Opfers“ zufällig. Das ist ungefähr so, wie wenn man in der Wüste ein Sandkorn heraus nimmt und einen Meter weiter wieder hinein gibt. Mangels an Entscheidungskriterien nimmt man halt irgendwo irgendeines. Folglich ist das beste Opfer jenes Opfer, welches einem der Zufall abverlangt. Dass der Zufall uns nur als Zufall erscheint, in Wirklichkeit eine für uns undurchschaubare Gesetzmäßigkeit ist, dazu kommen wir noch später.

Wie schaut das nun in der Praxis aus?
Erstens: Man muss kein Opfer erbringen. Am Beginn steht das fehlende Opfer. Dieses Opfer existiert nicht, denn es wird nicht erbracht.

Zweitens: Das fehlende Opfer zwingt zur Dualität!

Drittens: Als drittes kommt das wirkliche Opfer. Es wird von der Dualität als Gegenpol zum fehlenden Opfer erzwungen. Die Auswahl des Opfers entscheidet der Zufall.

Es sind ganz banale Dinge des täglichen Lebens, für manche schwere, für manche leichte Opfer. Vom Opfer mit der höchsten Qualität und der geringsten Quantität stufenlos bis zu den Opfern mit der geringsten Qualität und der höchsten Quantität sind alle Opfer enthalten.

Die wirklichen Opfer sind die zufälligen Opfer!
Die Opfer des täglichen Lebens, welche uns der Zufall auferlegt, diese Opfer sind die entscheidenden Opfer! Nur diese Opfer greifen in den Lauf der Dinge ein! Mit dem zufälligen Opfer ist es so wie beim Schneiden eines Brotes: Der Zufall entscheidet, welche Teile des Brotes in Form von Bröseln, die auf den Boden fallen, geopfert werden. Selbst, wenn man am Anfang einen Teil vom Brot herunterschneidet und es zerbröselt, kann man nicht verhindern, dass sich trotzdem auch der Zufall seine Brösel holt.

Vom Zufall zum Schicksal

Das Kapitel mit dem Zufall und dem Schicksal (Seite 25 – 26) kann man vorerst bestenfalls einfach nur so zur Kenntnis nehmen. Erst nach grundlegender Kenntnis der „allgegenwärtigen Struktur“ (dem Muster der Unendlichkeit) und durch langfristige Beobachtung von Zufällen und Schicksalsschlägen wird die Gesetzmäßigkeit sichtbar, jedoch nicht veränderbar! Grundsätzlich sind Zufälle keine wirklichen Zufälle (bis auf eine Ausnahme), sondern eine für uns undurchschaubare Gesetzmäßigkeit. Sie erscheinen uns nur als Zufälle. Zu der einen Ausnahme, dem wirklichen Zufall. Dieser wirkliche Zufall haben wir schon besprochen auf Seite 15 unter: „Der Zufall als Verursacher alles Verursachten“). Im folgenden werden nur die Zufälle angesprochen, welche uns als Zufälle erscheinen, sich aber nach einer für uns undurchschaubaren Gesetzmäßigkeit verhalten.

Von allen diesen Zufällen sind wiederum nur die Hälfte solche Zufälle, die andere Hälfte ist unser Schicksal. Das Schicksal unterscheidet sich vom Zufall dadurch, dass es vorerst als Zufall erscheint, nach genauerer Betrachtung jedoch die Gesetzmäßigkeit sehr wohl für uns nachvollziehbar ist, da das Schicksal nichts anderes ist als das duale Gegenstück zum Zufall. Das Schicksal ist immer die Folgeerscheinung des Zufalles. Wenn ich zufällig einen Berg hinaufgehe, dann muss ich ihn wieder hinuntergehen. Das bedeutet, das Schicksal ist immer die ergänzende Folgeerscheinung des Zufalles. Das Schicksal ergänzt den Zufall, damit der Ausgleich der Gesamtheit wieder hergestellt ist. Als Schicksal bezeichnet man etwas, was man nicht beeinflussen kann. Wenn ich jetzt nicht zufällig einen Berg hinaufgehe, sondern bewusst, dann ist das Berghinuntergehen nicht mein Schicksal, denn ich könnte es ja dadurch beeinflussen, indem ich den Berg nicht hinaufgehe. Wenn man Frühmorgens aus dem Haus geht und den ganzen Tag ohne Plan und Ziel umhergeht, und abends sitzt man wieder Zuhause und rechnet alle Richtungen, die man gegangen ist, gegeneinander auf, dann ergibt die Summe immer Null. Alle Wege drehen sich deshalb in das Gegenteil, damit die Summe Null bleibt. Die Summe von allem ist immer wieder Null, auch wenn wir es nicht wahrnehmen, die Hälfte aller Bewegungen ergeben sich aufgrund der anderen Hälfte der Bewegungen. Bis auf eine Ausnahme: Die Gesamtheit ist die Ausnahme. Die Summe der Gesamtheit ist und bleibt immer Eins. Die Hälfte von allem, was uns als Zufall erscheint, ist in Wirklichkeit keine undurchschaubare Gesetzmäßigkeit, sondern das durch genaue Beobachtung durchschaubare Schicksal.

In der Dualität stehen sich Zufall und Schicksal gegenüber.

Zufall und Schicksal stehen sich stufenlos gegenüber.


Das bedeutet, dass bei einer Handlung, welche z.B. aus 4 Teilen besteht, nicht Teil 1 und Teil 2 Zufall sind und dann Teil 3 und Teil 4 zum Schicksal werden, sondern dass der Zufall von Zufall und Schicksal stehen sich stufenlos gegenüber. Teil 1 bis Teil 4 kontinuierlich abnimmt bzw. das Schicksal kontinuierlich zunimmt.

Der Zufall als Wiege des Schicksals

Vom „Zufall zum Schicksal“ erscheint in der Theorie sehr banal. Ist es auch. Das Leben jedoch besteht nicht aus einem einzigen Ereignis mit vier Teilen, sondern aus vielen Teilen mit sehr vielschichtigen Ereignissen. Da schlägt der Zufall kreuz und quer zu und beschert uns die eigenartigsten Schicksale. Das dauert so lange, bis sich alle Zufälle, welche man in der Gesamtheit seines Vorhandenseins von sich geschoben hat, im nachhinein erfüllen. Es ist so, als ob sich die Vergangenheit korrigiert. Es macht sich das Gefühl breit, in ein schwarzes Loch gefallen zu sein. Doch von Anfang an erkennt man am Ende des Tunnels einen weißen Punkt. Würde niemand diesen Vorgang verkürzen, niemand (bis auf eine Ausnahme) könnte diese „Korrektur der Vergangenheit“ durchstehen.

Warum verursacht der Zufall unser Schicksal?

Weil wir unser Vorhandensein auch dem Zufall verdanken! Unser Entstehen war reiner Zufall, der einzige wirkliche Zufall, der sich keiner Gesetzmäßigkeit unterzogen hat. Alle weiteren Zufälle sind nur mehr eine Folgeerscheinung des „Urzufalls“ und haben eine ausgleichende Wirkung. Das heißt: Was der Urzufall verursacht hat, gleichen alle weiteren „Zufälle“ durch eine für uns undurchschaubare Gesetzmäßigkeit wieder aus. Nehmen wir folgendes symbolische Beispiel zur Hand: Der „Urzufall“ hat uns in diese Welt gesetzt. Unser Dasein als Mensch ist unser Schicksal. Als Mensch gehen wir zufällig einen Berg hinauf, das Wieder-Hinuntergehen wird zu unserem Schicksal. Deshalb ist sowohl im Ursächlichen wie auch im Einzelnen das Schicksal immer eine Folgeerscheinung des Zufalls. Der Zufall wird sowohl in der Gesamtheit als auch im Detail zu unserem Schicksal. Deshalb sind auch nur die zufälligen Opfer, welche uns das Leben auferlegt, die entscheidenden Opfer! Nur diese Opfer greifen in den Lauf der Dinge ein! Umgekehrt ist es sehr mühsam:

Ein selbst bestimmtes Opfer entwickelt sich nur zufällig zum Schicksal! Nur zufällige Opfer machen uns zum „Abbild der Unendlichkeit“. Das Kapitel mit dem Zufall und dem Schicksal (Seite 25 – 26) kann man vorerst bestenfalls einfach nur so zur Kenntnis nehmen. Erst nach grundlegender Kenntnis der „allgegenwärtigen Struktur“ (dem Muster der Unendlichkeit) und durch langfristige Beobachtung von Zufällen und Schicksalsschlägen wird die Gesetzmäßigkeit sichtbar, jedoch nicht veränderbar!

Das Verhängnis der „Ausnahme-losen“ Perfektion

Gesundheit: Es waren einmal zwei Menschen, symbolisieren wir sie als „Adam und Eva“. Sie waren gesund, bis auf eine Ausnahme: Einmal im Monat bekamen sie ein „Wimmerl“ (symbolische Krankheit), das wieder verschwand. Eines Tages sagten sie sich: Es ist nicht gut, dass die ewige Struktur einmal im Monat eine Ausnahme macht und uns ein Wimmerl beschert, wir wollen dieses Opfer nicht mehr erbringen, wir werden uns eine eigene, perfekte, fehlerlose Struktur aufbauen. Und sie verwendeten erfolgreich ein Heilkraut gegen das Wimmerl, mit der Folge, dass die nächste Generation 2x im Monat ein Wimmerl bekam, ein neues Wimmerl und das vererbte Wimmerl von der vorigen Generation. Die Summe bleibt konstant, jedoch zeitlich verschoben!   Die   nächste   Generation   verwendete  dann  noch  mehr  Heilkraut  usw. Diese „Erbsünde“ hat sich dann im Laufe der Zeit bis zu unseren heutigen Leiden und Krankheiten mit all  seinen  Gegenmaßnahmen  vervielfältigt.  Das  Gesetz  der  Natur  bleibt  immer  um  eine „Ausnahme“ voraus, bzw. wir bleiben immer um einen „Fehler“ zurück. Daraus folgt: Krankheiten (bis auf eine Ausnahme) sind kein Naturgesetz, Krankheiten entstehen bzw. entstanden und vermehren sich durch das Nichtbeachten des Naturgesetzes aller Naturgesetze. Beenden kann  man  den  Prozess,  indem  man  anfängt,  die  kleinen,  banalen  Krankheiten  (die Ausnahmen, symbolisiert durch ein Wimmerl) nicht mehr zu behandeln. Unendlich klein ist zugleich unendlich groß (siehe Seite 11) Je kleiner die nicht-behandelte Krankheit ist, desto größer sein Erfolg. Freiwillig und bewusst aufhören, sich zu kratzen, wenn es einem juckt, ist wohl das verhältnismäßig kleinste bewusst machbare Nicht-Behandeln einer Krankheit. Die Signale an seinen Körper, seinen Urzustand zu belassen, (gesund sein mit einer Ausnahme, nämlich dem Juckreiz) stabilisieren das System. Nur mehr die Behandlung der vererbten Krankheiten bleibt dann weiterhin noch aufrecht, der Vorgang dreht sich um (Umkehr der Entropie) Die Behandlung von Krankheiten schafft dann keine neuen Krankheiten mehr, sondern vermindert die bestehenden. Das kann man symbolisch ungefähr mit einem Rohrbruch vergleichen  mit einem Rohrbruch.

Das Universum ist die Ausnahme im unendlichen ewigen Vakuum. Ohne Ausnahme kein Vorhandensein!Ein Wimmerl ist die Ausnahme in der Gesundheit. Ohne Wimmerl keine Gesundheit!

 

Wenn man ihn behebt, hat man die Reparatur des vom Rohrbruch angerichteten Schadens noch vor sich, der Schaden wird jedoch nicht mehr größer. Der Schadensverlauf  dreht  sich  um, der Prozess  bewegt  sich  wieder seinem Ursprung zu. Nicht zufällig sagt man zu Dinge, die man überwunden hat: „Das juckt mich nicht mehr“.

Energie: Es waren einmal zwei Menschen, die wurden mit jeder gewünschten Energie versorgt. Bis auf eine Ausnahme. Einmal im Monat mussten sie für ihren Energiebedarf selbst sorgen. Eines Tages sagten sie sich: Es ist ein Fehler, dass die ewige Struktur einmal im Monat eine Ausnahme macht und uns keine Energie liefert, wir wollen dieses Opfer nicht mehr erbringen, wir werden uns eine eigene, perfekte, fehlerlose Struktur aufbauen. Und sie bauten sich eine Maschine, welche ihren Energiebedarf an diesem Tag deckte, mit dem Erfolg, dass der nächsten Generation zweimal im Monat der Energiebedarf bzw. einmal im Monat der doppelte Energiebedarf vorenthalten wurde, usw. . . Das hat sich dann im Laufe der Zeit bis zu unserem heutigen Energieverbrauch und dessen Wiederbeschaffung vervielfältigt. Dabei hält der unendliche Raum unerschöpfliche Energie bereit, über die wir jedoch nur gemäß dem universellen Muster unerschöpflich verfügen könnten denn, man erahnt es schon, auch im thermodynamischen Hauptsatz gibt es eine Ausnahme, diese eine Ausnahme lassen wir jedoch unberührt, denn dadurch dehnt sich das System nur weiter aus bei konstanter Energiedichte relativ zum ausgedehnten System. Es würde sich dadurch ohnehin nichts verändern.

Mathematik: Die Mathematik missachtet Ausnahmen, deshalb deckt sie sich auch nicht mit der Wirklichkeit. Die Grundformel wäre daher so richtiger:

Die Wirklichkeit hat einen Fehler, der „Fehler im NICHTS“, relativ zum Unendlichen nahezu unendlich klein. Er bleibt in den verschiedenen Dimensionen nahezu konstant. Wenn ich einen Sack mit 1×100 Kartoffel (+/-1 Kartoffel) fülle, weicht die Theorie maximal 1% von der Praxis ab, wenn ich ihn mit 1×1 Kartoffel (+/-1 Kartoffel) fülle, kann die Theorie bis zu 100% von der Praxis abweichen. Je kleiner die Dimension, desto größer erscheint der Fehler relativ zur mathematischen Berechnung. Je mehr man in den Mikrokosmos vordringt, desto größer erscheint der Fehler. Durch den nahezu konstanten Fehler im System lässt sich die klassische Physik und die Quantenphysik unterschiedlich genau berechnen. Im Quantenbereich ist die mathematische Annäherung bis annähernd Null. Vieles scheint Zufall zu sein, ist es aber nicht, denn die Quantenmechanik berechnet sich genauso wie die klassische Physik, nur mit relativ größer erscheinenden Toleranzen. Diese lassen die Begriffe „vorher – nachher“ auch überschneiden, denn nichts ist fehlerfrei, auch nicht die Zeit (der Ablauf von Ereignissen) Durch die konstante Toleranz kann im kleinen die Toleranz größer sein als seine Einheit, symbolisch ausgedrückt: In 2 Einheiten bin ich am Ziel, +/- 5 Einheiten. Der Ablauf von Ereignissen kann sich dann überschneiden, nachher kann auch vorher sein oder gleichzeitig. Dieser Effekt macht sich jedoch nur bei sich schnell entfernenden Objekten konstant bemerkbar, da sich die  Toleranz, je mehr man sich c nähert, zu Minus verschiebt (+0,001/-9,999) Die Reihenfolge der Ereignisse ist dann aus der Sicht eines ruhenden Beobachters eine andere als aus der Sicht des Bewegten und kann dadurch die unmöglichsten Konstellationen hervorrufen.

Alles ist relativ, bis auf eine Ausnahme, dem Fehler. Er ist nahezu konstant. (Nur durch addieren vergrößert er sich) In unserem wahrnehmbaren Bereich vernachlässigbar, erscheint er im kleinen groß und im großen klein. Der Fehler selbst bleibt immer konstant, bis auf eine nichtlineare Ausnahme, welche die Berechenbarkeit in allen Dimensionen unscharf macht.

Krieg: Es waren einmal zwei Menschen, die lebten in Frieden. Bis auf eine Ausnahme: Einmal im Monat hatten sie einen Konflikt, den sie austragen mussten. Eines Tages sagten sie sich: Es ist  ein Fehler, dass die ewige Struktur einmal im Monat eine Ausnahme macht und uns einen Konflikt austragen lässt, wir wollen dieses Opfer nicht mehr erbringen, wir schließen Frieden, mit dem Erfolg, dass die nächste Generation 2 Konflikte im Monat, bzw. einmal im Monat einen doppelten Konflikt (Kain und Abel als symbolisches Beispiel) hatte, usw. Das hat sich dann im Laufe der Zeit bis zu den heutigen lokalen und globalen Konflikten mit all seinen Friedensbemühungen vervielfältigt. Krieg ist kein Naturgesetz, Krieg entsteht bzw. Kriege entstanden durch das Nichtbeachten eines Naturgesetzes.

Geld: Es waren einmal … (und wieder die gleiche Geschichte) Die Folgen des Verwerfens des Fehlers (der Ausnahme im System) wird schon in der christlichen Philosophie beschrieben: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden“

Der Selbsterhaltungstrieb: Du gräbst in einem Schneefeld ein Loch und mit dem Schnee baust du einen Schneemann. Der Schneemann freut sich, dass er in einem fehlerfreien Schneefeld steht. Doch dann sieht er das Loch. Um sich eine perfekte Welt zu schaffen, beginnt er, das Loch zu reparieren. Da der Schneemann selbst das Material ist, das er benötigt, um den Fehler im Schneefeld zu beheben, fängt er an, sich zu zerstören. Bevor sich der Schneemann zerstört hat, wird er noch mehrere Löcher graben und kleine Schneemänner bauen usw. Wenn man den  ersten Fehler (die geopferte Perfektion) nicht akzeptiert, beginnt man, sich zu zerstören. Da das Leben nicht zerstörbar ist, treibt es sich zur Selbsterhaltung durch Vermehrung.

Der Krieg der Kulturen

Mit den Führern der großen Weltreligionen ist es ungefähr so wie mit einem „christlichen“ Sohn, der keine Zeit für seine kleinen Geschwister opfern wollte:

Es war einmal eine Mutter, die sagte zu ihrem ältesten Sohn: „Gehe in die Stadt und bringe Milch für deine kleinen Geschwister.“ Der Sohn aber wollte keinen Teil seiner Freizeit opfern, deshalb ging er nur auf die Straße und stellte eine Tafel auf mit der Inschrift: „Ich bringe Milch“. Seine Mutter rief zu ihm hinaus, er sollte sich doch beeilen mit der Milch, seine Geschwister hätten Hunger. Da ging er auf ein Feld und baute eine Kirche mit der Aufschrift: „Ich bin der Milchbringer.“ Und die Menschen kamen in seine Kirche und er predigte ihnen vom Milchbringen. Von der Ferne hörte er seine Mutter schreien, wo denn die Milch sei, die Geschwister hätten großen Hunger. Darauf schulte er viele Menschen zu Missionaren, trug ihnen auf, sie sollten in der ganzen Welt Kirchen bauen mit der Aufschrift: „Wir sind die  Milchbringer“. Und er schmückte sich mit den Federn derer, die Mitglieder seiner Kirche wurden  und trotzdem ihren Geschwistern Milch brachten. Und es begab sich, dass der Sohn, der sich inzwischen als „Seine Eminenz, der hochwürdigste und allerheiligste aller Milchmänner“ feiern lies, zwei Gleichgesinnten begegnete, nämlich einem Sohn, der für seine moslemischen Geschwister Milch hätte bringen sollen und einem Sohn, der für seine jüdischen Geschwister Milch hätte bringen sollen. Uneinig darüber, wer denn nun von ihnen der alleinige, von Gott gesandte Milchmann wäre, fingen sie an, sich gegenseitig zu bekämpfen. Und es war Abend geworden und der Krieg tobte. Da kam der Vater nach Hause und fragte, wo denn seine Kinder wären und die Mutter antwortete ihm: „Ich hatte deinen ältesten Sohn um Milch für die Kinder geschickt. Er ist bis jetzt nicht zurückgekommen, und so siehe, lieber Mann, deine Kinder sind verhungert.“ Was soll nun der Vater mit seinem hochwürdigen Sohn machen?  Diese Geschichte ist ein Beitrag zum Thema: In sechs Tagen hat Gott die Welt erschaffen, am siebten muss er ruhen (Ausnahme). Am achten Tag geht die Sonne auf, aber das wird eine andere Geschichte.

Das Abbild der Unendlichkeit – die geopferte Perfektion

Punkt 1) Warum muss man seine Perfektion opfern?
Weil im Muster der Unendlichkeit ein Fehler enthalten ist – und uns deshalb das Leben ebenfalls nur dann erhalten bleibt, wenn in uns genauso dieser Fehler enthalten ist, denn nur damit sind wir ein „Abbild der Unendlichkeit“.

Punkt 2) Warum muss der Zufall diesen Fehler aussuchen?
Weil im Muster der Unendlichkeit sich ein vom Zufall ausgesuchter Fehler befindet, – und uns deshalb ebenfalls nur vom Zufall ausgesuchte Fehler zum Abbild der Unendlichkeit machen!

Punkt 3) Warum sucht der „Zufall“ in jedem Fall das Beste als Fehler aus?
Weil, welchen Teil auch immer der Zufall ausgesucht hätte, es in jedem Fall das Beste von der Unendlichkeit, nämlich ihre absolute Perfektion erwischt hätte – und deshalb ebenfalls nur der Zufall das Beste von uns, nämlich unsere relative Perfektion, erwischt.

Punkt 4) Warum muss dieser Fehler in uns selbst sein?
Weil der Fehler in der Unendlichkeit enthalten ist, – und uns deshalb ebenfalls nur eigene Fehler zum Abbild der Unendlichkeit machen!

Punkt 5) Warum muss man dieses Opfer im Verborgenen erbringen?
Weil die Unendlichkeit das Opfer auch im Verborgenen erbracht hat (wer hätte es denn auch wahrnehmen können, es gibt ja außer der Unendlichkeit nichts, denn „unendlich“ umfasst alles) – und uns deshalb ebenfalls nur ein verborgenes Opfer zum Abbild der Unendlichkeit macht!

Ein praktisches Beispiel zur Symbolik von Punkt 1 – 5

Punkt 1 Mit dem Opfer ist es ungefähr so wie mit einem Zirkusdirektor:
Es war einmal ein Zirkusdirektor, der wollte einen Zirkus eröffnen. Er legte die Eintrittspreise für die Sitzplätze fest. In der hintersten Reihe müssten die billigsten Plätze sein, dachte er sich. Je weiter sich die Reihen der Mitte näherten, desto teurer legte er die Eintrittskarten fest. Der Platz in der Mitte müsste eigentlich der teuerste sein, freute er sich, für diesen Platz werde er am meisten einnehmen. Doch halt, sagte er sich, dummerweise muss ich ausgerechnet den besten Platz für die Artisten, Tiere und Attraktionen opfern. Leider nehme ich für den besten Platz kein Geld ein. Den besten Platz muss ich opfern. Was würde nun geschehen, wenn er diesen Platz nicht geopfert hätte: Die erste Vorstellung würde schon nach wenigen Minuten vorbei sein.

Punkt 2 und 3 Nun denkt sich der Zirkusdirektor: Der Zufall hat genau den Mittelpunkt als besten Platz auserkoren (in diesem symbolischen Beispiel symbolisiert der Architekt, der das Zirkuszelt geplant hat, denn Zufall), aber was der Zufall macht, interessiert mich nicht. Ich bestimme, dass nicht der Mittelpunkt der beste Platz ist, sondern ich sage: Der beste Platz ist ein Platz in der dreiundzwanzigsten Reihe. Dann opfert er seinen selbst ausgesuchten Platz für die Artisten. Was wird nun geschehen: Vielleicht kann er eine Vorstellung noch hinüberretten, nach dieser Vorstellung jedoch ist der Zirkus gestorben.

Punkt 4 Nun denkt sich der Zirkusdirektor: Ich bin reich, ich werde jemanden beauftragen, der soll das Opfer für mich erbringen. Er ruft nun einen Theaterdirektor an, und sagt ihm: Ich bezahle dir alles Geld, das ich besitze, wenn du in deinem Theater den besten Platz opferst, während ich meine Vorstellung habe. Was würde dann geschehen? Auch dann würde der Zirkus nicht überleben, denn Gesetze der Natur kann man sich mit keinem Geld der Welt erkaufen.

Punkt 5 Warum muss der Zirkusdirektor das Opfer im Verborgenen darbringen? Weil, wenn der Zirkusdirektor die Eintrittspreise festlegt, noch gar keine Zuschauer da sind, welche sehen könnten, dass er den besten Platz für die Artisten geopfert hat. Nur unsere geopferte Perfektion macht uns zum Abbild Gottes!

Religion


Gut und Böse

Die fehlerhafte Struktur ist gut, der Drang zur Perfektion ist böse! Mit unserem ureigenen Fehler sind wir gut, ihn zu beheben ist böse! Die Vermehrung des Bösen erfolgt dadurch, indem wir unseren Fehler nicht nur an uns nicht haben wollen, sondern ihn auch noch in andere hineininterpretieren und ihn dort beheben wollen.

Genesis: Von allen Früchten dürft ihr essen, nur vom Baum in der Mitte (Ausnahme) dürft ihr nichts essen, sonst werdet ihr sterben, denn diese Früchte seid ihr selbst.   Auf den Schneemann bezogen:      Das ganze Schneefeld kannst du dir gestalten, nur diesen einen Fehler (das Schneeloch) in der Mitte des Schneefeldes (Ausnahme) lasse unberührt, sonst wirst du sterben, denn dieser Fehler bist du selbst.

Biblische Geschichten

Die Torheit der Götzenverehrung  – Kruzifix, Marienstatuen, Hostien, Weihwasser, Heiligenbilder, Klagemauer, Kaaba, Kirchen, Moscheen, Heiligtümer, Tempel usw.:

AT Weisheit 13,1 – 15,19 ( gekürzter Text ) 

Die Torheit der Götzenverehrung …aber wenn sie um Besitz, Ehe und Kinder beten, dann schämen sie sich nicht, das Leblose anzureden. Um Gesundheit rufen sie das Kraftlose an.  Leben begehren sie vom Toten. Hilfe erflehen sie vom völlig Hilflosen und gute Reise von dem, was nicht einmal den Fuß bewegen kann.

Für Arbeit, Gewinn und Erfolg ihres Handwerkes bitten sie um Kraft von einem, dessen Hände völlig kraftlos sind. …da sind die Handwerker, welche die Götzen geschaffen haben, wesentlich wertvoller, denn sie haben einmal Leben bekommen, ihre Gebilde jedoch nie. Der Bäcker, der eine Hostie bäckt, ist wesentlich wertvoller als sein Gebäck, denn er hat einmal Leben bekommen, sein Gebäck jedoch nie.

AT  Baruch 6,7 – 72  

Auch ihre Diener müssen sich schämen, denn der Götze (z.B. das Kruzifix) muss von ihnen aufgestellt werden, damit er nicht zu Boden fällt. Stellt man ihn aufrecht hin, so kann er sich nicht mehr bewegen. Steht er schief, so kann er sich nicht mehr aufrichten. Auch wurden manche mit Gold und Silber überzogen, doch es sind Fälschungen, denn sie können nicht reden. Sie sind mit Gold überzogen, damit sie schön aussehen, wenn aber niemand sie putzt, glänzen sie nicht mehr. Da ist ein nützliches Hausgerät, das der Besitzer gebrauchen kann, besser als diese trügerischen Götter. Sie können keinen Menschen vom Tod erretten, noch einen Schwachen dem Starken entreißen. Einen Blinden können sie nicht sehend machen, einen Bedrängten nicht befreien. Mit der Witwe haben sie kein Mitleid, den Waisenkindern helfen sie nicht. Den Steinen aus den Bergen gleichen sie. Wer sie verehrt, wird zuschanden.  Nur Trug und Schande hinterlassen sie und ihren Nachkommen. Nähern sich nämlich Krieg und Unheil, dann beraten die Priester, wo sie sich mit ihren Göttern verstecken können. Wie sollte man da nicht merken, dass sie keine Götter sind, da sie sich selbst weder vor Krieg noch vor Unheil retten können? Ergreift gar Feuer ihr „Gotteshaus“, dann fliehen zwar die Priester und retten sich, ihre Götter aber verbrennen darin wie die Balken. Es sind ja nur hölzerne Gebilde, in denen keine göttliche Wirkkraft liegt. Da sind die Fledermäuse und Ratten besser als sie, denn sie können an einen schützenden Ort fliehen.

Sonne, Mond und Sterne, die bestellt sind, um als Leuchten zu nützen, gehorchen willig. Ebenso ist auch der Blitz, wenn er aufleuchtet, schön anzusehen. Wenn den Wolken von Gott befohlen wird, über die ganze Erde dahin zuziehen, so vollführen sie den Auftrag. Wird Feuer von oben ausgesandt, um Berge und Wälder zu verzehren, dann tut es, was Gott befohlen hat. All dem kommen aber die Götzen weder an Schönheit gleich, noch an Kraft. Wie eine Vogelscheuche in einem Gurkenfeld sind diese Götter ! Zuletzt werden sie selbst zerfressen, und zum Gespött im Land.

AT  Jesaja 2,20 

An jenem Tag nimmt jeder seine Götzen, die er angebetet hat, und wirft sie den Fledermäusen und Ratten hin.

Philosophisches

Kann Gott einen Stein erschaffen, der so schwer ist, dass er ihn selbst nicht heben kann? Nein, er kann es nicht, denn Gott ist allmächtig, bis auf eine Ausnahme: Gott kann nichts erschaffen, was ihm seine Allmächtigkeit raubt. Ein Stein, der ihm zu schwer ist, würde ihm seine Allmächtigkeit rauben. Ein für ihn zu schwerer Stein würde Gott seine Göttlichkeit rauben. Er wäre dann nicht mehr Gott! Gott kann alles machen, bis auf die Ausnahme: Gott kann nicht machen, dass er nicht Gott ist. Das ist die einzige Ausnahme in seiner Allmacht. Die Moral von der Geschichte: Auch in der Allmacht Gottes ist die Ausnahme enthalten. Nur durch den Fehler  in  der  Allmacht  Gottes  ist  Gott  allmächtig. Die Moral von der Geschichte`: Fehlerfreies gibt es nicht!

 Was ist „Bewusstsein“?

Das Bewusstsein ist das durch die Evolution sich selbst bewusst gemachte Ur-Teilchen. Vor der Evolution war sich das Ur-Teilchen ihrer nicht bewusst. Durch die Evolution macht sich das Ur- Teilchen schrittweise selbst bewusst. Da das Ur-Teilchen auch als Bewusstsein nur EINS ist, ist es nicht teilbar und kann sich somit selbst nicht ergründen. Das ist ungefähr so, wie wenn man mit einem PC, welcher 1MB Festplatte hat, mit einem 1MB großen Programm die Funktion des Programms erkunden möchte. Das Programm kann nur feststellen, dass auf der Festplatte ein Programm vorhanden  ist, aber nicht, wie es funktioniert. Nur, wenn man das Ur-Teilchen teilen könnte, dann könnte die eine Hälfte erkunden, was die andere Hälfte ist. Oder, wenn es zwei Ur-Teilchen gäbe, dann könnte das eine Ur-Teilchen erkunden, was das andere ist. Folglich kann sich das Ur-Teilchen die Umstände ihres Ursprungs nicht bewusst machen. Wie das Ur-Teilchen, das sich durch die Evolution selbst bewusst macht, entstanden ist, werden wir also nie erfahren. Das bleibt die Ausnahme, der Fehler oder das Schwarze Loch in der Allwissenheit. Fazit: Auch in der Allwissenheit ist die Ausnahme enthalten, auch die Allwissenheit kann nicht perfekt werden, den Wunsch nach Wissen, woher der Fehler im NICHTS gekommen ist, müssen wir opfern, bis auf eine Ausnahme: Das Ur-Teilchen wird von der Dualität als duales Gegenstück zum fehlenden Bezugspunkt erzwungen, die näheren Umstände darüber bleiben für immer verborgen. Die Unwissenheit über die Herkunft des Ur-Teilchens ist ein Fehler oder die Ausnahme in der Weisheit.

Diese Ausnahme bleibt für immer das Schwarze Loch in der Allwissenheit.
Die zunehmende Unordnung der Erscheinungsform des Ur-Teilchen bedingt als dualen Gegensatz eine Zunahme der Ordnung des Bewusstseins. Der Fehler im Bewusstsein (das Nichtwissen über die Herkunft des Ur-Teilchen setzt jedoch die Grenze der abnehmenden Entropie des Bewusstseins und somit als duales Gegenstück auch eine Grenze in der zunehmenden Entropie der Erscheinungsform des Ur-Teilchens. Das bedeutet: Nachdem keine Lebensform, wie intelligent sie auch werden mag, jemals wissen kann, woher das Ur-Teilchen gekommen ist, kann auch keine Lebensform jemals das Ur-Teilchen in NICHTS auflösen.

Begriffe und Dimensionen: Warum sich diese unsere Welt ausgerechnet so und nicht anders entwickelt hat, liegt an der Beschaffenheit des Ur-Teilchens und war Zufall. Sie hätte sich auch ganz anders entwickeln können. Da wir über die Herkunft des Ur-Teilchens nichts wissen und auch der „Ur-Zufall“ keiner Gesetzmäßigkeit unterlegen ist, können wir einfach nur zur Kenntnis nehmen, dass sie sich so und nicht anders entwickelt hat.

Die Angst und die Einsamkeit

Das Ur-Teilchen, voller Angst nur eine Illusion zu sein, einsam und verlassen im ewigen Vakuum, die Ausnahme im absoluten NICHTS, ein Fehler im NICHTS. Das Ur-Teilchen, nur ein Fehler im NICHTS. Keinen Bezug zu irgendetwas. Aufgrund des Fehlens eines Bezugspunktes erscheint das Urteilchen dual, von relativ unendlich klein stufenlos bis zu relativ unendlich groß. Eine relativ perfekte Illusion. Das ist ungefähr so, wie wenn man mit einem Filmprojektor ein Bild auf eine Leinwand projiziert. Eine wunderschöne Projektion, ein Traum. Nur schade, dass niemand da ist, der diesen Traum bewundern kann! Die Idee vom Menschenwerden ist geboren. Als Mensch könnt es seinen Traum bewundern. Einmal den Genuss erlebt zu haben, sich als Mensch bewundern zu können, wird das Ur-Teilchen nicht mehr in ihren einsamen und allein gelassenen Ur-Zustand zurückkehren wollen.

Wenn es jetzt seinen Ur-Zustand nicht mehr anstrebt, warum sollte es dann ein Gleichgewicht anstreben? Es würde sich dann ja nur von vielen kleinen Fehlern im NICHTS zu einem einzigen großen Fehler im NICHTS verwandeln und niemand wäre wieder da, um sich als einzigartigen, wunderbaren Fehler im NICHTS zu erleben. Diese unsere Welt durch unsere ureigenen Fehler beleben, das ist der einzig wirkliche Gottesdienst.  

Jener Teil, denn uns die Evolution bewusst gemacht hat, verhindert das Wiedererreichen des Gleichgewichtes des Ur-Teilchens. Es müsste uns entweder alles bewusst werden, was nicht möglich ist, denn die Ursprungsumstände des „Fehler im NICHTS“ bleiben immer eine Ausnahme in unserer Bewusstheit, oder es müsste wieder alles Unbewusst werden, was ebenfalls nicht möglich ist, denn etwas Bewusstes kann nicht mehr unbewusst werden. Da das Ur-Teilchen nicht absolut, sondern nur relativ unendlich heiß werden kann, kann es in der anderen Richtung auch nur relativ unendlich kalt werden. Der absolute Nullpunkt kann deshalb nie erreicht werden. Warum hat sich das Ur-Teilchen durch den „Urknall“ ausgerechnet dual entfaltet? Weil das Ursprungssystem dual ist („NICHTS“ – „Fehler“). Die Dualität war schon immer da als „das Vakuum und sein Fehler“. Im Ursächlichen ist der duale Gegensatz zugleich auch die Ausnahme.

Warum hat das System den Menschen ausgerechnet mit den Mitteln der Evolution (dem immer wiederkehrenden Leben, Weiterentwickeln und Sterben) erschaffen? Der Fehler im NICHTS, zur Ewigkeit verurteilt, wollte nur einmal das Gefühl erleben, sterben zu können, und das in allen Varianten und Variationen. Die Ewigkeit wollte das Sterben fühlen. Aber Moment mal, was ist dann mit der Ewigkeit? Alles ist dual mit einer Ausnahme und nur relativ grenzenlos? Kann denn dann die Ewigkeit nicht auch nur relativ ewig sein?

Anfang und Ende der Ewigkeit

 

Die Ewigkeit ist Dual und hat einen Anfang und ein Ende. Die Frage, was vor dem Anfang war und  was  nach dem Ende ist, stellt  sich  nicht. Denn zuerst ist das Ende, dann der Anfang:    Das Ende der unbewussten Ewigkeit (die Ewigkeit war schon immer da, sie hat es jedoch nicht gewusst, denn es fehlte ihr der Bezugspunkt) ist zugleich der Anfang der bewussten Ewigkeit. Dazwischen ist die Evolution (Ausnahme), welche alles schrittweise bewusst macht. Die Evolution macht aus einer Illusion eine Wirklichkeit. 

Die Dualität der Ewigkeit mit einer Ausnahme: unbewusste Ewigkeit – bewusste Ewigkeit, dazwischen die Evolution als Ausnahme.


Die Ewigkeit ist nur „relativ“ ewig, sie ist natürlich genauso vermindert um den „relativen Wert“. In diesem Falle ist der „relative Wert“ die „Zeit der Evolution“. Vorher hat es keine Zeit gegeben, nachher wird es keine Zeit mehr geben. Die Zeit ist nur ein Ablauf von sich ständig wiederholenden Ereignissen in den verschiedensten Dimensionen. Einmal in die eine Richtung, dann wieder in die andere Richtung. Eine Sekunde ist ein Kreis. Eine Minute ist ein größerer Kreis,  der  aus  60  kleineren  Kreise  besteht.   Eine   Stunde   ist   wieder   ein   Kreis,   usw. Der Wendepunkt der Zeiten (der Kreislauf der Gestirne) ereignet sich in den verschiedenen Kreisläufen. Manches wiederholt sich nach einem Tag, manches nach einem Monat, manches nach einem Jahr, manches nach 2000 Jahren usw., und alles dreht sich vorher ins Gegenteil, bevor es sich wiederholt. Nach der Evolution wird es weiterhin einen Ablauf von Ereignissen geben, wir werden diesen jedoch nicht  mehr  als  Zeit  empfinden.  Physikalisch  ausgedrückt: Die Ewigkeit muss in seiner gesamten Bandbreite einmal gestorben sein (einmaliger Gegenimpuls), um ewig zu sein. (ewiger Dauerimpuls). Erst der einmalige Gegenimpuls führt zum ewigen Dauerimpuls. Alles fängt immer mit dem Gegenteil an: Wer z. B. nach oben baut (Turm), muss zuerst nach unten bauen (Fundament), es sei denn, er baut den Turm zu Babel.Die Evolution erhöht die Unordnung alles Vorhandenen und vermindert die Unordnung des Bewusstseins. Das Bewusstsein kann jedoch nicht absolut geordnet werden, eine Ausnahme (das Nichtwissen über die Herkunft des Ur-Teilchen) setzt die Grenze. Der Unordnung als dualer Gegensatz zur Ordnung ist deshalb auch eine Grenze gesetzt, siehe auch Seite 3 ( . . . und dieser Ablauf von Ereignissen verwandelt das Schneefeld in ein Chaos bis auf eine Ausnahme) Deshalb kann unser Vorhandensein weder untergehen, noch in einen absolut ungeordneten Zustand kommen. Der Entropie ist in beiden Richtungen, sowohl beim „Unordnen“ des Seins als auch beim Ordnen des Bewusstseins, Grenzen gesetzt.

Die ewigen Fragen

Woher kommen wir?

Wir waren schon immer da, nur war uns das nicht bewusst!

Wir waren schon immer da, nur haben wir uns auf nichts beziehen können. Was machen wir hier?

Wir sind hier, um uns bewusst zu machen!

Die Zeit während der Evolution. Wohin gehen wir?

Wir bleiben immer da, nur wissen wir das jetzt noch nicht.

Erst wenn wir uns selbst als unser eigener Bezugspunkt erkennen, wissen wir es. Die Evolution macht uns das alles bewusst. Aufgrund des Fehlens eines Bezugspunktes erscheint das kleine Ur- Teilchen als große Illusion, die Evolution macht aus dieser Illusion eine Wirklichkeit. Wenn wir uns die Illusion zur Wirklichkeit gemacht haben, ist der Trieb der Evolution für alle Zeiten befriedigt. Das Ende der Vergangenheit ist dann zugleich der Anfang der Zukunft! Als Bezugspunkt das Leben in seiner bunten Vielfalt: Menschen, Tiere und Pflanzen! Jedes einzelne Leben als ein unverzichtbarer Teil der gesamten Einheit des Lebens. Bei der Entstehung eines Lebens vereinigen sich: Ein Samen (geringste Qualität, höchste Quantität) mit einer Eizelle (höchste Qualität, geringste Quantität). Ein Teil unseres Gehirns erscheint uns als nahezu ruhend. Das ist das ruhende Archiv der vergangenen Erinnerungen (das ewige Gedächtnis, in der christlichen Philosophie „das Buch des Lebens“ genannt). Dieser Teil greift zeitlos ein. Denn im Kreislauf der Zeit kann nichts unwiderruflich verloren gehen. Es kann nur in einen anderen Zustand versetzt werden (in diesem Fall in den zeitlosen Zustand). Dieser Teil korrigiert auch Ereignisse aus längst vergangenen Tagen. Er drängt uns unbewusst in Situationen, die wir in der Vergangenheit bei anderen verurteilt haben, denn so wie man bewusst andere richtet, so richtet man sich unbewusst selbst. Nichts kann unwiderruflich verstorben sein, bis auf eine Ausnahme, zu der kommen wir aber noch später.

Das Leben, der kleine, feine und edle Fehler des Ur-Teilchens

Das Leben ist die Ausnahme (der Fehler) des Ur-Teilchens. So wie das NICHTS seinen Fehler (das Ur-Teilchen) nicht beheben kann, so kann das Ur-Teilchen seinen Fehler (das Leben) nicht beheben. Um sich ansatzweise einen Begriff machen zu können, was das Leben ist, dient folgender Vergleich: Mit dem Lebens ist es ungefähr so wie mit einem Kühlschrank: Wenn man aus dem Innenraum die Wärme herauszieht, wird er kalt. Wenn man aus dem „Ur-Teilchen“ das Lebendige herauszieht, bleibt das Tote übrig! Wenn ich abends den Sternenhimmel betrachte, dann erstaunt es mich immer wieder, wie viel totes Zeug da übrig geblieben ist, um das bisschen Leben zu gewinnen. Das Leben ist eine einzige Einheit, ist stufenlos dual und hat sich im Laufe der Evolution immer wieder geteilt, wobei bei der Teilung beide Teile exakt gleich bleiben, bis auf eine Ausnahme. Bei den folgenden Teilungen wieder exakt gleich bis auf eine Ausnahmen.

„Missing Links“ im „Dualen System mit einer Ausnahme“

Vereinfachte Symbolik: Die Entstehung einer Art kann man ungefähr vergleichen mit einem Legokasten mit 100 grünen Steinen. Mit der Hälfte baut man ein grünes Männchen, die andere Hälfte, vergleichbar mit der Nachgeburt (Plazenta) verwirft man. Beim nächsten Mal tauscht man im Legokasten einen grünen Legostein in einen blauen. Dann baut man wieder mit der Hälfte ein grünes Männchen, die andere Hälfte mit dem blauen Legostein verwirft man. Beim nächsten Mal tauscht man im Legokasten wieder einen grünen in einen blauen Legostein, sodass man dann schon zwei blaue Legosteine hat, mit der einen Hälfte baut man wieder ein grünes Männchen, die andere Hälfte mit den zwei blauen Legosteinen verwirft man. So tauscht man im Legokasten Schritt für Schritt eine Farbe aus, bis dass man den Vorgang 50 mal durchgeführt hat, wobei man den Legokasten jeweils nur um eine Ausnahme verändert hat. Beim einundfünfzigsten Mal, nachdem man 50 grüne Männchen geschaffen hatte, baut man plötzlich blaue. Die Vermehrung der Ausnahmen als Schöpfer der Vielfalt!

Obwohl man den Legokasten bei jedem Schritt nur um eine Ausnahme verändert hat, entstehen keine zweifarbigen Männchen (Missing Link). Ausnahmen bestätigen die Regel. Die blauen Männchen, die Gewinner in diesem „evolutionären“ Spiel, schaffen sich nun einen eigenen Legokasten und beginnen dieses Spiel wieder bei Null (richtig gesagt: bei Eins), genauso wie alle vorhergehenden neu geschaffenen grünen Männchen mit ihrem Legokasten genauso wieder von vorne anfangen, nachdem sie Ausnahme für Ausnahme die blauen Steine wieder abgebaut haben, sonst würde diese Art ja aussterben. Aussterben tut eine Art nur dann, wenn sie sich nicht mehr nach dem „Dualen Systems mit einer Ausnahme“ verhält, das heißt, keine Ausnahme zulässt oder eine Ausnahme überspringt. Dann allerdings trifft es alle anderen genauso. Das bedeutet, die erste nicht zugelassene oder übersprungene Ausnahme setzt eine Entwicklung in Gang, welche die gesamte Art eliminiert.

Das kann man ungefähr mit genmanipulierten Lebensmittel vergleichen, welche aufgrund ihrer Makellosigkeit natürliche Lebensmittel verdrängen, am Ende der Kette aber ihre Funktion als Lebensmittel verlieren, da in ihrer Entstehung das System nicht eingehalten werden konnte und sie sich deshalb zuletzt selbst eliminieren. Auch kann man es vergleichen mit einem verkleideten falschen Arzt, welcher alle anwesenden Ärzte aufgrund seiner Verkleidung am Unfallort verdrängt, selbst aber dann dem Unfallopfer nicht helfen kann. Auch kann man es vergleichen mit einem Macho, der auf Kosten seiner Fruchtbarkeit sein Outfit verbessert und dadurch alle Konkurrenten verdrängt, am Ende aber sich nicht vermehren kann. Auch wenn die angeführten Vergleiche extrem vereinfacht symbolisiert sind, lassen sie das komplexe System erahnen.

Vom menschlichem Leben mit der höchsten Qualität und der geringsten Quantität bis zu den Mikroorganismen mit der geringsten Qualität und der höchsten Quantität ist das Leben, systematisch abgestuft, zwingend vorhanden. Der Unterschied zwischen „Bewusstsein“ und

„Leben“ ist der, dass das Bewusstsein das durch die Evolution sich selbst bewusst machende Ur- Teilchen ist, während das Leben ein durch die Dualität in lebendiges und totes getrenntes Ur- Teilchen ist. Alle Eigenschaften, welche sich getrennt haben, waren im Ur-Teilchen als Einheit enthalten. Unser Leben z. B. wird dann zum Leben (das Leben wird dann lebendig), wenn die Verbindung von Embryo und Plazenta getrennt wird. Der Ursprung wird in Leben und tot (lebendiges und totes) getrennt. In der christlichen Philosophie wird der weniger genauere Zeitpunkt des „ersten Atemzuges“ genannt (und Gott blies ihr den Lebensatem ein)

Der Zwang zum Sterben

Leben und Tod stehen einander dual gegenüber. Mit einem Opfer synchronisiert man das Leben mit der allgegenwärtigen Struktur. Vom Opfer mit der größten Qualität und der kleinsten Quantität bis zu den Opfern mit der größten Quantität und der kleinsten Qualität sind alle Opfer zwingend erforderlich. Ohne diese bleiben wir selber das Todesopfer und sind der stufenlosen Dualität ausgeliefert: Vom Säuglingssterben bis zur Altersschwäche, vom einzelnen Unfall bis zur globalen Katastrophe, vom Selbstmord bis zum Völkermord, vom schnellen Tod bis zum qualvollen Leid zwingt sich das Sterben auf: In Wellenbewegungen (einmal mehr, einmal weniger, einmal früher, dann wieder später) und immer im Kreis, damit es im Gleichgewicht bleibt (einmal dieses Volk, dann jenes Volk, manchmal die anderen, dann wir, einmal du, dann wieder ich). Auch wenn es in den einzelnen Sektoren nicht den Eindruck erweckt, ein sich im Kreis drehendes System kennt keine Ungerechtigkeit. Die Evolution dreht sich mit immer höher entwickeltem Leben im Kreis, bis eine Lebensform den Fehler im System als Bezugspunkt erkennt und ihn sich als einzigartige Ausnahme erhält.

Dieser Fehler gibt dem Leben die gleiche Struktur wie dem unendlichen Muster. Man synchronisiert sich mit der Schwingung der Unendlichkeit. Relativ zur Unendlichkeit schwingt man dann nicht mehr. Dadurch endet die Ermüdung. Damit endet der Zwang zur Evolution, denn dann bleibt alles am Leben bis auf eine Ausnahme, nämlich der Tod. Wenn das Sterben endet, öffnet sich das universale Gedächtnis, das in jedem von uns zur Gänze gespeichert ist (jeder könnte theoretisch in jedem auferweckt werde). Dann kann sich wieder jeder erinnern, welche Rolle er sich in der Evolutionsgeschichte selbst zugedacht hatte und was daraus geworden ist und welchen Sinn die unter innerem Zwang erfolgten Handlungen hatten, wie eigenartig auch immer sie waren (Schopenhauer: „Man kann tun, was man will, aber nicht wollen, was man will“) Und dann sind alle wieder da. Der Tod war nur eine Illusion.

Multifunktion Evolution

Die Evolution als das Veredeln der Funken und des Quietschens, das Bewusstseinmachen des Unbewusstseins, das Vervielfältigen der Einheit zu einer nahezu unendlich breiten Vielfalt und das beste von allem: Als ewig Seiende erfüllt uns die Evolution auch das für uns einzige unerreichbare, nämlich sterben zu können. Wenn auch nur als perfekt inszenierte Illusion. Doch ausreichend lange und intensiv genug, um das ständige Leiden und Sterben (und ohne Zugriff auf seine bereits erlangten und unwiderruflich gespeicherten Erfahrungen immer wieder von Anfang an beginnen zu müssen) restlos satt zu haben und dadurch zu der Einsicht gelangen zu können, dass die Unvergänglichkeit ein Segen ist und kein Fluch.

Stell dir vor, wir sind die Ewigkeit. Wir können alles vollbringen, nichts ist uns unmöglich, bis auf eine Ausnahme: Wir können nicht sterben. Doch jetzt bekommen wir für eine begrenzte Zeit ein Spektakel vorgespielt mit Mord und Totschlag, Kriege, Katastrophen, Krankheiten, Leiden und Sterben und können so erleben, wie es ist, wenn man zugrunde geht. In dieser relativ zur Ewigkeit kurzen Zeit lernen wir mehr und mehr begreifen, dass das ewige Dasein unvergleichbar besser ist als sterben zu können. Mögen die grausamen, faschistoiden und traurigen Fassetten des Todes für uns ewig Seiende noch so eine Faszination ausüben, vom Sterben haben wir bald endgültig genug. Die Illusion des Vergehens hat seinen Zweck ausreichend erfüllt. Wer in der Lage ist, das zu verstehen, der versteht auch alles Unmenschliche der heutigen Zeit und allen Zeiten davor. All das, was wir uns selbst und unserer Umgebung antun bzw. uns unsere Umgebung antut, wie unmenschlich es auch immer ist, erscheint dann in einem anderen Licht.

Chronologie des Entstehens

Bezüglich des NICHTS ist unsere Theorie grenzenlos. (Der absolut unendlich kleine Punkt ist durch die absolut unendlich große Geschwindigkeit absolut unendlich groß). Das NICHTS existiert  also  nur  theoretisch,  in  der  Praxis   jedoch   hat   das   NICHTS   einen   Fehler.  (Die Ur-Dualität: NICHTS-FEHLER bzw. Theorie – Praxis). Wie dieser Fehler entstanden ist, werden wir nie wissen, das bleibt der Fehler in der Allwissenheit. Auf das Beispiel von Seite 3 bezogen symbolisiert das Schneefeld das NICHTS, der Schneemann symbolisiert den

Fehler. Das Schwarze Loch symbolisiert den ursächlichen einmaligen Impuls. Der Fehler oder auch „das Ur-Teilchen“ (der relativ unendlich kleine Punkt) erscheint uns aufgrund des Fehlens eines Bezugspunktes als relativ unendlich große Unendlichkeit. Diese opferte einen Teil von sich für das Universum. Nun hat das Universum auch diesen Fehler. Die Evolution (die Ausnahme oder der Fehler in der Ewigkeit) macht uns das alles bewusst.


Ewige Energie als Produkt der gebremsten Geschwindigkeit. Man kann das ungefähr vergleichen mit einem Automotor, bei dem man durch das Bremsen der Umdrehungs-Geschwindigkeit des Motors Energie für den Antrieb der Räder abzweigt. Ewige Geschwindigkeit kommt vom Fehlen eines Bezugspunktes des „Ur-Teilchen“. Aufgrund des Fehlens eines Bezugspunktes im Vakuum kommt das Ur-Teilchen bzw. das, was die Evolution daraus gemacht hat, zu keiner absoluten Ruhr. Gebremste ewige Bewegung = ewige Energie.

Die durch eine Ausnahme unwuchtige Rotation schwingt!


Wir haben drei Grenzen in der Geschwindigkeit: Die theoretisch unendliche Geschwindigkeit des Vakuums, die relativ unendliche Geschwindigkeit des Fehlers im Vakuum und die, durch den „Urknall“ heruntergebremste, Lichtgeschwindigkeit. Einsteins Aussage: „Nichts bewegt sich schneller als das Licht“ ist grundsätzlich richtig, jedoch unvollständig. Es muss heißen: „Alles bewegt sich schneller als das Licht bis auf eine Ausnahme, die für uns „relevanten Bewegungen“. Was ist „relativ unendlich“ schnell: Relativ unendlich schnell bezieht sich auf c und ist deshalb nur relativ zu c unendlich schnell ( c + mindestens 1 ) Das ist wie bei einem Bauer, der ein Grundstück besitzt, dessen Grenze er nie erreichen kann. Sein Grundstück ist nicht unendlich groß, sondern nur relativ zu ihm unendlich groß (seine erreichbare Grenze + mindestens 1 m).

Das System, in dem wir leben, kann man ungefähr mit einem relativ unendlich großen Schwungrad vergleichen, das sich mit relativ unendlicher Geschwindigkeit dreht. Dieses Rad ist Dual (außen – innen). Der Urknall (der Aufprall auf sich selbst) verschiebt einen kleinen Teil vom Inneren seiner selbst ins Äußere seiner selbst. Das Rad wird Unwucht. Es fängt zu schwingen an. Die Schwingung erzeugt einen Ton und im Mittelpunkt (Lager) fängt es zu glühen an. Es entsteht Licht. Die Schwingung verursacht alles. Die Energie kommt von der gebremsten Geschwindigkeit. Die relativ unendliche Geschwindigkeit bremst sich durch die Unwucht auf Lichtgeschwindigkeit herunter und gibt dadurch immerwährende Energie frei.

Das unendliche Muster schwingt. Diese Schwingung ist aufgrund ihrer tiefen Frequenz nicht hörbar. Nur der Oberton, der mitschwingt, ist als sehr hoher Pfeifton wahrnehmbar (bei einer Gitarre ist das umgekehrt: Da kann man den Ton hören, jedoch den Oberton, welcher automatisch mitschwingt, hört man kaum). Was geschieht nun, wenn man die gleiche Struktur wie „Das Muster der Unendlichkeit“ annimmt indem wir uns unseren ureigenen Fehler, der unsere Perfektion zerstört, erhalten? Die gleiche Struktur bedeutet die gleiche Schwingung. Das gleiche Schwingen verursacht relativ zur universellen Schwingung eine Ruhe. Man schwingt mit der universellen Schwingung mit (richtig heißt es: Der Geist schwingt mit dem Oberton der Materie mit, der Körper schwingt ohnehin mit der Materie mit, er ist ja Materie). Das ist ungefähr so wie beim Reiten: Man macht die Schwingung des Pferdes (das auf und ab) mit. Je synchroner sich Reiter und Pferd bewegen, desto mehr harmonieren beide. Je mehr Reiter und Pferd harmonieren, desto weniger ermüden beide. Je mehr der Geist mit der Materie harmoniert, desto weniger ermüden beide. Wenn man in einem schwingenden System mit der gleichen Frequenz schwingt, ist man relativ zu diesem System ruhig. Ruhend ermüdet man nicht! Darin liegt das Geheimnis vom Leben und vom Sterben.

Den universellen Vorgang, der die Auswirkung der universellen Schwingung auf Leben und Sterben veranschaulicht, kann man mit einem einfachen Experiment mit einer Unwuchten, horizontal angeordneten Schwungscheibe, welche das unendliche Muster aufweist (ein Loch und eine Erhebung) und verschieden dicken Glasplatten, welche ebenfalls ein Loch und eine Erhebung aufweisen, jederzeit ungefähr symbolisieren. Legt man eine Glasscheibe so auf das schwingende Schwungrad, das Erhebung und Loch genau zusammenpassen, dann wird es nicht zerbrechen. Weist die Glasplatte nicht die gleiche Struktur auf, bekommt sie eine Eigenschwingung und zerbricht. Je nach dicke des Glases tritt das Zerbrechen der Glasscheibe früher oder später ein, so wie mit unserem Leben auch. Es setzt jedoch eine tiefe Kenntnis des gesamten Systems voraus, um die Symbolik des Experimentes als solches zu erkennen.

Chronologie des Erhaltens

Wenn das System einen Teil seiner selbst von der einen zur anderen Seite verschiebt, opfert es in Wirklichkeit nichts, denn es bleibt ihm ja alles erhalten. Bis auf eine Ausnahme, ein Opfer erbringt es trotzdem: Es opfert seine makellose Perfektion. Das ist ungefähr so, wie wenn man auf einem zugeschneiten Schneefeld einen Schneemann baut. Der Schnee bleibt erhalten, nur die Regelmäßigkeit des Schneefeldes wird zerstört. Auch ist es etwa so, wie wenn man früh morgens an einem Sandstrand eine Sandburg baut. Kein Sandkorn geht verloren, es wird nur die Regelmäßigkeit des Sandstrandes zerstört.

Die Perfektion ist zerstört, etwas Neues ist entstanden.

Die Vision der Ewigkeit, sterben zu können, ist nur Illusion! Das Vakuum kann seinen Fehler (das Ur-Teilchen) nicht beheben. Das Tote kann seinen Fehler (das Leben) nicht beheben.  Wenn wir erkennen, dass wir nicht wirklich tot sein können, werden wir aufhören, uns das Sterben vorzuspielen! Der Sinn des Lebens ist: „Mit seinen ureigenen Fehlern zu leben!“ Das Streben, seine ureigenen Fehler zu beheben, ist das sinnloseste im Leben! In unseren Augen können wir den gesamten Vorgang des Systems ungefähr nachvollziehen:

Das System schaut ins NICHTS auf der Suche nach sich selbst

Das Auge der Materie

1.) Das weiße von unseren Augen symbolisiert das NICHTS.
2.) Wenn man sich in den Spiegel schaut, sieht man einen kleinen Lichtpunkt im Auge, verursacht durch die Beleuchtung. Dieser Lichtpunkt symbolisiert den Urknall.
3.) Das blaue Feld symbolisiert den relativ unendlichen Raum.
4.) Der schwarze Punkt symbolisiert das sich ausdehnende Universum. Solange es sich ausdehnt, würde die mittlere Dichte sinken, es würde kälter werden.

Damit aber die mittlere Dichte konstant noch vor dem Nullpunkt bleibt, müssen ständig neue „Himmelskörper“ geboren werden. Wenn wir unser Auge beleuchten, hört der schwarz Punkt auf sich auszudehnen, je nach Stärke der Beleuchtung. Das bedeutet: Bringen wir Licht in das System, hört es auf, sich weiter auszudehnen. Die maximale Stärke, mit der wir das System beleuchten können ist der durchschnittliche Wert des „denkenden Teils des Systems“ (das, was wir alle zusammen Denken) und dem Rest der Gesamtheit, dem „nichtdenkenden“ Teil. Wenn unsere Gedanken die Wirklichkeit beleuchtet, endet die Ausdehnung des Systems. Anders ausgedrückt: Wenn der denkende Teil der Gesamtheit sich selbst findet, bringt er Licht ins System. Die Ausdehnung des Systems stoppt. Die Gesamtheit dehnt das mit Lichtgeschwindigkeit rotierende System aus (bei jeder Umdrehung um eine Ausnahme (Fehler)) Stoppt das System, wird es relativ zu uns ruhig. Wenn man relativ zum Licht in Ruhe ist, hört es auf, sichtbar zu sein.

Die Sterne am Himmel kann man nicht mehr finden, sie waren nur Illusion, bis auf eine Ausnahme: Jener Teil der Illusion, welchen wir uns durch die Evolution zur Wirklichkeit gemacht haben, bleibt Ewigkeit. Die Sterne kann sich das Bewusstsein nicht bewusst machen, sie bleiben Illusion. Die genauen Hintergründe des Sternenhimmels bleiben als Fehler in der Allwissenheit im Dunkeln. Die Sterne am Himmel kann man nicht mehr finden. Mit den Sternen am Himmel ist das ungefähr so wie mit dem Fahrtwind, der aufhört zu existieren, wenn man zum Stillstand kommt. Obwohl man ihn während der Fahrt real verspürt hatte und er so real war, dass er physikalische Eigenschaften angenommen hatte, war er doch nur eine Illusion, denn er verliert seine Existenz, wenn man sich relativ zur Luft nicht mehr bewegt. Wo kommen die Sterne hin, wenn man sie nicht mehr findet? – Dorthin, wo auch der Fahrtwind hinkommt, wenn man stehen bleibt.

Die Grenze der Entropie des Bewusstseins steht im dualen Gegensatz zur Grenze der Entropie des Ur-Teilchens. Wenn die Grenze der abnehmenden Entropie des Bewusstseins erreicht ist, dann ist auch die zunehmende Entropie des Ur-Teilchen an seiner Grenze. Beide Grenzen sind verschränkt (siehe Seite 34, vorletzter Absatz) Das bedeutet, wir perfektionieren solange unsere Welt kaputt, bis wir erkennen, dass sie nicht kaputt zu kriegen ist, denn alles war vom Anfang an perfekt (bis auf die eine Ausnahme) Wir führen solange gegen uns selbst Krieg bis wir erkennen, dass wir diesen Krieg nie gewinnen können, denn das System ist uns immer um die eine Ausnahme voraus.

Darwins Grenze: Das Ende von „Fressen und Gefressen werden“

So wie das Schneefeld auf Seite 3 einen Teil von sich für den Schneemann geopfert hat, so hat der unendliche Raum einen Teil von sich für das Universum geopfert. Dadurch hat der unendliche Raum auch diesen Fehler (durch diesen Fehler ist der unendliche Raum nur mehr „relativ Unendlich“), und das Universum hat auch diesen Fehler. Und wir, als Teil  dieses Systems, haben ebenfalls diesen Fehler in uns. So ein Pech auch. Wirklich schlimm ist jedoch, dass wir noch immer versuchen, diesen Fehler zu beheben und dadurch unser Dasein aufheben und dadurch ständig vermehren. Um zu erkennen, dass dieser Fehler nicht behebbar ist, müssen wir intelligenter werden. Die Evolution von Weiterentwickeln, Fortpflanzen und Sterben (Mutation) entwickelt unsere Intelligenz schrittweise immer weiter und weiter, so lange, bis wir intelligent genug sind, um zu erkennen, dass dieser Fehler nicht behebbar ist. Dann endet der Kreislauf von Leben und Sterben. Die Unsterblichkeit war immer Wirklichkeit. Anders ausgedrückt: Unsere Anwesenheit bedingt einen „Fehler“ in der Struktur des Systems. Wir als Teil des Systems haben diesen Fehler ebenfalls in uns. Beginnen wir, uns unsere ureigenen Fehler zu erhalten, fängt auch das System an, sich seinen ureigenen Fehler (nämlich uns) zu erhalten, denn wir sind der denkende Teil des Systems und es ist ein und derselbe Fehler.

 Das Spiel des Lebens

Wir gewinnen es miteinander, wir verlieren es miteinander!
Das Spiel des Lebens führt nicht zum Tod. Das ist so wie beim Schachspielen: Man gewinnt manchmal und man verliert manchmal. Wer oft gewinnt, wird lasch und baut ab. Wer oft verliert, wird ehrgeizig und baut auf. So wechseln sich Gewinnen und Verlieren ab. Man kann endlos spielen. Nur wer sich nicht an die Spielregeln hält, wird vom Spiel ausgeschlossen. Wer beim Schachspielen mit dem Turm diagonal fährt, wird des Spieles verwiesen. Genauso ist es mit dem Leben: Nur wenn wir uns nicht an die Spielregeln halten, werden wir vom Leben ausgeschlossen. Es gibt nur eine einzige Spielregel: „Nichts darf fehlerfrei werden“. Solange wir uns nicht an diese Spielregel halten, werden wir des Lebens verwiesen. Wir sterben. Einer für alle – alle für einen.

Alle Errungenschaften dieser Welt sind stets von einzelnen Menschen oder ganzen Organisationen regelmäßig und auch systematisch missbraucht worden. Die Erkenntnis, dass uns das Nicht-Beheben unserer ureigenen Fehler über den Tod erhebt, kann nicht missbraucht werden, deshalb der letzte Grundsatz: Der letzte Grundsatz Solange sich nicht alle ihre Fehler erhalten, bleibt niemand am Leben! Entweder alle – oder niemand! Eine Ausnahme bestätigt diesen Grundsatz.

Die Dualität von Theorie und Praxis

Die Theorie des NICHTS (Vakuum).
Das NICHTS existiert nur in der Theorie. Das NICHTS als der absolut unendlich kleine Punkt, der aufgrund des Fehlens eines Bezugspunktes absolut klein, groß, schnell, bewegungslos, augenblicklich und ewig ist. Das NICHTS gibt es in der Praxis nicht. Diese Theorie würde nicht vorhanden sein, hätte sie nicht einen Fehler:
Das Ur-Teilchen, der reale Fehler in der absoluten Theorie.

Wie das Ur-Teilchen entstanden ist, werden wir niemals wissen, das bleibt der Fehler (die Ausnahme, das schwarze Loch oder der Bezugspunkt) in der Allwissenheit. Wir wissen nur, das er von der Dualität als Gegenpol zum nichtexistierenden Bezugspunkt erzwungen wurde, wie oder woher er gekommen ist, da bleibt ein Loch in der Allwissenheit. Im täglichen Leben ergibt es sich, dass jede Theorie, mag sie noch so perfekt sein, mehrere  Fehler aufweist. Eine Theorie ist nur dann absolut perfekt, wenn sie in der Praxis nur einen Fehler aufweist, eine fehlerfreie Praxis gibt es nicht. Der „Zufall“ entscheidet über Art und Weise des Fehlers, es hilft nichts, wenn man in der Theorie einen Fehler mit einplant, in der Praxis entscheidet der Zufall über seinen eigenen Fehler.

Die Dualität der Gegensätzlichkeit

Die Einheit erscheint polar, bis auf eine Ausnahme. Was auf der einen Seite der Dualität so erscheint, erscheint uns auf der anderen Seite genau umgekehrt. Wir, als wir noch ein unbewusster Teil der Gesamtheit waren, haben die Evolution unbewusst und zufällig begonnen und wir, durch die Evolution zu einem bewussten Teil der Gesamtheit geworden, können die Evolution deshalb nur bewusst und gezielt beenden. Der Weisheit aktuellster Schluss:
Wir können die Evolution nur bewusst und gezielt beenden.

Ob die Evolution (das Veredeln der Funken und des Quietschens) etwas gutes oder schlechtes ist, kann man mit dem Biertrinken vergleichen: Bis zu einem gewissen Maß ist alles gut, dann fängt es an schlechter und schlechter zu werden. Auch kann man die Evolution mit einer Muschel, die sich einen Fehler (Sandkorn) eingefangen hat, vergleichen. Sie kann ihren Fehler nicht beheben, sie kann jedoch etwas großartiges (eine Perle) daraus machen. Jedoch nur bis zu einer gewissen Größe. Darüber hinaus würde die Perle zum Problem werden.

Die Ewigkeit ist in der Theorie absolut unendlich lang, in der Praxis ist sie nur relativ unendlich lang, vermindert um die Zeit der Evolution. Vor der Evolution hat es die Zeit (den Ablauf von Ereignissen) nicht gegeben, nach der Evolution wird uns der Ablauf von Ereignissen nicht mehr als Zeit erscheinen. Die Zeit ist nur ein Fehler (die Ausnahme, das Schwarze Loch oder der Bezugspunkt) in der Ewigkeit. Einen Ablauf von Ereignissen wird es genauso geben, dieser erscheint uns jedoch nicht mehr als Zeit, sondern als Ewigkeit. Ereignisse können dann nur mehr ablaufen, welche die Evolution hervorgebracht hatte. Neue Ereignisse kann es nicht mehr geben. Dass das trotzdem nicht fad wird liegt daran, dass die Erinnerung relativ zu der Gesamtheit aller Ereignisse um eine Ausnahme kürzer ist. Das bedeutet: Nehmen wir als symbolisches Beispiel an, wir bereisen 1000 Länder, unsere Erinnerung reicht aber nur für 999 Länder. Wenn wir alle Länder besucht haben, können wir wieder von vorne anfangen zu reisen, und immer werden wir das Gefühl haben, in ein neues Land zu reisen.

Illusion und Wirklichkeit

Der Fehler im Vakuum ist Wirklichkeit, sein nahezu unendlich vielfältiges Erscheinen ist Illusion. Jedes einzelne Detail der Illusion ist jedoch relativ zu allen anderen Details Wirklichkeit.
Mathematisch symbolisiert: Nehmen wir an, die Wirklichkeit ist PLUS, die Illusion ist MINUS. Die Einheit ist Wirklichkeit, also PLUS, die Vielfalt ist Illusion, also MINUS. Aus der Sicht der Einheit ist die Vielfalt eine Illusion: Einheit (plus) mal Vielfalt (minus) = Illusion (minus) , eine Illusion ist jedoch aus der Sicht der anderen Illusion Wirklichkeit (Minus x Minus = Plus). Das ist ungefähr so, wie wenn ein Normaler drei Deppen begegnet, relativ zum Normalen sind die drei Deppen blöd, jeder Depp ist jedoch relativ zu den anderen Deppen normal. Die Vielfalt ist Wirklichkeit bis auf eine Ausnahme: Nur aus der Sicht der Einheit ist die Vielfalt eine Illusion. Umgekehrt ist es genauso: Die Einheit ist Wirklichkeit bis auf eine Ausnahme: Für die Vielfalt ist die Einheit nur eine Illusion. Unsere Wirklichkeit ist vielfältig und doch EINS. Wir sind viele und doch EINS

Schlusssatz:

Wir sind alles selbst!
Wo auch immer wir uns hinwenden, wir sehen immer nur uns selbst. Deshalb bist du unentschuldbar, Mensch wer du auch bist, wenn du richtest, denn worin du den anderen richtest, darin verurteilst du dich selbst, weil du, der Richtende, letztendlich alles selber (EINS) bist!
Wo immer wir uns auch hinwenden, wir sehen immer nur uns selbst. Der „Urknall“, so wie wir ihn beschrieben haben, ist in Wirklichkeit kein Zusammenstoß mit sich selbst, sondern lediglich die Wahrnehmung seiner selbst. So wie sich auf Quantenebene durch Beobachtung das Erscheinungsbild messbar verändert, so geschah es auch im Ursächlichen. In unserem wahrnehmbaren Bereich vollzieht sich das ständig, sowohl physisch wie auch psychisch, als Bestandteil unseres täglichen Lebens nehmen wir es jedoch nicht wahr.

EINS im dualen System mit seinen Ausnahmen

  • Das
  • Der Fehler im
  • Das duale System (Vakuum/Fehler) oder auch (Vakuum/Ausnahme)
  • Das duale System mit einer

Auch digitale Systeme sind nach diesem System aufgebaut (Binärcode) Die Festplatte eines Computers teilen wir symbolisch in ein duales System: 1111111111    0000000000 (duales System). Man nimmt von der einen Seite eine 1 heraus und gibt sie auf die andere Seite zu den Nullen 111111111      00000100000. Dann nimmt man wieder eine 1 von der einen Seite und gibt sie wieder zu den Nullen 11111111       000001001000 usw.. So entsteht jedes Programm nach demselben System. Schritt für Schritt, jeweils nur um eine Ausnahme. Es gibt in der Gesamtheit unseres Vorhandenseins kein anderes System.

Eigentlich ist alles ganz banal

Das grenzenlose Vakuum hat einen Fehler. Dieser Fehler, ein Impuls, der im Vakuum keinen Widerstand findet, kann nicht enden. Das Vakuum hat diesem Impuls nichts entgegen zu setzen, um ihn zu beenden. Das Vakuum kann seinen Fehler nicht beheben. So wie das Vakuum einen Fehler beinhaltet, so wird auch aufgrund der fraktalen Entwicklung alles Folgende einen Fehler beinhalten. Auch in der Allwissenheit wird dieser Fehler vorhanden sein, nämlich das Unwissen darüber, warum und was da eigentlich pulsiert. Im Gegensatz zum Vakuum, das nur in der Theorie vorhanden ist und deshalb auch absolut unendliche Eigenschaften haben kann, ist der Fehler im Vakuum in der Praxis vorhanden und kann daher nur relativ unendliche Eigenschaften haben.

Und dann geschah etwas, das nach Murphys Gesetz irgendwann geschehen musste: Der Fehler nimmt sich selbst wahr und verändert dadurch seine Eigenschaften (Urknall). Er nimmt sich selbst wahr. Er erkennt, „dass er ist“, er erkennt jedoch nicht, „was er ist.“ Auf der Suche nach dem „was er ist“ spaltet sich der Ursprung (Vakuum/Fehler) fraktal in nahezu unendlich viele Eigenschaften auf. Schritt für Schritt, jeweils nur um eine Ausnahme, bis zum Denken, dem Gedanken, der Intelligenz. Wir nennen das „Evolution“. Das Denken steht nun an der Spitze dieser Entwicklung. Durch die Intelligenz hat der endlose Impuls nun auch die Möglichkeit, nicht nur zu erkennen, dass er ist, sondern auch zu erkennen, was er ist, nämlich nur ein ganz banaler Fehler im Vakuum, der schon immer da war, sich jedoch nicht wahrgenommen hatte. Im Leben ist der Ur-Impuls im Herzschlag enthalten. Könnte das Vakuum seinen Fehler besingen, es würde einen Text von Andre Heller verwenden: „Wie mein Herzschlag gehörst zu mir“.
Im folgenden bezeichnen wir das Vakuum als „NULL“, seinen Fehler als „EINS“

Die mit Vakuum „aufgeblasene“ EINS

Ich bin in dir und du bist in mir, die EINS ist im Vakuum, das Vakuum ist in der EINS. Alles Vorhandensein ist nur eine mit Vakuum durchdrungene EINS. So wie die EINS im Vakuum das Vakuum nicht zerstört, bis eine Ausnahme, nämlich die Perfektion des Vakuums ist zerstört, so kann das Eindringen des Vakuums in die EINS die EINS nicht zerstören sondern bewirkt lediglich, dass sich EINS bewusst machen kann, vergleichbar mit einer gezippten Software, die erst dann ihre „Intelligenz“ erhält, wenn man sie entzippt und als bewusste EINS sich wiederum des Vakuums, in dem es sich befindet, bewusst machen kann, nicht aber zerstören. Bewusst gemacht ist das Vakuum dann nicht mehr Illusion, sondern Wirklichkeit. In der Frühgeschichte war man der Meinung, alles ist ein Kampf der Elemente und Gestirne und so hielt man sie für Götter. Später war man der Meinung, alles ist ein Kampf zwischen Gut und Böse und man ordnete Gut und Böse in verschiedene Religionen ein. In der Neuzeit war man der Meinung, alles ist ein Kampf zwischen Licht und Schatten und man forcierte die Wissenschaft. Alles ist jedoch nur ein Kampf zwischen 0 und 1

Alles ist nur ein Kampf zwischen – dem Vakuum (NULL) und seinem Fehler (EINS). In der gemeinsamen Einsicht von NULL und EINS der „denkenden Anordnung“ von NULLEN und EINSERN in uns sich gegenseitig nicht aus der Welt schaffen zu können, vollendet sich das Sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

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