Ethik | OekoHuman

 

 

ETHIK ist von grundsätzlicher Bedeutung und ist im Kern an das Gewissen gebunden. Ethik – Statik – Mathematik – Grammatik – und andere Worte mit „T(h)ik-Endung„, deuten auf Grundsätzlichkeiten eines universellen Taktes hin, somit auf den Ton und die Oktave und auch auf die Relativität.

Ethik ist im Prinzip die geistige Form der „Gesundheitsvorsorge“, die nicht an den Grenzen der eigenen Haut halt macht, sondern die gesamte Biosphäre mit allen darin lebenden Menschen, einschließlich der nachfolgenden Generationen, einschließt = gesunde Nachhaltigkeit.
Die guten und richtigen Töne produzieren Musik, mit all ihren Stimmungsvarianten. Damit wird Ethik zum bedingungslosen „Ja“ des Lebens zum Leben. Ethik heißt, sein Fühlen, Denken, Wollen und Handeln mit den Prinzipien des Lebens (Naturgesetzen) durch Reflektion in Einklang zu bringen. Ethisches Denken, Fühlen und Wollen sind Ausdruck und Stimme von Authentizität in Einklang mit dem Göttlichen. Denk-, Fühl-,  Handel- Verstehen- und TUN-Gefängnisse weisen auf die Notwendigkeit einer Horizont-Erweiterung hin, die nur durch Anstrengung und tägliches Training aufrechtzuerhalten ist. Ähnlich einem Profisportler, der Geld mit seinem Sport verdienen will.

Dazu braucht es:

KAIZEN und Partkdolg-Pflicht sind die Werkzeuge für stetige und ständige Niveau– und Qualität-Steigerung, des automatisch wachsenden Selbst-Anspruchs. Quantität wird dazu genutzt, um aus der Fülle, das Seine für sich, die Quintessenz, herauszufiltern, damit der Quanten-Sprung ermöglicht wird.

Das Wort Ethik – von Griechisch Ethos – heißt wörtlich das „Selbst Gegebene“. Ethik ist eine Gabe – Begabung und Aufgabe des Menschen in sich seine einzigartige Persönlichkeit zu entdecken. Der Stand der Ethik zeigt sich in den Werten, Niveau und Qualität, die vom Menschen (durch Tugenden) gelebt wird, von Gemeinschaften (in Gesetzen) geschützt wird und von Marktteilnehmern (durch Preise) fair gehandelt werden.
Der Unterschied von Ethik zur Moral ist in der regionspezifischen Interpretation zu suchen. Eine gesunde Moral hat als Grundlage die Ethik, die als Grundlage die heiligen Gesetze hat.

Diese Definition unterscheidet sich von der allgemeinen Definition, die in Wikipedia nach zu lesen ist.

Eine ähnliche Interpretation findet sich hier:Bilden kann nur jeder sich selbst und beim Institut Christoph Röckelein.

 

Unterschiede im Überblick

EthikMoral
Lehrt, Wie der Mensch denken lernt und was konstruktive Gefühle wie Liebe – Lust – Motive und E-Motionen sind.
Daraus leiten sich effektive, effiziente und konstruktive Gewohnheiten ab, wie KAIZEN und Partkdolg-Pflicht.
Lehrt, Was der Mensch zu denken hat, um zu einer Gruppe zu gehören, dies führt in ein  Denkgefängnis.
Mehr dazu hören oder lesen, vom falschen Leben, verfasst von Hans Joachim Maaz
Orientiert sich am Wesen des IndividuumsOrientiert sich an der Gruppe bzw. am Kollektiv und an deren Konventionen
Wer Bin ICH
Wer will ICH SEIN
Wie muß oder soll Ich sein, um in der Gruppe sein zu dürfen
Schwerpunkte der Formung:Schwerpunkte der Formung:
Selbst-Formung, Reflektion unter dem Motto: was habe ICH im anderen erkannt, was für mich nützlich ist, damit die Energie-Zentren richtig und gut arbeiten, zur Vervollkommnung:
gesunder Narzismus – Eigen-Liebe, wie Selbst-Gespräch, Selbst- Beobachtung, Selbst-Erkenntnis, Selbst-Findung, Selbst-Einsicht. Irrtum und Fehler sind Orientierungshilfen.
Ergibt insgesamt konstruktive, neophile und biophile Gewohnheiten.
Fremdformung, Projektion weniger Reflektion.
Irrtum und Fehler gilt es zu leugnen.
Kranker Narzismus.
Irrtum und Fehler beim Gegenüber identifizieren
Irrtum und Fehler grundsätzlich vermeiden
Ergibt insgesamt nekrophile Gewohnheiten.daraus ergeben sich auch alle Krankheiten, als Hinweis zur Umkehr!
Selbstverständnis:Selbstverständnis:
Ethik, Selbstbestimmung, Wahrheit, Wahrnehmung.Moral, Fremdbestimmung, Wahrnehmung, Urteil.
Handlung als authentischer Ausdruck des SelbstHandlung als Ausdruck
Resultate:Resultate:
Gesundheit, Toleranz, Volition, Resilienz und Horizont. Reife, Vernunft, Geltung, Frieden, Freiheit und gesunde Nachhaltigkeit.
Schöpferische und friedlicher Zerstörung-Prozeß als Entwicklungs- und Entfaltungs-Prozess, alles im Rahmen wachsender Selbsterkenntnis und -Einsicht.
Krankheit, Denk, Fühl,…-Gefängnis, Intoleranz. Dummheit, Krieg, Kampf, Zerstörung, Wiederaufbau und ggf. dumme Nachhaltigkeit.
Handlungen als Resultat gezielter Absicht weniger Personen. Geschlossenes System festgelegter Nomos-Regeln – getrieben von Unverrückbarkeit.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Weg zur Vernunft – sich NEU definieren.
Das Leitbild die Vernunft der Naturgesetze

 

Ethik ist wieder entdeckbar über Naturethik, die wissenschaftliche Grundlage für Moral:

 

Was ist Natur-Ethik?

Die Naturethik (manche verwenden auch den Begriff Umweltethik) beschäftigt sich mit der Frage, wie der Mensch sich gegenüber der nichtmenschlichen Umwelt, also der Natur, verhalten muss oder soll. Dazu gehört die Frage, welche Rechte Menschen im Umgang mit Tieren, Pflanzen, der nicht belebten Natur haben. Dazu gehört aber auch die Frage, welche Pflichten und Verantwortlichkeiten sich aus diesem Umgang ergeben. Umweltethik ist also immer auch Verantwortungsethik. Die zentrale umweltethische Frage ist, welche Verantwortung „der Mensch“ gegenüber der nicht-menschlichen Natur, also der Umwelt, hat. Naturethische Fragen lassen sich auf der Grundlage bestimmter Werte und Werthaltungen definieren. Diese Ansätze nennt man deontologische Ansätze (von to done = die Pflicht).

Beispiele für ein solches Prinzipien wären „Ehrfurcht vor allem Lebendigen“ oder „Ehrfurcht vor der Schöpfung“ oder „Vermeidung von Leid“ oder ‚“Schutz der menschlichen Lebensgrundlage“, „Schutz der natürlichen Ressourcen“, ….

Teleologische Ansätze (von griech.: telos = Ziel) überlegen, welche positiven und negativen Folgen ein bestimmtes Verhalten hat / haben kann. Ziel wäre es, die negativen Folgen zu minimieren und die positiven Folgen zu maximieren.

Handlungssubjekt, um das es in der Naturethik geht, ist der Mensch. Das heißt, der Mensch (der einzelne Mensch, Organisationen wie Unternehmen, gesellschaftliche Organisationen wie Staaten) müssen ihr Handeln im Hinblick auf die naturethischen Werthaltungen und die naturethischen Folgen bewerten. Sie müssen diskutieren (und entscheiden), welchen Umgang mit Tieren, Pflanzen oder der nicht-belebten Natur sie verantworten oder rechtfertigen können. Sie müssen diskutieren und entscheiden, welchen Handlungsalternativen und welchen Werten sie im Konfliktfall Vorrang einräumen. So muss der einzelne Mensch entscheiden, ob er lieber wenig Geld für billiges Fleisch ausgibt (und dafür in Kauf nimmt, dass dafür Tiere unter tierquälerischen oder zumindest fragwürdigen Bedingungen leben mussten) oder ob er lieber mehr Geld für Fleisch aus tierfreundlicher Haltung ausgibt oder ober er überhaupt kein Fleisch essen will. Handlungsobjekt, also Adressat des ethischen Handelns, ist die nicht-menschliche Umwelt, also Tiere, Pflanzen, die nicht belebte Natur.

Unterbereiche oder spezielle Themenfelder der Naturethik
Je nachdem, was man mit „Natur“ meint, kann das Ziel ethischer Handlungsnormen weiter eingegrenzt werden:

Tierethik
Tierethik diskutiert ethische Prinzipien im Umgang mit Tieren. Diese Fragen stellen sich dort, wo der Mensch in den Lebensraum von Tieren eingreift oder Tiere für sich nutzbar macht. Dazu zählen z. B. Landwirtschaft / (Massen-)Tierhaltung / Tierzucht / Jagd / Fischerei / Sport / Freizeit (Reiten, …) / Zoos / Zirkus / Haustiere (Überzüchtungen, Exotenhaltung, Tiere als Partnerersatz; …) / Tierversuche (für medizinische, kosmetische, andere Zwecke) / Beanspruchung der Lebensräume von Tieren (Naturschutz, Erschließung der Alpen, Straßenbau, …)

Die Einstellung des Menschen gegenüber Tieren wird beeinflusst durch:
Kultur

Religion

Unterweisung – Erziehung – Bildung – persönliche Erfahrung – Vernunft

Eine Tierethik könnte man weiters nach der Schmerzempfindlichkeit oder der Differenziertheit des Nervensystems differenzieren. So könnte man eine Taxonomie von einfach strukturierten Tieren (Insekten/Schnecken/Muscheln) über Reptilien, Fische und Vögel hin zu Säugetieren machen. Die Säugetiere könnte man differenzieren nach „einfacheren“ (z. B. eine Maus) und komplexeren Säugetieren (z. B. Hominiden wie Schimpansen, Orang-Utans oder Gorillas). Als anthropologische (anthropos = Mensch) Fragen im Hintergrund lassen sich die Frage der Beziehung zwischen Mensch und Tier, die Frage nach dem fundamentalen Unterschied zwischen Mensch und Tier, die Frage nach Gemeinsamkeiten zwischen Mensch und Tier, … stellen.

Anthropozentrische versus Physiozentrische Ethik.

Anthropozentrisch nennt man eine Naturethik, die im Kern davon ausgeht, dass entweder nur der Mensch per se schützenswert sei. Oder (in der schwächeren Form) geht sie davon aus, dass der Mensch auf jeden Fall eine ganz starke Sonderstellung hat und hierarchisch über den anderen Lebewesen (vor allem den Tieren) steht. Auf der Grundlage dieser Ethik sind Tiere und die Natur vor allem dann schützenswert, wenn dadurch (indirekt oder direkt) menschliche Interessen mitbetroffen sind. Also dürfen wir z. B. Tiere nicht quälen oder stressen oder mit Hormonen vergiften, weil wir dann die Qualität des Fleisches, das wir anschließend essen, verschlechtern. Oder wir dürfen Pflanzen in ihrem Bestand nicht gefährden, weil wir nicht wissen, ob und inwiefern diese in der Zukunft noch nützen könnten oder ob und inwiefern ihr Genpool für die Menschen zukünftig noch wichtig sein könnte.

Physiozentrisch ist eine Naturethik, die dem Menschen nicht per se eine Sonderrolle zuspricht oder die (in der schwächeren Form) zumindest einen fairen Interessensausgleich zwischen menschlichen Interessen und nicht-menschlichen (tierischen) Interessen fordert. So dürfen wir in der Landwirtschaft diesem Ansatz zufolge nicht einfach auf möglichst billige Fleischproduktion achten. Wir müssen in Kauf nehmen, dass Fleisch teu(r)er ist, wenn damit die Lebensbedingungen für Tiere, deren Fleisch wir essen, dadurch verbessert werden, wenn sie also z. B. artgerechtere Lebensbedingungen haben, wenn sie mehr Platz zur Verfügung haben, wenn sie langsamer wachsen dürfen, wenn extreme Züchtungsformen nicht erlaubt sind, …

Ökologische Ethik.
Ökologische Ethikdiskutiert ethische Fragen und Prinzipien Eingriffe in Ökosysteme betreffend. Dazu zählen zum Beispiel Ressourcen-Verbrauch (Erdöl, Erdgas, Kohle, aber auch Wasser oder Landschaft; Abfallproblematik;) Umweltverschmutzung (von der Verschmutzung der Meere mit Erdöl über Feinstaubbelastung bis zu CO2-Ausstoß und Ozonloch), die Ausrottung von bestimmten Pflanzen und Tieren, Artenschwund, …

Ethik und Biotechnologien.
Am stärksten diskutiert ist derzeit die Ethik biotechnologische Verfahren betreffend. Sie beschäftigt sich im nichtmenschlichen Bereich mit biotechnologischen Veränderungsmöglichkeiten von Pflanzen und Tieren und diskutiert deren ethische Verträglichkeit. Die am häufigsten diskutierten Techniken sind das Klonen von Tieren und das Einschleusen artfremder Gene in eine Pflanze (= Erzeugung transgener Pflanzen) oder seltener in ein Tier. Dass Medikamente zu einem großen Teil mithilfe gentechnisch veränderter Bakterien erzeugt werden, wissen viele Menschen nicht. Heftig diskutiert ist der Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft (gentechnisch) veränderte Nahrungsmittel oder Futtermittel). Etwas aus den Schlagzeilen geraten ist – nachdem das erste Klonschaf Dolly recht früh verstorben ist – die gentechnische Manipulation oder das Klonen von Tieren. Wie alle ethischen Fragen sind natur- und umweltethische Fragen nicht wissenschaftlich im Sinn von „wahr oder falsch“ zu beantworten. Die philosophische Ethik geht aber davon aus, dass sie rational diskutierbar und in vielen Fällen auch entscheidbar sind. Und eine seriöse Diskussion kann das, was die Erfahrungswissenschaften herausfinden, natürlich nicht ignorieren. Ganz im Gegenteil: sie muss dieses Wissen im Hinblick auf seine ethischen Konsequenzen durchdenken und hinterfragen.
Im Mittelpunkt des anthropozentrischen Ansatzes steht der Mensch. Ihm wird eine Sonderstellung (wegen seiner Vernunftbegabung, wie die Aufklärung sagt, oder wegen seiner Sonderstellung als beseeltes Lebewesen oder als „Ebenbild Gottes“, wie die christliche Theologie sagt, eingeräumt. Seine Interessen müssen geschützt werden. Nur der Mensch ist Adressat / Objekt ethischen Handelns. Tierische, pflanzliche und nicht-lebendige Umwelt haben kein Recht und kein Schutzinteresse aus sich heraus. Lediglich als Umwelt für den Menschen sind sie von ethischer Relevanz. Entstanden ist der anthropozentrische Ansatz unter dem Einfluss monotheistischer Religionen (Judentum, Christentum, Islam) und unter der Prämisse, dass Schöpfung auf den Menschen als Ziel ausgerichtet sei (vgl. Genesis) Auch die Aufklärung mit ihrer Annahme, dass Vernunft ein Privileg des Menschen und ein ganz besonderes Attribut sei, fundiert diesen Ansatz philosophisch. Manche Menschen sagen auch, dass es in einem langen historischen Kampf gelungen sei, Menschenrechte (vor allem Menschenwürde) als etwas Grundlegendes durchzusetzen, wäre gefährdet, wenn wir die fundamentale ethische Grenze zwischen Mensch und Tier in Frage stellen würden.

Grundannahme ist, dass der Mensch – egal ob als das am höchsten entwickelte und über Rationalität verfügende Lebewesen oder als von Gott eingesetzter „Herrscher über die Natur“ („Macht euch die Erde untertan“) – die Natur in seinen Dienst stellen dürfe. Kritisch gesehen wird jedoch, dass der Mensch in seinem Bestreben, die Natur zu nutzen, zu weit gegangen sei. Er ist im Begriff, die Natur so exzessiv zu nutzen, dass er sie nachhaltig schädigt und zerstört. Der fundamentale Unterschied zwischen Mensch und Tier und die Vormachtstellung des Menschen wird mit dessen besonderen humanen Qualitäten, zum Beispiel mit  Leidensfähigkeit, Lebenswille, Bewusstsein, Ich-Bewusstsein. Vernunft, Seele, Individualität, Ich-Gefühl, Selbstreflexion, Selbstwertgefühl, Würde, Sprache begründet. Tier- und umweltethische Fragen sind also deshalb relevant, weil der Mensch ein großes Interesse haben muss, die Natur zu schützen, wenn er nicht seine eigene Lebensgrundlage zerstören will.

Der Mensch darf (und soll) in die Natur eingreifen, wenn dies für den Menschen selbst keine schädlichen Folgen hat oder wenn die positiven Folgen eindeutig überwiegen. Er soll seine technischen Möglichkeiten und seine Intelligenz nutzen, um die Natur auf eine für ihn selbst nicht schädliche Art zu gebrauchen und zu nutzen. Nicht erlaubt ist es, mit Tieren und mit der Natur so umzugehen, dass einige wenige (z. B. Unternehmen, Shareholder) ihre Gewinne maximieren, während die meisten anderen Menschen (als Konsumenten oder als Menschen, die gerne in einer intakten Natur leben möchten) dafür die Nachteile in Kauf nehmen müssen. Es ist also aus dieser Perspektive ein ethisches „No-Go“, Tieren aus Gründen der Gewinnmaximierung Hormone ins Futter zu mischen oder Wasser und Luft mit Emissionen zu belasten, wodurch Kinder Asthma entwickeln oder wodurch Allergien zunehmen. Kein Problem ist es hingegen aus dieser Perspektive, Tiere als Versuchstiere zu verwenden (eher im Gegenteil, es schützt ja die Menschen) oder Abfälle dort endzulagern, wo keine Menschen leben. Im Rahmen des anthropozentrischen Ansatzes ließe sich zum Beispiel argumentieren, dass der Mensch die Luftschicht der Erde nicht zerstören dürfe, weil dadurch das Krebsrisiko steige. Eine intakte, naturnahe Umwelt brauche der Mensch für seine Erholung. Die Artenvielfalt dürfe nicht zerstört werden, weil sie für den Menschen ein wichtiges Gen-Reservoir darstelle. Umweltgifte seien zu vermeiden, weil sie über die Nahrungskette in den menschlichen Körper gelangen können etc.

Die philosophischen Wurzeln der anthropozentrischen Ethik.

Meistens führt man die anthropozentrischen ethischen Ansätze auf die philosophische Theorie des französischen Philosophen Rene Descartes (1596 bis 1650) zurück. Er gilt als zentraler Vordenker der Aufklärung. Und er erklärt, dass es einen ganz fundamentalen Unterschied zwischen Geist (für ihn: Denken) auf der einen Seite und Körperlichem auf der anderen Seite gebe. Nur der Mensch verfüge über Denken. Und eine Lebewesen, das nicht Denken könne – also das Tier – sei im Wesentlichen nichts anderes als eine etwas komplexere Maschine. Descartes Anhänger denken diese Idee dann weiter. Und sie gehen teilweise so weit, das Schreien von Tieren, denen Schmerzen zugefügt werden, mit dem Quietschen von rostigen Maschinen gleichzusetzen. Das Tier wird zum Objekt; unter anderem zum Versuchsobjekt, das – zum höheren Zweck der wissenschaftlichen Erkenntnis – beliebig untersucht, erforscht, manipuliert oder getötet werden darf. Es hat in dieser Denklogik keinen Wert an sich. Es ist einfach nur Ware, Besitz.
Auch Immanuel Kant (1724 – 1804) argumentiert anthropologisch. Immerhin meint er, dass Tiere nicht grausam behandelt werden dürfen. Aber er begründet seine Position anthropozentrisch, wenn er sagt, dass sonst die Moralität des Menschen geschwächt bzw. zerstört werde. Ein Mensch, der gegen Tiere grausam sei, werde auch gegen Menschen grausam handeln. Die anthropozentrische Sichtweise kommt der sich entwickelnden Wissenschaft (Medizin, Chemie, Biologie, Psychologie, Technik) sehr entgegen. Denn so hat man billige Versuchs- und Forschungsobjekte in praktisch unbegrenzter Zahl zur Verfügung. Die anthropozentrische Sichtweise kommt auch der Industrialisierung entgegen. Denn auch dort hat man ein großes Interesse daran, das Tier unter der Perspektive des Produktionsmittels oder als Ware zu behandeln. So dauert es dann bis weit ins 20. Jahrhundert hinein, bis die anthropozentrische Ethik stärker in die Defensive gerät.

Heute berufen sich Verteidiger des anthropozentrischen Ansatzes  auf die Notwendigkeit, zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Interessen zu differenzieren, weil sonst eine Abwertung des Menschen drohe; – wie beispielsweise im Nationalsozialismus, wo der Mensch / menschliches Leben nach Nützlichkeitsüberlegungen bewertet worden ist. Auch argumentieren Verteidiger dieses Ansatzes, dass ein anthropozentrischer umweltethischer Ansatz politisch am leichtesten durchzusetzen sei. Andere Ansätze seien zwar „ehrenwert“, aber politisch nicht mehrheitsfähig.

Die Kritik am anthropozentrischen Ansatz.
Ein zentraler Kritikpunkt am anthropozentrischen Ansatz ist, dass gerade die moderne Biologie  – Evolutionstheorie, Genforschung, Verhaltensforschung – zeigt, dass die Unterschiede zwischen Mensch und Tier wesentlich kleiner sind als die jüdisch-christliche Tradition und die Aufklärung behaupten. Hominiden (also Menschenaffen: Gorillas, Orang-Utans, Schimpansen) haben 98 %  des genetischen Pools mit den Menschen gemeinsam. Schimpansen können eine  intellektuelle und sprachliche Entwicklung erfahren, die in etwa dem Entwicklungsstand eines zweijährigen Kindes entspricht. Höhere Säugetiere sind zu Kulturleistungen auf einfachem Niveau (also z. B. zu kulturellem Lernen) fähig. Umgekehrt ist auch klar, dass dem Menschen zugeschriebene Fähigkeiten wie Intelligenz, Selbst-Bewusstsein, Reflexionsfähigkeit, … auch bei Menschen sehr unterschiedlich ausgeprägt ist oder sein kann. Embryonen im Frühstadium haben diese Fähigkeiten nicht.  Menschen mit schweren geistigen Behinderungen oder Demenzerkrankungen oder Menschen, die im Koma sind, haben sie nur eingeschränkt oder nur teilweise. Auch wird betont, dass die meisten Menschen in Tieren intuitiv mehr als ein Objekt / eine seelenlose Sache sehen. Nur durch den modernen industrialisierten und entfremdeten Umgang mit Tieren (z. B. in der Massentierhaltung) sei diese Empathie verloren gegangen. Auch betone die christlich-jüdische Tradition die Mitgeschöpflichkeit der Umwelt, insbesondere der Tiere. Manche Biologen und Ethiker vertreten deshalb die Meinung, dem Menschen eine absolute ethische Sonderstellung einzuräumen, sei argumentativ unhaltbar. Es handle sich beim anthropozentrischen Ansatz um eine Art ethischen Rassismus, der Ausbeutung von Natur und Tieren rechtfertigen solle. Den Ansatz selbst bezeichnen sie als Speziesismus. Der bekannteste (und umstrittenste) Vertreter dieser Kritiker einer anthropozentrischen Ethik ist der australische Philosoph Peter Singer.

Entwicklungen.
Auch wenn die verschiedenen Positionen heute nebeneinander existieren, sind inzwischen v. a. Standards im Umgang mit Primaten und Walen / Delphinen definiert worden, die international weitgehend eingehalten werden:
Menschenaffen, Walen und Delphinen wird ein Überlebensinteresse und ein Interesse, den Tod nicht fürchten zu müssen, zugeschrieben. Das ist die Grundlage für Tierschutz-Abkommen (die dann aber auch wieder nicht von allen eingehalten / mitgetragen werden). Es besteht ein relativ großer Konsens, dass Tieren kein Leid zugefügt werden darf, wenn sie in ähnlicher Weise wie der Mensch über Zukunfts- und Selbstbewusstsein verfügen. Ausnahme kann eventuell sein, dass ein extremer Interessenskonflikt zwischen menschlichen Interessen und tierischen Interessen in der Erforschung von Medikamenten besteht. Nur wenn keine Alternativen existieren, dürfen wissenschaftliche Versuche mit Menschenaffen unter bestimmten Bedingungen durchgeführt werden. Allerdings dürfen keine wilden Tiere eingefangen werden, es ist auf artgerechte Haltung zu achten und die Tiere dürfen, wenn die Versuchsreihe beendet ist, nicht getötet werden.
Manche Staaten sprechen Menschenaffen in ihren Tierschutzrechten eine Art Würde in eingeschränkter Form zu. Das heißt, dass diese Tiere nicht getötet werden dürfen, dass sie nicht zu Versuchen verwendet werden dürfen, … Tierschutzgesetze in westlichen Ländern gehen heute grundsätzlich davon aus, dass Tiere keine Ware sind. Wer Tiere hält, hat für diese Tiere auch eine Verantwortung. Tiere haben ein Recht auf artgerechte Lebensbedingungen und auf (weitestgehende) Schmerzfreiheit. Tierschützer sagen heute, dass Haustiere (Katzen, Hunde, …) in westeuropäischen Staaten sehr gut geschützt sind. So dürfen Haustiere nicht „einfach so“ getötet werden. Oder es sind „Qualzüchtungen“ verboten worden. Oder Hauskatzen müssen kastriert werden, damit sie sich nicht zu stark vermehren, was dann wiederum zu Tötungen oder Aussetzungen führen würde. Tierschützer sagen aber auch, dass viele Nutztiere nach wie vor viel zu wenig geschützt seien. Und durch den internationalen Freihandel besteht die Gefahr, dass sich diejenigen durchsetzen, die am wenigsten Wert auf Tierschutz legen. Weil sie so billiger produzieren können – weitere Infos.

 

 

 

 

Das Leben ist eine immerwährende GÜTE – Regie – Reife – Statik -Prüfung:
der OekoHuman-Ansatz: zielorientierte Wahrnehmung, konstruktive und innere Statik mit Intuition ist erlernbar, um Logik und Gesetz-Mäßigkeiten, fühlen – empfinden – spüren zu lernen, bis hin zur Meisterschaft im Leben.

Grundlagen:
EthikWeisheitVernunftGÜTESystemStatikGELD – NeugierSIEBENRelativitätElektrizitätStrom – ÖkoMüheReflektionS.E.X., sind die zentralsten Begriffe im OekoHuman – Holistik – Know-Zentrum.
Sie sind eine Regie-Empfehlung mit Sinn, und Dynamik, bis zur persönlichen Meisterschaft im Leben, gebunden an ein freudvolles – langes Leben mit Innenschau – MissionVision – Außenschau und dem Motto: die individuelle Mischung macht`s.

Start:

Status-QuoLagebeurteilung

Basis:

MenschTalentAnamnesisHermetikGewissenWahrheitEinstellungHermeneutik  Source-CodeGÜTETUNNahrung-ErnährungStromVernunftControllingProfitumLoyalitätWundernBuddy-SystemAnpassungsfähigkeit

Potential-Entfaltung:
KraftStärkeWilleDisziplinRegieToleranzResilienzVolitionAuthentizitätWettbewerb– und Widerstands-FähigkeitKnow-HowMarke

Umsetzung:

LIEBEMutMüheRitualMACHTKAIZENPartkdolg-Pflicht (Duty)Know-Howschöpferische Zerstörungdie Mischung macht`sEntscheidungWirksamkeit

Fallen:
BequemlichkeitDenkgefängnisseVerschlimmbesserungProjektionKausalitätKomfortzoneDurchhaltevermögenWechselwirkungWirkzusammenhängeKonkurrenzKredit

Weg:
HaltungTON – ResonanzHorchenErziehungUnterweisungWiderstandStatikDurchsetzungBildungVollendung

Angebote:
Talent-Unternehmer-StudiumAus- und WeiterbildungProjektepraktische UmsetzungUnternehmer-Privat-Sekretär

Ziele:
FokussierungAutonomieGesundheitKlimaKulturRespekt – WürdeGelingenReEvolutiondynamischer Schöpfungs-Prozeß, „wer rastet der rostet

Resultate:
ReifeOrdnungNiveauQualitätWeisheitFriedendynamischer Horizontewiger Schöpfungs-ProzeßNachhaltigkeitGeltung

weitere Stichworte:
Universal-Prinzipien-Gesetz-Mäßigkeiten – GlaubeHoffnungDienen mit DemutLernenAnstrengungCharakter-DesignKonsequenz –  KompatibilitätERPHidden-ChampionsEntrepreneur  – PräventionVeredelungÄsthetikQuintessenz – Unternehmer-Privat-Sekretär.

 

 

 

 

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