Immunsystem – Sport – Training = Gesundheit.

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Immunsystem – Einflüsse durch Ernährung und Lebensstil.

Das Immunsystem kann durch eine ganze Reihe an Nährstoffen und Nahrungsinhaltsstoffen sowie Lebensmitteln positiv beeinflusst werden. Prof. Portius, Professorin für Ernährungstherapie und -beratung, weist darauf hin, dass der tägliche Konsum Immunsystem-fördernder Lebensmittel am effektivsten ist [SRH Hochschule für Gesundheit 2021]. Während einige zugrundeliegenden Wirkmechanismen noch unklar sind, gibt es auch bereits nachgewiesene Effekte. So unterstützen beispielsweise Beta-Glucane in Pilzen, Sulforaphan in Brokkoli, Phenole in Olivenöl oder auch fermentierte Lebensmittel die körpereigene Abwehr.

Neben der Ernährung spielen auch adäquate Bewegung, Stressabbau und ausreichender Schlaf eine große Rolle [Ernährungsumschau 2021]. Dabei sollte der Sport nicht zu intensiv ausfallen (Ausschüttung von Stresshormonen) und der Schlaf 6 Stunden pro Nacht nicht unterschreiten. Während chronischer Stress unsere Abwehr eher beeinträchtigt, weisen Studien daraufhin, dass Entspannungstechniken wie Meditation das Immunsystem direkt fördern können.

Wirkmechanismen

Es gibt vielfältige Mechanismen, die im Körper das Immunsystem fördern und unterstützen. Zwar gibt es direkte Wirkungen auf Immunzellen wie Lymphozyten (B-, T-Zellen) und Granulozyten (Makrophagen u.a.) sowie Abwehrsysteme des Immunsystems. Hierzu zählen auch die durch Immunzellen gebildeten Botenstoffe mit Immunsystem-fördernden Funktionen. Andere Mechanismen basieren auf antioxidativen, entzündungshemmenden, antimikrobiellen, antifungalen und antiviralen Eigenschaften von Substanzen in Lebensmitteln.

Wir beschränken uns in diesem Beitrag im Wesentlichen auf die direkte Wirkung von Nahrung und Lebensstil auf Immunzellen und von diesen gebildete Botenstoffe mit immunmodulierender Wirkung. Die Grenzen zu anderen Mechanismen sind mitunter jedoch fließend, sodass diese in Teilen mit aufgeführt sind.

Immunsystem: Bestandteile der Immunabwehr
 

Relevante Nährstoffe und Nahrungsinhaltsstoffe:

Beta-Glucane (Ballaststoffe)

Die immunmodulierende Wirkung [Cha 2009] der Beta-Glucane ist auf die Aktivierung der Makrophagen in der Dünndarmwand zurückzuführen. Die sogenannten Fresszellen dienen der Beseitigung von Mikroorganismen, indem diese mittels Phagozytose eindringende Bakterien auflösen. Zudem setzen Fresszellen wichtige Stoffe frei, die wiederum mit anderen Immunzellen kommunizieren.

Beta-Glucane aus den Zellwänden von Bäckerhefe ist nach aktuellen Erkenntnissen scheinbar der wirksamste natürliche Immunmodulator.

Eisen und das Immunsystem interagieren auf verschiedene Weise miteinander. Zwar begrenzt die körpereigene Abwehr für krankmachende Keime den Zugang zu Eisen aus dem Blut. Bei chronischen Infektionen oder auch Krebserkrankungen führen die zugrundeliegenden Mechanismen bis zur sogenannten „Anämie bei chronischer Erkrankung“ (ACD), die als zweithäufigste Anämie weltweit gilt [Wei 2019].

Jedoch benötigen Immunzellen genügend Eisen für die eigene Reifung und Funktion [Nie 2020]. Studien zeigten, dass ein Eisenmangel mit einem Gewebeschwund verschiedener Organe des Immunsystems und Veränderungen der Immunantwort verbunden sein kann [Nai 2014]. Dies betrifft unter anderem T-Zell-vermittelte Immunreaktionen und das Abtöten von Erregerstrukturen [Cro 2019].

Studien in Entwicklungsländern kamen zu dem Schluss, dass ein Eisenmangel bei Kindern die angeborene und erworbene Immunität beeinträchtigen kann, wodurch sich das Infektionsrisiko erhöht [Nie 2020]. Im Jahr 2020 wurde zudem bekannt, dass die unzureichende Versorgung mit Eisen über die Nahrung die Wirkung von Impfungen beeinträchtigen kann [Sto 2020]. Der Eisenmangel führt zu Blutarmut (Anämie). Diese wiederum schwächt die Fähigkeit des Immunsystems, Antikörper zu bilden. Daraus folgt ein unzureichender Schutz der Impfung. Die Gabe von Eisen konnte den Schutz indes verstärken.

Bestimmte Zellen des Immunsystems, die sogenannten T-Zellen, sind auf eine gute Versorgung des Körpers mit Magnesium angewiesen, um ihre Funktion optimal auszuüben.

Vor allem bei Krebserkrankungen spielt das potenziell eine große Rolle. In Untersuchungen zeigte sich, dass diese T-Zellen entartete oder infizierte Zellen nur in magnesiumreicher Umgebung wirksam eliminieren können. Stieg die Magnesiumkonzentration, verstärkte das die Immunantwort gegen die Krebszellen [Löt 2022]. Nun werden Wege gesucht, die Magnesiummenge in Tumoren gezielt zu steigern.

Inwiefern eine gesteigerte Zufuhr von Magnesium über die Nahrung zum „Boostern“ des Immunsystems geeignet ist, muss noch erforscht werden.

Natrium (Speisesalz!!).

Eine hohe Salzzufuhr über die Nahrung mit steigender Natriumkonzentration in der Zelle kann den Energiestoffwechsel in den Mitochondrien dämpfen. Durch Unterbrechung der Atmungskette produzieren die Zellen weniger Energie (ATP) und verbrauchen weniger Sauerstoff. Dadurch wird die Reifung bestimmter Immunzellen wie der Fresszellen beeinflusst. In der Folge könnten Entzündungsprozesse und das kardiovaskuläre Risiko gefördert sowie die Zellaktivität beeinträchtigt werden. Die Leistung der Mitochondrien ist jedoch nicht dauerhaft gehemmt, somit reversibel und zeitlich begrenzt. Nach über acht Stunden nach der Salzzufuhr waren die Effekte kaum noch messbar. Zudem war die Salzzufuhr sehr hoch und lag deutlich über den täglichen Empfehlungen [Gei 2021].

Zusammen mit antioxidativ wirksamen Vitaminen stimuliert Selen die humorale und zelluläre Immunantwort. Es ist dabei an der Regulation verschiedener immunologischer Prozesse (Chemotaxis, Phagozytose sowie fungizide und bakterizide Reaktionen) beteiligt und stimuliert die Bildung von Immunzellen (Lymphozyten), Antikörpern (IgG) und Botenstoffen (Interferone, Tumor-Nekrose-Faktor). Gleichzeitig hemmt es die Bildung von T-Suppressorzellen, erhöht die Wirkung von natürlichen Killerzellen und zytotoxischen T-Lymphozyten. Die Immunsystem-stimulierenden Wirkungen hängen von der Höhe der Selenaufnahme ab.

Die Darmschleimhaut agiert als wichtige Barriere zwischen den Bakterien im Darm und dem Immunsystem. Krankmachende Keime (z. B. YersinienShigellenListerien oder Salmonellen) werden beispielsweise über spezialisierte Zellen in der Darmwand aufgenommen. Probiotika verhindern das, indem sie diese Bindungsstellen besetzen und damit den Durchtritt durch die Darmschleimhaut verhindern. Gleichzeitig können die schädlichen Bakterien durch die Bildung eigener Bakteriozine bzw. Mikrozine (hemmen das Wachstum anderer Bakterienstämme) an ihrer Ausbreitung gehindert werden. Probiotika stimulieren auch die Bildung von Defensinen durch die eigene Immunabwehr. Zudem wird verhindert, dass weitere unerwünschte Substanzen (z. B. Toxine) aus dem Darm aufgenommen werden.

Retinol und Retinal schützen Haut und Schleimhäute und verstärken die Barriere gegen Bakterien, Viren und Parasiten. Vitamin-A-Verbindungen stimulieren zudem die Bildung von Antikörpern in den weißen Blutzellen (Leukozyten) aktivieren bestimmte Immunzellen (T-Lymphozyten).  Zugelassene Gesundheitsaussage: Vitamin A trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

Vitamin B2 ist als Co-Faktor an der Phagozytose (Aufnahme und Beseitigung von Mikroorganismen sowie von beschädigten Zellen) beteiligt.

Vitamin B6 unterstützt das Wachstum und die Entwicklung von verschiedenen Bestandteilen und Zellen des Immunsystems (Lymphozyten, Antikörper).

Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Es aktiviert unterstützende Eiweiße und Enzyme des Komplementsystems. Die Immunsystem-stützenden Prozesse greifen auch während und nach intensiver körperlicher Betätigung.

Werden Makrophagen durch ein infektiöses Agens (z. B. den Tuberkuloseerreger) aktiviert, steigert dieses Signal die Neubildung von Vitamin-D-Rezeptoren in der Zelle. Gleichzeitig stimuliert die Makrophagen-Aktivierung die Umwandlung von 25-D3 in dessen aktive Form 1,25-D3. Dieses wandert an den Zellkern und initiiert hier die Bildung von antimikrobiell wirkenden Substanzen (Cathelicidinen und Defensinen). Diese wiederum zerstören Infektionserreger. Im Gegensatz zu Makrophagen exprimieren T-Zellen nur nach Aktivierung Vitamin D-Rezeptoren. 1,25-D3 beeinflusst nach Bindung an diese Rezeptoren die Funktion der T-Lymphozyten auf unterschiedliche Weise:

  • verminderte Proliferation der T-Zellen, da die Bildung von Interleukin 2 gehemmt wird, welches normalerweise weitere T-Zellen zur Teilung stimuliert,
  • Hemmung der Gamma-Interferon-Bildung und
  • vermehrte Bildung der entzündungshemmenden Interleukine IL-4, IL-10 und IL-13.

Weiterhin hat 1,25-D3 regulierenden Einfluss auf B-Lymphozyten und deren Immunglobulin-Synthese.

Vitamin E steigert die Produktion von zellulären und humoralen Abwehrstoffen. Ein Vitamin E-Mangel erhöht damit die Infektanfälligkeit. Vitamin E gilt zudem als stärkstes fettlösliches Antioxidans und regeneriert Vitamin C.

Zink.

Zink beeinflusst das Immunsystem auf verschiedenen Ebenen. Einerseits sorgt der Mineralstoff für eine normale Funktion verschiedener Zellen des Immunsystems (z. B. von T- und B-Lymphozyten, T-Helfer-, T-Killer- und natürlichen Killerzellen, neutrophilen Granulozyten und Monozyten) [Wes 2017].

Andererseits beeinflusst Zink im Körper die Ausbildung von Lymphokinen, die das Wachstum, die Differenzierung und die Aktivität der Zellen des Immunsystems steuern. Zu guter Letzt werden die Zellmembranen der Schleimhäute stabilisiert und die Abwehr von Erregern verbessert, indem deren Eintritt verhindert wird.

Liegt ein Zinkmangel vor, führt dies unter anderem zu einer erhöhten Infektionsrate und -dauer [Fuk 2011]. Erste Tests (in vitro) deuten zudem darauf hin, dass Zink das Enzym SARS-CoV-RNA-Polymerase hemmt und damit eine antivirale Funktion ausübt. Eine optimale Zufuhr wird daher in Bezug auf das COVID-19-Infektionsrisiko als erstrebenswert angesehen [Oya 2021].

Aus verschiedenen Untersuchungen geht hervor, daß Carotinoide immunstimulierend wirken können [Wat 1999]. So führte bereits eine tägliche zusätzliche Aufnahme von 15 mg Beta-Carotin über einen Zeitraum von 4 Wochen zu einer ex vivo-gesteigerten Synthese des Tumor-Nekrose-Faktors alpha (TNF-alpha). Allerdings wurde bislang nur eine geringe Anzahl der natürlich vorkommenden Carotinoide auf diese Wirkung hin untersucht. Gleichwohl lässt sich aus diesen Erkenntnissen ableiten, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Carotinoid-reichem Gemüse und Obst verschiedene Immunmechanismen aktivieren kann. Da Beobachtungsstudien bereits immunmodulierende und antioxidative Effekte aufzeigen konnten, nutzt die Forschung den Ansatz, um die Wirksamkeit der Carotinoide in isolierter Form auf weitere medizinische Gebiete zu übertragen.

Einige Studien untersuchten den Effekt einer Supplementierung auf den Gesundheitszustand von AIDS-Patienten. Hierbei konnten immunstimulierende Mechanismen der Carotinoide erstmals gezeigt werden [Pat 1999]. Oftmals leiden AIDS-Patienten an einem Nährstoffmangel, der sich auch in einer niedrigen Carotinoidkonzentration manifestieren kann. Ein derartiger Mangel kann den Gesundheitszustand und somit die Überlebenschance verschlechtern. Die Forscher selbst forderten jedoch weiterführende Untersuchungen, um die Mechanismen zu bestätigen.

In vitro- und einige In vivo-Versuche sowie Beobachtungen an lebenden Tieren belegten für Flavonoide eine Beeinflussung bestimmter Immunsystemkomponenten. Ihre vorwiegend immunsuppressive Wirkung ist spezifisch und strukturabhängig. Genauere Untersuchungen ergaben, dass Flavonoide die Aktivität von Proteinkinasen hemmen, die an der Aktivierung von T-Lymphozyten beteiligt sind. Gleichzeitig stimulieren sie Phosphatasen, die die T-Lymphozyten wieder in den Ruhezustand versetzen. Infolge der Hemmung der Proteinkinasen kommt es zu einer verminderten Zytokinsynthese (IL-2, IL-2-Rezeptor, IL-6, TNF-a). Auch eine Hemmung der Phospolipase A2, die zur Produktion von Prostaglandinen beiträgt, war zu beobachten [Mid 2000].

Weiterhin konnte eine Blockade der Histaminfreisetzung aus aktivierten Mastzellen und basophilen Granulozyten durch Quercetin, Myricetin und Kaempferol beobachtet werden. Nach wie vor ist jedoch unklar, welche zellulären Komponenten der Mastzellen mit den entsprechenden Flavonoiden interagieren und so die Histaminfreisetzung inhibieren [Mid 1998].

Hinweise auf die antimikrobielle und antibakterielle Wirkung der Phenolsäuren, wurden durch die Ellagsäure geliefert, die in vitro das Wachstum von Helicobacter pylori hemmt. Ansonsten lieferten Untersuchungen mit phenolsäurereichen Fruchtextrakten eine Wirkung gegen bestimmte Viren, wobei hier darauf hinzuweisen ist, dass die Fruchtextrakte neben Phenolsäuren (v.a. Gallus- und Chlorogensäure) auch andere Polyphenole enthalten. Es wird jedoch vermutet, dass für die antivirale Wirkung die entgegengesetzte Ladung von Phenolsäuren und der Virushülle eine Rolle spielen.

In In-vitro-Studien wurde des Weiteren gezeigt, dass verschiedene Hydroxyzimtsäuren das Wachstum von gramnegativen Bakterien hemmen, während sie bei grampositiven keine Hemmung erreichen konnten. Es wird daher auch für diese antimikrobielle Wirkung davon ausgegangen, dass der Grad der Hydroxylierung für die Wirkung relevant ist.

Relevante Lebensmittel.
Kräuter und Gewürze:

Für zahlreiche Kräuter und Gewürze wurden immunstimulierende Eigenschaften beschrieben. Da diese Nahrungsmittel in der Regel in geringen Mengen konsumiert werden, spielen hier nicht einzelne Wirkungen eine große Rolle. Vielmehr eignen sich Kräuter und Co, ein vielfältiges Spektrum an kleinen Wirkungen in unseren Speisen zu liefern.

Anis.

Einige Inhaltsstoffe der Anispflanze wirken immunstimulierend und antiviral [Lee 2011]. So hemmten die enthaltenen Polysaccharide in Untersuchungen die Bildung des kanzerogenen Stickstoffmonoxids und verminderten oxidative Zellschäden. Auch eine Aktivierung von Makrophagen konnte beobachtet werden [Con 2010]. In Kombination mit Thymian verstärkt sich zudem die antibakterielle Wirkung von Anis [Al-2008].

Bärlauch.

Bärlauch wirkt leber- und gallestärkend, leicht antimikrobiell und antifungal [Iva 2009]. Ebenso konnten antioxidative Eigenschaften, insbesondere für die Inhaltsstoffe in den Blättern, nachgewiesen werden [Sta  2008].

Currykraut.

Das Extrakt des Currykrauts weist anti-inflammatorische, anti-allergische sowie anti-mikrobiologische Eigenschaften auf. In ersten Untersuchungen zeigte sich, dass das Kraut das Wachstum des Infektionserregers Staphylococcus aureus sowie seine virulenten Faktoren hemmen kann [Nos 2001]. Weiterhin kann das extrahierte Öl des Currykrauts die Multiresistenz der Bakterien Enterobacter aerogenesEscherichia coliPseudomonas aeruginosa, and Acinetobacter baumannii reduzieren [Lor 2009].

Gewürznelke.

Für Gewürznelken-Extrakt konnte eine hemmende Wirkung auf das Wachstum oraler Pathogene (Mund- und Rachenkeime) wie Pgingivalis und Pintermedia beobachtet werden [Cai 1996]. Zudem weist das Gewürz ein hohes antioxidatives Potenzial, vergleichbar dem Potenzial von Vitamin E, auf [Lee 2001].

Großer Galgant.

Der Extrakt zeigt eine immunstimulierende Aktivität. Es stimuliert das Retikulohistiozytäre System, das die Gesamtheit aller Zellen des retikulären Bindegewebes (kommt nur in sekundären lymphatischen Organen vor) darstellt [Ben 2003].

Ingwer.

Ingwer gilt als Immunsystem-stimulierend. Beschrieben wurde eine Wirksamkeit gegen Rhinoviren (Auslöser von Schnupfen). Der Effekt ist allerdings nicht stark ausgeprägt. Die Studienlage hierzu ist dünn. 2018 konnte in einer Untersuchung nachgewiesen werden, dass das scharf-schmeckende 6-Gingerol aus Ingwer sowie die darin enthaltene Zitronensäure die molekularen Abwehrkräfte im menschlichen Speichel stimulieren [Bad 2018].

Kurkuma.

Für Kurkuma wurden entzündungshemmende und immunsuppressive Fähigkeiten beschrieben. So kann es die Aktivität von NF-kB hemmen und die T-Lymphozyten-Aktivität unterdrücken [Kli 2012].

Piment.

Piment besitzt antioxidative Eigenschaften [Yos 2011] und östrogenähnliche Wirkungen, weshalb es bei der Behandlung von postmenopausalen Beschwerden zum Einsatz kommt [Doy 2009]. Die Inhaltsstoffe zeigen eine zytotoxische Wirkung gegenüber Tumorzellen, fangen freie Radikale einfangen und regen die Proliferation von Immunzellen (T-Lymphozyten) an [Mar 2007].

Thymian.

Der Wirkstoff Carvacrol, der im Thymian enthalten ist, besitzt ein großes Wirkspektrum. So wirkt es antibakteriell, antikanzerogen, entzündungshemmend, krampflösend und schmerzstillend [Bas 2008]. Eine Tierstudie an Ratten zeigte, dass Thymian die Stickstoffmonoxid-Konzentration bei Brandwunden reduzieren und die Neubildung von Gewebe fördern kann [Dur 2003].

Sonstige Lebensmittel.

Brokkoli.

Brokkoli enthält den sekundären Pflanzenstoff Sulforaphan. Diese Substanz kann das Immunsystem aktivieren und die Immunabwehr unterstützen. Nachgewiesen wurde auch eine antivirale Wirkung (gegen Grippeviren).

Fermentierte Lebensmittel.

Fermentierte Produkte (Buttermilch, Kefir, Sauerkraut, Kimchi, Joghurt etc.) fördern das Wachstum wünschenswerter Bakterien im Darm und üben auf diese Weise Immunsystem-fördernde Effekte an bestimmten Organen wie z. B. Gehirn, Leber und Fettgewebe aus.

Olivenöl.

Olivenöl enthält als natives Öl bioaktive Komponenten wie Hydroxytyrosol, Oleocanthal und Ölsäure, für die Immunsystem-stimulierende Wirkungen nachgewiesen wurden. So verbesserte sich die Aktivierung bestimmter Immunzellen (T-Zellen). Die Substanz Hydroxytyrosol fördert die Bildung von Botenstoffen durch Immunzellen, die Entzündungsprozesse hemmen können.

Pilze wie Champignons, Shiitake oder auch Pfifferlinge enthalten Beta-Glucane (siehe oben), für die immunmodulierende Wirkungen beschrieben wurden.

Weitere Lebensstilfaktoren.

Training und Bewegung im aeroben Bereich fördert das Immunsystem. Hingegen kommt es bei sehr intensivem Sport zur Ausschüttung von Stresshormonen, die das Immunsystem eher negativ beeinflussen.

Schlaf.

Schlaf ist als wichtiger Regenerationsfaktor für ein intaktes Immunsystems unerlässlich. Es reduziert die Ausschüttung von Stresshormonen bzw. deren zirkadianen Rhythmus und beeinflusst die Stressachse im positiven Sinne. Schlafmangel (<6 Stunden/Nacht) hingegen kann die Anfälligkeit für virale Infektionen erhöhen und fördert die Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen [Gua 2018].

Stress.

Chronischer körperlicher und psychischer Stress können das Immunsystem auf verschiedene Weise schwächen. Beteiligte Mechanismen sind hormonelle Verschiebungen, zum Beispiel der Stressachse (Cortisol, Adrenalin) sowie die Bildung von Botenstoffen, die das Immunsystem stören [Vit 2014]. Hierzu kann unter anderem eine pro-entzündliche Lage im Körper entstehen [Fal 2018].

Entspannungstechniken wie die Meditation hingegen könnten dem entgegenwirken. Ein Studienvergleich zeigte mögliche Effekte in Form einer Entzündungshemmung sowie der Zell-vermittelten Immunität [Bla 2018].


Streben nach einem langen Leben. So drehen Sie Ihre biologische Uhr zurück.

Es klingt beinahe zu schön, um wahr zu sein. Aber der Traum von der ewigen Jugend, der so alt wie die Menschheit ist, könnte wahr werden. Forscher sind mittlerweile davon überzeugt, dass sich die biologische Uhr eines Menschen zurückdrehen lässt. Und zwar überraschenderweise in jedem Alter. Wer 40 wird und an der Schwelle zu einer zerstörerischen Midlife-Crisis steckt, könnte sich wieder wie im Körper eines 30-Jährigen fühlen. Wer 60 ist, kann sich die geistige Frische eines 50-Jährigen bewahren. Selbst 70- bis 77-jährige Menschen können mit hochintensivem Intervall-Training. In der Untersuchung verglichen Forscher der Universität Trondheim die sportliche Aktivität von mehr als 1500 Menschen, die durchschnittlich 72 Jahre alt waren, über einen Zeitraum von fünf Jahren. Diejenigen, die das HIIT-Programm („high intensity intervall training“) absolvierten, waren den beiden anderen Gruppen überlegen, die moderates Training oder normalen Sport bei deutlich niedrigem Puls betrieben.

Die aktuellen Anstrengungen einer Gruppe von Selbstoptimierern geht weit darüber hinaus, ihre sportlichen Aktivitäten zu verbessern. Die Anhänger des Biohacking, einem aus dem US-Leistungssport stammenden Trend, wollen mit ihren „Hacks“ eben jene Altersuhr zurückdrehen, die uns allen zu schaffen macht.

„Das Zauberwort heißt: periodisieren“.

Einer der prominentesten Biohacker ist der Unternehmer David Asprey aus dem Silicon Valley. Der gelernte Fachmann wog als 26-Jähriger 140 Kilogramm, da er wie andere kalifornische Nerds seinen Körper mit einer Killerkombination aus Pizza, Pommes und Cola ruinierte. Seine Arterien waren so alt wie die seines Großvaters. „Ich beschloss, radikal mein Leben zu verändern, da ich sonst schon bald tot umgefallen wäre“, erinnert sich Asprey. Damals begann er alles auszuprobieren, was seine Körper- und Gehirnzellen wieder verjüngen könnte. „Als Erstes lasse ich mein Frühstück aus und trinke nur meinen Bulletproof-Kaffee, einen Biokaffee, dem ein wenig Ghee, sowie ein wenig MCT-Öl beigemischt wurde“, erklärt er – weiterlesen im Artikel.

Der Butterschmalz – Ghee – unterdrückt wie das Koffein das Hungergefühl. Das MCT-Öl basiert auf Kokosöl und enthält gesättigte Fette, die Capryl- und Caprinsäure. „Sie unterstützen den Körper dabei, wichtige Fasten-Stoffe zu bilden, die Ketonkörper. Sie entsorgen in der morgendlichen Fastenperiode überflüssigen Zellschrott“, ist Asprey überzeugt. In Deutschland ist Max Gotzler ein bekannter Biohacker. Sein Buch „Der tägliche Biohacker“ verspricht nichts weniger als zu erfahren, „wie man jeden Tag in kleinen Schritten leistungsfähiger, gesünder, widerstandsfähiger, ausgeglichener und produktiver sein kann“. Wenn das so einfach wäre. Was ist dran an die Verheißungen der Lifestyle-Gurus?

Der bekannte Alters-Forscher David Sinclair von der Harvard Medical School, der seit Jahrzehnten Langlebigkeit-Gene untersucht, bestätigt, dass das Auslassen des Frühstücks oder Abendessens, das intermittierende Fasten, den Menschen verjüngen kann. Denn das zeitlich befristete Hungern verändert unseren Stoffwechsel – statt Zucker verbrennen wir Fett und entsorgen so unnützen Zellschrott. In dieser Reinigungsphase werden wir unter anderem Entzündungszellen los, die dem Körper großen Schaden zufügen können. „Studien belegen, dass intermittierendes Fasten die Blutfettwerte verbessert, und den Blutdruck senken kann“, bestätigt die Berliner Kardiologin und Allgemeinmedizinerin Natascha Hess: „Vor allem in Verbindung mit Sport.“

Schlaf verbessern.

In diesem Punkt gibt die Wissenschaft den Biohackern also recht. Fasten verjüngt die Gefäße in 95 Prozent aller Fälle. „Wer allerdings eine genetische Fettstoffwechselstörung hat, ist neben der Lebensstiländerung auch auf Medikamente angewiesen“, räumt Hess ein. Biohacking als Allheilmittel funktioniert also nicht. Eine weitere Lifestyle-Veränderung der Biohacker ist die Verbesserung des Schlafs. Dazu verwenden sie Uhren und Fitnessbänder mit Apps, sogenannten Wearables, die unter anderem die Schlafphasen aufzeichnet, oder einen zurzeit angesagten Ring, den Oura Ring. Anhand kleiner Sensoren in der Innenseite misst der Ring ähnlich wie die Fitness-Armbänder die Schlafphasen. Mithilfe einer App auf dem Smartphone lässt sich kontrollieren, wie viele Tiefschlaf-, REM-Schlaf- oder normale Schlafphasen man durchlaufen hat. REM-Schlaf ist die Zeit, in der wir die Erlebnisse des Tages emotional verarbeiten und in unserem Gedächtnis ablegen.

„Wer zu wenig schläft, hat mehr Schmerzen“.

„Wer zu wenig Tiefschlaf- oder REM-Schlafphasen hat, kann seine Zellen nur ungenügend erneuern. Man altert schneller“, weiß auch der Berliner Orthopäde, Sportmediziner und Schmerzspezialist Christopher Topar, der selbst seit ein paar Monaten den Oura-Ring testet. „60 Prozent meiner Schmerzpatienten berichten, dass sie schlecht schlafen. Wer zu wenig schläft, hat mehr Schmerzen“, so der Mediziner. Zu wissen, mithilfe welcher Apps, intelligenten Fitness-Uhren oder Wearables seine Patienten ihren Schlaf verbessern können, gehört dabei zu seinem ganzheitlichen Anspruch. Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahren herausgefunden, wie sehr uns dauerhafter Schlafmangel krank macht. Es ist nicht nur die tägliche Erschöpfung, mit der wir kämpfen. Schlechter Schlaf erhöht das Risiko für Herzerkrankungen, Übergewicht und Diabetes. Auch Kopfschmerzen und Depressionen entstehen, wenn wir zu schlecht oder wenig schlafen.

Nicht jeder wird seinen Schlaf verbessern, indem er ein Fitnessarmband, eine Uhr oder einen Ring trägt und damit seine Schlafphasen verfolgt. „Solche Gadgets helfen aber, herauszufinden, warum wir schlecht schlafen, nachts immer wieder aufwachen oder morgens zu früh“, so Topar. Das sogenannte „Tracking“, das Messen der Schlafqualität und der Dauer des Schlafes, gehört für viele Biohacker zum Alltag. Für den einen liege es daran, dass er zu spät noch ein Steak gegessen hat, der andere schläft schlecht nach zu viel Alkohol oder Fernsehen. Bekannt ist ebenfalls, dass das Lesen im Smartphone oder Tablet durch das blaue Licht, das diese Geräte aussenden, die Ausschüttung des Hormons Melatonin unterdrückt, das der Körper normalerweise abends ausschüttet und uns müde machen soll. Dies könnte erklären, warum so viele Kinder, die bis abends Spiele mit einem Computer oder Tablet spielen, an Einschlafstörungen leiden.

70 Prozent pflanzliche Nahrung.

Eine weitere Säule der Biohacker für einen gesunden Lifestyle ist die Ernährung. Dabei predigen sie vieles von dem, was Ernährungswissenschaftler schon lange sagen: Zurückhaltung ist geboten bei rotem und verarbeitetem Fleisch. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat im Jahr 2015 verarbeitetes Fleisch (Wurst, Schinken, Pasteten) als krebserregend eingestuft und rotes Fleisch (Rind, Schwein, Lamm) als wahrscheinlich krebserregend. Wissenschaftler sagen: 70 Prozent von dem, was auf dem Teller ist, sollte von Pflanzen stammen. David Sinclair ist davon überzeugt, dass der Teller dabei bunt aussehen soll, mit gelben, roten oder grünen Gemüse, das reich an sekundären Pflanzenstoffen, den Polyphenolen ist. „Diese Stoffe hemmen das Wachstum von Entzündungs- und Krebszellen“, so der Harvard-Professor. Auch im Punkt Ernährung bestätigt die Forschung also das, was Biohacker nun ihren Abonnenten predigen. Die Biohacker-Szene wendet aber auch umstrittene Methoden an, um ihren Körper zu verjüngen. David Asprey hat insbesondere eine Transplantation mit körpereigenen Stammzellen in sämtliche Körperteile machen lassen, inklusive seiner Geschlechtsorgane. Nachzulesen sind seine Biohacks in dem Buch „Superhuman“ (Riva Verlag).

Snacks enthalten oft viele Kalorien.

Dies ist ebenso wenig empfehlenswert wie das Übertreiben der Ernährungs-, Sport- und Schlafkontrolle. „Unsere Gesundheit sollte im Zentrum unseres Lebens stehen, die Kontrolle darüber sollte uns aber nicht beherrschen“, sagt Kardiologin Hess. Aber ein bisschen Selbstvermessung anhand von Apps rät sie vielen ihrer Patienten. „Häufig ist man überrascht, wie viele Kalorien in einem ‚kleinen Snack‘ stecken und dass es eine halbe Stunde Sport erfordert, sie wieder zu verbrennen”. Genauso wichtig wie Sport, Ernährung und Schlaf ist eine Säule der Gesundheit, die in der auf Leistung getrimmten 24-Stunden-Gesellschaft gerne übersehen wird – nämlich Entspannung. Wenn Menschen tagsüber aktiv waren, ihr Terminkalender aus allen Nähten geplatzt ist oder der Stress groß war, müssen sie abends ihrem Körper signalisieren, dass er herunterkommen darf. Der Modus des Körpers schaltet von Anspannung auf Entspannung um. Die Stresshormone Adrenalin und Cortisol sollen nun nicht mehr ausgeschüttet werden. Nur so vermögen Muskeln und Nerven zu entspannen sich und der Geist zur Ruhe zu kommen.


Wir alle sind Träger von Bakterien, Viren, Pilze in unserem Körper-Helfer oder Killer: So mächtig sind sie:

Bakterien, Viren, Pilze: Billionen von Mikroben leben in und auf uns. Sie sind winzig klein, haben aber großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Meist schützen sie uns – doch einige können tödlich sein.
Die unterschätzte Gefahr: Sepsis

Jedes Jahr sterben mehr als 70.000 Menschen in Deutschland an einer Sepsis. Sie ist laut Robert Koch-Institut die häufigste Todesursache infolge einer Infektion. Sepsis ist den meisten Menschen ein Begriff, allerdings kennen nur wenige die möglichen Symptome, die Ursachen und wissen auch nicht, dass eine Sepsis ein lebensgefährlicher Notfall ist.

Eine „Blutvergiftung“, wie sie im Volksmund immer noch heißt, ist sie jedenfalls nicht. Und es ist auch nicht immer ein roter Strich auf der Haut zu sehen. Eine Sepsis ist die Folge einer Infektion, die äußerlich meist gar nicht sichtbar ist. Eine Wundinfektion kann die Ursache sein, aber auch eine Grippe, eine Lungenentzündung, ein Harnwegsinfekt, Covid-19 – jede Infektion, ausgelöst durch Bakterien, Viren oder Pilze kann zur Sepsis werden.

Das Immunsystem richtet sich bei einer Sepsis gegen den Körper: Abwehrzellen greifen das eigene Gewebe an. Dies kann zu Organversagen, zum Verlust von Gliedmaßen oder zum Tod führen. Viele der Patient*innen, die überleben, werden wenig später wieder ins Krankenhaus eingeliefert; viele leiden an schweren Folgeschäden. Warnzeichen, auf die jeder selbst achten kann, sind: Fieber, Schüttelfrost, schneller Puls und Herzrasen, Kurzatmigkeit, Schmerzen, starkes Unwohlsein, Schwitzen, feuchte Haut und Schwäche sowie Verwirrtheit und Desorientiertheit.

Doch selbst für Ärzt*innen ist es oft gar nicht so einfach, die Erkrankung zu erkennen, denn die Symptome sind nicht immer eindeutig. Die Gefahr: Wird eine Sepsis nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, ist sie kaum noch zu stoppen. An der Universität Greifswald arbeitet das Projekt „Sepsisdialog“ daran, das rechtzeitige Erkennen und Behandeln der Sepsis zu verbessern. Rund 20.000 Todesfälle, so schätzen Expert*innen, könnten jedes Jahr in Deutschland vermieden werden. Doch bisher wird das Problem Sepsis unterschätzt; bessere Informationen und vor allem Qualitätsstandards fehlen.

Das Immunsystem: Unterscheiden zwischen Freund und Feind.

Wer sein Immunsystem stärkt, beispielsweise durch gesunde Ernährung oder Sport, will sich meist gegen Krankheiten schützen. Doch das Immunsystem ist nicht nur eine effektive Abwehr gegen Krankheitserreger von außen, es hält auch die Billionen nützlicher Mikroben, die uns besiedeln, im Gleichgewicht und sorgt so dafür, dass wir gesund bleiben.

Wie das Immunsystem seine vielen Aufgaben erfolgreich erledigt, ist noch nicht vollständig erforscht. Sicher ist: Es muss bei allen Mikroben zwischen „Freund“ und „Feind“ unterscheiden können. Eine blitzschnelle Entscheidung, wer bekämpft und wer geduldet wird. Und werden Eindringlinge wie Viren oder Bakterien bekämpft, muss das Immunsystem das richtige Maß einhalten, denn bei zu geringer Gegenwehr ist eine Krankheit die Folge. Bei übermäßiger Abwehr kann das Immunsystem nicht mehr zwischen Eindringling und körpereigenen Zellen unterscheiden. Dann greifen die Abwehrzellen gesundes Gewebe an und schädigen es. Die Folge sind ebenfalls Krankheiten: die sogenannten Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose oder rheumatoide Arthritis; auch Allergien, Neurodermitis, Asthma und einige chronisch entzündliche Darmerkrankungen können ausgelöst werden.

Mikrobiom: Mikroben und ihre Jobs.

Rund 30 Millionen Mikroben wohnen in und auf jedem Menschen – zehnmal mehr, als wir Zellen haben. Und alle zusammen erledigen einen für den Menschen lebenswichtigen Job, denn ohne sie würde der Körper nicht funktionieren. Mittlerweile gilt das Mikrobiom sogar als eigenes Organ. Bei den meisten Mikroben handelt es sich um Bakterien. Bakterien können zwar auch Krankheiten auslösen; rund 99 Prozent „unserer“ Bakterien sind aber nützlich. Vor allem im Darm, wo die meisten von ihnen sitzen, sorgen sie dafür, dass die Verdauung funktioniert. Auf der Haut, im Mund, im Rachen haben sie wichtige Schutzfunktionen.

Das Mikrobiom ist so einzigartig wie der Fingerabdruck: Jeder Mensch bildet nach der Geburt seine eigene Zusammensetzung an Mikroben heraus. Beeinflusst wird das Mikrobiom von der Ernährung, von Medikamenten, über Kontakte und auch über die Atemluft. Wer sein Mikrobiom positiv beeinflussen will, kann viel über die Nahrung erreichen: Ballaststoffe sind wichtig für das Gedeihen nützlicher Bakterien; probiotische Lebensmittel wie Joghurt, Kefir, Sauerkraut und andere vergorene Lebensmittel stärken über Milchsäurebakterien und Hefepilze die Darmwand. Wichtig ist es, eine einseitige Ernährung zu vermeiden, denn das Mikrobiom ändert sich ständig und will, damit es gut funktioniert und vor Krankheiten schützt, ständig gut gefüttert werden.

Video und Text in SWR-Wissen.


Dieser Artikel könnte einen Beitrag dazu leisten „Anforderungsgerecht“ die Corona-Regeln zu überdenken.

Unser Körper wird täglich verschiedensten Erregern ausgesetzt: Viren, Bakterien oder Parasiten. Unser Immunsystem hat viele Mechanismen entwickelt, um sie zu bekämpfen. Manche erinnern sich auch an Erreger und gibt es …..

… die heimlichen Kollaborateure des Virus: Fünf Gründe, warum manche an Covid-19 sterben – und andere nicht.

Die eine hat nur ein wenig Schnupfen, der andere erkrankt schwer an Covid-19 und stirbt. Forscher haben jetzt Hinweise, was den Unterschied ausmacht – ein Handelsblatt-Artikel dazu.

Ersten Forschungen zufolge spielen fünf Faktoren eine wichtige Rolle für das Risiko eines schweren Verlaufs und einen Covid-19-bedingten Tod. Nach nunmehr fast zwei Jahren Pandemie rätseln Ärztinnen und Ärzte, warum Menschen so unterschiedlich auf Infektionen mit Sars-CoV-2 reagieren. Während viele von der Infektion gar nichts mitbekommen, also asymptomatisch bleiben oder allenfalls ein leichtes Kratzen im Hals und Schnupfen entwickeln, klagen andere über starken Husten bis hin zur lebensbedrohlichen Atemnot, die zur Einweisung auf die Intensivstation, zur künstlichen Beatmung und dann in fast der Hälfte der Fälle auch zum Tod führen kann. Warum aber trifft es die einen so hart und andere kommen glimpflich davon? Ersten Forschungen zufolge spielen fünf Faktoren eine wichtige Rolle für das Risiko eines schweren Verlaufs und einen Covid-19-bedingten Tod.

1. Die genetische Veranlagung.

Schottische Wissenschaftler haben bereits Ende 2020 fünf Genvarianten gefunden, die einen schweren Verlauf begünstigen. Zwei davon sind mit der angeborenen Immunabwehr und der Ausschüttung von Interferonen verknüpft. Diese speziellen Proteine werden von vielen Körperzellen produziert als Schutz vor Virusinfektionen. Sie hemmen die Virusvermehrung und warnen noch nicht infizierte Nachbarzellen vor den Viren. Drei weitere Genvarianten haben mit schweren Entzündungsprozessen zu tun. Werden diese Genvarianten oft abgelesen und entsprechende Stoffe produziert, wirkt dies entzündungsfördernd. Es gibt bereits einen Wirkstoff, das Baricitinib, das für die Rheuma-Therapie zugelassen ist und die schädliche Wirkung einer dieser Genvarianten „ausbremsen“ kann.

Inzwischen wurde eine sechste Genvariante entdeckt, die das Risiko, an Covid-19 zu sterben, verdoppelt. Forscher vom MRC Weatherall Institute of Molecular Medicine der Universität Oxford haben sie auf dem dritten Chromosom lokalisiert, eine Variante des Gens LZTFL1. Sie steigert die Anfälligkeit für eine Infektion mit Sars-CoV-2, weil sie die Abwehrreaktion von Schleimhautzellen in der Lunge und in den Atemwegen beeinträchtigt. Rund 15 Prozent der europäischen Bevölkerung sind Träger dieser Genvariante. In Südasien, etwa Indien, sind es bis zu 60 Prozent. Das könnte erklären, warum die Covid-19-Sterberate in Indien und in manchen britischen Gemeinden mit höherem Bevölkerungsanteil indischer Abstammung so hoch waren.

Bei dieser Genvariante ist an einer Stelle des Erbgutes der Erbgutbaustein Guanin durch Adenin ersetzt. Dies führt indirekt dazu, dass die Abwehrreaktion der Epithelzellen gehemmt wird. Wenn es gelingt, das Gen LZTFL1 medikamentös auszuschalten, könnte man diese Hemmung aufheben. Das ist aber nur dann möglich, wenn der Mensch auch gut ohne dieses Gen leben kann, was aktuell noch nicht geklärt ist. „Menschen mit diesem Risikogen können wahrscheinlich ganz besonders von einer Impfung profitieren“, sagt James Davies, einer der Studienautoren der Universität Oxford. Und zwar deshalb, weil die Genvariante nicht die Immunabwehr, sondern die Lunge betrifft. „Der Impfstoff sollte aus diesem Grund das erhöhte Risiko weitgehend ausgleichen können.“

2. Das Geschlecht.

Männer sind stärker gefährdet als Frauen wie Studienergebnisse zeigen. Zwar sind Männer und Frauen offenbar gleich anfällig für eine Infektion mit Sars-CoV-2, aber Männer sterben häufiger daran als Frauen. Gerade bei den jüngeren Covid-19-Toten (unter 65 Jahren) ist der Anteil der Männer (in Deutschland und Italien etwa 80 Prozent) überproportional hoch. Vergleicht man den Anteil von Männern und Frauen an den Toten über alle Altersklassen hinweg, dann beträgt das Verhältnis in Deutschland 65 Prozent zu 35 Prozent. Im Klartext heißt das: Es sterben also deutlich mehr Männer als Frauen an Covid-19. Und das, obgleich Männer vor der Infektion im Durchschnitt körperlich nicht in schlechterer Verfassung als Frauen sind.

Allerdings haben Frauen bis zu den Wechseljahren gewisse Vorteile: Ihre Sexualhormone fördern offenbar die Immunantwort auf Impfungen und Infektionen, nicht nur aber eben auch speziell gegen Sars-CoV-2. Möglicherweise könnte dieser Geschlechterunterschied auch mit den ACE 2-Rezeptoren auf den Zellen zu tun haben. An ihnen dockt das Coronavirus an, um in die Zelle zu gelangen und ihre Proteinmaschinerie für die Virusvermehrung zu nutzen. Befinden sich besonders viele dieser Rezeptoren auf der Zelloberfläche, müsste es für das Virus leichter sein, eine Zelle zu infizieren. Und tatsächlich: Die Konzentration von ACE 2 im Blut von Männern ist tatsächlich höher als bei Frauen. Auch Vorerkrankungen wie Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind mit höheren Werten für ACE 2 verknüpft.

Ein Vergleich mit den Daten der Sars-Pandemie im Jahr 2002 bis 2003, bei der ein ähnliches Coronavirus fast 800 Todesopfer forderte, zeigen, dass das Verhältnis der Sterblichkeitsrate von Männern und Frauen damals ähnlich war. Auch Sars-CoV-1 nutzte den Rezeptor ACE 2, um Zellen zu infizieren.

3. Das Alter.

Ältere Menschen haben ein deutlich höheres Sterberisiko als jüngere COVID-19-Patienten unter 65 Jahren, die nur etwa fünf bis neun Prozent aller Corona-Todesfälle in Europa ausmachen. Das hat eine Analyse von Forschenden der Stanford-Universität ergeben. In den vier in die Studie einbezogenen US-amerikanischen Zentren liegt der Anteil der Jüngeren allerdings deutlich höher, bei rund 30 Prozent. Zu beachten ist, dass manche Patienten keine Vorerkrankungen hatten, andere dagegen schon. Covid-19-Patienten mit Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma oder Lungenleiden in der Altersgruppe „jünger als 65 Jahre“ hatten ein doppelt so hohes Risiko wie die gesamte Altersgruppe. Vermutlich ist auch Übergewicht relevant.

4. Der Immuntyp.

Auch die Immunantwort des Einzelnen spielt eine wichtige Rolle für die Schwere der Covid-19-Erkrankung. Dazu tragen nicht nur Unterschiede der Immunzellen bei, sondern auch der Botenstoffe des Immunsystems. Schon früh in dieser Pandemie wurde deutlich, dass viele Patienten mit schweren Verläufen von Covid-19 viel zu große Mengen entzündungsfördernder Immunbotenstoffe, Zytokine wie Interleukin-6 und TNF-alpha, ausschütten. Das hat zur Folge, dass die Immunreaktion überschießt, die Abwehr der Viren ist so stark, dass der Körper in Mitleidenschaft gezogen wird. Ärzte sprechen von einem „Zytokinsturm“. Das kann im ganzen Körper Entzündungen verursachen und im weiteren Verlauf zu Organversagen und schließlich zum Tod führen. Obwohl bei solchen Patienten zu viele Zytokine ausgeschüttet werden, produzieren ihre Körperzellen gleichzeitig zu wenig Interferon-Alpha, das die Zellen aber für die Bekämpfung des Virus bräuchten, haben französische Forscher entdeckt.

Dieser Mangel an Interferon muss aber nicht von der individuellen Konstitution des Patienten herrühren. Wie diverse andere Viren kann auch Sars-CoV-2 selbst die Interferonbildung aktiv abschwächen oder sogar ganz unterdrücken. Dieser Umstand ist für die Zelle zwar schlecht, kann aber vielleicht in einer Hinsicht zugunsten des Patienten genutzt werden: Der niedrige Wert für Interferon-Alpha im Blutplasma tritt nämlich bereits auf bevor sich der Zustand eines Patienten stark verschlimmert. Er könnte als Frühwarnzeichen für einen drohenden schweren Verlauf dienen.

US-Wissenschaftlern gelang es, drei Immuntypen grob zu identifizieren. Dabei ist Immuntyp 1 von besonderer Relevanz, weil er besonders oft mit schweren Verläufen, etwa Nierenschäden, Entzündungen und Organschäden einhergeht. Wer zum Immuntyp 1 gehört, hat zu wenige Immunzellen, die infizierte Zellen abtöten könnten. Von den Immunzellen, die die Bildung von Abwehrstoffen gegen die eingedrungenen Viren veranlassen, hat er dagegen zu viele.

5. Vorerkrankungen.

Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Asthma und Lungenleiden sowie Übergewicht erhöhen unabhängig von Geschlecht und Alter das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf oder -Tod. Auch Patienten mit Autoimmunerkrankungen oder Krebs, die aufgrund ihrer Erkrankung mit dem Medikament Rituximab behandelt werden, haben ein erhöhtes Risiko für einen schwereren Covid-19-Verlauf und damit ein deutlich erhöhtes Sterberisiko, so aktuelle Ergebnisse einer Studie des „National Covid Cohort Collaborative Consortium“ in den USA. Die Rituximab-Einnahme hat zur Folge, dass den Patienten die B-Zellen des Immunsystems fehlen. Diese Immunzellen bilden jedoch die Antikörper gegen Viren und andere Krankheitserreger.

6. Sonstige Risikofaktoren.

Rauchen zählt nicht als Vorerkrankung, kann aber Schäden an der Lunge verursachen, die sich bei einer Covid-19-Erkrankung negativ auswirken. Jedenfalls gibt es Hinweise, dass Rauchen das Risiko für schwerere Verläufe ebenfalls erhöht.

Bei Männern spielt laut den Ergebnissen einer Studie von Medizinern der Washington University in St. Louis, USA, auch die Konzentration des männlichen Sexualhormons Testosteron eine Rolle. Männer, die bereits bei der Einlieferung in eine Klinik sehr niedrige Testosteronwerte von durchschnittlich nur 53 Nanogramm pro Deziliter (normal wären 250 Nanogramm pro Deziliter) aufwiesen, erlitten häufiger schwere Verläufe. Das Risiko an Covid-19 zu sterben war umso größer, je niedriger der Testosteronwert war.

Wer eine schwere Covid-19-Erkrankung überstanden hat, kann sich nicht ganz auf der sicheren Seite wähnen. Denn die Folgen der Krankheit und auch die Nebenwirkungen der Behandlung verringern die Chancen auf ein langes Leben. So ist beispielsweise bei der Mehrheit der Menschen mit schwerem Covid-19 ein größerer Teil der Lungenstruktur zerstört. Schuld an dieser Vernarbung sind Fresszellen des Immunsystems wie Forscher der Charité, des Helmholtzinstituts für RNA-basierte Infektionsforschung in Würzburg, das Max-Delbrück-Centrum in Berlin-Buch und der Uniklinik der RWTH Aachen herausgefunden haben.

„Patientinnen und Patienten mit schwerem Covid-19 haben oft ein sehr stark ausgeprägtes Lungenversagen“, sagt Leif Erik Sander von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie der Charité Universitätsmedizin Berlin. „Die weitgehende Zerstörung ihrer Lungenstruktur erfordert eine invasive Beatmung oder sogar eine ECMO-Behandlung über längere Zeit und geht leider mit einer sehr hohen Sterblichkeit von etwa 50 Prozent einher.“ Da offenbar das Immunsystem eine Rolle spielt, ist nicht vorhersehbar, welcher Patient davon betroffen sein könnte.

Zum anderen deuten aktuelle Studienergebnisse im Fachjournal „Frontiers on Medicine“ an, dass Menschen, die eine schwere Covid-19-Erkrankung überlebt haben, im Vergleich zu Patienten, die nur mild oder moderat erkrankt waren oder sich gar nicht infiziert hatten, ein doppelt so hohes Risiko haben, in den darauffolgenden zwölf Monaten zu sterben. Nur etwa 20 Prozent dieser Todesfälle war durch typische Covid-Komplikationen wie etwa eine Störung der Blutgerinnung oder ein akutes Lungenversagen bedingt. Die Studienautoren vermuten, dass die schwere Covid-19-Erkrankung den gesundheitlichen Zustand der Betroffenen – häufiger unter 65 Jahre – so stark beeinträchtigt, dass sich ihr Sterberisiko erhöht hat.

Die meisten Faktoren, die das Risiko eines Covid-19-bedingten Todes erhöhen, lassen sich nicht beeinflussen. Aber gänzlich hilflos sind Ärzte und Patienten nicht. Vielmehr zeigen die Forschungsergebnisse auf, wie wichtig es ist, eine Infektion mit Sars-CoV-2 von vornherein zu vermeiden und sich und andere zu schützen, indem man sich impfen lässt, Maske trägt, Hände desinfiziert und Kontakte reduziert – Dieser Text ist zuerst im Tagesspiegel erschienen.


Unser Körper wird täglich verschiedensten Erregern ausgesetzt: Viren, Bakterien oder Parasiten.
Unser Immunsystem hat viele Mechanismen entwickelt, um sie zu bekämpfen. Manche erinnern sich auch an Erreger – ein Video dazu vom BR.

SARS-Cov-2 und unsere Immunabwehr. Zwischen unserer Gesundheit und SARS-CoV-2 steht nichts anderes als unser Immunsystem. Es gibt bislang kein Medikament, das Covid-19 heilen kann.
Was passiert, wenn das Coronavirus und unsere Abwehr aufeinandertreffen? Und wie lange ist man nach einer Erkrankung immun?

Bei einer Covid-19-Erkrankung ist nicht ganz klar, wie lange das Immungedächtnis nun andauert. Es gibt zahlreiche größere und kleinere Studien und Untersuchungen. Wenn die Immunität nur kurz andauert, könnte das bedeuten, dass man sich mehrmals mit dem Virus anstecken könnte oder dass ein Impfschutz gegen das Coronavirus nicht lang anhält.

Im Januar 2021 zeigte eine Studie, die im Fachblatt Science veröffentlicht wurde, dass die Immunität nach durchgemachter Krankheit mindestens acht Monate anhält.

Wie lange bleiben Antikörper im Körper?

Ein wichtiger Faktor bei der langanhaltenden Immunität sind die Antikörper (Fachbegriff: „Immunglobuline“).
Sie werden innerhalb von Tagen und Wochen gebildet und ein Teil von ihnen kann im besten Fall lebenslang erhalten bleiben.
Wenn der Erreger wieder in unseren Blutkreislauf eindringt, sind wir gewappnet.

Antikörper docken an Erreger an

Wie lang halten sich die Antikörper bei Covid-19? Dazu gibt es verschiedene Erkenntnisse. Einerseits scheinen die Antikörper bei schweren Krankheitsverläufen in großer Zahl und vor allem langanhaltend aufzutreten.
Das kennt man auch von verwandten Coronaviren, wie SARS und MERS. Andere Studien zeigen aber das Gegenteil, sie sehen einen Rückgang innerhalb von wenigen Monaten. Eine Studie vom November 2020 dagegen konnte zeigen, dass eine bestimmte Form von Antikörpern, neutralisierende Antikörper, mindestens sechs Monate im Körper verbleibt.
Eine Studie vom Mai 2021 fand auch noch zehn Monate nach Erkrankung bei mehr als drei Viertel der Erkrankten neutralisierende Antikörper. Und je schwerer die Erkrankung an Covid-19 verlief, umso mehr Antikörper waren auch nach dieser langen Zeit noch zu finden.

Neutralisierende Antikörper sind besonders wichtig in der Immunantwort. Sie „markieren“ das Coronavirus nicht nur, sondern besetzen das sogenannte „Spike-Protein“, das das Virus benutzt, um Körperzellen zu befallen.
So wird die Infektion schneller gestoppt.

Immunsystem reagiert ungewöhnlich.

Manche Phänomene können sich Forscherinnen und Forscher bislang aber nicht erklären: Bei manchen Erkrankten, die eine starke Erstinfektion hatten, waren die Antikörper ineffektiv.
Woher das kommt, ist unbekannt, aber für die erfolgreiche Immunreaktion wäre das ein Problem.

T-Killerzellen bekämpfen das Coronavirus.

 Cytotoxische Zellen sind Teil der Immunabwehr

Während einer Infektion bekämpfen sogenannte „cytotoxische T-Zellen“ (umgangssprachlich: „T-Killerzellen“) das Virus, wenn es schon Körperzellen befallen hat.
Die T-Zellen zerstören die Körperzellen, damit sich das Virus nicht weiter ausbreiten kann. Bei Covid-19-Erkrankten haben Forscherinnen und Forscher eine bemerkenswerte Immunreaktion festgestellt. Dabei haben sie bei mittlerweile gesunden Menschen zwar keine Antikörper mehr im Blut gegen SARS-CoV-2 gefunden, aber sehr wirksame cytotoxische T-Zellen.

Gedächtniszellen nach Covid-19-Erkrankung.

 Langanhaltende Immunität durch Gedächtniszellen.

Der zweite wichtige Teil der Immunreaktion beinhaltet die Gedächtniszellen. Das betrifft sowohl B- als auch T-Zellen. Nach einer Infektion bildet der Körper von beiden Zellformen langlebige Varianten, die die Information über den Erreger wie etwa SARS-CoV-2 in sich tragen.
Bei einer neuerlichen Infektion können sie innerhalb eines Tages die Immunreaktion starten, und die B-Zellen produzieren dann zum Beispiel Antikörper. Bei der ersten Infektion dauert dieser Prozess dagegen noch Tage oder Wochen.
Auf diese Weise kann das Virus schnell bekämpft werden, man wird nicht einmal mehr krank.
Auch bei SARS-Cov-2 scheint das so zu sein, vermuten Forscherinnen und Forscher.
Sie konnten zeigen, dass Erkrankte sowohl B- als auch T-Gedächtniszellen bilden, die lange, über Monate, im Körper verbleiben.

Impfung beruht auf Immunsystem.

Für eine spätere Impfung gegen das Coronavirus sind sowohl die Antikörper als auch die Gedächtniszellen entscheidend. Die Impfung muss eine Immunreaktion auslösen, die dazu führt, dass zunächst Antikörper gebildet werden, am besten neutralisierende Antikörper.
Im zweiten Schritt sollten auch noch Gedächtniszellen angelegt werden, damit das Immunsystem auf weitere Infektionen mit dem nun bekannten Virus vorbereitet ist.

Covid-19-Erkrankte könnten von der Impfung profitieren.

Es kann sich sogar lohnen, sich gegen den SARS-CoV-2-Erreger impfen zu lassen, wenn man schon infiziert gewesen ist, sagen Expertinnen und Experten.
Zum Beispiel nach einem milden Verlauf, wenn man befürchtet, dass die natürliche Immunreaktion nur schwach abgelaufen ist.
Dann könnte die Impfung einen „Booster“-Effekt haben und die Immunität sicherstellen.


Unser Körper stellt normalerweise selbst Antikörper her, um Viren wie SARS-CoV-2 zu bekämpfen. Bei Patient:innen mit Vorerkrankungen und bei älteren Menschen ist die Bildung der notwendigen Antikörper aber oftmals verlangsamt oder nicht mehr möglich.
Dann sind sie auch nach einer Impfung nicht geschützt. Ihnen kann jedoch durch die Gabe geeigneter Antikörper geholfen werden.
Einen solchen Antikörper haben in enger Kooperation die Technische Universität Braunschweig, das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und die Biotech-Firma YUMAB GmbH in Braunschweig entwickelt.
Der Antikörper COR-101 befindet sich aktuell in Phase-Ib/II-Studien für die Behandlung von mittleren bis schweren Krankheitsverläufen von COVID-19 durch die CORAT Therapeutics GmbH.
Erste Ergebnisse hat das Forschungsteam jetzt in Cell Reports veröffentlicht – zum Artikel.


Was Bitterstoffe für die Verdauung und den Darm tun und damit für das Immunsystem!

Hierzu ein kurzes Information-Video.

So funktioniert das Immunsystem:

Das Immunsystem besteht aus vielen Komponenten, die ständig miteinander im Austausch stehen und den Körper vor Krankheitserregern, Parasiten, Giftstoffen und somit vor Krankheiten schützen. Wir erklären, wie das Immunsystem funktioniert, wie es aufgebaut ist, wie man es messen und wie man es stärken kann – Autor: Carina Rehberg – Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner.

Das Immunsystem schützt vor Bakterien, Viren, Giftstoffen, aber auch vor Krebs.

Unser Immunsystem schützt uns vor den Gefahren, die tagtäglich in unseren Körper gelangen oder auch dort gebildet werden – ganz gleich, ob es sich um Bakterien, Viren, Parasiten, Pilze, Krebszellen, Giftstoffe oder sonstige Fremdstoffe handelt. Ohne Immunsystem wären wir verloren. Daher müssen Menschen, die bei einer Leukämie (Blutkrebs) eine Stammzelltransplantation erhalten, einige Wochen lang in Isolation leben und erhalten vorbeugend Antibiotika. Denn vor der Stammzelltransplantation werden per hoch dosierter Chemotherapie die Knochenmarkszellen zerstört. Dort wird ein wichtiger Teil des Immunsystems – die weißen Blutzellen (Leukozyten) – gebildet, was aufgrund der Medikamente jetzt nicht mehr der Fall ist. Würden diese Menschen mit Bakterien oder anderen Erregern in Kontakt kommen, würden sie schwer erkranken und könnten an einem einfachen Schnupfenvirus versterben.

Das Immunsystem besteht aus vielen Zellarten, Organen und Proteinen.

Das Immunsystem des Menschen besteht aber nicht nur aus Leukozyten, sondern aus verschiedenen Zelltypen, Organen, Botenstoffen und Enzymen. Das Immunsystem ist somit äusserst komplex aufgebaut und noch lange nicht umfassend erforscht.

Das angeborene und das erworbene Immunsystem.

Man unterscheidet das angeborene (erregerunspezifische) und das erworbene (erregerspezifische) Immunsystem. Beide arbeiten eng miteinander zusammen.

Das angeborene Immunsystem.

Zum angeborenen Immunsystem gehören alle abwehrenden Eigenschaften des Körpers, die von Geburt an vorhanden sind, z. B. die Barrierefunktion der Haut, die Ausschwemmeigenschaften der Tränenflüssigkeit oder die Schleimstoffe der Atemwege, mit deren Hilfe Erreger und Fremdstoffe ausgehustet werden können. Näheres dazu weiter unten unter „Warum Haut, Darm, Magen und Tränen zum Immunsystem gehören“. Aber auch etliche Fresszellen (Phagozyten) sind von Geburt an vorhanden, genauso die Fähigkeit zur Einleitung entzündlicher Prozesse oder auch das sog. Komplementsystem. Letzteres besteht aus mehr als 30 Proteinen, die Mikroorganismen (Bakterien, Parasiten, Pilze) bekämpfen können. Sie befinden sich frei im Blutserum oder aber gebunden an Zellen.

Das erworbene Immunsystem.

Das erworbene Immunsystem hingegen entwickelt sich im Laufe des Lebens. Es bildet also passend zu den täglich eintreffenden Krankheitserregern und Fremdstoffen entsprechende Gegenmaßnahmen und Strategien. Daher ist übertriebene Hygiene und der ständige Gebrauch von Desinfektionsmitteln eher kontraproduktiv. Der Körper wiegt sich in Sicherheit, weil er glaubt, es gäbe kaum noch Krankheitserreger – und das Immunsystem kann nicht „üben“, sodass es dann bei einem tatsächlichen Angriff von außen nicht vorbereitet ist. Das erworbene Immunsystem ist etwa ab der Pubertät voll ausgebildet und leistungsfähig. Erst im höheren Alter nimmt seine Leistungsfähigkeit wieder ab. Allerdings kann es auch in jungen oder mittleren Jahren zu Leistungseinbrüchen des Immunsystems kommen, da viele Lebensstilfaktoren das Immunsystem schwächen können, z. B. Rauchen, Alkohol, Stress, Medikamente, Bewegungsmangel, bereits vorhandene chronische Erkrankungen und eine ungünstige Ernährung. Zum letzten Punkt kann ganz allgemein gesagt werden, dass viel Fleisch und Zucker das Immunsystem schwächen, während eine pflanzenbasierte vital stoffreiche Ernährung das Immunsystem stärkt.

Die Immunreaktion: So funktioniert das Immunsystem.

Wie genau funktioniert das Immunsystem? Gelangt ein Fremdstoff oder Krankheitserreger in den Körper reagiert das Immunsystem mit vielen verschiedenen Reaktionen, die in ihrer Gesamtheit als Abwehr- oder Immunreaktion bezeichnet werden und wie Rädchen eines Uhrwerkes ineinander greifen, voneinander abhängen und miteinander kooperieren. Wenn ein Erreger zum ersten Mal im Körper eintrifft, braucht das erworbene Immunsystem bis zu 4 oder sogar bis zu 7 Tagen, bis es alle Vorbereitungen getroffen hat, um den Erreger zu bekämpfen. Bis es so weit ist, muss das angeborene Immunsystem alles in seiner Macht Stehende tun, um den Erreger unter Kontrolle zu halten. In dieser Zeit ist der betreffende Mensch krank. Sobald dann aber das erworbene Immunsystem loslegt, bessert sich das Befinden rasch. Kommt es nach einigen Monaten oder Jahren zu einem erneuten Kontakt mit demselben Erreger, erinnert sich das Immunsystem sofort und der Erreger kann augenblicklich auch vom erworbenen Immunsystem außer Gefecht gesetzt werden. Der Mensch bemerkt davon im Allgemeinen nichts mehr.

Weiße Blutzellen (Leukozyten) – Die Armee des Immunsystems.

Ein grosser Teil des Immunsystems besteht aus bestimmten Zellen, den weißen Blutzellen. Während jeder, die roten Blutzellen (roten Blutkörperchen) kennt, die das Blut rot färben und dort für den Sauerstofftransport zuständig sind, gibt es im Blut auch die weniger bekannten weißen Blutzellen. Sie werden Leukozyten genannt. Früher hießen sie weiße Blutkörperchen. Leukozyten zirkulieren sowohl im Blut als auch in der Lymphflüssigkeit, also nicht nur in den Blutgefäßen, sondern auch in den Lymphgefäßen. Weiße Blutzellen sind ständig auf Patrouille und halten nach möglichen Krankheitserregern Ausschau. Sobald sie einen Erreger oder verdächtigen Fremdstoff entdeckt haben, vermehren sie sich rasch und rufen nach Verstärkung. Dazu senden sie Botenstoffe aus, die andere Abwehrzellen herbeiholen und auch diese dazu veranlassen, sich zu vervielfältigen. Die weißen Blutzellen werden – genau wie die roten Blutzellen – im Knochenmark produziert und dann in verschiedenen Organen ausgebildet, etwa in der Thymusdrüse, der Milz, den Mandeln, dem Dünndarm, dem Blinddarm und den Lymphknoten. Dort lernen sie z. B., wie körpereigene von körperfremden Stoffen unterschieden werden können. Es gibt bei den Leukozyten zwei Hauptkategorien, die Phagozyten und die Lymphozyten (4, 6).

Die Phagozyten: Fresszellen, die Erreger in Einzelteile zerlegen.

Die Phagozyten sind Fresszellen, die Krankheitserreger, tote Zellen oder Fremdstoffe aufnehmen und in Einzelteile zerlegen. Sie gehören zum angeborenen Immunsystem. Zu den Phagozyten zählen z. B. die folgenden Zellarten:

  1. Neutrophile Granulozyten: Die häufigste Phagozytenart.
  2. Monozyten: Die größte Phagozytenart. Monozyten zirkulieren 1 bis 3 Tage lang im Blut, wandern dann in Organe oder das Bindegewebe und verwandeln sich dort in aktive Makrophagen.
  3. Makrophagen sind in den Geweben und in der Lymphe aktiv.
Die Lymphozyten: B- und T-Lymphozyten und Natürliche Killerzellen.

Lymphozyten wiederum gehören zum erworbenen Immunsystem. Auch hier gibt es unterschiedliche Varianten, nämlich B- und T-Lymphozyten sowie die Natürlichen Killerzellen:

B-Lymphozyten bilden Antikörper.

B-Lymphozyten kümmern sich um die Bildung von Antikörpern, die spezifisch zum jeweiligen Erreger passen. Je nach Virus oder Bakterium wird also der passende Antikörper gebildet. Antikörper töten den Erreger selbst jedoch nicht. Sie markieren ihn nur, sodass er von den Fresszellen als Eindringling erkannt und gefressen werden kann. Das B in der Bezeichnung steht inzwischen für Bone Marrow, also Knochenmark, weil die Zellen dort gebildet werden. Die Chronisch lymphatische Leukämie ist eine langsam verlaufende Blutkrebs-Erkrankung, bei der sich die B-Lymphozyten zwar noch vermehren, aber funktionslos bleiben. Eine weitere Erkrankung der B-Lymphozyten ist das Hodgkin-Lymphom (Krebsform des Lymphsystems).

T-Lymphozyten treiben Fremdzellen oder mit Viren befallene Zellen in den Selbstmord.

T-Lymphozyten bestehen aus einer Gruppe verschiedener Zellen. Im Gegensatz zu den B-Lymphozyten können T-Lymphozyten keine Antikörper bilden:

  1. Cytotoxische T-Zellen, die von Viren befallene und mit Antikörpern markierte Zellen in den Selbstmord treiben können, also deren Apoptose auslösen.
  2. T-Helferzellen, die entzündungsfördernde Botenstoffe ausschütten (Zytokine), mit denen andere Abwehrzellen aktiviert werden, etwa Makrophagen. Auch die Antikörperbildung durch B-Lymphozyten wird von den Helferzellen angeregt. T-Helferzellen sind bei HIV betroffen und nehmen bei dieser Erkrankung kontinuierlich ab, sodass sich dann eine Immunschwäche ausbildet.
  3. T-Gedächtniszellen, die auch nach überstandener Infektion im Blut bleiben und bei erneutem Eintreffen desselben Erregers diesen sofort ausschalten.
  4. Regulatorische T-Zellen (auch T-Suppressorzellen genannt), die dafür sorgen, dass die Abwehrreaktion nach getaner Arbeit auch wieder gedrosselt wird. Regulatorische T-Zellen verhindern außerdem Autoimmunreaktionen.
Natürliche Killerzellen vernichten alles, was nicht körpereigen ist.

Natürliche Killerzellen sind die dritte Gruppe aus der Kategorie der Lymphozyten. Sie gehören zum unspezifischen Immunsystem, sind also nicht auf spezielle Erreger trainiert, sondern vernichten alles, was nicht körpereigen ist. Gesunde körpereigene Zellen bleiben von ihnen somit unangetastet.

Warum Haut, Darm, Magen und Tränen zum Immunsystem gehören.

Zum Immunsystem gehören wie schon weiter oben erwähnt auch die Komponenten des angeborenen Immunsystems, nämlich u. a. die Haut, der Darm, der Magen und die Tränenflüssigkeit:

  1. Die Haut verfügt über Abwehrsysteme (Schweiß, Hautflora, Talg), die verhindern, dass Krankheitserreger über die Haut in den Körper eindringen können.
  2. In den Augen ist es die Tränenflüssigkeit, die zum Immunsystem zählt. Sie schwemmt Fremdstoffe aus und enthält außerdem ein antimikrobielles Enzym, das Mikroorganismen bekämpfen kann.
  3. Die Magensäure im Magen ist ein weiterer Bestandteil des Immunsystems, denn sie zerstört die mit der Nahrung eintreffenden Bakterien.
  4. Natürlich gehört auch die Darmflora zum Immunsystem, da sie die Ansiedlung schädlicher Bakterien verhindert. Ja, im Darm ist sogar der größte Teil des Immunsystems lokalisiert.
Das Immunsystem im Darm.

Der Dünndarm hat eine enorme Oberfläche von mehr als 200 Quadratmetern, die Haut – die immer wieder als größtes Organ des Menschen bezeichnet wird – gerade einmal 2 Quadratmeter. Auf einer derart großen Oberfläche ist nun natürlich auch das Risiko sehr groß, dass schädliche Stoffe oder Krankheitserreger über die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf gelangen. Daher besteht das Immunsystem im Darm – man bezeichnet es als Darmbarriere – sicherheitshalber aus mehreren Komponenten, also nicht nur aus der oben genannten Darmflora, sondern zusätzlich aus der Darmschleimhaut und dem sog. Darm-assoziierten Immunsystem (GALT). GALT, ist die Abkürzung des englischen Begriffs Gut-Associated Lymphoid Tissue.

Die Darmschleimhaut als Teil des Immunsystems im Darm.

Die Darmschleimhaut verfügt über sog. Tight Junctions und eine Schleimschicht. Die Tight Junctions dichten Zellzwischenräume ab, sodass keine unerwünschten Moleküle (Erreger, Giftstoffe, unverdaute Partikel) in den Blutkreislauf gelangen können. Die Schleimschicht verhindert, dass sich Krankheitserreger an den Darmschleimhautzellen anheften können.

Das Darm-assoziierte Immunsystem als Teil des Immunsystems im Darm.

GALT – das Darm-assoziierte Immunsystem – besteht aus Immunzellen, die im Verdauungstrakt verteilt sind, insbesondere im Blinddarm, in den Rachen- und Gaumenmandeln und in den sog. Peyer Plaques (Ansammlungen von Lymphfollikeln in der Darmschleimhaut). Diese im Darm lokalisierten Immunzellen machen etwa 70 Prozent aller aktiven Immunzellen unseres gesamten Körpers aus. Die Aufgabe der Immunzellen im Darm ist nicht leicht. Schließlich müssen sie schädliche Mikroorganismen von den nützlichen Darmbakterien unterscheiden können und sie sollten nach Möglichkeit nicht auf normale Lebensmittelbestandteile reagieren, da es andernfalls zu Nahrungsmittelallergien kommen könnte.

Die Darmflora als Teil des Immunsystems im Darm.

Die Darmflora nun sorgt allein durch ihre Anwesenheit dafür, dass sich Pilze oder schädliche Bakterien nicht in größerem Ausmaß ansiedeln können. Sie stimuliert aber auch das Immunsystem und ist an dessen steter Weiterentwicklung und Schulung beteiligt. Man vermutet, dass sich das Immunsystem bei den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen gegen die Darmflora richtet und nicht gegen die Darmschleimhaut. Vielleicht konnten vereinzelt Darmbakterien durch eine gestörte Darmbarriere (Leaky Gut Syndrom) in den Körper gelangen und haben dort berechtigterweise Immunzellen auf den Plan gerufen. Dann aber wurden die Darmbakterien nicht nur im Blut bekämpft, wo es gerechtfertigt gewesen wäre, sondern auch im Darm selbst.

Immunität: Wer immun ist, bleibt gesund.

Immunität bedeutet, dass man gesund bleibt, auch wenn z. B. Infekte grassieren und Krankheitserreger im Körper eintreffen. Bekannt ist Immunität insbesondere im Zusammenhang mit den sog. Kinderkrankheiten. Man bekommt einmal Masern und dann nie wieder. Das Immunsystem speichert beim ersten Kontakt mit dem Virus die entsprechenden Antikörper, sodass diese sofort wieder aktiviert werden können, wenn das Virus erneut im Körper auftauchen sollte.

Kreuzimmunität schützt vor fremden Erregern.

Bei einer Kreuzimmunität schützt das Immunsystem vor Erregern, die es zuvor noch nie zu Gesicht bekommen hatte – einfach deshalb, weil es in der Vergangenheit schon einmal verwandte Erreger bekämpfte. Ein aktuelles Beispiel ist die Familie der Coronaviren. Manche Coronaviren (z. B. aus der Gruppe der Alpha-Coronaviren oder auch der Beta-Coronaviren) lösen einfache Erkältungen aus, während das berühmte Coronavirus Sars-CoV2 zur Atemwegserkrankung Covid-19 führen kann, die in seltenen Fällen auch schwer verläuft. Inzwischen geht man davon aus, dass eine Infektion mit Sars-CoV2 bei den meisten Menschen deshalb so glimpflich verläuft, weil sie durch einen früheren Kontakt mit Erkältungscoronaviren auch gegen Sars-CoV2 immun sind. Das Immunsystem erkennt in diesem Fall sofort die Gefahr, weil es aus der Ähnlichkeit von Sars-CoV2 mit früheren Erkältungsviren schlussfolgert, dass auch der neue Eindringling bekämpft werden muss.

Autoimmunerkrankungen: Wenn sich das Immunsystem irrt.

Immer mehr Menschen sind von Autoimmunerkrankungen betroffen, z. B. von Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Psoriasis (Schuppenflechte), Multipler Sklerose, Rheumatoider Arthritis etc. Man geht davon aus, dass sich das Immunsystem bei den Betroffenen irrte, dass es zu fehlerhaften Abläufen kam und das Immunsystem daraufhin körpereigene Zellen und Gewebe angreift. Bei Hashimoto beispielsweise wird die Schilddrüse vom Immunsystem angegriffen, bei Morbus Crohn der Verdauungstrakt und bei Rheumatoider Arthritis Knorpel und Gelenkinnenhäute.

Allergien: Wenn das Immunsystem übertreibt.

Bei Allergien reagiert das Immunsystem auf eigentlich harmlose Stoffe mit einer Immunreaktion und tut so, als seien es gefährliche Erreger, die man bekämpfen müsste. Das Immunsystem übertreibt. Es reagiert im Falle einer Allergie z. B. auf Tierhaare, Pollen oder Nahrungsmittelbestandteile (z. B. Nüsse, Eier, Sellerie, Erdbeeren etc.).

Das Immunsystem messen.

Da das Immunsystem aus so vielen unterschiedlichen Komponenten besteht, die alle miteinander kooperieren, gibt es keinen bestimmten Messwert, mit dem man den Zustand und die Leistungsfähigkeit des Immunsystems messen könnte. Die Leukozytenzahl wird zwar bei jedem kleinen Blutbild bestimmt, doch erkennt man aus einer zu hohen oder zu niedrigen Zahl keine Details zum Immunsystem an sich, sondern eher Hinweise, wenn tatsächlich ernsthafte Erkrankungen vorliegen. Niedrige Werte können bei Krebs, Virusinfekten, Autoimmunerkrankungen oder auch bei der Einnahme mancher Medikamente (Rheumamittel, manche Antibiotika und manche Schmerzmittel) auftreten. Hohe Werte auf bakterielle Infekte oder Leukämie. Auch bei der Einnahme von Cortisonpräparaten oder Mitteln gegen Epilepsie können die Werte der Leukozyten steigen, genauso wenn man raucht, schwanger ist oder chronisch gestresst ist.

Ein Spezialtest kann untersuchen, wie hoch der Anteil der T-Lymphozyten, B-Lymphozyten oder der Natürlichen Killerzellen im Blut ist. Doch auch dieser Test wird nur gemacht, wenn einschlägige Krankheiten vermutet werden. Nun könnten Sie aber Ihren Darmflora-Status untersuchen lassen, da die Darmflora einen so großen Einfluss auf das Immunsystem hat und ein sehr grosser Teil des Immunsystems bekanntlich im Darm ansässig ist. In jedem Fall lohnt es sich jedoch – auch völlig ohne vorherigen Test – das Immunsystem zu stärken:

Das Immunsystem stärken.

Wenn Sie sich nicht so wohlfühlen, wenn Sie chronisch krank sind oder auch wenn Sie besonders infektanfällig sind, können Sie Ihr Immunsystem stärken. Sie haben oben erfahren, wie zahlreich die Bestandteile des Immunsystems sind, sodass es auch zahlreiche Massnahmen und Möglichkeiten zur Stärkung des Immunsystems gibt. Besonders wichtig ist die Versorgung mit Vitalstoffen, denn ganz gleich, ob Killerzellen oder B-Lymphozyten, ob Darmschleimhaut oder Darmflora – sie alle benötigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Achten Sie daher darauf, dass Sie mit allen Vitalstoffen gut versorgt sind und dass Sie regelmäßig eine Darmreinigung durchführen.Auch Probiotika können zur Stärkung des Immunsystems eingenommen werden, da sie die Darmbarriere stabilisieren, den gesunden pH-Wert im Darm herstellen, die Schleimproduktion verstärken, die ordnungsgemäße Funktion der Tight Junctions fördern, die Immunzellen aktivieren und deren allergische Reaktion auf Lebensmittel herabsetzen. Viele weitere Tipps finden Sie in unserem Artikel über die Stärkung des Immunsystems auf natürliche Weise.


Die Thymus-Drüse:

Erhält das erworbene System einen Hilferuf von der angeborenen Immunantwort, schickt es seine Eliteeinheiten, hoch ausgebildet und hoch spezialisiert. Zu ihnen gehören zwei der besten Truppen, über die der Körper verfügt: T-Zellen und B-Zellen. „Aber dazu“, ruft Thomas Boehm in seinen Computer, „kann Ihnen der Miller mehr erzählen.“

Der Miller ist Jacques Miller, und Jacques Miller gilt im Reich der Immunologie als Legende. Er ist der einzige noch lebende Mensch, der die Funktion eines Organs entdeckte, des Thymus. Miller wohnt in Melbourne, Australien, im April wird er neunzig Jahre alt, doch wenn man mit ihm via Videotelefonie spricht, hört man noch den neugierigen Jungen von einst. Als Jacques fünf Jahre alt war, 1936, lebte er mit seiner Mutter und den beiden älteren Schwestern in der Schweiz, sein Vater arbeitete in China als Manager bei einer Bank. Sie wohnten in einem Chalet, vom Fenster aus sah man auf den Montblanc. Eines Tages tobte Jacques mit seinen Schwestern durchs Haus. Auf einmal blieb Jacqueline stehen, Jacqueline, die so schön war und so hilfsbereit und die er über alles liebte. Sie hustete. Blut kam aus ihrem Mund. Tuberkulose, eine durch Bakterien verursachte Lungenkrankheit. Er erinnere sich, sagt Jacques Miller, wie er manchmal dem Arzt lauschte, wenn der mit seiner Mutter redete: Frische Luft, ja, ansonsten gebe es kein Heilmittel. Das Wissen darüber, wie der Körper auf Infektionen reagiere, sei einfach noch zu gering. Tut mir leid. Er habe sich gefragt, wie es sein könne, dass über Krankheiten erst so wenig bekannt sei. Weshalb zum Beispiel hatte die Tuberkulose, obwohl ansteckend, ihn und seine andere Schwester verschont? Was hatte ihre Körperabwehr, dass Jacquelines nicht hatte?

Jacqueline starb im Dezember 1940, siebzehn Jahre alt, und Jacques Miller entschied sich, Medizin zu studieren. 1958 kam er mit einem Forschungsstipendium nach London. Er wollte eine bestimmte Form der Leukämie untersuchen, die bei Mäusen auftrat. Das Institut lag in einem Gebäude, das vorher einem Zirkusdirektor gehört hatte. Löwen, Hunde, Elefanten waren dort untergebracht gewesen. Miller musste sich sein Labor in den alten Pferdeställen einrichten. Er widmete sich bei seiner Arbeit besonders dem Thymus der Mäuse. Der Thymus, eine Drüse, sitzt beim Menschen hinter dem Brustbein, mittig, oberhalb des Herzens. Die Wissenschaft hatte ihn, den Thymus, all die Jahre weithin als eine Art Aussätzigen behandelt, ein Nichtsnutz sei er, ein Fettlappen, ein belangloses Überbleibsel der Evolution. Miller aber schenkte ihm seine Zuneigung.

In seinen Versuchen fiel ihm etwas auf: Mäusebabys, deren Thymusdrüse noch wuchs, waren anfälliger dafür, Leukämie zu bekommen, als erwachsene Mäuse. Einigen Mäusen entfernte Miller den Thymus ganz. Sie beobachtete er, wurden plötzlich sehr krank, sie konnten sich anscheinend nicht mehr gegen Infektionen zur Wehr setzen. Ihm sei klar geworden: „Der Thymus musste irgendwas mit dem Immunsystem zu tun haben.“

Miller wusste, dass Hauttransplantationen damals oft missglückten, weil das Immunsystem die fremde Haut abstieß. Im Umkehrschluss, überlegte Miller, dürfte eine Maus ohne funktionierendes Immunsystem die transplantierte Haut nicht abstoßen. Er nahm zwei Mäuse und ein Skalpell, operierte zunächst der einen Maus die Thymusdrüse heraus, schnitt Hautgewebe aus der anderen und transplantierte es der ersten Maus. „Es war unglaublich“, sagt Miller. „Die Maus ohne Thymus stieß die Haut nicht ab.“ Er entnahm thymuslosen Mäusen Blut und sah, dass darin viel weniger Lymphozyten – weiße Blutkörperchen mit einem Zellkern – schwammen als bei Mäusen mit Thymus. „Damit war klar, dass diese Zellen aus dem Thymus kamen“, sagt Miller. Also taufte er sie T-Zellen. T-Zellen gibt es in unterschiedlichen Formen, man kann sie vergleichen mit den Elitekämpfern des Kommandos Spezialkräfte, KSK. Sie sind Teil des erworbenen Immunsystems und mit das Beste und Effektivste, was unsere Verteidigung aufzubieten hat. Doch sie können auch zu Staatsfeinden mutieren und ihre Waffen gegen den eigenen Körper richten. Weil sie so gefährlich sind, so großen Schaden anrichten können, gibt es ein eigenes Organ, in dem sie ausgebildet werden.

Im Thymus lernen sie vor allem, körpereigene von körperfremden Zellen zu unterscheiden. Am Ende werden sie einer Qualitätskontrolle unterzogen, denn nach ihrer Ausbildung sind sie solch hochgerüstete Kämpfer, dass, bevor sie hinausgelassen werden in die Weiten des Körpers, abgeklärt werden muss, ob sie wirklich geeignet sind, das Land da draußen zu verteidigen. Es gibt unterschiedliche Arten von T-Zellen: Killerzellen spüren virusinfizierte Zellen auf, töten sie innerhalb von Minuten und machen sich dann auf die Suche nach dem nächsten Feind. Helferzellen rufen, wenn nötig, Unterstützung herbei und helfen anderen Immunzellen. Regulatorische Zellen halten das Gleichgewicht zwischen Abwehr und Angriff. Gedächtniszellen, oben bereits erwähnt, erinnern sich an die Charakteristika früherer Erreger und wissen deshalb sofort, was bei welchem Feind zu tun ist. Bemerken sie einen Eindringling, den sie bereits kennen, setzen sie eine Befehlskette in Gang, in Richtung einer weiteren Gruppe weißer Blutkörperchen, der B-Zellen. B-Zellen entstehen im Knochenmark (im Englischen heißt Knochenmark bone marrow, daher B-Zellen). Sie verfügen über andere Fähigkeiten als die T-Zellen, und ihre Superfähigkeit ist die Produktion von Antikörpern.

Erkennen Gedächtniszellen einen Erreger, können sie den B-Zellen den Befehl geben, Antikörper zu produzieren. Antikörper sind Proteinmoleküle. Jede B-Zelle im menschlichen Körper ist in der Lage, einen ganz bestimmten Antikörper zu produzieren, der an ihrer Außenseite mit ihr wandert. Damit ist es dem Immunsystem möglich, auf alles Fremde, was in den Körper dringen könnte, zu reagieren, von einem herkömmlichen Bakterium bis hin zu einem Virus, das die Menschheit noch nicht kennt. Jeder Antikörper ist einzigartig, er ist allein für die Möglichkeit erschaffen, irgendwann auf sein Gegenstück zu treffen. Dieses Gegenstück heißt Antigen. Es ist ein Merkmal, mit dem Erreger, Bakterium, Pilz, Virus, ausgestattet sind. Das berühmteste Antigen unserer Zeit ist das stachelartig hervorstehende Spike-Protein an der Außenhülle von Sars-CoV-2.

Findet ein Antikörper das für ihn passende Antigen, bindet er sich an dieses. Die B-Zelle, die den Antikörper auf ihrer Oberfläche trägt, beginnt sich daraufhin zu teilen, immer öfter, sodass immer mehr der passenden Antikörper entstehen, die den Erreger eliminieren können. Antikörper aber attackieren nicht nur Invasoren, sie markieren sie auch, damit andere Immunzellen sie leichter auffinden und fressen können.

Die T- und B-Zellen machen etwa vierzig Prozent der weißen Blutkörperchen aus. Zu denen gehören außerdem: Monozyten, Eosinophile, Basophile. Das Gros der Streitkraft sind Neutrophile, Teil der angeborenen Immunantwort und eine Art Ersthelfer an der Unglücksstelle. Die meiste Zeit schippern sie im Fluss des Blutes durch den Körper und schauen, ob sie benötigt werden. In der Sekunde, in der wir uns beispielsweise beim Kochen mit dem Messer in den Finger schneiden, werden sie mobilisiert. Dort, wo nun Unheil droht, schwärmen die Neutrophilen herbei. „Sie werden von chemischen Substanzen, die die Blutplättchen und verletzte Zellen im Wundgewebe freisetzen, wie magnetisch angezogen“, sagt Sabine Werner, Zellbiologin, Leopoldina-Mitglied und Professorin an der ETH Zürich. Wenige wissen so viel über Wundheilung wie sie – der Artikel komplett.


Das Wesentlichste für eine holistisch gesunde Ernährung, sind die DREI Nahrungsarten!

1. Flüssig und fest.
2. frische Luft, mit allen Bestandteilen.
3. Sinnliche Eindrücke und Wahrnehmungen.

So bleibt die Energie durch Bewegung in Schwingung – zum Beispiel Laufen und
Ernährung der ersten und zweiten Art.

In der neunteiligen WELT-Masterclass erklärt Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse alle Aspekte, die Sie beim Laufen besser machen. Die richtige Ernährung ist immens wichtig. Was soll ich wann zu mir nehmen? Und ist ein Bierchen nach dem Training sinnvoll? – 9 Videos:

  1. Ernährung – Warum Läufer lieber die grüne Banane essen sollten.

  2. Sie sollten mit hängender Unterlippe laufen.

  3. Nicht dehnen! Mit dieser Übung beginnt jede gute Laufeinheit.

  4. Nach dem Lauf auf keinen Fall warm duschen.

  5. Laufen bei Kälte – Deshalb sollten Sie leicht fröstelnd starten.

  6. Warum man auf dem Laufband langsamer ist.

  7. Meiden Sie im Training die Tartanbahn.

  8. Intervalltraining – Beachten Sie die 1:5-Regel.

  9. Nehmen Sie beim Laufen kein Handtuch mit.

 


Gefahr – hält Energie in Bewegung und auch des Menschen Beziehungsorgan in Schwingung!

Fingerabdruck und DNA sind von Geburt an einzigartig. Zur Marke wird der Mensch durch innere Arbeit.
Unterweisung – Erziehung – Charakter-Bildung – Forschung, um das Identität-Immun-System dynamisch zu stärken, für inneren Charakter, Stolz und Authentizität im Leben. Gefühlt – Geprüft – Gedacht – Geprüft –
Geplant – Geprüft – Gesagt – Geprüft – Getan – Geprüft – Gelingen mit Loyalität, Courage und Charakter.

Gefahr – Widerstand-Immun-Balance, Lüge und ein situationselastisches System, des sich Stellens, ermöglicht ein Leben mit innerem, mit Stolz in Balance. Elektrizität, Gesundheit, GELD und Design, sind die tragenden Säulen. Es braucht eine immerwährende systemische ReEvolution in Mensch und System-Schwarm-Intelligenz durch professionelle Reflektion. Neugier-, Ethik-, GÜTE-, Emergenz-, Irrtum-, Fehler-, Opfer-, Versöhnung-, Detail-, Demut-, Disziplin-, Takt, Präzision-, Gewissen-, Regie-, Reife– und StatikPrüfung, führt zum gesunden Narzissmus und Hedonismus, dem Profitum – Benchmark Meteorologie.

Der universelle Logos-Ansatz, dem OekoHuman folgt, ist ein sozial-systemischer Prozeß von „Stirb und Werde“, den Josef Schumpeter „schöpferische Zerstörung“ und Neu-Schöpfung nannte. Gewissermaßen ein universelles Perpetuum mobile zur Erhaltung des Lebens bzw.
ein immerwährender, über das Leben stattfindender Über-Lebensprozeß.
Schwarze Löcher, weisen auf einen solchen Prozeß wohl tatsächlich hin.
Der Psycho-Logo-OekoHuman-Grund-Ansatz: Drei Worte und das Goldene Regel System, welches richtige, gute und konstruktive Wahrnehmung und Gewohnheiten bei Jedem hervorrufen kann, der sich gewohnheitsmäßig täglich darum bemüht.
Auf diese Weise werden die beiden Ansätze mit dem Körper-Logos-Ansatz energetisch verbunden. OekoHuman hat diese DREI grundsätzlichen Prozeße, in einen Gesamt-Prozeß zusammengeführt, da dies dem universellem Analogie-Prinzip am nächsten kommt.
So ist die OekoHuman-Profession – HOLISTIK, Soziale-System-Theorie nach Luhmann, Kybernetik, Konstruktivismus und Profi-Profitum.

TaktOktaveTimingEthik mit GÜTE und innere Statik stärkt Gewissen und Intuition. Damit sind die wesentlichen Eckpfeiler genannt. Dies ist als Gesamtkonzept erlernbar, um Logos, Psycho-Logos und Gesetz-Mäßigkeiten, motivierend, mitfühlen, empfinden und spüren bis zum Lebensende täglich zu befruchten. Dieses Gesamt-Konzept führt zur dynamischen Meisterschaft im Leben heißt sich aus Gefühl und Denkgefängnisse befreien. Die praktisch logische Folge ist TUN im Kontext von universeller Mechanik und ist eng mit dem Prinzip vom LEBENS LANGEM LERNEN verbunden. Partkdolg-Pflicht (Duty) und KAIZEN, sind die maßgeblichen Werkzeuge, um dieser Herausforderung gerecht zu werden. Der Weg zum Ziel mag für den ein oder Anderen steinig sein, doch GÜTE, Gesundheit, Freiheit und Frieden, ist aller Mühen Wert, davon ist OekoHuman überzeugt und dies versteht OekoHuman unter richtiger und guter Nachhaltigkeit.  Siehe Persönlichkeiten, denen wir wertvolle Konzept-Impulse verdanken.


 

Grundlagen:
GESUNDHEITGÜTEGELDGEOMETRIEHOLISTIK sind dynamisch HEILIG und werden von Niveau, Qualität und der Goldene Regel genährt. LogosTaktOktaveTimingEthikGewissenWeisheitVernunftSystemStatikNeugierSIEBENRelativitätKlimaElektrizitätStrom – Profi-ProfitumÖkoMüheReflektionS.E.X., sind die zentralsten Begriffe im OekoHuman – GÜTE-Holistik-Know-Zentrum.
Sie sind eine Regie-Empfehlung mit Sinn, und Dynamik, bis zur persönlichen Meisterschaft im Leben, gebunden an ein freudvolles – langes Leben, mit Innenschau – MissionVision – Außenschau und dem Motto: Die individuelle Mischung macht’s und der Durchschnitt bestimmt das Gelingen.
Start:
Wer bin ICH und Wer will ICH SEIN – Status-QuoLagebeurteilung – Vision – Leitbild – Mission.

Basis:

MenschWandelAnpassungsfähigkeitG.E.L.D. – GeldWirtschaftBehavioral FinanceTalentAnamnesisHermetikGewissenWahrheitEinstellungHermeneutik Source-CodeGÜTETUNNahrung-ErnährungStrom – VernunftControllingProfitumLoyalitätWundernBuddy-System.

Potential-Entfaltung:
KraftStärkeWilleDisziplinRegieToleranzResilienzVolitionAuthentizitätWettbewerb– und Widerstands-FähigkeitKnow-HowMarke.

Umsetzung:

LIEBEMutMüheRitualMACHTPartkdolg-Pflicht (Duty)KAIZENKnow-Howschöpferische Zerstörungdie Mischung macht’sEntscheidungWirksamkeit durch Profi-Profitum.

Fallen:
WahrnehmungGewohnheitenBequemlichkeitGlaubenssätzeDenkgefängnisseVerschlimmbesserungProjektionKausalitätKomfortzoneDurchhaltevermögenWechselwirkungWirkzusammenhängeKonkurrenzKredit

Weg:
Profi-ProfitumHaltungTON – ResonanzHorchenErziehungUnterweisungWiderstandStatikDurchsetzungBildungVollendung

Angebote:
TUN-StudiumTalent-Unternehmer-StudiumAus- und Weiterbildung – Projekte – Profi-Profitum als praktische UmsetzungUnternehmer-Privat-Sekretär.

Ziele:
FokussierungAutonomieGesundheitKlimaKulturRespekt – WürdeGelingenReEvolution TUNdynamischer Schöpfungs-Prozeß, „wer rastet, der rostet“, Profi-Profitum.

Resultate:
relative Heilig-HeilungReifeOrdnungTaktTUNNiveauQualitätWeisheitFriedendynamischer Horizontewiger Schöpfungs-ProzeßFreiheit –  NachhaltigkeitGeltung.

Weitere Stichworte:
Universal-Prinzipien-Gesetz-Mäßigkeiten – GlaubeHoffnungDienen mit DemutLernenAnstrengungCharakter-DesignKonsequenz –  KompatibilitätERPHidden-ChampionsEntrepreneur  – PräventionVeredelungÄsthetikQuintessenz –  Unternehmer-Privat-Sekretär.
Die zentrale Seite und Navigation, ist das OekoHuman-Wiki, hier sind noch nicht alle Seiten gefüllt – Gründe: Zeit – Strategie – Taktik – Reihenfolge.

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